Mecklenburg-Vorpommerns Talente überzeugen bei Norddeutschen Meisterschaften: Oskar Köckeritz glänzt dreifach, Albert Dabers überrascht im offenen Finale und die Rostocker Frauenstaffel sorgt für den emotionalen Höhepunkt.
Bei den Norddeutschen Meisterschaften im Schwimmen in Braunschweig hat der Landesschwimmverband Mecklenburg-Vorpommern ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Vom 8. bis 10. Mai gingen insgesamt 58 Aktive aus dem Nordosten an den Start – so viele wie seit 2017 nicht mehr. Hinzu kamen elf vereinsübergreifend gemeldete Staffeln.
Auch sportlich wusste der SVMV zu überzeugen: 29 Medaillen kehrten mit nach Mecklenburg-Vorpommern zurück. Besonders erfolgreich präsentierte sich Oskar Köckeritz vom SV Olympia Rostock. Der inzwischen am Bundesnachwuchsstützpunkt in Potsdam trainierende Schwimmer gewann Gold über 50, 100 und 200 Meter Schmetterling und wurde damit dreifacher Norddeutscher Jahrgangsmeister.
Weitere Titel sicherten sich Lentje Dierke (SC Empor Rostock) über 100 Meter Schmetterling, ihr Vereinskollege Leon Engelmann auf derselben Strecke sowie Hannes Pielenz (SV Olympia Rostock) über 50 Meter Brust. Für ein weiteres Highlight sorgte Albert Dabers von den Anklamer Peenerobben. Nach seinem Sieg über 200 Meter Rücken qualifizierte er sich zudem für das offene Finale und schwamm dort in starken 2:12,15 Minuten zur Silbermedaille in der offenen Klasse. „Die Ergebnisse zeigen, dass sich die kontinuierliche Arbeit an den Standorten auszahlt. Besonders erfreulich ist, dass sich viele junge Athletinnen und Athleten auf norddeutscher Ebene hervorragend präsentiert haben“, so SVMV-Schwimmwart Stefan Faulenbach.
Podestplätze sammelten außerdem Matti Pflüger (PSV Stralsund), Leo Diehn und Pascal Kalcher (PSV Schwerin), Wilhelm Kiepke und Christoph Herrmann (SC Empor Rostock) sowie Lucia Escobar Kamrau, Julia Liepe und Zoe Reymers vom SV Olympia Rostock.
Für den emotionalen Höhepunkt der Titelkämpfe sorgte die Frauenstaffel des SV Olympia Rostock. Elisa Fiedler, Zoe Reymers, Julia Liepe und Lucia Escobar Kamrau schwammen über 4×200 Meter Freistil sensationell zu Silber.
Dass die Bilanz noch eindrucksvoller hätte ausfallen können, zeigt ein Blick auf die fehlenden Leistungsträger. Medaillengarant Georg Alexander Kloss, inzwischen nach Potsdam gewechselt, schwamm in Braunschweig 12 Mal für den Landesschwimmverband Brandenburg aufs Podest. Hingegen nicht am Start war Matilda Dabers, die mitten in den Abiturprüfungen steckt.
„Wir sehen aktuell eine sehr positive Entwicklung im Nachwuchsbereich. Auch die jüngeren Jahrgänge, die bei den Norddeutschen Mehrkampfmeisterschaften überzeugt haben, machen Mut für die kommenden Jahre“, heißt es aus dem Verbandspräsidium. Mit Rückenwind aus Braunschweig richtet sich der Blick nun auf die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Juni in Berlin. Dort wollen die Schwimmerinnen und Schwimmer aus Mecklenburg-Vorpommern die nächsten starken Leistungen folgen lassen.
red
