Rettungsschwimmer aus Harsewinkel gewinnen auch in Prerow

Trophy II, VK, Wettkampf, Foto: Denis Foemer (DLRG)

Prerow. Die Rettungsschwimmer aus Harsewinkel haben nach dem Sieg zum Auftakt der DLRG Trophy im Juni in Haltern am See auch den zweiten Wettkampf der dreiteiligen Serie im Ostseebad Prerow gewonnen. Die Ostwestfalen distanzierten die Konkurrenz am Samstag deutlich. Rang zwei ging an die Athleten aus Magdeburg, Dritter wurde das Team aus Gelsenkirchen-Buer. Den Sportlern aus Harsewinkel winkt damit bei nur noch einer ausstehenden Veranstaltung der erneute Gesamtsieg bei der DLRG Trophy.

Die ausrichtende Ortsgruppe der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Prerow hatte den Wettkampf direkt an der Seebrücke des Ostseebades organisiert. Insgesamt waren rund 40 Mannschaften mit 220 Rettungssportlern aus der ganzen Republik angereist und boten den zahlreichen Besuchern auf der Seebrücke spannende Wettbewerbe.

Im Einzel holten sich die Sportler der DLRG Harsewinkel insgesamt sechs der zehn zu vergebenden Goldmedaillen. Auch drei der sechs Entscheidungen in den Staffeln fielen zu Gunsten der Westfalen aus.

Die Dominanz durchbrechen konnte Carla Strübing von der DLRG Region Uetersen, die in Prerow erneut ihre Ausnahmeklasse bewies. Neben dem Sieg auf dem kajakähnlichen Rettungsski und einem dritten Platz im Rennen mit dem Rettungsbrett sicherte sie sich auch den ersten Platz im anspruchsvollen Rettungstriathlon Oceanwoman. Mit Max Tesch von der DLRG Anklam war auch ein Rettungsschwimmer aus Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich. Der 21-Jährige siegte im Brandungsschwimmen und erkämpfte sich in der Königsdisziplin Oceanman die Bronzemedaille.

Die DLRG Trophy

Die jährlich ausgerichtete DLRG Trophy umfasst insgesamt drei Wettbewerbe. Nach dem Auftakt in Haltern am See und der Veranstaltung in Prerow ist die letzte Station 2017 der Kleine Brombachsee in Langlau (Bayern). Gesamtsieger der DLRG Trophy wird die Mannschaft, die in der Addition der einzelnen Wettkampftage die höchste Punktzahl erreicht.

Rettungssport

Der Rettungssport ist die Wettkampfvariante des Rettungsschwimmens. Neben der Schnelligkeit beim Schwimmen und Laufen kommt es für die Sportler vor allem darauf an, Geräte zur Wasserrettung wie den Gurtretter oder das Rettungsbrett bestmöglich zu beherrschen. Das Wettkampfprogramm umfasst bei der DLRG Trophy für Frauen und Männer jeweils fünf Einzel- und drei Staffelwettbewerbe. Die Königsdisziplin ist ein Triathlon aus Schwimmen, Rettungskajak- und Rettungsbrett-Rennen, Oceanman beziehungsweise Oceanwoman genannt.

In der DLRG betreiben rund 60.000 – zumeist junge – Menschen den Rettungssport. Er entwickelte sich aus der humanitären Idee, Menschen für den ehrenamtlichen Wasserrettungsdienst zu gewinnen und auszubilden. Zwei Arten werden dabei grundsätzlich unterschieden: die Pool- (in Schwimmbädern) und die Ocean-Disziplinen (in Freigewässern). Letztere bilden das Programm der DLRG Trophy.

Im Bild: Jasmin Dziuron von der DLRG Harsewinkel hatte die schnellsten Beine. Sie gewann im Kurzsprint „Beach Flags“ Gold. Foto: Denis Foemer

Martin Holzhause, Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V., Bundesgeschäftsstelle, Referent für Öffentlichkeitsarbeit