{"id":2246,"date":"2017-06-02T20:10:40","date_gmt":"2017-06-02T18:10:40","guid":{"rendered":"https:\/\/mv-sport.de\/?p=2246"},"modified":"2017-06-03T19:51:31","modified_gmt":"2017-06-03T17:51:31","slug":"noch-acht-monate-bis-pyeongchang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/noch-acht-monate-bis-pyeongchang\/","title":{"rendered":"Noch acht Monate bis Pyeongchang"},"content":{"rendered":"<p>Die 23.Olympischen Winterspiele &#8222;in Sichtweite&#8220;&#8230;<\/p>\n<p>Wer denkt schon im sommerlichen Juni an den n\u00e4chsten Winter? Nat\u00fcrlich die Winter-Sportlerinnen und Winter-Sportler! Denn: Erfolgreiche Winter-Sportlerinnen und Winter-Sportler werden bekanntlich im Sommer gemacht.<\/p>\n<p><strong>M-V und der Wintersport<\/strong><\/p>\n<p>Auch in Mecklenburg-Vorpommern gab es in den letzten Jahren das eine oder andere sommerliche Trainingslager auf R\u00fcgen, auf Usedom oder in Wittenburg (Skihalle) f\u00fcr die deutschen Wintersport-Asse.<\/p>\n<p>M-V selbst ist ohnehin ein Land, das schon einige wintersportliche Olympiasieger, Olympia-Medaillengewinner oder Olympia-Teilnehmer hervor brachte, so den R\u00fcganer Bob-Sportler Meinhard Nehmer, den Stralsunder Bob-Athleten Carsten Embach, den Neubrandenburger Bob-Enthusiasten Ulf Hielscher, die Wismarer Eisschnelll\u00e4uferin Jacqueline B\u00f6rner, die Rostocker Short Trackerin Aika Klein, den Rostocker Short Tracker Arian Nachbar, die Eiskunstl\u00e4ufer Rolf Oesterreich bzw. Robin Szolkowy, den Teterower Skeleton-Fahrer Sandro Stielicke oder den Eishockey-Crack Dietmar Peters. Nur zehn Beispiele von vielen&#8230;<\/p>\n<p><strong>Pyeongchang 2018 nicht mehr weit<\/strong><\/p>\n<p>Nun sind aber bereits die 23.Olympischen Winterspiele vom 9.Februar 2018 bis 25.Februar 2018 und die 12.Winter-Paralympics vom 8.M\u00e4rz 2018 bis 18.M\u00e4rz 2018 in Pyeongchang &#8222;in Sichtweite&#8220;. Zum dritten Mal nach Sapporo 1972 und Nagano 1998 (auch Austragungsort der Winter-Paralympics 1998) finden Olympische Winterspiele in Asien statt.<\/p>\n<p>Bereits im vorolympischen Winter wurde auf und in den kommenden olympischen Austragungsst\u00e4tten in der s\u00fcdkoreanischen Stadt sportlich viel getestet.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/lauradahlmeierdsv.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2248\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/lauradahlmeierdsv-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" \/><\/a>Laura Dahlmeier mit 3 x Gold in Pyeongchang<\/strong><\/p>\n<p>So hatten auch die Biathletinnen und Biathleten ihren vorolympischen Weltcup in Pyeongchang. F\u00fcr die deutsche Biathlon-Mannschaft gab es dabei 3 x Gold \u2013 dank der Erfolge der f\u00fcnffachen Weltmeisterin 2017, Laura Dahlmeier, im Sprint bzw. in der Verfolgung und durch die deutsche Frauen-Staffel, in der Laura Dahlmeier nat\u00fcrlich auch eingesetzt wurde.<\/p>\n<p>Frankreichs Biathletinnen und Biathleten holten sogar 5 Medaillen (2 x Gold, 3 x Bronze). Martin Fourcade triumphierte in der Verfolgung und mit der franz\u00f6sischen Staffel. Der \u00d6sterreicher Julian Eberhard war der Beste im Sprint, vor dem WM-\u00dcberraschungssieger im Einzel 2017, Lowell Bailey aus den USA.<\/p>\n<p><strong>Russische Skilangl\u00e4ufer mit drei Goldenen<\/strong><\/p>\n<p>Bei den Weltcup-Skilanglauf-Konkurrenzen 16\/17 auf den Olympia-Loipen des kommenden Jahres waren hingegen \u2013 hinsichtlich der Medaillen-Anzahl \u2013 Russland mit 3 x Gold, 2 x Bronze, Norwegen mit 4 x Silber, 1 x Bronze und die USA mit 1 x Silber, 2 x Bronze am erfolgreichsten.<\/p>\n<p>Allerdings: So kurz vor den Nordischen Ski-WM in Lahti nahmen zumeist nur B-Teams teil. Bei den Herren kamen alle Gewinner aus Russland (Gleb Retiwych im Sprint\/klassisch, Pjotr Sedow im Skiathlon bzw. das Team-Sprint-Team). Bei den Frauen jubelten Slowenien (Anamarija Lampic im Sprint\/klassisch), Polen (Justyna Kowalczyk im Skiathlon) und Schweden (Team-Sprint).<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/skisport1-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2250\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/skisport1-1-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" \/><\/a>Johannes Rydzek mit Doppel-Erfolg<\/strong><\/p>\n<p>Die Weltcup-Entscheidungen in der Nordischen Kombination im vorolympischen Winter in Pyeongchang gingen allerdings an Schwarz-Rot-Gold. Johannes Rydzek, der bei den WM 2017 in Lahti viermal Gold holte, gewann zuvor auch beide Wettk\u00e4mpfe in Pyeongchang. Nur der \u00d6sterreicher Mario Seidl durchbrach mit Silber und Bronze die deutsche Phalanx.<\/p>\n<p><strong>Japanische Skispringerinnen auch mit Doppel-Gold<\/strong><\/p>\n<p>Die vier Wettbewerbe im Weltcup 2016\/17 im Skispringen waren indes eine Angelegenheit bei den Herren f\u00fcr Stefan Kraft (\u00d6sterreich) bzw. Maciej Kot (Polen) und bei den Frauen f\u00fcr Yuki Ito (Japan) bzw. Sara Takanashi (Japan). Andreas Wellinger kam dort \u00fcbrigens auf die R\u00e4nge zwei und drei &#8211; ein guter vorolympischer Test.<\/p>\n<p><strong>Zwei alpine Weltcup-Tests in Jeongseon<\/strong><\/p>\n<p>Bei den Alpinen durften die Frauen zu zwei Weltcup-Entscheidungen 2016\/17 nach Jeongseon, dem Olympia-Revier von 2018. Sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G gab es die gleiche Reihenfolge: Sofia Goggia (Italien) vor Lindsey Vonn (USA) und Ilka Stuhec (Slowenien).<\/p>\n<p><strong>Vorolympische Snowboarder und Free-Styler in S\u00fcdkorea<\/strong><\/p>\n<p>Im kommenden olympischen Bokwang Phoenix Park hatten auch die Snowboarderinnen und Snowboarder im Weltcup 2016\/17 sechs Entscheidungen, wobei \u00d6sterreich mit 2 x Gold, 1 x Silber brillierte.<\/p>\n<p>Anna Gasser im Big Air und Andreas Prommegger im Parallel-Riesenslalom. Die anderen Siegerinnen bzw. Sieger kamen aus Kanada (Mark McMorris im Big Air), aus Russland (Aljona Sawarsina im Parallel-Riesenslalom), aus Australien (Scotty James in der Halfpipe\/Herren) und aus den USA (Kelly Clark in der Halfpipe\/Frauen).