{"id":1509,"date":"2017-05-24T12:37:17","date_gmt":"2017-05-24T10:37:17","guid":{"rendered":"https:\/\/mv-sport.de\/?p=1509"},"modified":"2017-09-05T20:34:15","modified_gmt":"2017-09-05T18:34:15","slug":"vom-hoersaal-in-die-sportarenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/vom-hoersaal-in-die-sportarenen\/","title":{"rendered":"Vom H\u00f6rsaal in die Sportarenen"},"content":{"rendered":"<p>In knapp drei Monaten beginnt die 29.Sommer-Universiade<\/p>\n<p>Noch knapp drei Monate. Dann &#8222;steigt&#8220; in Taipeh die gr\u00f6\u00dfte Multisportveranstaltung in diesem Sportjahr, die <strong>29.Sommer-Universiade<\/strong>, die Weltspiele im Studenten-Sport.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/marita-koch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1512\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/marita-koch-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a>Erwartet werden auf Taiwan bis zu 14000 Studenten-Sportlerinnen und -Sportler aus mehr als 150 L\u00e4ndern, darunter nat\u00fcrlich ebenfalls ein Team des &#8222;Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes&#8220;.<\/p>\n<p>Studentinnen bzw. Studenten und Sport: Das ist eine nat\u00fcrliche Symbiose, denn &#8222;zu einem gesunden Geist geh\u00f6rt bekanntlich auch ein gesunder K\u00f6rper&#8220;!<\/p>\n<p><strong>Gwangju 2015 im R\u00fcckspiegel<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wie war das aber noch vor zwei Jahren, bei der vorerst letzten Sommer-Universiade in Gwangju?!<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Rund 13000 Studenten-Sportlerinnen und -Sportler aus 146 L\u00e4ndern wetteiferten zwischen 3.Juli 2015 und 14.Juli 2015 bei der 28.Sommer-Universiade in Gwangju in 272 Entscheidungen bei 21 Sportarten um Gold, Silber und Bronze.<\/p>\n<p><strong>Gute deutsche Bilanz<\/strong><\/p>\n<p>Das Team des &#8222;Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes&#8220; sandte rund 120 Aktive in den S\u00fcden Koreas und die Bilanz kann sich durchaus sehen lassen: 5 x Gold, 5 x Silber, 8 x Bronze.<\/p>\n<p>Goldige Universiade-Momente aus deutscher Sicht gab es dabei f\u00fcr Turner Fabian Hamb\u00fcchen am Reck, f\u00fcr den Leichtathleten Martin Christian Grau \u00fcber die 3000 Meter Hindernis, f\u00fcr die Leichtathletinnen Lena Urbaniak im Kugelsto\u00dfen bzw. Anna Maiwald im Siebenkampf und f\u00fcr die Ruderer Jakob Schneider, Tobias Oppermann, Arne Schwiethal und Clemens Ernsting im Vierer ohne Steuermann.<\/p>\n<p><strong>Asiens Streitmacht enorm stark<\/strong><\/p>\n<p>Die sportlichen Universiade Top-Nationen 2015 waren jedoch andere&#8230; Asiens Streitmacht beeindruckte wieder einmal bei den Weltspielen im studentischen Sport. So wurde Gastgeber S\u00fcdkorea die Nummer eins im Medaillenspiegel, China kam auf Rang drei, Japan auf Rang vier, der Iran auf Rang neun und Taiwan auf Rang zehn. Zehn asiatische Nationen unter den &#8222;Top Ten&#8220; &#8211; auch im Sport ist Asien inzwischen ein extrem erfolgreicher Kontinent.