{"id":3127,"date":"2017-06-15T11:00:27","date_gmt":"2017-06-15T09:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/mv-sport.de\/?p=3127"},"modified":"2017-06-15T12:22:16","modified_gmt":"2017-06-15T10:22:16","slug":"als-in-moskau-der-mischa-baer-steppte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/als-in-moskau-der-mischa-baer-steppte\/","title":{"rendered":"Als in Moskau der Mischa-B\u00e4r steppte"},"content":{"rendered":"<p>Olympische Zeitreise ins Jahr 1980 auch aus M-V-Sicht<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3129 alignright\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a><strong>Zurzeit ist sportlich betrachtet eine Menge los<\/strong>, unter anderem finden gegenw\u00e4rtig, seit dem 12.Juni und noch bis zum 18.Juni, die Europameisterschaften im Wasserspringen in Kiew und ebenfalls seit dem 12.Juni (bis 17.Juni) die Fecht-EM in Tiflis statt.<\/p>\n<p>Des Weiteren werden beispielsweise der <strong>America`s Cup im Regatta-Segeln<\/strong> vor Hamilton, die <strong>Weltmeisterschaften im Taekwondo<\/strong> in Muju vom 22.Juni bis 30.Juni, die <strong>Team-EM in der Leichtathletik<\/strong> in Lille vom 24.Juni bis 25.Juni, die ICC Champions Trophy imCricket in Gro\u00dfbritannien (bis 19.Juni) bzw. der Weltcup der Frauen im Kricket in Gro\u00dfbritannien vom 26.Juni bis 30.Juni ausgetragen.<\/p>\n<p>Vom 17.Juni bis 2.Juli steht aber der vermeintliche &#8222;K\u00f6nig Fu\u00dfball&#8220; wieder im Vordergrund. Dann wird n\u00e4mlich in Sankt Petersburg, in Kasan, in Moskau und in Sotschi der <strong>Konf\u00f6derationen-Pokal im Herren-Fu\u00dfball<\/strong> 2017 mit den Mannschaften aus Portugal, Mexiko, Neuseeland, Russland, Kamerun, Chile, Deutschland und Australien.<\/p>\n<p>Das Finale des Konf\u00f6derationen-Pokals wird dann am 2.Juli angepfiffen &#8211; im Olympiastadion in Sotschi, dem Austragungsort der &#8222;sommerlichen&#8220; Winterspiele 2014&#8230;.<\/p>\n<p><strong>Vor 37 Jahren waren jedoch die Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau das sportliche Haupt-Thema allerorten&#8230;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Olympischen Spiele 1980 in Moskau &#8211; &#8222;eine sportive Zeitreise&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>In der Rostocker Traditionssportart, dem Wasserspringen, ging es damals sehr spannend zu, wobei sich die damalige UdSSR (2 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze) und die damalige DDR (2 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze) nicht nur dort einen spannenden sportiven Zweikampf lieferten. Nur zwei Medaillen &#8211; 1 x Silber an Mexiko und 1 x Bronze an Italien &#8211; gingen an andere L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Im Kunstspringen der Damen siegte die Irina Kalinina (UdSSR\/Russische SFSR) vor Marina Proeber (SC Empor Rostock) und Karin Guthke (Berliner TSC). Martina J\u00e4schke (SC Chemie Halle) setzte sich bei den Turmspringerinnen vor Sirvard Emirzyan (UdSSR\/Armenische SSR), Liana Tsotadze (UdSSR\/Georgische SSR) und Ramona Wenzel (SC Empor Rostock) durch.<\/p>\n<p><strong>Ramona Wenzel mit Silber<\/strong><\/p>\n<p>Die geb\u00fcrtige Stralsunderin Ramona Wenzel ist dabei \u00fcbrigens eine von insgesamt 13 Olympia-Teilnehmerinnen bzw. -Teilnehmer, die ihre &#8222;Wiege&#8220; am Sund hatten. Sechs davon wurden in den 1960ern geboren, so die Gewichtheber Andreas Behm (1992, 1996 bei Sommer-Olympia), Udo Guse (1992 bei Sommer-Olympia), der Bobfahrer Carsten Embach (1994, 2002 bei Winter-Olympia), die Handball-Spielerin Silke Fittinger (1992 bei Sommer-Olympia), die Leichtathletin Silke M\u00f6ller (1988 bei Sommer-Olympia) und eben Ramona Wenzel, die Wasserspringerin und Olympia-Vierte 1980 vom Drei-Meter-Brett.<\/p>\n<p>Bei den Herren wurde im Kunstspringen der geb\u00fcrtige Aserbaidschaner Alexander Portnow, der f\u00fcr die UdSSR und seine Heimat-Vereine Dynamo bzw. Spartak Minsk (Weissrussland) startete, die Nummer eins vor Carlos Giron (Mexiko), Franco Giorgio Cagnotto (Italien) und Falk Hoffmann (SC Chemie Halle). Dieter Waskow (SC Empor Rostock) wurde hier Zehnter.<\/p>\n<p><strong>Gold f\u00fcr Falk Hoffmann<\/strong><\/p>\n<p>Und f\u00fcr gro\u00dfen Jubel im Wassersprung-Team der DDR sorgte dann auch Falk Hoffmann (Halle\/Saale) im Turmspringen, der \u00a0vor Vladimir Aleynik (UdSSR\/Weissrussische SSR), David Ambartsumyan (UdSSR\/Armenische SSR), Carlos Giron (Mexiko) und den beiden Rostockern Dieter Waskow und Thomas Knuths triumphierte. Bis 2016 war Falk Hoffmann, Jahrgang 1952, Nachwuchs-Trainer beim WSC Rostock.<\/p>\n<p>In der L\u00e4nderwertung der olympischen Wassersprung-Wettbewerbe (Pl\u00e4tze 1-8) 1980 belegte die UdSSR mit 41,25 Punkten Rang eins vor der DDR mit 34 Punkten, Mexiko mit 9 Punkten, Italien mit 4 Punkten, Australien mit 1,75 Punkten, Gro\u00dfbritannien mit 1 Punkt sowie \u00d6sterreich, Spanien, Kuba und Ungarn mit 0,25 Punkten.<\/p>\n<p><strong>USA-Springerinnen und -Springer leider nicht dabei<\/strong><\/p>\n<p>Leider fehlten bei den Spielen 1980 insbesondere die starken Springerinnen und Springer aus den USA, Kanada und China. Bei den WM 1978 im Westteil Berlins, also zwei Jahre vor den Spielen in Moskau, waren noch die USA die erfolgreichste Wassersprung-Nation mit 2 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze. Philipp Boggs gewann das Kunstspringen und Greg Louganis das Turmspringen &#8211; jeweils vor Falf Hoffmann. F\u00fcr Cynthia Potter sowie Jennifer Chandler gab es im Kunstspringen hinter Irina Kalinina (UdSSR) Silber bzw. Bronze. Im Turnspringen war in Berlin 1978 ebenfalls im Turmspringen vor Martina J\u00e4schke (DDR) und Melissa Briley (USA) vorn.<\/p>\n<p>Aber letztendlich schm\u00e4lert der Boykott des Westblocks 1980 nicht die Leistungen der teilnehmenden Athletinnen und Athleten in Moskau &#8211; im Wasserspringen und anderswo. Ebenso wenig wie der Boykott des Ostblocks 1984 die Leistungen der startenden Sportlerinnen und Sportler in Los Angeles relativierte.