<\/p>\n<p>Die Ski-Freestylerinnen und -Freestyler testeten im Weltcup 2016\/17 auch schon die olympischen Anlagen 2018. Die Siegerinnen und Sieger stammten in den sechs Entscheidungen ebenfalls aus sechs Staaten: Anton Kuschnir (Weissrussland, Aerials der Herren), Mikael Kingsbury (Kanada, Moguls der Herren), Torin Yater-Wallace (USA, Halfpipe der Herren), Xu Mengtao (China, Aerials der Frauen), Britteny Cox (Australien, Moguls der Frauen) und Marie Martinod (Frankreich, Halfpipe der Frauen).<\/p>\n<p><strong>S\u00fcdkoreas Damen dominierend im Short Track<\/strong><\/p>\n<p>Die Short Trackerinnen und Short Tracker waren hingegen in der olympischen Halle von Gangneung in ihrem Weltcup 2016\/17 unterwegs. Bei den Frauen avancierte S\u00fcdkorea mit 3 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze, Erfolg unter anderem f\u00fcr Choi Min-jeong \u00fcber 500 Meter, zur erfolgreichsten Nation. Bei den Herren holte Kanada mit 1 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze die meisten Medaillen, unter anderem ein Sieg f\u00fcr Charles Hamelin \u00fcber 1000 Meter.<\/p>\n<p><strong>\u00dcberragende Niederlande im Eisschnelllaufen<\/strong><\/p>\n<p>Bei den Einzelstrecken-WM im Eisschnelllaufen im vorolympischen Gangneung errangen die Niederlande mit 8 x Gold, 3 x Silber, 4 x Bronze deutlich die Spitzen-Position vor den USA mit 3 x Gold, 1 x Bronze. Die deutschen Eisschnelll\u00e4uferinnen und Eisschnelll\u00e4ufer schafften durch Nico Ihle (Silber, 500 Meter), Patrick Beckert (Bronze, 10000 Meter) und Claudia Pechstein (Silber, 5000 Meter) drei Medaillen.<\/p>\n<p><strong>Starkes deutsches Rennrodel-Team, Einzel-Erfolge aber an Russland und Italien<\/strong><\/p>\n<p>Und beim Weltcup 2016\/17 im Rennrodeln in Pyeongchang \u00a0war die deutsche Rodel-Mannschaft mit 2 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze am besten dabei. Die vier Erfolge erk\u00e4mpften im Damen-Einsitzer Tatjana Iwanowa (Russland), im Herren-Einsitzer Dominik Fischnaller (Italien), im Doppelsitzer Toni Eggert\/Sascha Benecken (Deutschland) und in der Team-Staffel ebenfalls Deutschland mit Natalie Geisenberger, Andi Langenhan und Toni Eggert\/Sascha Benecken.<\/p>\n<p><strong>Zweimal Gold f\u00fcr die deutsche Bob- und Skeleton-Mannschaft<\/strong><\/p>\n<p>Bei den vorolympischen Konkurrenzen im Skeleton und im Bobsport (Weltcups) in Pyeongchang \u00fcberzeugten die deutschen Sportlerinnen und Sportler ebenfalls. Jacqueline L\u00f6lling wurde Erste im Frauen Skeleton und in der Zweier-Bob-Entscheidung der Herren setzte sich das Duo Francesco Friedrich\/Thorsten Margis durch &#8211; Dritte wurden Johannes Lochner\/Joshua Bluhm.<\/p>\n<p>Betrachtet man insbesondere <strong>die Ergebnisse der Weltmeisterschaften 2016\/17 in den olympischen Wintersportarten<\/strong>, so l\u00e4\u00dft sich res\u00fcmieren, dass Deutschland zurzeit die Spitzen-Position im olympischen Wintersport inne hat. Es ist aber nur eine sportliche Moment-Aufnahme &#8211; in Pyeongchang kann nat\u00fcrlich wieder alles ganz anders aussehen. Hoffen wir f\u00fcr &#8222;Schwarz-Rot-Gold&#8220; aber das Beste&#8230;<\/p>\n<p><strong><em>Wie war das aber noch vor knapp dreieinhalb Jahren, bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi?!<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Ein tiefgr\u00fcndiges Res\u00fcmee zu den Olympischen Winterspielen 2014<\/strong><\/p>\n<p>M\u00fcssen es denn immer Medaillen, insbesondere Gold, sein?! Reichen nicht einfach ein authentisches L\u00e4cheln, aufrichtige Leidenschaft zum Sport und unendlicher sportiver Optimismus sowie Lebensfreude \u2013 eigentlich ist gerade das Olympia und wurde auch von der erst siebzehnj\u00e4hrigen Slopestylerin Lisa Zimmermann, Junioren-Weltmeisterin 2013 und Gewinnerin des Weltcup-Wettbewerbs im Januar 2014 in Gstaad, so gelebt.<\/p>\n<p><strong>Sind Medaillen \u201ealles\u201c?<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend tumbe Funktion\u00e4re und Mainstream-Journalisten in Unkenntnis des Daseins eines Hochleistungssportlers und der globalen Konkurrenz Lisa bereits die olympische Goldmedaille \u201estatistisch\u201c zusprachen, lebte Lisa ganz einfach ihren olympischen Traum. Nicht mehr und nicht weniger.<\/p>\n<p>\u2026 \u00c4hnlich wie die damals \u00a0erst f\u00fcnfzehnj\u00e4hrige Short Trackerin Anna Seidel oder die ebenfalls erst f\u00fcnfzehnj\u00e4hrige Skispringerin Gianina Ernst. Kein Gold, kein Silber und kein Bronze \u2013 aber umso mehr Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Spass am bzw. beim Sport.<\/p>\n<p>Und wer will einer f\u00fcnffachen Olympiasiegerin (1994-2006) im Eisschnelllaufen, n\u00e4mlich Claudia Pechstein \u2013 trotz aller polemisch gef\u00fchrten Diskussionen um ihre sportliche Entwicklung \u2013 in Sotschi mit ausgezeichneten vierten bzw. f\u00fcnften Pl\u00e4tzen \u00fcber die 3000 Meter sowie 5000 Meter, der ebenfalls gro\u00dfartigen Eisschnelll\u00e4uferin Jenny Wolf, unter anderem Olympia-Zweite 2010 und f\u00fcnffache Weltmeisterin und 2014 ebenfalls \u201emedaillenlos\u201c, einer zweifachen Biathlon-Olympiasiegerin, wie Andrea Henkel, die 2014 nicht aufs \u201eTreppchen\u201c gelangte, einer Skeleton-Fahrerin, wie Anja Huber, beispielsweise Olympia-Dritte 2010 und 2014 leider nicht auf dem Podest, deren Skeleton-Kollegen Frank Rommel, bereits Welt- und Europameister, oder einer Bob-Sportlerin, wie Sandra Kiriasis, beispielsweise Olympiasiegerin 2006 sowie siebenfache Weltmeisterin 2005-2011, die sportliche Klasse abschreiben?!<\/p>\n<p>Das gilt auch f\u00fcr das gesamt deutsche Bob-Team, f\u00fcr einen Stefan Luitz im alpinen Skibereich oder f\u00fcr die deutschen Snowboard-M\u00e4del Isabella Lab\u00f6ck und Selina J\u00f6rg. Gerade Isabella und Selina wurden nach ihrer medaillenlosen Olympia-Bilanz 2014 schnell von Medien und Funktion\u00e4ren \u201eignoriert\u201c. Schon vergessen, dass Selina J\u00f6rg beispielsweise zur Universiade-Siegerin 2011 und zur Universiade-Dritten 2013 avancierte sowie Platz vier bei Olympia 2010 belegte, und Isabella Lab\u00f6ck 2013 die WM-Erste im Parallel-Riesenslalom war (Anmerkung: Bellas \u201eLebensabschnittsgef\u00e4hrte\u201c, der Nordisch Kombinierte Bj\u00f6rn Kircheisen, wurde im Team-Wettbewerb Zweiter!)?!