<\/p>\n<p>Das meiste Edelmetall &#8222;heimste&#8220; jedich Russland (122 Medaillen) ein. Die meisten Goldmedaillen erk\u00e4mpften die S\u00fcdkoreanerinnen und S\u00fcdkoreaner (47 x Gold). Insgesamt holten Studenten-Sportlerinnen und -Sportler aus 64L\u00e4ndern Plaketten, darunter 42 Staaten eine oder mehrere Goldmedaillen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Europ\u00e4er schafften Russland (Platz zwei), Frankreich (Platz sechs), Italien (Platz sieben) und die Ukraine (Platz acht) &#8222;den Sprung&#8220; unter die besten zehn L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Die USA belegten in der Endabrechnung Rang f\u00fcnf.<\/p>\n<p><strong>Blick zu den Kern-Sportarten<\/strong><\/p>\n<p>In den Kernsportarten Schwimmen, Leichtathletik, Turnen oder Rudern ging es jedoch durchaus abwechslungsreich zu. Die besten Schwimmerinnen und Schwimmer kamen aus den USA und holten 34 Medaillen, darunter 15 x Gold. In der Leichtathletik dominierte die russische Mannschaft mit 29 Medaillen, darunter 12 x Gold. Die erfolgreichsten Ruderboote stellte 2015 Litauen mit 4 x Gold, 1 x Silber. Und die st\u00e4rksten Turn-Nationen in Gwangju waren die Ukraine bzw. Japan mit jeweils 15 Medaillen und Russland mit 13 Medaillen. In der aus M-V-Sicht traditionsreichen Sportart Wasserspringen waren wieder einmal die Chinesinnen und Chinesen &#8222;das Ma\u00df aller Dinge&#8220; mit 17 Medaillen, darunter 10 x Gold.<\/p>\n<p><strong>Weiterer Blick zum Team-Ballsport<\/strong><\/p>\n<p>Spannend verliefen auch die Wettk\u00e4mpfe in den Mannschafts-Ballsportarten. In den beiden Basketball-Turnieren der Studentinnen und Studenten setzte sich &#8222;Team U.S.A.&#8220; durch &#8211; bei den Studenten denkbar knapp vor der deutschen Auswahl. Im Fu\u00dfball st\u00fcrmten Italien (Studenten) und Frankreich (Studentinnen) zu Gold. Beste Volleyball-Nation, jeweils bei Studenten wie Studentinnen, war Russland. Die Handball-Turniere bescherten Portugal (Studenten) und Russland (Studentinnen) goldene Medaillen. Die besten Baseballer kamen aus Japan und Taiwan. Wasserball spielten hingegen Italien bzw. Ungarn (Studenten) und Australien bzw. Kanada (Studentinnen) ganz besonders erfolgreich.<\/p>\n<p><strong><em>Vom sommerlichen \u00a0Gwangju 2015 \u00a0zum winterlichen \u00a0Almaty2017<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Universiade war dann die 28.Winter-Universiade vom 29.Januar 2017 bis 8.Februar 2017 in Almaty.<\/p>\n<p>Elf Tage stand also die kasachische Metropole Almaty im Fokus des wintersportlichen Interesses. Bis 1997 war sie auch Hauptstadt Kasachstans und seit Jahrzehnten finden dort auch zahlreiche wintersportliche Gro\u00dfereignisse statt \u2013 so auch die 28.Winter-Universiade, die Weltspiele im winterlichen Studentensport, die dort vom 29.Januar bis 8.Februar pr\u00e4sentiert wurde.<\/p>\n<p><strong>Interesse in Deutschland \u00a0eher m\u00e4ssig<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl die Winter-Universiaden nach den Olympischen Spielen und den \u201eWorld Games\u201c, den Weltspielen in den nichtolympischen Sportarten, die gr\u00f6sste Multisportveranstaltung sind, ist das mediale Interesse in Deutschland eher m\u00e4ssig. Woran es liegt?! Startberechtigt sind nur Sportlerinnen und Sportler, die studieren, aber auch viele von diesen konzentrieren sich eher auf andere wichtige Wettk\u00e4mpfe, wie Weltmeisterschaften, Kontinentalmeisterschaften, Weltcups oder eben Olympia.