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3151\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1-300x231.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"231\" \/><\/a>Exkurs: Die Olympischen Spielen 1980 in Moskau &#8211; ein Res\u00fcmee und ein Abriss aus M-V-Sicht<\/strong><\/p>\n<p>Die XXII.Olympischen Spiele 1980 (19.7.1980-3.8.1980) wurden vom Boykott vieler westlicher L\u00e4nder dennoch \u00fcberschattet. Nachdem die Sowjetunion im Dezember 1979 Afghanistan besetzte, beschloss US-Pr\u00e4sident Jimmy Carter einen Boykott der Spiele, dem sich einige Alliierte und Verb\u00fcndete, darunter Japan, die Bundesrepublik, Kanada, Kenia, aber auch die Volksrepublik China, anschlossen.<\/p>\n<p><strong>Leider auch Boykott-Spiele&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Damit setzte sich die Reihe unsinniger politisch motivierter Boykott-Ma\u00dfnahmen gegen Olympia fort: Bereits 1976 gab es einen Boykott afrikanischer Staaten; 1984 nahmen einige Ostblock-Staaten, darunter die UdSSR, die DDR oder Kuba, nicht an den Spielen in Los Angeles teil.<\/p>\n<p>Dennoch: Die Olympischen Spiele in Moskau vom 19.Juli bis 3.August sorgten f\u00fcr hochklassigen Sport und unvergessene Momente auch aus M-V- Sicht.<\/p>\n<p>Mehr als 5200 Athletinnen und Athleten aus 81 L\u00e4ndern nahmen in Moskau teil. Auf dem Programm standen 203 Wettbewerbe in 23 Sportarten. 5,5 Millionen Zuschauer verfolgten die Wettbewerbe, die Segel-Regatten fanden vor Tallinn statt, live. Rund 2 Millionen besuchten die Fu\u00dfballspiele in Moskau, Minsk, Leningrad und Kiew.<\/p>\n<p>Am Ende lag das Team der UdSSR mit 80 x Gold klar vor der DDR mit 47 x Gold, Bulgarien, Kuba sowie Italien mit je 8 x Gold, Ungarn mit 7 x Gold, Rum\u00e4nien bzw. Frankreich mit je 6 x Gold, Gro\u00dfbritannien mit 5 x Gold und Polen mit 3 x Gold. Insgesamt kamen 36 L\u00e4nder zu Medaillen-Ehren.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Ber\u00fccksichtigt man ausschlie\u00dflich die Einzel-Wettk\u00e4mpfe und die Herkunft der verschiedenen Starterinnen und Starter aus den einzelnen Sowjetrepubliken, so war die Russische F\u00f6derative Sowjetrepublik genau so erfolgreich wie die DDR. Die anderen Olympiasiege der UdSSR verteilen sich u.a. auf die damaligen Sowjetrepubliken Ukraine, Wei\u00dfrussland, Georgien, Kasachstan, Kirgisien oder die baltischen Republiken.<\/p>\n<p><strong>Erfolge auch f\u00fcr Sportler aus Rostock, Schwerin, Wismar, Greifswald und Neubrandenburg<\/strong><\/p>\n<p>Im Schwimmen konnte Andrea Pollack Gold \u00fcber 4 x 100 Meter-Lagen und Silber \u00fcber 100 Meter-Butterfly erobern. Im Boxen erk\u00e4mpfte Richard Nowakowski im Leichtgewicht Bronze. Im olympischen Volleyball-Turnier der Frauen sorgte die DDR-Auswahl mit Siegen \u00fcber Peru und Kuba f\u00fcr \u00dcberraschungen und erreichte das Finale gegen die UdSSR, das nach gro\u00dfem Kampf zwar mit 1:3 verloren wurde, aber bis zum heutigen Tag die einzige deutsche Olympia-Medaille im Frauen-Volleyballsport bedeutet.<\/p>\n<p>In der DDR-Auswahl standen mit Karla Roffeis, Anke Westendorf, Martina Schmidt und Andrea Heim auch vier Spielerinnen des damaligen SC Traktor Schwerin sowie mit Heike Lehmann eine geb\u00fcrtige Neustrelitzerin. Gerd Wessig (SC Traktor) gewann au\u00dferdem den Hochsprung mit Weltrekord &#8211; 2,36 Meter. Doch nicht nur Schwerinerinnen und Schweriner sorgten f\u00fcr H\u00f6hepunkte in Moskau:<\/p>\n<p>Im Zehnkampf avancierte der Brite Daley Thompson zum \u201eK\u00f6nig der Athleten\u201c. Die geb\u00fcrtige Wismarerin Marita Koch gewann die 400 Meter. Die m\u00e4nnlichen Sprint-Distanzen wurden eine Angelegenheit des Italieners Pietro Mennea und des Schotten Allan Wells. Weltrekordler Mennea wurde Erster \u00fcber 200 Meter, Wells kam zu Gold \u00fcber 100 Meter.<\/p>\n<p><strong>Spannende Duelle<\/strong><\/p>\n<p>Hauchd\u00fcnn siegte Ljudmilla Kondratjewa aus der UdSSR \u00fcber 100 Meter in 11,06 Sekunden vor Marlies G\u00f6hr in 11,07 Sekunden. B\u00e4rbel W\u00f6ckel sprintete \u00fcber 200 Meter auf Rang eins. Miruts Yifter aus \u00c4thiopien trat in Moskau die Nachfolge des Finnen Lasse Viren an und belegte sowohl \u00fcber die 5000 Meter als auch \u00fcber die 10000 Meter Platz eins. Sebastian Coe und Steve Ovett lieferten sich auf den Mittelstrecken einen \u201eShowdown\u201c: Coe siegte \u00fcber 1500 Meter, Ovett \u00fcber 800 Meter. Den Hochsprung gewann \u201eBella Italia\u201c, Sara Simeoni. Im Dreisprung verhinderte der Este Jaak Uudm\u00e4e den vierten Olympiasieg des Georgiers Viktor Sanejew in Folge. Marita Koch vom SC Empor Rostock lief \u00fcber 400 Meter allen davon, auch Dauer-Konkurrentin Jarmila Kratochvilova (CSSR), und wurde zudem mit der 4 x 400 Meter-Staffel der DDR Zweite (hinter der UdSSR).<\/p>\n<p><strong>Teofilo Stevenson mit drittem Box-Gold<\/strong><\/p>\n<p>Indien sicherte sich den achten Olympiasieg im Feldhockey; Simbabwe triumphierte bei der Olympia-Premiere des Frauen-Feldhockeys. Im Herren-Turnen und im Ringen war die Sowjetunion eine Macht, im Rudern die DDR. Die Kubaner stellten die beste Boxstaffel, wobei Teofilo Stevenson sein drittes Gold erk\u00e4mpfte. Neben Richard Nowakowski (Bronze\/Leichtgewicht) nahm f\u00fcr den SC Traktor Schwerin auch Dietmar Schwarz, der in Warin geboren wurde, am olympischen Box-Turnier 1980 teil.<\/p>\n<p><strong>Nadia Comaneci wieder klasse<\/strong><\/p>\n<p>Die beste Turnerin 1980 war erneut die Rum\u00e4nin Nadia Comaneci, die nach dreimal Gold und je einmal Silber sowie Bronze in Montreal 1976, zweimal Gold bzw. zweimal Silber in Moskau 1980 gewann. Turnsportliche Mehrkampf-Olympiasiegerin wurde 1980 jedoch Jelena Dawydowa (UdSSR). DDR-Turnerin Maxi Gnauck (SC Dynamo Berlin) schaffte hingegen Gold am Stufenbarren, dazu noch eine Silber- und zwei Bronze-Medaillen.