<\/p>\n<p><strong>Mal abgesehen davon<\/strong>, dass Isabella ein Vorbild f\u00fcr alle ist, die schwere pers\u00f6nliche Schicksalsschl\u00e4ge meistern m\u00fcssen und dennoch nicht aufgeben. Ist zudem ein vierter Platz von Snowboarder Patrick Bussler auch \u201enichts\u201c wert\u2026<\/p>\n<p>Was ist mit den hervorragenden Platzierungen oder Leistungen der Ski-Langl\u00e4uferin Stefanie B\u00f6hler, die 2012 an einem b\u00f6sartigen Tumor an der Schilddr\u00fcse erkrankte, gl\u00fccklicherweise erfolgreich operiert wurde, wieder genesen ist und nun Bronze mit der Skilanglauf-Staffel gewann, eines Slopestyle-Riders, wie Benedikt Mayr, mit den klasse Auftritten des Eiskunstl\u00e4ufers Peter Liebers, oder mit dem beeindruckenden Kampfgeist der deutschen Eishockey-M\u00e4del um Franziska Busch\u2026 Diese konnten allein schon aufgrund ihres Einsatzes, ihrer Leidenschaft f\u00fcr den Sport begeistern.<\/p>\n<p>Das trifft auch f\u00fcr Tim Tscharnke, bereits Olympia-Zweiter 2010, und Hannes Dotzler, bei Junioren-WM zwischen 2008 und 2012 mit bereits zweimal Silber und dreimal Bronze ausgezeichnet, im Teamsprint zu, die in Sotschi einen gro\u00dfartigen Wettkampf zeigten und nur durch einen ungl\u00fccklichen Sturz um sicheres Edelmetall gebracht wurden. Dennoch: Eine klasse Leistung der zwei Athleten\u2026<\/p>\n<p><strong>Beeindruckend ebenfalls<\/strong>, was Viktoria Rebensburg in Sotschi schaffte: Nach \u00fcberstandener Lungenentz\u00fcndung in der olympischen Vorbereitungszeit erk\u00e4mpfte die Olympiasiegerin 2010 dieses Mal den Bronze-Rang im Riesenslalom.<\/p>\n<p>Sind zudem Sportlerinnen, wie zum Beispiel Slopestyle-Riderin Silvia Mitterm\u00fcller, Biathletin Miriam G\u00f6ssner oder die alpinen Skisportlerinnen Veronique Hronek, Tina Weirather bzw. Lindsey Vonn, die sich in der Vorbereitung auf Olympia \u2013 oder im Falle von Tina Weirather sogar beim Training vor Ort in der Olympia-Stadt \u2013 verletzten und daher nicht in Sotschi dabei sein konnten, nicht mehr auf der sportlichen Personal-Agenda?!<\/p>\n<p><strong>Sportive Aspekte und gro\u00dfe Sport-Pers\u00f6nlichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich waren es \u2013 auch f\u00fcr au\u00dfenstehende Sportenthusiasten \u2013 sch\u00f6ne Momente, als aufrechte Sport-Pers\u00f6nlichkeiten wie Rodlerin Natalie Geisenberger, Rodler Felix Loch, die Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl\/Tobias Arlt, der Nordische Kombinierer Eric Frenzel oder vor allem die so unglaublich sympathische Skispringerin Carina Vogt olympisches Gold erk\u00e4mpften.<\/p>\n<p>Das deutsche Skisprung-Team Andreas Wank, Marinus Kraus, Andreas Wellinger und Severin Freund konnte nach knapp verpasstem Edelmetall in den Einzel-Springen dann im Mannschafts-Wettbewerb auftrumpfen und Gold erk\u00e4mpfen \u2013 inspirierend und motivierend f\u00fcr jede und f\u00fcr jeden: Man sollte sich eben von Niederlagen nie entmutigen lassen, wieder aufstehen und die n\u00e4chste Chance nutzen\u2026<\/p>\n<p><strong>Nie aufgeben\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Das gilt auch f\u00fcr die amerikanische Skispringerin Sarah Hendrickson, die vor Jahresfrist bei den WM in Val di Fiemme Weltmeisterin wurde, sich dann im August 2013 bei einem Trainingssprung in Oberstdorf schwer st\u00fcrzte, sich am rechten Knie erheblich verletzte, k\u00e4mpfte, sensationell doch noch bei Olympia startete und einen guten 21.Rang bei der olympischen Premiere des Frauen-Skispringens belegte \u2013 ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Kampfgeist einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Sportsfrau!<\/p>\n<p>Ihr Landsmann Todd Lodwick, zweifacher Weltmeister 2009 bzw. Olympia-Zweiter 2010, zudem Fahnentr\u00e4ger des US-Teams bei der Er\u00f6ffnungsfeier in Sotschi, konnte zwar ebenfalls \u2013 nach einer erheblichen Verletzung beim Weltcup in Chaux-Neuve im Januar 2014 \u2013 nicht in den sportiven Kampf um die Medaillen in der Nordischen Kombination eingreifen, bestach in Sotschi jedoch durch viel Kampfgeist.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/vrebensburg-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2253\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/vrebensburg-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>Maria und Claudia mit historischen Bilanzen<\/strong><\/p>\n<p>Globale Sportstars, wie die alpinen Skisportlerin Maria H\u00f6fl-Riesch, Lara Gut bzw. Tina Maze (Slowenien), Skilangl\u00e4uferin Marit Bj\u00f6rgen (Norwegen), Skilangl\u00e4ufer Dario Cologna (Schweiz), Snowboarderin Patrizia Kummer, die Eisschnelll\u00e4uferinnen Ireen W\u00fcst bzw. Martina Sablikova oder die Biathleten Ole Einar Bj\u00f6rndalen, Emil Hegle Svendsen (beide Norwegen) und Martin Fourcade (Frankreich) haben ohnehin jeglichen Respekt und jegliche Hoch-Achtung verdient. Der sportliche Nachwuchs braucht Vorbilder und Maria, Marit oder Ole Einar &amp; Co. sind es.<\/p>\n<p>Insbesondere Maria H\u00f6fl-Riesch, die an den Spielen in Turin 2006 nach schweren Verletzungen nicht teilnehmen konnte, wieder aufstand, k\u00e4mpfte und nun, nach Sotschi, einerseits die erfolgreichste alpine Skisportlerin Deutschlands \u201ealler Zeiten\u201c ist, anderseits zu den vier besten alpinen Frauen \u2013 global betrachtet \u2013 geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die beiden Erfolgreichsten bei Winter-Olympia sind Janica Kostelic (Kroatien) sowie Vreni Schneider (Schweiz) \u2013 und dann kommen zusammen Deborah Compagnoni sowie Maria auf Platz drei, wobei Katja Seizinger als F\u00fcnftplatzierte der \u201eRangliste\u201c auch auf dreimal Gold kommt.<\/p>\n<p>Marias Olympia-Bilanz: 2010 Gold in der Kombination und im Slalom sowie 2014 Gold in der Kombination und Silber im Super-G. Insgesamt erk\u00e4mpfte Maria sogar 19 Medaillen bei Olympischen Spielen, bei Weltmeisterschaften und Junioren-Weltmeisterschaften, holte 2010\/11 den Gesamt-Weltcup (den sie bestimmt auch 2013\/14 gewinnen wird), belegte (bis 23.2.14) 80 x eine Weltcup-Podestplatzierung und erk\u00e4mpfte dabei 27 Weltcup-Siege. Und: Was noch wichtiger ist\u2026 Maria ist auch sozial engagiert \u2013 und das bestimmt nicht zu Marketing-Zwecken\u2026<\/p>\n<p>Was f\u00fcr Maria gilt, trifft auch f\u00fcr eine deutsche Skilangl\u00e4uferin zu. Claudia Nystad, die deutsche \u201eWikingerin\u201c, sorgte bei ihren Olympia-Eins\u00e4tzen stets f\u00fcr gro\u00dfe Emotionen, f\u00fcr Spannung pur und bestach immer mit ihrem nie endenden Kampfgeist. Von Kritik, ganz gleich von welcher Seite, lie\u00df sich Claudia nie beirren.