<\/p>\n<p>Zudem: In einigen L\u00e4ndern studieren die Universiade-Sportlerinnen bzw. -Sportler l\u00e4ngst nicht sehr intensiv, mitunter sogar nur \u201eauf dem Papier\u201c, um sich fast g\u00e4nzlich auf ihre leistungssportlichen Ambitionen konzentrieren zu k\u00f6nnen. In den westeurop\u00e4ischen und nordamerikanischen Staaten ist so etwas jedoch mittlerweile nur noch\u00a0 bedingt m\u00f6glich. Es m\u00fcssen dort schon entsprechende universit\u00e4re Leistungen erbracht werden \u2013 und die Zeit an der Uni fehlt dann f\u00fcr das notwendige sportliche Training.<\/p>\n<p>Da ist man in anderen Staaten, in Osteuropa, in Ostasien oder in Russland \u201eetwas kulanter\u201c\u2026<\/p>\n<p><strong>Blick in die Historie der Winter-Universiaden<\/strong><\/p>\n<p>Seit 1960, Austragungsort war seinerzeit Chamonix, werden Winter-Universiaden ausgetragen und den \u201eewigen Medaillenspiegel\u201c (bis 2015) f\u00fchren Russland (einschliesslich SU und GUS) mit 259 x Gold, 233 x Silber, 209 x Bronze vor S\u00fcdkorea mit 104 x Gold, 74 x Silber, 65 x Bronze, Japan mit 83 x Gold, 94 x Silber, 90 x Bronze und China mit 72 x Gold, 61 x Silber, 74 x Bronze an. Deutsche Studenten-Sportlerinnen bzw. -Sportler kommen da auf eine eher bescheidene Ausbeute: 29 x Gold, 23 x Silber, 29 x Bronze.<\/p>\n<p>Die Sowjetunion bzw. Russland gewann den Medaillenspiegel bei Winter-Universiaden, einschliesslich Almaty 2017, achtzehnmal, von 1966 bis 1985 bzw. 1989, von 1999 bis 2003 und von 2011 bis 2017. Frankreich wurde bei der ersten Winter-Universiade 1960 erfolgreichste Nation. Westdeutschland war 1962 in Villars und 1964 in Spindleruv Mlyn jeweils die Nummer eins.<\/p>\n<p>Die Tschechoslowakei avancierte 1987 zur Top-Nation. Japan schaffte \u201edie Pole Position\u201c von 1991 bis 1993 bzw. 1997. S\u00fcdkorea rangierte 1995 und 2007 an der Spitze. Im Jahr 2005 schnitt \u00d6sterreich am besten bei der damaligen Winter-Universiade ab.<\/p>\n<p><strong>Erste Goldmedaillen f\u00fcr \u201eSchwarz-Rot-Gold\u201c 1962<\/strong><\/p>\n<p>Die ersten Goldmedaillen bei einer Winter-Universiade f\u00fcr eine deutsche Studenten-Mannschaft erk\u00e4mpften 1962 in Villars (Schweiz) die alpine Skisportlerin Barbara Henneberger, die bereits Olympia-Bronze im Slalom in Squaw Valley 1960 gewonnen hatte, im Riesenslalom, in der Abfahrt bzw. in der Kombination, und der alpine Skifahrer Willy Bogner junior, Olympia-Teilnehmer 1960 in Squaw Valley bzw. 1964 in Innsbruck, im Slalom bzw. in der Kombination.<\/p>\n<p>Die begnadete Skisportlerin Barbara Henneberger starb bereits 1964 im Alter von 23 Jahren w\u00e4hrend der Dreharbeiten zum Film \u201eSki-Faszination\u201c von Willy Bogner, ihrem damaligen Freund, durch eine Lawine. Der Vater von Willy Bogner war ebenfalls ein herausragender Skisportler, insbesondere in den nordischen Disziplinen, errang 1934 bei den WM Skilanglauf-Staffel-Silber und 1935 bei den WM Bronze in der Nordischen Kombination.