<\/p>\n<p><strong>DDR im Schwimmbecken bei den Frauen klar vorn<\/strong><\/p>\n<p>Im Schwimmbecken sorgten die DDR-Schwimmerinnen, um die bereits erw\u00e4hnte geb\u00fcrtige Schwerinerin Andrea Pollack und die f\u00fcr Rostock startende Caren Metschuck (3 x Gold, 1 x Silber), die ihre Wiege in Greifswald hatte, f\u00fcr Rekorde bzw. Gold &#8211; und Michelle Ford f\u00fcr einen australischen Triumph \u00fcber 800 Meter-Freistil. Wladimir Salnikow schaffte \u00fcber 1500 Meter-Freistil gl\u00e4nzende 14:58,27 Minuten. Der geb\u00fcrtige Rostocker Nils Pf\u00fctze errang mit der 4 x 200 Meter Freistil-Staffel der DDR die Silbermedaille, hinter der UdSSR und vor Brasilien, Schweden und Italien. Und die geb\u00fcrtige Rostockerin Sarina H\u00fclsenbeck schaffte mit der 4 x 100 Meter-Freistil-Staffel und auch mit der 4 x 100 Meter Lagen-Staffel (Einsatz im Vorlauf) der DDR sogar jeweils Gold.<\/p>\n<p><strong>Gold f\u00fcr reitsportliche Amazone<\/strong><\/p>\n<p>Eine Amazone mit einem Pferd gewann nicht nur Gold, sondern die Sympathien der Sportfans auf aller Welt. Die Dressur-Europameisterin 1979 Elisabeth Theurer aus \u00d6sterreich nahm trotz des Boykotts des eigenen Fachsportverbandes an den olympischen Reiterspielen 1980 teil, wurde in der eigenen Heimat angefeindet (sp\u00e4ter aber \u201erehabilitiert\u201c) und gewann auf \u201eMon Cherie\u201c.<\/p>\n<p>Juri Kowschow, der Zweitplatzierte, zollte der \u00d6sterreicherin Respekt und \u00fcberreichte ihr bei der Siegerehrung eine rote Rose. Den Team-Wettbewerb in der Dressur entschied die UdSSR, bereits 1972 in M\u00fcnchen Olympiasieger f\u00fcr sich (wie auch die Team-Entscheidungen in der Military und im Springreiten). Die anderen Einzel-Wettbewerbe im Reitsport waren &#8222;eine Angelegenheit&#8220; f\u00fcr Italien (Gold f\u00fcr Federico Roman in der Military) und f\u00fcr Polen (Gold f\u00fcr Jan Kowalczyk im Springreiten).<\/p>\n<p><strong>Radsport-Erfolg f\u00fcr die Eidgenossen<\/strong><\/p>\n<p>Auch die Schweiz konnte in Moskau jubeln: Rad-Ass Robert Dill-Bundi siegte in der 4000 Meter-Einzelverfolgung vor Alain Bondue (Frankreich), Hans-Henrik Oersted (D\u00e4nemark) sowie Harald Wolf (DDR) und bedankte sich bei der Bahn mit einem Kuss. Im radsportlichen Medaillenspiegel`80 war auch die SU mit 3 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze vor der DDR mit 2 x Gold, 2 x Silber am besten. Die Olympiasiege f\u00fcr die DDR-&#8222;Zweir\u00e4der&#8220; gingen dabei an Lothar Thoms (1000 Meter-Zeitfahren) und Lutz He\u00dflich (Sprint). Der Russe Sergej Suchorutschenkow erk\u00e4mpfte hingegen Gold im Stra\u00dfen-Einzel.<\/p>\n<p><strong>Zwischen Segeln, Schwimmbecken und Fechten<\/strong><\/p>\n<p>Mal nicht im Fu\u00dfball, daf\u00fcr jedoch im Segeln, waren die Brasilianer am erfolgreichsten. Bei den olympischen Regatten 1980 vor Tallinn holten sie zweimal Gold. In der 470er Klasse belegten aus M-V-Blickwinkel die Rostocker J\u00f6rn Borowski\/Egbert Swensson den zweiten Platz. Wolfgang Haase\/Wolfgang Wenzel (SC Empor Rostock) gelang dazu der vierte Rang bei den Flying Dutchman. Der geb\u00fcrtige Rostocker Dieter Below erreichte in der Soling-Klasse ebenfalls den vierten Platz.<\/p>\n<p>Im Modernen F\u00fcnfkampf wurde der Russe Anatoli Starostin zweifacher Olympiasieger. Im Mannschaftswettbewerb kamen die traditionell starken Ungarn und Schweden zu Silber und Bronze. Eine Litauerin durchbrach wie die Australierin Michelle Ford \u00fcber die 800 Meter-Freistil die DDR-Siegerinnen-Serie im Schwimmen. Lina Kaciusyte triumphierte indes \u00fcber 200 Meter-Brust.<\/p>\n<p>Im Fechten machten die Franz\u00f6sinnen und Franzosen mit 4 x Gold den \u201evier Musketieren\u201c alle Ehre. Der geb\u00fcrtige Rostocker Gerd May erreichte bei den spannenden Moskauer Fecht-Entscheidungen im Team-Wettbewerb bei den S\u00e4bel-Fechtern mit der DDR-Auswahl Rang sechs.<\/p>\n<p>Der Florett-Fechter Hartmuth Behrens, in D\u00f6mitz-R\u00fcterberg geboren, schaffte im Florett-Fechten bei den Spielen 1980 in Moskau auch gute Platzierungen, so Rang vier mit der DDR-Mannschaft und Rang neun im Einzel.<\/p>\n<p>Im Judo war Frankreich &#8211; zusammen mit der UdSSR (je 2 x Gold) \u2013 ebenfalls die dominierende Nation.<\/p>\n<p>Im Bogenschie\u00dfen und Sportschie\u00dfen wurden jeweils die Starterinnen und Starter aus der UdSSR reichlich mit Gold und Medaillen belohnt. F\u00fcr die DDR gab es im Sportschie\u00dfen 5 x Silber, 1 x Bronze. Uwe Potteck aus Wittenberge (das bis 1990 zum Bezirk Schwerin geh\u00f6rte) wurde nach seinem Olympiasieg 1976 mit der Freien Pistole nun, 1980, Sechzehnter.<\/p>\n<p><strong>Ruder-Erfolge f\u00fcr M-V<\/strong><\/p>\n<p>Auch im Rudern gab es viel Edelmetall zu vergeben&#8230; Pertti Karppinen aus Finnland siegte wie schon 1976 im Ruder-Einer &#8211; 1984 sollte es das dritte Gold geben. Im Rudern erk\u00e4mpften ebenfalls der geb\u00fcrtige Greifswalder Joachim Dreifke (ASK Vorw\u00e4rts Rostock, heute Trainer bei der Schweriner Rudergesellschaft von 1874\/1875) mit Klaus Kr\u00f6ppelien (geb\u00fcrtiger Rostocker\/ASK Vorw\u00e4rts Rostock) Gold im Doppelzweier.<\/p>\n<p>Ulrich Kons (geb\u00fcrtiger Greifswalder\/ASK Vorw\u00e4rts Rostock) sowie Ulrich Karnatz (geb\u00fcrtiger Rostocker\/ASK Vorw\u00e4rts Rostock) gelang &#8222;das Gleiche&#8220; im DDR-Herren-Achter. Das dritte Ruder-Gold nach 1972 (Zweier ohne) und 1976 (Vierer ohne) erk\u00e4mpfte der geb\u00fcrtige Rostocker Siegfried Brietzke erneut, wie schon in Montreal, im Vierer ohne. Olympia-Silber konnten im Ruder-Boot zudem auch Cornelia Linse, die geb\u00fcrtige Greifswalderin, und Heidi Westphal, die in Gnoien geboren wurde, im Doppelzweier der Frauen erringen.<\/p>\n<p>Und \u00fcber Ruder-Gold freute sich nicht zuletzt Ramona Kapheim aus der vorpommerscher Stadt Strasburg, die im Vierer mit der DDR erfolgreich war.<\/p>\n<p><strong>Von der Turn-Matte zum Handball-Parkett<\/strong><\/p>\n<p>Im Turnen gab es ebenfalls Edelmetall &#8222;f\u00fcr M-V&#8220;, denn die Eltern von Lutz Hoffmann (SC Dynamo Berlin), der im Mannschafts-Mehrkampf der Herren Silber mit der DDR-Riege erk\u00e4mpfte, stammten aus Neustrelitz. Sein Bruder, Ulf, der sogar direkt in Neustrelitz geboren wurde, wurde acht Jahre sp\u00e4ter &#8211; in Seoul 1988 &#8211; Zweiter im Team-Mehrkampf mit der DDR.