<\/p>\n<p>Vor Sotschi war sie bereits zusammen mit Evi Sachenbacher-Stehle die erfolgreichste Skilangl\u00e4uferin. Nach Sotschi ist sie das \u2013 mit der olympischen Gesamt-Bilanz von 2 x Gold, 3 x Silber, 1 x Bronze zwischen 2002 und 2014 \u2013 nun ganz allein, denn in der Staffel errang sie mit Stefanie B\u00f6hler, Denise Herrmann und Nicole Fessel sensationell Bronze. Auch Claudia geh\u00f6rt zu den Athletinnen und Athleten, denen Menschlichkeit, Aufrichtigkeit und soziales Engagement eine echte Herzensangelegenheit sind!<\/p>\n<p><strong>Sotschi 2014 ist Historie\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Winter-Olympia 2014 ist Historie \u2013 endlich. Die aufrichtigen Sportfans werden den Frevel an der Natur, an der olympischen Idee, an den Menschen, die auch an den Spielen litten, nicht vergessen. Die aufrichtigen Sportfans erkennen aber auch objektiv die sportlichen Leistungen der Athletinnen sowie Athleten an, stehen vor bzw. hinter diesen, wissen um die Entbehrungen eines Hochleistungssportlers sowie um deren hartes Training und freuen sich umso mehr, wenn sich diese ebenfalls sozial engagieren.<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfe Sieger und \u201eVerlierer\u201c (?)<\/strong><\/p>\n<p>Zweifellos gab es auch aus internationaler Sicht gro\u00dfe Siege und gro\u00dfe Verlierer. Wer h\u00e4tte der kanadischen Rodlerin Alex Gough nicht gern eine Medaille geschenkt. In den letzten Jahren war gerade sie es, die den \u00fcberm\u00e4chtigen deutschen Rodlerinnen Paroli bieten konnte, bei WM und im Weltcup einige Male auf dem Podest stand. In Sotschi gab es f\u00fcr die so sympathische Athletin \u201enur\u201c zweimal Rang vier \u2013 im Einzel und im Team. Dennoch: Alex verdient allerh\u00f6chsten Respekt \u2013 auch ohne Medaille.<\/p>\n<p>Hervorragend, was die niederl\u00e4ndischen Eisschnelll\u00e4uferinnen und Eisschnelll\u00e4ufer leisteten oder eine Elizabeth Yarnold oder ein Alexander Tretjakow im Skeleton vollbrachten. Unvergesslich der Auftritt \u201edes Volkstribuns\u201c Jewgeni Pljuschtschenko beim Gold-Erfolg des russischen Eiskunstlauf-Teams (Im Herren-Einzel musste er nach dem Kurzprogramm dann verletzungsbedingt passen.) oder des Japaners Yuzuru Hanyu beim besagten Einzel-Wettbewerb der Herren im Eiskunstlaufen.<\/p>\n<p>Im Eistanz bezauberten insbesondere Meryl Davis\/Charlie White aus den USA und Tessa Virtue\/Scott Moir aus Kanada Publikum und Preisrichter.<\/p>\n<p>Im Einzel-Wettkampf der Frauen im Eiskunstlaufen sorgten gerade die acht Erstplatzierten \u2013 Adelina Sotnikowa (Russland), Kim Yu Na (S\u00fcdkorea), Carolina Kostner (Italien), Gracie Gold (USA), Julia Lipnitskaja (Russland), Mao Asada (Japan), Ashley Wagner (USA) und Akiko Suzuki (Japan) \u2013 f\u00fcr sportlich-k\u00fcnstlerische \u201eG\u00e4nsehaut pur\u201c. Die Reaktionen einiger \u201eFans\u201c und \u201eExperten\u201c zum Ausgang des Wettbewerbes waren allerdings alles andere als \u201eolympia-reif\u201c.<\/p>\n<p>Das Curling-Turnier der Frauen gewann Kanada mit der leidenschaftlichen Jennifer Jones, Skip des kanadischen Teams. Auch das Curling-Turnier der Herren (mit Skip Brad Jacobs) und vor allem das Eishockey-Turnier der Frauen entschieden die \u201eAhornbl\u00e4tterinnen\u201c f\u00fcr sich. Im \u201eTeam Canada\u201c spielten dabei drei mittlerweile vierfache Olympiasiegerinnen: Jayna Hefford, Caroline Ouellette und Hayley Wickenheiser. Das Trio triumphierte mit Kanada bereits 2002, 2006, 2010 und nun 2014.<\/p>\n<p><strong>Die sympathischen Kaillie Humphries und Heather Moyse<\/strong> \u201erockten\u201c den bobsportlichen Eiskanal von Sotschi und wiederholten ihren Olympiasieg von 2010. Die erst 18j\u00e4hrige Mikaela Shiffrin aus den USA erk\u00e4mpfte im Slalom nach ihrem Weltmeistertitel 2013 in Schladming nun auch Olympia-Gold 2014 in Sotschi.<\/p>\n<p>Die norwegische Snowboarderin Silje Norendal gewann in Sotschi zwar keine Medaille, \u201eerhielt\u201c aber den Titel einer \u201einoffiziellen Miss Olympia 2014\u201c \u2013 auch etwas\u2026<\/p>\n<p><strong>Norwegens Ole Einar Bj\u00f6rndalen<\/strong> holte mit \u201e40 Lenzen\u201c noch zweimal Gold im Biathlon (Sprint \/ Mixed-Wettbewerb) und avancierte damit zum erfolgreichsten Winter-Olympioniken \u201ealler Zeiten\u201c (8 x Gold, 4 x Silber, 1 x Bronze von 1998 bis 2014) sowie Japans Noriaki Kasai belegte mit sogar \u201e41 Lenzen\u201c den Silber-Platz im Skispringen. Der unverw\u00fcstliche alpine US-Boy Bode Miller hatte zwar seine Probleme bei seinen letzten Winterspielen, erk\u00e4mpfte aber zum Abschluss seiner olympischen Karriere noch einmal Bronze im Super-G. Der fast 40j\u00e4hrige Alexander Subkow aus Russland war ebenfalls bestens dabei \u2013 mit Gold im Zweier-Bob und im Vierer-Bob.<\/p>\n<p><strong>\u201eJe oller, je doller!\u201c<\/strong> \u2013 Das galt au\u00dferdem f\u00fcr zwei Rennrodler\u2026 Armin Z\u00f6ggeler (Italien) wurde als 40j\u00e4hriger in Sotschi noch einmal Dritter und Albert Demtschenko (Russland) als 42j\u00e4hriger sogar noch Zweiter. Und: Der finnische Eishockeyspieler Teemu Sel\u00e4nne, 43 Jahre, avancierte in Sotschi sogar zum \u00e4ltesten Torsch\u00fctzen bei einem olympischen Eishockey-Turnier!<\/p>\n<p>Ein anderer alpiner Haudegen blieb dieses Mal ohne Medaille: Norwegens Aksel Lund Svindal, der seit 2002 bei Junioren-WM, WM und Olympischen Spielen 15 Medaillen erringen konnte\u2026 Auch in Sotschi zeigte sich der \u201eWikinger\u201c als gro\u00dfartiger Sportsmann \u2013 wenn auch ohne Medaille. Der Ski-Adler von Sotschi \u2013 trotz deutschen Mannschafts-Erfolges \u2013 war hingegen der Pole Kamil Stoch mit zweimal Gold.