<\/p>\n<p><strong>Vorerst letztes deutsches Gold 2015<\/strong><\/p>\n<p>Die vorerst letzten Goldmedaillen bei einer Winter-Universiade f\u00fcr eine deutsche Mannschaft hatten 2015 in Strebske Pleso bzw. in Osrblie und in Granada der Eiskunstl\u00e4ufer Peter Liebers, der Snowboarder Daniel Weis und das Team in der Nordischen Kombination in der Besetzung Johannes Wasel, Tobias Simon und David Welde geholt.<\/p>\n<p><strong>Drei Medaillen f\u00fcr den ADH in Almaty<\/strong><\/p>\n<p>In Almaty lief es f\u00fcr das Team des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes so \u201ela la\u201c. 29 Aktive f\u00fcr \u201eSchwarz-Rot-Gold\u201c waren vor Ort und die Medaillen-Ausbeute war sehr \u00fcbersichtlich. In den 88 Entscheidungen der 10 angebotenen Sportarten gab es aus deutschem Blickwinkel gab es jeweils Silber f\u00fcr Tobias Simon in der Nordischen Kombination bzw. f\u00fcr die alpine Skisportlerin Monica H\u00fcbner im Slalom und einmal Bronze im Eistanzen f\u00fcr das Paar Shari Koch\/Christian N\u00fcchtern.<\/p>\n<p>Die Konkurrenz war allerdings auch \u201emega-stark\u201c, nahmen doch insgesamt rund 2000 studentische Athletinnen und Athleten aus 58 L\u00e4ndern an der 28.Winter-Universiade in Almaty teil. 26 L\u00e4ndern schafften dabei Medaillen, f\u00fcnfzehn Staaten errangen eine oder mehrere Goldmedaillen.<\/p>\n<p><strong>Russland am erfolgreichsten<\/strong><\/p>\n<p>Die beste Nation wurde wieder Russland mit 29 x Gold, 27 x Silber, 15 x Bronze vor Kasachstan mit 11 x Gold, 8 x Silber, 17 x Bronze, S\u00fcdkorea mit 11 x Gold, 5 x Silber, 5 x Bronze, Japan mit 6 x Gold, 12 x Silber, 10 x Bronze und Polen mit 5 x Gold, 2 x Silber, 5 x Bronze.<\/p>\n<p>F\u00fcr Kanada gab es nur einmal Gold, durch das Studenten-Curling-Team, und zweimal Bronze, durch die Eishockey-Teams bei den Studentinnen und Studenten. Die USA begn\u00fcgten sich mit einmal Silber durch die Snowboarderin Maggie Carrigan und einmal Bronze durch das Eishockey-Team bei den Studentinnen. Norwegen, die traditionsreichste Wintersport-Nation, musste sogar mit nur einmal Bronze durch das Curling-Team bei den Herren zufrieden sein.<\/p>\n<p>Medaillen bei der 28.Winter-Universiade sicherten sich allerdings auch Grossbritannien, Gold durch das Curling-Team bei den Studenten, Armenien, Bronze durch Sergey Mikayelyan in der 10 Kilometer Verfolgung im Skilanglauf (freier Stil), und Australien, Silber durch die Snowboarderin Amber Arazny (Slopestyle) und durch den Snowboarder Joss McAlpin (Big Air).<\/p>\n<p>Ansonsten dominierten in vielen Sportarten die russischen Sport-Studentinnen und Sport-Studenten.<\/p>\n<p><strong>Zwischen Ski-Alpin und Biathlon<\/strong><\/p>\n<p>Im Alpinen Skisport rangierte Russland nach Ende der Wettk\u00e4mpfe mit 2 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze vor Italien mit 2 x Gold auf Rang eins. Jelena Jakowischina (Super G) und Anastasija Silantjewa (Kombination) belegten jeweils aus russischer Sicht Rang eins. F\u00fcr Italien waren Giulio Giovanni Bosca (Riesenslalom) und Michelangelo Tentori (Super G) erfolgreich.