<\/p>\n<p>Im Gewichtheben gingen alle Medaillen an die L\u00e4nder des \u201eOstblocks\u201c. J\u00fcrgen Heuser, der geb\u00fcrtige Barther und Mitglied der BSG Motor Stralsund, schaffte dabei Silber im Superschwergewicht. Harald Heinke, der sp\u00e4terer Schweriner Berufsschullehrer, belegte hingegen im Halbmittelgewicht der olympischen Judo-Wettbewerbe einen hervorragenden dritten Platz. Im Ringen (Freistil) nahmen aus M-V-Sicht der Rostocker Reinhold (&#8222;Otto&#8220;) Steingr\u00e4ber im Weltergewicht, Armin Weier aus Vorbein bei Loitz im Mittelgewicht und Roland Gehrke aus Woldegk im Superschwergewicht (Platz vier) teil.<\/p>\n<p><strong>(Hand-)Ballsportliche Akzente<\/strong><\/p>\n<p>Im Herren-Basketball-Finale trafen\u00a0 Jugoslawien und Italien aufeinander, wobei Jugoslawien gewann. Dramatik pur gab es im Finale des Handballspieles zwischen der DDR, mit den Rostockern Frank-Michael Wahl und Hans-Georg Jaunich, und der Sowjetunion. Mit 23:22 nach Verl\u00e4ngerung siegten die Ostdeutschen. Die Olympia-Teilnahme des Weltklasse-Spielers Wolfgang B\u00f6hme vom SC Empor Rostock verhinderten DDR-Apparatschiki und Stasi. Im Handball-Wettbewerb bei den Frauen belegte die DDR-Auswahl immerhin Platz drei, wobei auch die Rostockerin Sabine R\u00f6ther im Aufgebot spielte.<\/p>\n<p><strong>Vom Kanu zum Fu\u00dfball<\/strong><\/p>\n<p>Im Kanu-Rennsport beherrschten die UdSSR und die DDR \u2013 nicht zuletzt dank der Athleten des SC Neubrandenburg R\u00fcdiger Helm (2 x Gold, 1 x Bronze) und Bernd Olbricht (1 x Gold, 1 x Bronze) &#8211; die Szenerie. Im Kanu-Rennsport war zudem die geb\u00fcrtige Wismarerin Roswitha Eberl, verheiratete Krugmann, Ersatz-Starterin. Kanusportliche Anmerkung am Rande: In Moskau erk\u00e4mpfte Birgit Fischer aus Brandenburg die erste (Kajak-Einer \u00fcber die 500 Meter) ihrer acht olympischen Goldmedaillen im Kanu-Rennsport. Sie nahm dabei an den Spielen 1980, 1988, 1992, 1996, 2000 und 2004 teil&#8230;<\/p>\n<p>Das Endspiel im Fu\u00dfball konnte die Tschechoslowakei mit 1:0 gegen die DDR f\u00fcr sich entscheiden. Im DDR-Team stand auch der geb\u00fcrtige Schweriner Wolf-R\u00fcdiger Netz und die geb\u00fcrtigen Rostocker Norbert Trieloff bzw. Bernd Jakubowski.<\/p>\n<p><strong>Leichtathletischer Erfolgslauf und Leichtathletik-Highlights aus M-V-Sicht<\/strong><\/p>\n<p>Aber f\u00fcr ganz besonders unvergessene Momente sorgte Waldemar Cierpinski (SC Chemie Halle), dem es als zweitem L\u00e4ufer der Welt gelang \u2013 nach Abebe Bikila 1960\/64 &#8211; den Marathonlauf bei Olympia zweimal zu gewinnen. Bereits 1976 in Montreal war Waldemar Cierpinski die Nr.1 \u00fcber die 42,195 Kilometer. Der Mann mit dem langen Atem lief sich damit ebenfalls in die Sportgeschichte.<\/p>\n<p>Medaillen f\u00fcr Leichtathletinnen und Leichtathleten mit &#8222;MV-Wurzeln&#8220; gab es vor 35 Jahren, neben L\u00e4uferin Marita Koch und Hochspringer Gerd Wessig, auch f\u00fcr Frank Paschek, in Bad Doberan geboren, mit Silber im Weitsprung, die ehemalige L\u00e4uferin des SC Neubrandenburg Christiane Wartenberg ebenfalls mit Silber \u00fcber die 1500 Meter und die Kugelsto\u00dferin Ilona Slupianek, die in Demmin ihre Wiege hatte, mit Gold.<\/p>\n<p>Olympische Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit &#8222;MV-Bindungen&#8220; in der Leichtathletik 1980 waren auch Helga Radtke (SC Empor Rostock\/Weitsprung), die leider als Ersatz-Starterin ohne Einsatz blieb, und Siegfried Stark (SC Traktor Schwerin\/Zehnkampf), der nach Platz sechs bei den Spielen 1976 sowie EM-Bronze 1978 dann in Moskau 1980 leider verletzungsbedingt nach dem Weitsprung aufgeben mu\u00dfte, sowie der Langstreckenl\u00e4ufer Hansj\u00f6rg Kunze (SC Empor Rostock).<\/p>\n<p>Ja, auch Hansj\u00f6rg Kunze, der heutige &#8222;Vice President Communication &amp; Sustainability&#8220; bei AIDA Cruises, war schon 1980 in Moskau dabei&#8230; In der russischen Hauptstadt schied er zwar schon im Halbfinale des 5000 Meter-Laufes aus (Sieger des Finales Miruts Yifter\/\u00c4thiopien vor Sulaiman Nyambui\/Tansania), wurde aber acht Jahre danach, bei den Spielen 1988 in Seoul, Dritter \u00fcber die gleiche Distanz. Die zweifache Speerwurf-Olympiasiegerin 1972\/1976 und in den 1960ern Absolventin der Kinder- und Jugendsportschule in G\u00fcstrow, Ruth Fuchs, war in Moskau 1980 auch noch dabei und wurde Achte (Speerwurf-Olympiasiegerin 1980: Maria Caridad Colon\/Kuba).<\/p>\n<p><strong>Gerd Wessig und Marita Koch zu ihren Olympiasiegen 1980<\/strong><\/p>\n<p>Und wie erlebten Gerd Wessig, der geb\u00fcrtige L\u00fcbzer, Jahrgang 1959 und Hochspringer vom SC Traktor Schwerin, sowie Marita Koch, die geb\u00fcrtige Wismarerin, Jahrgang 1957 und 400 Meter-L\u00e4uferin, ihren olympischen Erfolg 1980?!<\/p>\n<p><strong>Dazu Gerd Wessig:<\/strong> &#8222;&#8230; Die ersten Gratulanten, noch im Stadion, waren die Teamkollegen Henry Lauterbach, der Rang vier belegte, und J\u00f6rg Freimuth, der auf Rang drei kam. Auch der Schweizer Roland Dahlh\u00e4user, der F\u00fcnfter wurde, begl\u00fcckw\u00fcnschte mich unmittelbar nach dem Erfolg. Nur Jacek Wszola (1976 Hochsprung-Olympiasieger und 1980 Olympia-Zweiter) lie\u00df sich etwas mehr Zeit: Er war der Letzte, der mir gratulierte. Aber mittlerweile sind wir gute Kumpel! Bei ihm ging es wohl schon damals um viel Geld, bei mir \u201enur\u201c um `Volk und Vaterland`. Allerdings gab es damals noch eine gr\u00f6\u00dfere Identifikation mit dem Team, mit dem Erfolg als es heute oftmals \u00fcblich ist.<\/p>\n<p>Zum olympischen Wettkampf 1980: Ich hatte mich St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck in den Wettkampf herein getastet, wollte unter die besten Sechs. Das war auch die offizielle Zielvorgabe und diesen leistungsm\u00e4\u00dfigen Druck hatte man dann auch schon. Das Ziel stand, wer darunter blieb, hatte versagt. Irgendwelche Ausfl\u00fcchte wurden nicht akzeptiert, nach der Devise in etwa, dass die Zuschauer so laut, die Stimmung nicht gut und die Bedingung nicht optimal seien, waren verp\u00f6nt. Wer die Ziele nicht erreichte, musste sich auch wieder hinten anstellen. Auch gro\u00dfe Namen galten nichts. Das mu\u00dften seinerzeit Rosemarie Ackermann (Hochsprung), Wolfgang Schmidt (Diskuswerfen) oder Udo Beyer (Kugelsto\u00dfen) erfahren.