<\/p>\n<p><strong>In der Rostocker Traditionssportart Short Track<\/strong> \u2013 dieses Mal ohne hanseatische Beteiligung \u2013 avancierte Russland mit 3 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze zur Top-Nation. \u2026 Russland \u2013 das erfolgreichste Land im Short Track in Sotschi?! \u2013 Ja, aber nur dank des S\u00fcdkoreaners Ahn Hyun-soo, der seit 2011 russischer Staatsb\u00fcrger ist und sich mittlerweile Victor Ahn nennt. F\u00fcr S\u00fcdkorea erk\u00e4mpfte er in Turin 2006 dreimal Gold, einmal Bronze. In Sotschi 2014 wiederholte er diese Ausbeute f\u00fcr Russland.<\/p>\n<p>Bei den Ski-Freestylerinnen begeisterten die kanadischen Schwestern Justine und Cloe Dufour-Lapointe mit Gold und Silber auf der Buckelpiste. Die Biathlon-K\u00f6nigin von Sotschi wurde Darja Domratschewa aus Weissrussland mit dreimal Gold. Der \u00d6sterreicher Matthias Mayer \u00fcberraschte die Konkurrenz in der Abfahrt und erk\u00e4mpfte Gold \u2013 das insgesamt siebente bei den Herren f\u00fcr \u201edie \u00d6sis\u201c in der alpinen K\u00f6nigsdisziplin seit dem Olympiasieg von Toni Sailer 1956.<\/p>\n<p>Tr\u00e4nen der Freude und Tr\u00e4nen des Schmerzes gab es bei den ukrainischen Siegerinnen Vita Semerenko, Julja Dzhyma, Valj Semerenko und Oljena Pidruschna in der Staffel-Entscheidung \u00fcber 4 x 6 Kilometer im Biathlon. In der Heimat tobt ein blutiger B\u00fcrgerkrieg und in Sotschi gewannen sie Gold f\u00fcr das ukrainische Volk, das sich einfach nur nach Frieden sehnt.<\/p>\n<p><strong>Die Schweizer Eishockey-Spielerinnen um Goalie Florence Schelling<\/strong> sorgten hingegen mit ihren beeindruckenden Spielen, die letztendlich mit Bronze belohnt wurden, f\u00fcr die wohl gr\u00f6\u00dfte \u00dcberraschung der Spiele in Sotschi.<\/p>\n<p><strong>Wer imponierte noch in Sotschi?!<\/strong><\/p>\n<p>Da ist vor allem noch der zweifache Snowboard-Goldmedaillengewinner Vic Wild zu nennen. Der geb\u00fcrtige Amerikaner, der 2011 sein Herz an Russland verlor, genauer gesagt an die Snowboarderin Aljona Sawarsina, diese \u201eehelichte\u201c und seitdem f\u00fcr Russland startet, imponierte mit seinen Auftritten im Parallel-Riesenslalom und Parallel-Slalom.<\/p>\n<p>Der Schweizer Dario Cologna wurde hingegen mit seinen beiden Goldmedaillen der \u201eMeister\u201c der Langlauf-Loipe in Sotschi. Bei den \u201elang laufenden\u201c Damen avancierte die Norwegerin Marit Bj\u00f6rgen zur erfolgreichsten Winter-Olympionikin \u201ealler Zeiten\u201c. Sie holte zwischen 2006 und 2014 insgesamt sechsmal Gold, dreimal Silber, einmal Bronze.<\/p>\n<p>Der erfahrene, 34j\u00e4hrige \u00d6sterreicher Mario Matt sicherte sich mit einer ganz starken Leistung Platz eins. Vize-Weltmeister Felix Neureuther schied leider aus, daf\u00fcr kam aus deutscher Sicht Fritz Dopfer (zusammen mit dem Italiener Stefano Gross) auf einen guten vierten Platz. Dennoch: Felix zeigte in Sotschi einen ganz beeindruckenden Kampfgeist. Nach seinem Verkehrsunfall kurz vor Abflug nach Sotschi und dessen Folgen wagte er das \u201eUnm\u00f6gliche\u201c, startete im Riesenslalom, wurde dort guter Achter und versuchte es auch im Slalom..<\/p>\n<p><strong>Nie endenden Kampfgeist<\/strong> bewiesen zudem die Snowboarderinnen Anke Karstens, unter anderem zweifache Weltcup-Siegerin, und Amelie Kober, unter anderem bereits Olympia-Zweite 2010, Vize-Weltmeisterin, zweifache WM-Dritte und zw\u00f6lffache Weltcupsiegerin.<\/p>\n<p>Nachdem es f\u00fcr die Beiden in der bisherigen Weltcup-Saison 2013\/14 sowie ebenfalls im ersten Wettbewerb in Sotschi, dem Parallel-Riesenslalom nicht sonderlich gut gelaufen war, griffen sie im Parallel-Slalom \u201evoll\u201c an. Der Lohn: Silber f\u00fcr Anke und Bronze f\u00fcr Amelie, die diese Platzierung sogar mit einer Verletzung am linken Ellenbogen schaffte. Chapeau!<\/p>\n<p>Und f\u00fcr einen vers\u00f6hnlichen olympischen Abschluss im Biathlon sorgten die deutschen Herren um Simon Schempp in der Staffel mit Silber. Der Russe Alexander Legkow wurde Sieger im 50 Kilometer-Ski-\u201eMarathon\u201c \u2013 eine grandiose Leistung. Die Kanadier um Sidney Crosby, den \u201eewigen Matchwinner\u201c, holten im Herren-Eishockey das neunte Olympia-Gold seit 1920 und sind nun alleiniger Rekord-Olympiasieger (Anmerkung: Auch Kanadas Eishockey-Frauen sind mit viermal Gold Rekord-Olympiasiegerinnen.)<\/p>\n<p><strong>M-V-Medaillen-Glanz<\/strong><\/p>\n<p>Aus M-V-Sicht gab es auch Medaillen-Glanz: Der geb\u00fcrtige Greifswalder Robin Szolkowy erlief mit Partnerin Aljona Sawtschenko Bronze im Eiskunstlaufen\/Paarlaufen. Gold war eigentlich das Ziel, aber Bronze, wie schon 2010 in Vancouver, ist doch auch ein gro\u00dfer Erfolg.<\/p>\n<p>F\u00fcr den geb\u00fcrtigen Anklamer Marko H\u00fcbenbecker erf\u00fcllten sich die olympischen Medaillen-Tr\u00e4ume leider nicht \u2013 am Ende wurde es ein guter sechster Platz im Vierer-Bob von Maximilian Arndt. Dann das n\u00e4chste Mal \u2013 Marko ist bereits amtierender Welt- und Europameister im Vierer-Bob \u2013 hat also gezeigt, was er kann \u2013 und Pyeongchang 2018 ist so weit nicht mehr!<\/p>\n<p>So viel zu einigen sportlichen H\u00f6hepunkten und Momenten der Winterspiele 2014 \u2013 freilich nur ein paar Beispiele aus subjektivem Blickwinkel.<\/p>\n<p><strong>Sportler und Funktion\u00e4re \u2013 ein Kontrast<\/strong><\/p>\n<p>Die deutschen Athletinnen und Athleten pr\u00e4sentierten sich in Sotschi als tolerante, weltoffene und sympathische Pers\u00f6nlichkeiten \u2013 ein Kontrast zu den Sportpolitikern und Sportfunktion\u00e4ren, die \u2013 wenn mal nicht im F\u00fcnf-Sterne-Hotel schlemmend \u2013 ihre herunter gezogenen Mundwinkel nur partiell verbergen konnten.<\/p>\n<p>Wie \u201ein alten Zeiten\u201c gab es dieses Mal zwar keine kaiserliche Order, keinen Befehl vom F\u00fchrer, kein \u201ePlansoll\u201c, keine \u201eZielvorgabe\u201c, nein, etwas \u201eDemokratisches\u201c \u2013 nur einen \u201eZielkorridor\u201c. Dieser lautete seitens des DOSB, der Sportfachverb\u00e4nde und der Sportpolitik 27 bis 42 Medaillen, wobei mindestens 30 Medaillen plus x \u201efunktion\u00e4rstechnisch\u201c angestrebt wurden.<\/p>\n<p>Leider \u00fcbersahen die Damen und Herren, mit meist erh\u00f6htem BMI, dass auch \u201ewoanders\u201c prima Sport getrieben wird und Medaillen nicht alles sind \u2013 gerade aus Sicht der Sportlerinnen und Sportler.