<\/p>\n<p>Im Biathlon gab es das Duell Russland (3 x Gold, 4 x Silber, 6 x Bronze) und Kasachstan (3 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze). F\u00fcr Russland triumphierten Semen Suchilow (10 Kilometer Sprint), Sergej Korastylew (12 Kilometer Verfolgung) bzw. die Mixed-Staffel, f\u00fcr Kasachstan Alina Raikowa (15 Kilometer) und Galina Wischnewskaja (7,5 Kilometer Sprint und 12,5 Kilometer Massenstart).<\/p>\n<p><strong>Russische Dominanz in der Loipe<\/strong><\/p>\n<p>Klar dominierend waren die russischen Skilangl\u00e4uferinnen und Skilangl\u00e4ufer mit 9 x Gold, 8 x Silber, 2 x Bronze. Dreimal Gold erreichten Lilija Wassiljewa (5 Kilometer klassisch, 15 Kilometer Massenstart klassisch und mit der 3 x 5 Kilometer-Staffel plus 2 x Silber) und Dmitri Rostowstsew (10 Kilometer Verfolgung im freien Stil, 30 Kilometer Massenstart klassisch und mit der 4 x 7,5 Kilometer Staffel plus 1 x Silber).<\/p>\n<p><strong>Vom Snowboard zum Eishockey-Parkett<\/strong><\/p>\n<p>Am besten waren zudem die russischen Snowboarderinnen und Snowboarder unterwegs, die 5 x Gold, durch Anastasija Loginowa, Bogdan Bogdanow bzw. Michail Matwejew, 2 x Silber, 1 x Bronze errangen.<\/p>\n<p>Die russischen Teams bei den Studentinnen und Studenten im Eishockey zeigten ebenfalls ihre grosse Klasse und bezwangen in ihren Endspielen Kanada (Studentinnen) und Kasachstan (Studenten).<\/p>\n<p><strong>Jelena Radionowa, die Eisprinzessin in Almaty<\/strong><\/p>\n<p>Im Eiskunstlaufen gingen die drei Goldmedaillen an Russland, an Kasachstan und an die Ukraine. Jelena Radionowa (Russland) wurde die Eisprinzessin in Almaty. Bei den Studenten jubelte Denis Ten (Kasachstan) \u00fcber Gold. Im Eistanzen sorgten Alexandra Nazarowa\/Maxim Nikitin aus ukrainischer Sicht f\u00fcr goldene Momente.<\/p>\n<p><strong>Vom Curling \u00fcber Ski-Freestyle zum Skispringen<\/strong><\/p>\n<p>Die kanadischen Studentinnen und britischen Studenten liessen sich die Gesamt-Erfolge im Curling nicht nehmen und in der Nordischen Kombination war Polen mit 2 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze am besten. Adam Cieslar erk\u00e4mpfte 2 x Gold, 1 x Silber.<\/p>\n<p>Im Ski-Freestyle holten die kasachischen Studentinnen und Studenten 5 x Gold, 1 x Silber, 3 x Bronze. Julia Galischewa und Dimitri Reikherd siegten jeweils in der Disziplin Moguls.<\/p>\n<p>S\u00fcdkorea mit 6 x Gold, 3 x Silber, 1 x Bronze und China mit 2 x Gold, 3 x Silber waren jeweils die erfolgreichsten L\u00e4nder im Short Track. Bei den Studentinnen freute sich Ha Kyung Son \u00fcber 3 x Gold und bei den Studenten Do Kyoum Kim bzw. Ji Won Park \u00fcber jeweils 1 x Gold, 1 x Silber.<\/p>\n<p>Im Eisschnelllaufen lieferten sich auch zwei L\u00e4nder ein Duell: S\u00fcdkorea und Russland. S\u00fcdkorea holte 5 x Gold, 2 x Silber, 4 x Bronze und Russland 4 x Gold, 1 x Silber, 3 x Bronze. Die s\u00fcdkoreanische Eisschnelll\u00e4uferin Hyunyung Kim kam auf 1 x Gold, 1 x Silber, ihr Landsmann Minkyu Cha auf 2 x Gold.<\/p>\n<p>Und im Skispringen war in Almaty 2017 Japan eine Macht. Nippon ersprang 4 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze. Die Japanerin Haruka Iwasa beeindruckte mit 3 x Gold, ihr Landsmann Naoki Nakamura mit 2 x Gold.