<\/p>\n<p>Aber ich blieb in der Zielvorgabe. Als feststand, dass ich sicher auf Rang sechs lag, war ich erst einmal erleichtert. 2,24 Meter, die Konkurrenz war nicht weg und die H\u00f6he war f\u00fcr mich nur eine Durchgangsleistung, f\u00fcr mich keine H\u00fcrde. Und ich merkte H\u00f6he um H\u00f6he, eine Medaille k\u00f6nnte durchaus drin sein, zumal die Mannschaftskameraden Henry Lauterbach und J\u00f6rg Freimuth noch immer dabei waren.<\/p>\n<p>Und ich dachte mir: Die hatten doch die ganze Saison gegen dich nichts zu bestellen gehabt und jetzt wollen sie dich schlagen?! Das geht schon einmal gar nicht&#8230; Dann war ich schon unter den besten Vier und auch J\u00f6rg Freimuth war auch noch dabei. Ich wusste nun, eine Medaille ist in Reichweite. Dann pl\u00f6tzlich, bei der H\u00f6he von 2,33 Meter, als die anderen rissen, war ich nicht mehr Dritter, sondern Erster \u2013 und ich schaffte sogar noch die 2,36 Meter. In diesem Moment war ich wohl der gl\u00fccklichste Mensch auf der Welt!&#8220; (Aus einem Interview mit dem Autor im Februar 2009)<\/p>\n<p><strong>Und auch Marita Koch hat nat\u00fcrlich beste Erinnerungen an ihren Olympiasieg in Moskau:<\/strong> &#8222;Olympia ist etwas Einzigartiges, Unbeschreibliches. Jeder Sportler tr\u00e4umt von olympischem Gold, und f\u00fcr die meisten Athleten ist eine olympische Teilnahme die Erf\u00fcllung ihres sportlichen Lebens. Olympia findet zudem nur alle vier Jahre statt, daher ist es notwendig auf die Minute topfit zu sein. Nachdem mir verletzungsbedingt eine Olympiamedaille 1976 versagt blieb, wollte ich es in Moskau wissen, was mir gelang&#8230;<\/p>\n<p>24 Stunden nach meinem Sieg in Moskau bekam ich \u00fcbrigens pl\u00f6tzlich hohes Fieber und es folgte eine Angina! Da wurde mir bewusst, wie zerbrechlich der Mensch ist, wie g\u00fcnstige Zuf\u00e4lle einen Erfolg beeinflussen k\u00f6nnen und wie einmalig Olympia ist&#8230;&#8220; (Aus einem Interview mit dem Autor 2007)<\/p>\n<p><strong>&#8222;Sonstiges&#8220; zu 1980<\/strong><\/p>\n<p>Erfolgreichster Athlet der Spiele 1980 wurde der Turner Alexander Ditjatin mit 3 x Gold, 4 x Silber und 1 x Bronze. Die geb\u00fcrtige Greifswalderin Caren Metschuck, die f\u00fcr den SC Empor Rostock startete, war in Moskau die erfolgreichste Sportlerin mit 3 x Gold und 1 x Silber.<\/p>\n<p>Die Vereine in Mecklenburg und Vorpommern hatten in Moskau 1980 33 Athletinnen und Athleten vor Ort. Der SC Empor Rostock stellte achtzehn Sportlerinnen\/Sportler, der ASK Vorw\u00e4rts Rostock vier Sportler, der SC Neubrandenburg zwei Sportler, der SC Traktor Schwerin acht Sportlerinnen\/Sportler und die BSG Motor Stralsund einen Sportler.<\/p>\n<p>Der Westblock veranstaltete damals sportliche Alternativ-Wettk\u00e4mpfe, wie die &#8222;Liberty Bell Classic&#8220; in der Leichtathletik in Philadelphia, \u00e4hnlich wie vier Jahre sp\u00e4ter der Ostblock mit seinen &#8222;Wettk\u00e4mpfen der Freundschaft&#8220;. Nonsens blieben beide &#8222;Boykott-Ma\u00dfnahmen&#8220;&#8230;<\/p>\n<p>Insgesamt betrachtet gab es eine Menge sportlicher Highlights in Moskau 1980. Aber: Der politische und auch wirtschaftliche Missbrauch der Spiele setzte sich weiter fort und h\u00e4lt bis heute, sogar intensiviert, an&#8230; Wie lange hat Olympia da \u00fcberhaupt noch eine Chance?!<\/p>\n<p>_____<\/p>\n<p><strong><u>Ausz\u00fcge aus einem Interview von M.M. mit Waldemar Cierpinski, dem Olympiasieger 1976 und 1980 im Marathonlauf, \u00a0aus dem Jahr 2010<\/u><\/strong><\/p>\n<p><strong>Waldemar Cierpinski \u00fcber seinen Weg zum Marathon, seine \u00a0Marathon-Erfolge, die Olympischen Spiele 1976 bzw. 1980, die Talente-F\u00f6rderung in Deutschland und seine Verbundenheit zu M-V<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>&#8222;Der Erfolg von 1976 war der nachhaltigere&#8230;&#8220;<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Herr Cierpinski, Montreal 1976 und Moskau 1980. Wenn Sie beide Marathon-Entscheidungen miteinander vergleichen, was waren die besonderen Momente w\u00e4hrend dieser beiden L\u00e4ufe f\u00fcr Sie pers\u00f6nlich ?<\/p>\n<p><strong>Waldemar Cierpinski:<\/strong> Der Erfolg bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal, als ich v\u00f6llig \u00fcberraschend gewann, war der nachhaltigere. Zun\u00e4chst einmal gab es w\u00e4hrend des Laufes die vielen kleinen Details, die besondere Gl\u00fccksgef\u00fchle hervorriefen.<\/p>\n<p>Da war der harte Kampf mit Frank Shorter, der nat\u00fcrlich viel Kraft kostete. Ich war ja damals als Au\u00dfenseiter nach Montreal gefahren, war dann erst einmal froh gewesen, dass ich mich in der Spitzengruppe so gut halten konnte. Meine Motivation war ja, gut durchzukommen. Erst ab den 40.Kilometer war ich mir sicher, dass ich sogar gewinnen konnte \u2013 und es gelang.<\/p>\n<p>In Moskau, vier Jahre sp\u00e4ter, startete ich hingegen als Mit-Favorit. Das war im Vergleich zu 1976 um so h\u00e4rter. In Montreal gab es noch die jugendliche Freude, man ging unbek\u00fcmmert in den Lauf. In Moskau geh\u00f6rte man eben zu den ganz vorn erwarteten L\u00e4ufern. Aber jeder olympische Erfolg war auf seine Weise ungemein sch\u00f6n.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Sie waren vor Ihrer Marathon-Karriere ein erfolgreicher Mittelstreckler bzw. Hindernisl\u00e4ufer. Waren Ihnen diese Strecken zu kurz oder wollten Sie ganz einfach \u201eetwas Neues\u201c ausprobieren und blieben \u201eeher zuf\u00e4llig\u201c beim Marathonlaufen ?<\/p>\n<p><strong>Waldemar Cierpinski:<\/strong> Als Jugendlicher war ich bereits bester Deutscher \u00fcber die 7,5 Kilometer mit einer Zeit von 23:03. Und als Jugend-Kader A lief ich auch die 15 Kilometer in einer 48er Zeit, also somit der Schnellste. Ich hatte also beste Voraussetzungen f\u00fcr die Langstrecken. Der Hindernislauf war praktisch ein \u201eUmweg\u201c hin zum Marathon.