<\/p>\n<p>An deren Frohsinn und Aufrichtigkeit, wie bei Lisa Zimmermann, Anna Seidel, Gianina Ernst &amp; Co., denkt man gern zur\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>Die andere Seite Olympias\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Es gab bzw. gibt allerdings \u2013 jenseits des Sportes \u2013 allen Grund zu deutlicher Kritik an der olympischen Bewegung, den Winterspielen an sich (nicht nur jenen in Sotschi!) und speziell am IOC\u2026<\/p>\n<p>17 Tage Sotschi sind Historie \u2013 auch diese Winterspiele 2014, wie ebenfalls jene (bis auf wenige Ausnahmen) in den letzten 46 Jahren, waren alles andere als der viel beschworene \u201eMeilenstein\u201c des olympischen Sportes. Das Gegenteil war und ist der Fall&#8230;<\/p>\n<p>Was man allerdings nicht vergessen sollte, ist, dass die russischen Gastgeberinnen und Gastgeber herzliche Gastfreundschaft bewiesen, Engagement zeigten und sich letztendlich mit viel Herzblut den Spielen zuwandten.<\/p>\n<p>Aber: Die Winterspiele 2014 wurden politisch, wirtschaftlich und funktion\u00e4rstechnisch missbraucht \u2013 nicht nur von den russischen Gastgebern, sondern auch mit Blick auf andere Nationen. Deutschland eingeschlossen!<\/p>\n<p><strong>Wenig Spass mit den \u201eFun-Sportarten\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Nachdenklichkeit ist zudem angebracht, wenn man sich daran erinnert, wie mit dem Leben der Sportlerinnen und Sportler umgegangen wurde. Auf \u201eversch\u00e4rften\u201c Pisten und Anlagen \u201edurften\u201c diese in den vermeintlichen wintersportlichen \u201eFun-Sportarten\u201c spektakul\u00e4re akrobatische \u201eKunstst\u00fccke\u201c vollbringen, die eigentlich nur dem \u201eSpass\u201c und der Unterhaltung der Pseudo-Sportfans, der IOC-Funktion\u00e4re und der Medien-Freaks dienten.<\/p>\n<p>Lukrativ war es ohnehin nur f\u00fcr die Sponsoren, f\u00fcr die das alles Teil ihrer \u201eolympischen\u201c Marketingmaschinerie war. Wie meinte schon der gro\u00dfe deutsche Lyriker Bert Brecht treffend: \u201eDer (vermeintlich) gro\u00dfe Sport f\u00e4ngt da an, wo er l\u00e4ngst aufh\u00f6rt, gesund zu sein!\u201c Ein (unversehrtes) Menschenleben z\u00e4hlt in der heutigen \u201eolympischen\u201c Welt eben wenig.<\/p>\n<p><strong>Heldinnen und Helden\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Gab es Heldinnen und Helden bei diesen Olympischen Winterspielen? Nat\u00fcrlich nicht! In Sotschi pr\u00e4sentierten sich zweifellos hervorragende Sport-Pers\u00f6nlichkeiten, wie die bereits erw\u00e4hnten Maria H\u00f6fl-Riesch, Claudia Nystad oder Carina Vogt.<\/p>\n<p>Aber Heldinnen und Helden?! Diese findet man heute woanders. Zum Beispiel die engagierten Pflege-Fachkr\u00e4fte, die sich um die Alten und unheilbar Kranken k\u00fcmmern. Zum Beispiel die Krankenschwestern, die sich tagt\u00e4glich auch um krebskranke Kinder k\u00fcmmern m\u00fcssen. Zum Beispiel die \u00dcbungsleiter und Sportlehrer, die sportliche Talente erst entdecken und ihnen die sportliche Freude nahe bringen. Nur drei Beispiele von vielen!<\/p>\n<p><strong>Wo blieben Mitgef\u00fchl und Anstand?<\/strong><\/p>\n<p>Schlimm war auch der Umgang mit dem \u201eDoping-Fall Evi Sachenbacher-Stehle\u201c. Wurde Evi wegen ihrer gro\u00dfen Erfolge, unter anderem 2 x Gold und 3 x Silber im Skilanglauf zwischen 2002 und 2010, und ihres freundlichen Auftretens in den \u201eMainstream-Medien\u201c stets umjubelt, so wurde Evi \u2013 2012 zum Biathlon gewechselt \u2013 nach der Bekanntgabe des positiven Dopingbefundes sofort gebrandmarkt. \u2013 Und das, obwohl nicht einmal die Umst\u00e4nde des besagten Ergebnisses feststanden\u2026<\/p>\n<p>Ist eine so starke Sport-Pers\u00f6nlichkeit, wie Evi Sachenbacher-Stehle, die stets offen ist, ihre aufrichtige Meinung gegen\u00fcber Missst\u00e4nden \u00e4u\u00dfert, sich auch sozial engagiert und stets mit gro\u00dfem sportlichen Einsatz brilliert, pl\u00f6tzlich \u201eFreiwild\u201c.<\/p>\n<p>Hat man die denkw\u00fcrdige olympische Entscheidung 2010 im Teamsprint vergessen, als sie gemeinsam mit Claudia Nystad \u2013 gegen unsachliche Kritik von Medien sowie Funktion\u00e4ren und gegen andere Widerst\u00e4nde \u2013 Gold erk\u00e4mpfte. Ein Wettkampf zweier super Frauen und Sportlerinnen \u2013 mit Herz, Charakter und Verstand.<\/p>\n<p>Wie tief mu\u00df ein Mensch eigentlich sinken, um so zu werden, wie manche Sportjournalisten, Sportfunktion\u00e4re oder Sportpolitiker. Am Ende ging der Charakter von nicht wenigen Vertretern dieser &#8222;St\u00e4nde&#8220; anscheinend an den H\u00e4ngen und Pisten verloren.<\/p>\n<p>Noch am Abschlusstag der Olympischen Winterspiele in Sotschi wurde von politischer Seite in Deutschland gewarnt: Der Medaillen-Schwund und das \u201eDopingvergehen\u201c werden Folgen haben, Mittel f\u00fcr den Sport sollen gek\u00fcrzt werden.<\/p>\n<p>Da wollten einige doch tats\u00e4chlich \u00fcber etwas entscheiden, was ihnen gar nicht geh\u00f6rt&#8230; \u2026Geld f\u00fcr die Sportf\u00f6rderung streichen! Geld, was andere erarbeitet haben und das einige Volksvertreter \u00a0lediglich treuh\u00e4nderisch verwalten d\u00fcrfen! Nichts anderes.<\/p>\n<p>Das winter-olympische Feuer 2014 ist l\u00e4ngst erloschen. Die olympischen Statistiker z\u00e4hlten die Medaillen zusammen und durften ihren sportiven \u201eG-Punkt\u201c ungehemmt vort\u00e4uschen, sofern der \u201eMedaillen-Glanz\u201c stimmte. In Deutschland stimmte dieser mit den Vorstellungen einiger \u00a0Politiker und Funktion\u00e4re &#8222;leider&#8220; nicht \u00fcberein. Tja, da hilft den Herrschaften wohl nur \u201eolympisches Viagra\u201c \u2013 vielleicht gibt es das in diesem Fall ja auf Rezept beim IOC oder DOSB. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte die Verantwortlichen der olympischen Verantwortungslosigkeit.<\/p>\n<p><strong>Sotschi und die Pharis\u00e4er<\/strong><\/p>\n<p>Sotschi ist &#8222;tiefste Vergangenheit&#8220;. 98 Entscheidungen um Gold gab es. 2900 Athletinnen und Athleten aus 88 L\u00e4ndern wetteiferten darum. Alles hat aber bekanntlich ein Ende! Die Ersten werden sowieso die Letzten sein. Und nicht alles (eher das wenigste), wo Olympia 2014 drauf stand, war Olympia 2014 drin.