<\/p>\n<p>Die 88 Goldmedaillen der 28.Winter-Universiade sind also vergeben, das Universiade-Feuer ist erloschen und es beginnen nun die diversen Analysen zu den Resultaten in Almaty\u2026<\/p>\n<p>Auf nach Taipei im August 2017 und Krasnojarsk im M\u00e4rz 2019\u2026<\/p>\n<p>\u2026Der Termin f\u00fcr die n\u00e4chste, die 29.Winter-Universiade, steht auch schon fest. Vom 2.M\u00e4rz 2019 bis 12.M\u00e4rz 2019 wird Krasnojarsk Gastgeber f\u00fcr die winterlichen Studenten-Sportlerinnen und -Sportler aus aller Welt sein. Im August 2017 &#8222;ruft&#8220; allerdings erst einmal Taipeh.<\/p>\n<p><strong><em>Universiade-Erfolge aus M-V-Sicht<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Bei der Sommer-Universiade 1970 in Turin<\/strong> gab es dabei Gold im Diskuswerfen der Frauen f\u00fcr die geb\u00fcrtige Greifswalderin Karin Illgen vor den beiden westdeutschen Starterinnen Brigitte Berendonk und Liesel Westermann. Der geb\u00fcrtige Trantower J\u00f6rg Drehmel belegte im Dreispringen Platz drei hinter den sowjetischen Teilnehmern Viktor Sanejew und Nikolai Dudkin. Bei der <strong>Universiade 1973<\/strong> wiederholte J\u00f6rg Drehmel diesen Erfolg &#8211; wieder Bronze, dieses Mal hinter Michail Bariban sowie Viktor Sanejew (beide UdSSR).<\/p>\n<p><strong>In Sofia 1977<\/strong> sorgte der f\u00fcr den SC Empor Rostock startende, geb\u00fcrtige Grevesm\u00fchlener Wolfgang Warnem\u00fcnde f\u00fcr einen &#8222;Medaillen-Doppelschlag&#8220; mit jeweils Bronze im Kugelsto\u00dfen bzw. im Diskuswerfen. Im Kugelsto\u00dfen waren dabei nur die beiden Bulgaren Walcho Stojew bzw. Nikolai Christow und im Diskuswerfen nur die beiden UdSSR-Teilnehmer Nikolai Viktor bzw. Wladimir Rajew besser als Wolfgang Warnem\u00fcnde.<\/p>\n<p><strong>Zwei Jahre sp\u00e4ter (1979), in Mexico-City<\/strong>, gab es aus M-V dann doppeltes Leichtathletik-Gold. Die geb\u00fcrtige Wismarerin Marita Koch, in sportlichen Diensten des SC Empor Rostock, sprintete \u00fcber die 200 Meter vor Kathy Smallwood und Beverly Goddard aus Gro\u00dfbritannien ins Ziel. Im Kugelsto\u00dfen distanzierte die geb\u00fcrtige Demminerin Ilona Slupianek ihre Konkurrentinnen Helma Knorscheidt (DDR) und Michaela Loghin (Rum\u00e4nien).<\/p>\n<p><strong>1981 war dann Bukarest Austragungsort <\/strong>der Sommer-Universiade. Das DDR-Team holte dort 4 x Gold \/ 6 x Silber \/ 1 x Bronze \u2013 und auch M-V-Sportler waren erfolgreich dabei. Wolfgang Warnem\u00fcnde war als Zweiter im Diskuswerfen, hinter dem Westdeutschen Armin Lemme und vor dem Rum\u00e4nen Ion Zamfirache, wieder unter den Medaillengewinnern. Der f\u00fcr den SC Traktor Schwerin startende Speerwerfer Gerald Wei\u00df erk\u00e4mpfte ebenfalls Silber, hinter Dainis Kula bzw. vor Heino Puuste (beide UdSSR), und Ines M\u00fcller vom SC Empor Rostock belegte einen zweiten Platz im Kugelsto\u00dfen, hinter Helma Knorscheidt (DDR) und vor Ljudmilla Sawina (UdSSR).<\/p>\n<p>Bei der Universiade 1987 in Zagreb gab es f\u00fcr die DDR-Mannschaft im Frauen-Volleyball, mit M-V-Beteiligung, unter anderem mit der geb\u00fcrtigen Rostockerin Kathrin Langschwager und den SCT-Spielerinnen Ute Steppin bzw. D\u00f6rte St\u00fcdemann, Bronze.