<\/p>\n<p>Auch hier war ich im jugendlichen Alter Bester \u00fcber die 2000 Meter-Hindernis. In der Folgezeit war die Situation in der DDR-Leichtathletik so, dass ein guter Hindernisl\u00e4ufer fehlte. Ich wurde also Kader im Hindernislauf, hierf\u00fcr erhielt ich meine F\u00f6rderung. Erst ab 1974 ff. feierten die ambitionierten Hindernisl\u00e4ufer Frank Baumgartl, der 1976 Bronze in Montreal gewann, und J\u00fcrgen Straub ihren endg\u00fcltigen Durchbruch zur internationalen Spitzenklasse im Hindernislauf. J\u00fcrgen Straub wechselte dann allerdings auch auf die Mittelstrecken und konnte 1980 Silber in Moskau auf den 1500 Metern erk\u00e4mpfen. F\u00fcr mich war also der Weg zum Marathon frei. Meinen ersten Lauf \u00fcber die 42,195 Kilometer hatte ich dann 1974 in Kosice.<\/p>\n<p>Mit meinen ersten Zeiten von 2:20 und 2:16 konnte ich sehr zufrieden sein. Zwar war ich dann bei meinen Europacup-Eins\u00e4tzen in der Zwischenrunde 1975 im Vorderfeld, wurde jedoch beim Finale nicht eingesetzt. Von da an stand f\u00fcr mich fest, dass meine Zukunft beim Marathonlauf liegt<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Die Olympischen Spiele 1976 in Montreal waren aus deutsch-deutscher Sicht sehr erfolgreich. Das Team der DDR gewann 40 Goldmedaillen, die Bundesrepublik 10 \u2013 zusammen mehr Gold als die anderen Olympia-Mannschaften. Gab es \u2013 trotz des Kalten Krieges \u2013 bereits damals zumindest lose Kontakte zu den \u201eBundis\u201c ?<\/p>\n<p><strong>Waldemar Cierpinski:<\/strong> Es war schon so, dass offizielle Kontakte zu den westdeutschen Athletinnen und Athleten untersagt waren. Widersetzte man sich, gab es viel \u00c4rger. Am besten fuhr man, wenn man Gespr\u00e4che mit den Athleten aus dem \u201eWesten\u201c gleich zugab. Aber wurden Gespr\u00e4che gef\u00fchrt, das bringt ein sportlicher Wettkampf mit sich.<\/p>\n<p>Die gab es auch mit G\u00fcnter Mielke vom OSC Berlin, der im April 1976 beim Marathon in Karl-Marx-Stadt startete und nur ganz knapp hinter mir Zweiter wurde. Damals fanden im heutigen Chemnitz die Marathon-Qualifikation von sieben L\u00e4ndern f\u00fcr Montreal statt, darunter auch die Ausscheidung der Athleten aus der Bundesrepublik. In jenem Jahr hatte ich dann auch im Dezember einen Marathon-Start im japanischen Fukuoka, zu dem ich eingeladen war. Ein unvergessliches Erlebnis.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Die Olympischen Spiele 1976 und 1980, wie dann auch jene von 1984, hatten ein riesiges Manko. Alle drei Spiele waren boykott-gesch\u00e4digt. Politiker aus Ost und West missbrauchten die olympische Idee f\u00fcr machtpolitische Ziele: 1976 der Boykott der afrikanischen Staaten, 1980 der Boykott vieler westlicher L\u00e4nder und 1984 der Boykott vieler L\u00e4nder des real existierenden Sozialismus.<\/p>\n<p>Ihnen pers\u00f6nlich wurde 1984 die Chance verwehrt, als erster L\u00e4ufer der Welt 1984 zum dritten Mal Marathon-Olympiasieger zu werden, obwohl sie ein Jahr zuvor \u2013 bei den ersten WM 1983 Bronze gewannen &#8211; und auch 1984 \u201esuper drauf\u201c waren.<\/p>\n<p>Wie bewerten Sie die im R\u00fcckblick die politisch motivierten Nicht-Teilnahmen 1976, 1980 und 1984 vieler L\u00e4nder ? Was ging 1984 in Ihnen vor, als feststand, dass die DDR auch nicht in Los Angeles starten wird ?<\/p>\n<p><strong>Waldemar Cierpinski:<\/strong> Die Politik hatte sowohl 1976, 1980 als auch 1984 den Sport f\u00fcr ihre Zwecke missbraucht. Die Athletinnen und Athleten bereiten sich ja letztendlich vier Jahre hart und intensiv auf den H\u00f6hepunkt einer jeden sportlichen Laufbahn vor, insofern bedeutete jeder Boykott eine Ohrfeige f\u00fcr den friedlichen Wettstreit bei Olympia. Jeder Boykott bedeutete auch, dass Schatten \u00fcber den jeweiligen Olympischen Spielen lagen.<\/p>\n<p>Das war 1976 so, 1980 als auch 1984. Nat\u00fcrlich ist man nachdenklich, leidet mit den Sportler mit, die nicht teilnehmen durften und als Betroffener, wie ich 1984, ist man nat\u00fcrlich besonders traurig. Letztendlich ist es aber so, dass man sich am Ende doch auf seinen Wettkampf konzentriert. Das war bei mir gerade 1980 in Moskau so.<\/p>\n<p>Mit dem Niederl\u00e4nder Gerard Nijboer war ja auch der Weltjahresbeste 1980 in 2:09:05 mit am Start und es waren jede Menge klasse L\u00e4ufer in Moskau.<\/p>\n<p>Durch den Boykott wurden ja die Leistungsanstrengungen nicht geschm\u00e4lert. Sicherlich kann man im R\u00fcckblick sagen, wenn derjenige auch dabei gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte der Lauf einen anderen Verlauf genommen, aber deshalb auch im Endergebnis ?! \u00c4hnliches l\u00e4\u00dft sich ja zum olympischen Marathonlauf der Herren 1984 sagen, den der Portugiese Carlos Lopes gewann. Ich hatte mich damals ja auch in 2:12 f\u00fcr den Olympia-Lauf qualifiziert, war ein Jahr zuvor 1983 in Helsinki Dritter geworden, obwohl ich mich dort zur\u00fcck hielt.<\/p>\n<p>Ich wollte nicht als Favorit nach L.A. reisen. Im R\u00fcckblick sage ich mir schon \u2013 angesichts des knappen R\u00fcckstandes bei der WM-Entscheidung 1983 (34 Sekunden hinter dem australischen Weltmeister Robert de Castella und 10 Sekunden hinter Kebede Balcha aus \u00c4thiopien. \u2013 Anm.) \u2013 hier h\u00e4tte ich mehr tun sollen, ja m\u00fcssen. Aber der Boykott ein Jahr sp\u00e4ter war nicht absehbar und letzten Endes kann man im Leben nicht alles beeinflussen. So wie es war, war es schon optimal. Ich bin ungemein gl\u00fccklich, dass es mir gelang, meinem Vorbild Abebe Bikila nachzueifern und den olympischen Marathonlauf zweimal hintereinander zu gewinnen.