<\/p>\n<p>Der Wettlauf um die \u201eolympische Idee\u201c ging erst einmal an deren Gegner, die sich allerdings pharis\u00e4erhaft als deren \u201eBewahrer\u201c ausgeben. Es ist wie beim Wettlauf zwischen \u201eHase\u201c und \u201eIgel\u201c. Und noch schlimmer. Es geht dabei richtig \u201ezur Sache\u201c. \u201eAuf, auf!\u201c, sprach der \u201eFuchs\u201c zum \u201eHasen\u201c. \u201eH\u00f6rst du nicht den J\u00e4ger blasen!\u201c.<\/p>\n<p>Der Kampf um Olympia geht in die entscheidende Schlacht. Ohne \u201eFuchs\u201c und ohne \u201eHasen\u201c. Aber hoffentlich mit Sportlerinnen und Sportlern, denen wirklich etwas an der olympischen Idee liegt. Und hoffentlich ohne Sportpolitiker, Funktion\u00e4re und Sponsoren, die nur Profit, Eigennutz und Selbstbeweihr\u00e4ucherung im Sinn haben und dazu \u201ef\u00fcnf olympische Ringe\u201c instrumentalisieren.<\/p>\n<p><strong>Wo blieb der \u201eolympische Friede\u201c?<\/strong><\/p>\n<p>Was fehlt noch?! Ja, was fehlte\u2026 Etwas ganz Entscheidendes sogar! Der olympische Friede, der eigentlich w\u00e4hrend des Zeitraumes Olympischer Spiele gelten sollte. W\u00e4hrend in Sotschi Medaillen bejubelt wurden, starben bei aktuell insgesamt 48 Kriegen, kriegerischen Auseinandersetzungen bzw. Konflikten auf fast allen Kontinenten Tausende Menschen: Ob in Nigeria, in der Ukraine, in \u00c4gypten, im S\u00fcd-Sudan oder in Syrien, auch Tausende Kinder geh\u00f6rten zu den Opfern. W\u00e4hrend in Sotschi die IOC-Oberen in F\u00fcnf-Sterne-Hotels schlemmten, verhungerten in Asien, Afrika, S\u00fcdamerika und sogar in Europa ebenfalls unz\u00e4hlige Kinder. Von den Umweltzerst\u00f6rungen allerorten ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Bei den Bauarbeiten zu den Stadien der Fu\u00dfball-WM 2022 in Katar gab es seinerzeit wieder Tote, deren Anzahl bereits in die Hunderte geht. Was f\u00fcr ein perverses, menschenverachtendes Vorspiel zum angeblichen \u201eMega-Event\u201c Fu\u00dfball-Weltmeisterschaft\u2026<\/p>\n<p><strong>Sollte man angesichts solcher widerlichen Zust\u00e4nde \u00fcberhaupt noch bei einem internationalen Sportereignis starten<\/strong>, wenn die jeweilige m\u00fcndige Athletin oder der jeweilige m\u00fcndige Athlet wei\u00df: \u201eIch fr\u00f6ne zwar erfolgreich meinem Sport, kann auch mit meinem Auftreten ideell und sozial durchaus etwas bewirken, aber woanders sterben unz\u00e4hlige Menschen!\u201c. Sie bzw. er kann es, weil der Sport durchaus Gr\u00e4ben \u00fcberwinden kann. Aber: Es gibt Grenzen!<\/p>\n<p>Die Ukrainerin Bogdana Matsotska startete am 21.Februar nicht im Spezialslalom, nachdem es am 19.\/20.Februar zu blutigen Angriffen der ukrainischen \u201eSicherheitskr\u00e4fte\u201c auf Demonstranten kam, die mehrheitlich friedlich gegen die autorit\u00e4re Regierung Janukowitsch in Kiew aufbegehrten. Ihre Argumentation: \u201eSie k\u00f6nne jetzt nicht ihren Sport aus\u00fcben, wenn sie erleben bzw. erfahren mu\u00df, dass in ihrer Heimat der olympische Friede gebrochen wird und Menschenleben ausgel\u00f6scht wurden\u2026\u201c<\/p>\n<p><strong>Deutschland voran\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Deutschland als Bronze-Medaillengewinner in puncto weltweite R\u00fcstungsexporte, als Unterst\u00fctzer autorit\u00e4rer Regime und als vor lauter Doppelmoral triefender Gesch\u00e4ftspartner von \u201elupenreinen Diktaturen\u201c hat an den genannten negativen globalen Entwicklungen einen betr\u00e4chtlichen Anteil. Winter-Olympia 2014 lenkte, wie in anderen, bereits genannten F\u00e4llen, davon hervorragend ab.<\/p>\n<p>Beste Ablenkung auch von den eigenen (deutschen) Unzul\u00e4nglichkeiten: Gern wurde auf das \u201ehandwerkliche Unverm\u00f6gen\u201c, den \u201eUmwelt-Frevel\u201c und die \u201eMilliarden-Vernichtung\u201c der Russinnen und Russen im Hinblick auf die Winterspiele verwiesen\u2026<\/p>\n<p>Jedoch: Wie ist es hierzulande? Man denke nur an die Milliarden- und\/oder Millionen-Euro-Vernichtung bez\u00fcglich der \u201eBanken-Rettung\u201c, bei der bislang misslungenen \u201eEnergie-Wende\u201c, beim N\u00fcrburgring in Rheinland-Pfalz, bei der Elbphilharmonie in Hamburg, beim Berliner Flughafen, bei \u201eCargolifter\u201c in Brandenburg, bei \u201eStuttgart 21\u201c, bei der h\u00fcbsch-h\u00e4sslichen \u201eWaldschl\u00f6sschenbr\u00fccke\u201c in Dresden, beim Limburger Bischofssitz und und und<\/p>\n<p>Nicht zuletzt: Umwelt-Frevel gibt es auch in Deutschland zuhauf, auch das unter anderem \u201edank\u201c der \u201eEnergie-Wende\u201c\u2026<\/p>\n<p>Winter-Olympia 2014 ist inzwischen \u201eKunst-Schnee\u201c von gestern, ja von vorgestern. Gl\u00fccklicherweise.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/judosport2013.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2254\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/judosport2013-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>Traurige Sport-Nachricht \u2013 abseits von Sotschi\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Eine traurige Nachricht f\u00fcr den Sport gab es auch abseits aller olympischen Pisten und H\u00e4nge in Sotschi \u2013 insbesondere f\u00fcr jenen in M-V. Der engagierte Judo-Trainer <strong>Matthias Hermann<\/strong> vom PSV Schwerin, der nicht nur die beiden bekannten Judo-Zwillingsschwestern Ramona und Carmen Brussig zu gro\u00dfen paralympischen Erfolgen zwischen 2004 und 2008 f\u00fchrte, sondern auch unz\u00e4hlige Kinder bzw. Jugendliche f\u00fcr den aufrichtigen Judo-Sport begeisterte, ihnen die Werte des Sportes nahe brachte, starb am 11. Februar 2014 im Alter von nur 47 Jahren.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den angeblichen Sport-Koryph\u00e4en entfachte er oftmals echte Leidenschaft bei seinen Sch\u00fctzlingen f\u00fcr ihren Sport, auch wenn Matthias Hermann nie die \u201egro\u00dfen Schlagzeilen\u201c in den \u201eMainstream-Medien\u201c erhielt, die er eigentlich verdient h\u00e4tte. Aber das wollte er auch nie: Diesen zelebrierten Narzissmus, diese Selbstbeweihr\u00e4ucherung und diese Gro\u00dfspurigkeit, die leider im deutschen Hochleistungssport &#8211; samt Protagonisten in Verb\u00e4nden und in Medien &#8211; weit verbreitet ist! Matthias Hermann wird dem Sport in M-V mehr als fehlen!