<\/p>\n<p><strong>Gute Erfolge f\u00fcr M-V auch nach der Wende<\/strong><\/p>\n<p>Zwei Medaillen f\u00fcr Mecklenburg-Vorpommern gab es dann bei der Sommer-Universiade 1993 in Buffalo. Siebenk\u00e4mpferin Birgit Gautzsch vom Schweriner SC erk\u00e4mpfte Silber, hinter Urszula Wlodarczyk (Polen) sowie vor Kelly Blair (USA). Die Rostockerin Wasserspringerin Silke Kr\u00fcger belegte Platz drei vom Drei-Meter-Brett hinter Brita Baldus (SC DHfK Leipzig) und Paige Gordon (Kanada). Die geb\u00fcrtige Berlinerin Tanja Damaske, die 1985 bis 1989 f\u00fcr den SC Traktor Schwerin bzw. 1990 bis 1992 f\u00fcr den Schweriner SC startete, wurde 1993 zudem Zweite im Speerwerfen.<\/p>\n<p><strong>Weitere Universiade-Erfolge<\/strong> im Wasserspringen \u00a0folgten 1995 in Fukuoka. Vom Ein-Meter-Brett sprangen die beiden Rostockerinnen D\u00f6rte Lindner und Silke Kr\u00fcger zu Gold und Silber. Bronze sicherte sich Yu Xiaoling (China). Auch vom Drei-Meter-Brett reichte es f\u00fcr D\u00f6rte Lindner zu einer Medaille. D\u00f6rte kam auf Platz drei hinter Rao Lang (China) und Maria Jose Alcala (Mexiko). Das deutsche Frauen-Team, mit D\u00f6rte Lindner und Silke Kr\u00fcger, jubelte zudem \u00fcber Gold vor den USA und China.<\/p>\n<p>In der mecklenburgischen Traditionssportart Volleyball sorgte dann der geb\u00fcrtige Schweriner Marco Liefke f\u00fcr ein Universiade-Highlight 1999 auf Mallorca. Mit dem deutschen Herren-Team errang Marco Liefke Gold vor den Mannschaften aus Japan und Spanien.<\/p>\n<p><strong>In Peking 2001<\/strong> war &#8222;Bronze-Zeit&#8220; aus Sicht einer Sportlerin vom SC Neubrandenburg. Die Siebenk\u00e4mpferin Sonja Kesselschl\u00e4ger schaffte Rang drei hinter der Australierin Jane Jamieson und der Russin Swetlana Sokolowa. Medaillen-Freuden \u00fcber die 400 Meter H\u00fcrden gab es <strong>2007 in Bangkok 2007 und 2009 auf Mallorca<\/strong> f\u00fcr eine fr\u00fchere Athletin des 1.LAV Rostock, f\u00fcr Jonna Tilgner. 2007 lief Jonna zu Bronze hinter der Kasachin Tatjana Asarowa bzw. der Ukrainerin Anastasija Rabchenjuk und 2009 errang Jonna sogar Silber hinter der Bulgarin Wanja Stambolowa und vor der D\u00e4nin Sara Slott Petersen.<\/p>\n<p>Das alles ist aber Vergangenheit. Jetzt gilt es f\u00fcr die deutschen Studenten-Sportlerinnen bzw. -Sportler erfolgreich bei der Universiade 2017 in Taipeh zu bestehen.<\/p>\n<p>Marko Michels<\/p>\n<p>Archiv-Foto (Aufnahme Michels): Die geb\u00fcrtige Wismarerin Marita Koch (SC Empor Rostock), 400 Meter-Olympiasiegerin 1980 in Moskau, gewann 1979 auch Universiade-Gold \u00fcber die 200 Meter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In knapp drei Monaten beginnt die 29.Sommer-Universiade Noch knapp drei Monate. Dann &#8222;steigt&#8220; in Taipeh die gr\u00f6\u00dfte Multisportveranstaltung in diesem Sportjahr, die 29.Sommer-Universiade, die Weltspiele im Studenten-Sport. Erwartet werden auf Taiwan bis zu 14000 Studenten-Sportlerinnen und -Sportler aus mehr als 150 L\u00e4ndern, darunter nat\u00fcrlich ebenfalls ein Team des &#8222;Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes&#8220;. Studentinnen bzw. 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