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Sie sind ausgebildeter Diplom-Sportlehrer, waren als Trainer t\u00e4tig und sind nun Inhaber eines Sportausstattergesch\u00e4ftes, waren und sind dem Sport auch nach Ihrer Marathon-Karriere verbunden. Wie bewerten Sie das Niveau der deutschen Leichtathletik ? Was k\u00f6nnte, was m\u00fcsste bei der Talente-Sichtung noch optimiert werden \u2026<\/p>\n<p><strong>Waldemar Cierpinski:<\/strong> Der Deutsche Leichtathletik-Verband hat eine gute, aber auch eine schlechte Flanke. Hervorragend sind die Werferinnen und Werfer, die stets f\u00fcr gute Erfolge sorgen. F\u00fcr die L\u00e4uferinnen und L\u00e4ufer wird hingegen noch viel zu wenig getan. Es m\u00fcsste eine Talente-F\u00f6rderung \u00fcber den Deutschen Leichtathletik-Verband und den Deutschen Olympischen Sport-Bund \u00fcbergreifend erfolgen.<\/p>\n<p>Es sind ja gen\u00fcgend Talente vorhanden, nur werden diese nicht wirklich aufgefangen. Es werden ihnen nach dem Schulabschluss nicht wirkliche berufliche wie finanzielle Perspektiven er\u00f6ffnet. Die meisten von ihnen m\u00fcssen nebenbei jobben, um das Geld f\u00fcr Miete oder weitere Lebenshaltungskosten aufzubringen. Darunter leidet das notwendige, intensive Training, ohne dass kein Aufstieg in die Weltspitze m\u00f6glich ist. Sicherlich die Sporthilfe ist unterst\u00fctzend t\u00e4tig, aber bereits vorher mu\u00df einiges geschehen, um die jungen Talente entsprechend zu f\u00f6rdern. Hier bleibt noch viel zu tun.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Sind Sie eigentlich \u00f6fter in Mecklenburg-Vorpommern ?<\/p>\n<p><strong>Waldemar Cierpinski:<\/strong> In der Vergangenheit war ich schon h\u00e4ufiger in Meck-Pomm. Ich war immer sehr gern an der Ostsee, insbesondere auf Hiddensee. Mecklenburg-Vorpommern hat eine so herrlich beruhigende und sch\u00f6ne Landschaft \u2013 ideal f\u00fcr einen L\u00e4ufer. \u00dcbrigens: Mein erstes Trainingslager als Jugendlicher hatte ich in Parchim. Ansonsten \u2013 wenn es meine Zeit erlaubt \u2013 werde ich gern wieder einmal nach M-V reisen.<\/p>\n<p>Vielen Dank, weiterhin maximale Erfolge und alles erdenklich Gute!<\/p>\n<p>Marko Michels<\/p>\n<p>Fotos (Michels): Anno 2017 steppte sportlich ein anderer B\u00e4r &#8211; der Bummi-B\u00e4r bei den traditionellen Bummi-Olympiaden f\u00fcr die Kinder in Wismar und in ganz Nordwestmecklenburg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Olympische Zeitreise ins Jahr 1980 auch aus M-V-Sicht Zurzeit ist sportlich betrachtet eine Menge los, unter anderem finden gegenw\u00e4rtig, seit dem 12.Juni und noch bis zum 18.Juni, die Europameisterschaften im Wasserspringen in Kiew und ebenfalls seit dem 12.Juni (bis 17.Juni) die Fecht-EM in Tiflis statt. Des Weiteren werden beispielsweise der America`s Cup im Regatta-Segeln vor [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":3151,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","_uag_custom_page_level_css":"","footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"ort":[],"class_list":{"0":"post-3127","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-sport-allgemein"},"featured_image_urls":{"medium":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg","medium_large":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg","large":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg","full":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg","alt":"","caption":""},"spectra_custom_meta":{"_extra_rating_average":["0"],"_edit_lock":["1497521997:3"],"_edit_last":["3"],"_thumbnail_id":["3151"],"xyz_fbap":["1"],"_et_pb_use_builder":[""],"_et_pb_old_content":[""],"_et_pb_custom_css":[""],"_et_pb_light_text_color":["#ffffff"],"_et_pb_dark_text_color":["#666666"],"_et_pb_content_area_background_color":["rgba(255,255,255,0)"],"_et_pb_section_background_color":["#ffffff"],"_yoast_wpseo_primary_category":["24"],"_post_review_box_title":["Review"],"_post_review_box_summary":[""],"_post_review_box_summary_title":["Summary"],"_post_review_box_breakdowns_score":["0"],"_post_review_box_breakdowns_count":["1"],"_post_review_box_breakdowns":["a:1:{i:0;a:2:{s:5:\"title\";s:0:\"\";s:6:\"rating\";i:0;}}"],"_extra_sidebar_location":[""],"_extra_sidebar":[""],"_post_extra_featured_image_hide_single":["1"],"post_views_count":["1247"],"_et_core_cached_page_resources":["a:3:{s:36:\"et-core-unified-cached-inline-styles\";O:20:\"ET_Core_PageResource\":10:{s:9:\"BASE_PATH\";s:57:\"\/www\/htdocs\/w015c783\/mv-sport.de\/wp-content\/cache\/et\/3127\";s:4:\"PATH\";s:94:\"\/www\/htdocs\/w015c783\/mv-sport.de\/wp-content\/cache\/et\/3127\/et-core-unified-149962429096.min.css\";s:3:\"URL\";s:81:\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/cache\/et\/3127\/et-core-unified-149962429096.min.css\";s:8:\"filename\";s:15:\"et-core-unified\";s:8:\"location\";s:9:\"head-late\";s:5:\"owner\";s:4:\"core\";s:7:\"post_id\";i:3127;s:8:\"priority\";i:10;s:4:\"slug\";s:36:\"et-core-unified-cached-inline-styles\";s:4:\"type\";s:5:\"style\";}s:39:\"et-core-unified-vb-cached-inline-styles\";O:20:\"ET_Core_PageResource\":10:{s:9:\"BASE_PATH\";s:57:\"\/www\/htdocs\/w015c783\/mv-sport.de\/wp-content\/cache\/et\/3127\";s:4:\"PATH\";s:97:\"\/www\/htdocs\/w015c783\/mv-sport.de\/wp-content\/cache\/et\/3127\/et-core-unified-vb-149962429096.min.css\";s:3:\"URL\";s:84:\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/cache\/et\/3127\/et-core-unified-vb-149962429096.min.css\";s:8:\"filename\";s:18:\"et-core-unified-vb\";s:8:\"location\";s:6:\"footer\";s:5:\"owner\";s:4:\"core\";s:7:\"post_id\";i:3127;s:8:\"priority\";i:10;s:4:\"slug\";s:39:\"et-core-unified-vb-cached-inline-styles\";s:4:\"type\";s:5:\"style\";}s:45:\"et-builder-module-design-cached-inline-styles\";O:20:\"ET_Core_PageResource\":10:{s:9:\"BASE_PATH\";s:57:\"\/www\/htdocs\/w015c783\/mv-sport.de\/wp-content\/cache\/et\/3127\";s:4:\"PATH\";s:103:\"\/www\/htdocs\/w015c783\/mv-sport.de\/wp-content\/cache\/et\/3127\/et-builder-module-design-149962429097.min.css\";s:3:\"URL\";s:90:\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/cache\/et\/3127\/et-builder-module-design-149962429097.min.css\";s:8:\"filename\";s:24:\"et-builder-module-design\";s:8:\"location\";s:6:\"footer\";s:5:\"owner\";s:7:\"builder\";s:7:\"post_id\";i:3127;s:8:\"priority\";i:40;s:4:\"slug\";s:45:\"et-builder-module-design-cached-inline-styles\";s:4:\"type\";s:5:\"style\";}}"],"wp_schema_pro_optimized_structured_data":["<!