<\/p>\n<p>Und nicht nur eine olympische Goldmedaille hat Matthias Hermann mehr als verdient. \u201eMan sieht sich wieder \u2013 auf Wolke sieben\u2026\u201c<\/p>\n<p>Was meint aber eine gro\u00dfartige Sport-Pers\u00f6nlichkeit, wie Dr. Sabine Felser aus Rostock, Sportwissenschaftlerin, Trainerin und Welt- sowie Europameisterin bzw. \u201eWold Games\u201c-Siegerin 2005 im Ju Jutsu, \u00fcber das Gro\u00dfereignis \u201eOlympische Winterspiele 2014\u201c in Sotschi?!<\/p>\n<p><strong><u>Dr. Sabine Felser am 24.Februar 2014 zu den Olympischen Winterspielen 2014<\/u><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>\u201eM\u00fcssen Olympische Spiele immer woanders stattfinden\u2026\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/sabinefelsermm.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2255 alignright\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/sabinefelsermm-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Die 22.Olympischen Winterspiele sind Historie. Von dem, was Sie in Ihrer knappen \u201eFreizeit\u201c zu Sotschi verfolgen konnten, waren Sie positiv beeindruckt?<\/p>\n<p><strong>Dr. Sabine Felser:<\/strong> In erster Linie von den Leistungen der deutschen Rodlerinnen bzw. Rodler, von unseren Skispringern und nicht zuletzt vom holl\u00e4ndischen Eisschnelllauf-Team \u2013 das imponierte mir schon!<\/p>\n<p><strong>Frage: <\/strong>Was war f\u00fcr Sie im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2014 weniger positiv? Es gab ja vor den Spielen berechtigte Kritik an den Winterspielen und der olympischen Bewegung \u2026<\/p>\n<p>Dr. Sabine Felser: Wenig positiv sind die schon jetzt aktuell bekannt gegebenen Dopingf\u00e4lle (Inzwischen wurde das Ausma\u00df der Dopingvergehen seinerzeit erst so richtig deutlich! &#8211; red. Anm. 2.6.17). Keine gute Werbung f\u00fcr den Sport\u2026 So etwas wirft immer Schatten und bleibt in den K\u00f6pfen der Menschen h\u00e4ngen. Zudem finde ich es pers\u00f6nlich nicht sinnvoll, nur f\u00fcr Olympische Spiele Menschen \u201ezu verheizen\u201c, W\u00e4lder abzuholzen und die Umwelt zu zerst\u00f6ren. Vielmehr sollte man Sportst\u00e4tten nutzen, die schon vorhanden sind. Warum m\u00fcssen Olympische Spiele st\u00e4ndig woanders stattfinden? In der Antike gab es auch nur einen einzigen Austragungsort! Vielleicht sollten in Zukunft Olympische Winterspiele nur dort stattfinden, wo auch wirklich zur Zeit der Austragung Minusgrade herrschen und echter Schnee liegt\u2026<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Welche Sportlerinnen und Sportler aus Deutschland oder \u201eanderswo\u201c begeisterten Sie?<\/p>\n<p><strong>Dr. Sabine Felser:<\/strong> Der Sieg von Carina Vogt im Skispringen kam \u00fcberraschend und \u201eschlug\u201c positiv \u201eein\u201c. Aber auch die Leistung von Ole Einar Bj\u00f6rndalen im Biathlon, der mit \u00fcber 40 Jahren noch zu olympischen Goldehren kam, beeindruckte mich zutiefst. Begeistert bin ich auch \u00fcber die Leistung unsere m\u00e4nnlichen Skispringer, eine tolle Teamleistung!<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Sie schrieben Ihre Dissertation ja zu einer Thematik \u00fcber die Sportart Short Track\u2026 Wie lautet Ihr Res\u00fcmee zu den olympischen Short Track-Wettk\u00e4mpfen in Sotschi?<\/p>\n<p><strong>Dr. Sabine Felser:<\/strong> Ich habe leider nicht die Zeit gehabt, mir auch nur ein Rennen live anzuschauen. Lediglich die Ergebnisse habe ich gelesen. Anscheinend haben die europ\u00e4ischen Nationen aufgeholt, speziell die Russen und Italiener. Erfreut war ich \u00fcber das Abschneiden der erst 15j\u00e4hrigen Anna Seidel. Was mich in meiner Arbeit best\u00e4tigt, ist der Punkt, dass im Eisschnelllauf andere Nationen vorne sind, als beim Short Track. Dieses zeigt deutlich, dass die Anforderungen in beiden Sportarten andere sind. Interessieren w\u00fcrde mich jetzt noch, was die Niederl\u00e4nder vor diesen Olympischen Spielen anders machten? So eine Dominanz ist einerseits respekteinfl\u00f6\u00dfend, andererseits wirft eine derartige \u00dcberlegenheit immer Fragen auf\u2026<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Ihre Sportart ist jedoch Ju Jutsu\u2026 Welches ist der n\u00e4chste Wettkampf f\u00fcr Ihr Rostocker Ju Jutsu-Team?<\/p>\n<p><strong>Dr. Sabine Felser:<\/strong> Ich werde Mitte M\u00e4rz mit sieben K\u00e4mpfern nach Hohenm\u00f6lsen, bei Zeitz, fahren. Dort findet \u201eder Pokal des Pr\u00e4sidenten\u201c statt. Ich bin gespann,t wie meine K\u00e4mpfer abschneiden werden, einige haben die Altersklasse gewechselt und sind in diesem Jahr die J\u00fcngsten in ihrer Altersklasse.<\/p>\n<p>Vielen Dank!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/eislaufrostock.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2256\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/eislaufrostock-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>&#8230; Und nun sind die sportlichen Blicke gen Pyeongchang 2018 gerichtet, wo hoffentlich aufrichtiger Sport pr\u00e4sentiert wird &#8211; von m\u00fcndigen Sportlerinnen bzw. Sportlern, ohne Funktion\u00e4re und Politiker und mit viel Herz&#8230;<\/p>\n<p>Marko Michels<\/p>\n<p>Fotos: 1.Laura Dahlmeier, die Erfolgsbiathletin (Deutscher Skiverband) \/ 2.Interessant und rasant: der Skilanglauf (Michels) \/ 3.Das damalige deutsche Frauen-Alpin-Team 2010 in der Skihalle in Wittenburg (Michels) \/ 4.Der bereits verstorbene Judo-Erfolgstrainer Matthias Hermann und Vereinsmitglieder (Michels) \/ 5.Sportwissenschaftlerin Dr. Sabine Felser aus Rostock (Michels) \/ 6.Rostocker Eiskunstl\u00e4uferinnen bei einer fr\u00fcheren Pr\u00e4sentation in Schwerin (Michels)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 23.Olympischen Winterspiele &#8222;in Sichtweite&#8220;&#8230; Wer denkt schon im sommerlichen Juni an den n\u00e4chsten Winter? Nat\u00fcrlich die Winter-Sportlerinnen und Winter-Sportler! Denn: Erfolgreiche Winter-Sportlerinnen und Winter-Sportler werden bekanntlich im Sommer gemacht. M-V und der Wintersport Auch in Mecklenburg-Vorpommern gab es in den letzten Jahren das eine oder andere sommerliche Trainingslager auf R\u00fcgen, auf Usedom oder in 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