-- Schema optimized by Schema Pro --><script type=\"application\/ld+json\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@type\":\"NewsArticle\",\"mainEntityOfPage\":{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/mv-sport.de\/als-in-moskau-der-mischa-baer-steppte\/\"},\"headline\":\"Als in Moskau der Mischa-B\u00e4r steppte\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"url\":\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg\",\"width\":380,\"height\":292},\"datePublished\":\"2017-06-15T11:00:27\",\"dateModified\":\"2017-06-15T12:22:16\",\"author\":{\"@type\":\"Person\",\"name\":\"Marko Michels\",\"url\":\"https:\/\/mv-sport.de\/author\/marko-michels\"},\"publisher\":{\"@type\":\"Organization\",\"name\":\"MV-Sport.de - Sportvereine &amp; Sportnachrichten Mecklenburg-Vorpommern\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"url\":\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/logo-mv-sport-292x60.png\"}}}<\/script><!-- \/ Schema optimized by Schema Pro -->"],"__post_views_count":["6020"],"astra_style_timestamp_css":["1757515183"],"_uag_css_file_name":["uag-css-3127.css"],"_uag_page_assets":["a:9:{s:3:\"css\";s:7010:\".uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image--layout-default figure img{box-shadow: 0px 0px 0 #00000070;}.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure figcaption{font-style: normal;align-self: center;}.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image--layout-overlay figure img{box-shadow: 0px 0px 0 #00000070;}.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__color-wrapper{opacity: 0.2;}.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner{left: 15px;right: 15px;top: 15px;bottom: 15px;}.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-heading{font-style: normal;color: #fff;opacity: 1;}.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-heading a{color: #fff;}.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-caption{opacity: 0;}.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image__figure:hover .wp-block-uagb-image--layout-overlay__color-wrapper{opacity: 1;}.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-separator{width: 30%;border-top-width: 2px;border-top-color: #fff;opacity: 0;}.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure img{width: 297px;height: auto;}.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure:hover .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-caption{opacity: 1;}.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure:hover .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-separator{opacity: 1;}.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image--layout-default figure:hover img{box-shadow: 0px 0px 0 #00000070;}.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image--layout-overlay figure:hover img{box-shadow: 0px 0px 0 #00000070;}@media only screen and (max-width: 976px) {.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure img{width: 297px;height: auto;}}@media only screen and (max-width: 767px) {.uagb-block-88f5875d.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure img{width: 297px;height: auto;}}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image{margin-top: 0px;margin-right: 0px;margin-bottom: 0px;margin-left: 0px;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image--layout-default figure img{box-shadow: 0px 0px 0 #00000070;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure figcaption{font-style: normal;align-self: center;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image--layout-overlay figure img{box-shadow: 0px 0px 0 #00000070;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__color-wrapper{opacity: 0.2;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner{left: 15px;right: 15px;top: 15px;bottom: 15px;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-heading{font-style: normal;color: #fff;opacity: 1;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-heading a{color: #fff;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-caption{opacity: 0;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image__figure:hover .wp-block-uagb-image--layout-overlay__color-wrapper{opacity: 1;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-separator{width: 30%;border-top-width: 2px;border-top-color: #fff;opacity: 0;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure img{width: px;height: auto;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure:hover .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-caption{opacity: 1;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure:hover .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-separator{opacity: 1;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image--layout-default figure:hover img{box-shadow: 0px 0px 0 #00000070;}.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image--layout-overlay figure:hover img{box-shadow: 0px 0px 0 #00000070;}@media only screen and (max-width: 976px) {.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure img{width: px;height: auto;}}@media only screen and (max-width: 767px) {.uagb-block-b6c54374.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure img{width: px;height: auto;}}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image{margin-top: 0px;margin-right: 0px;margin-bottom: 0px;margin-left: 0px;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image--layout-default figure img{box-shadow: 0px 0px 0 #00000070;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure figcaption{font-style: normal;align-self: center;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image--layout-overlay figure img{box-shadow: 0px 0px 0 #00000070;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__color-wrapper{opacity: 0.2;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner{left: 15px;right: 15px;top: 15px;bottom: 15px;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-heading{font-style: normal;color: #fff;opacity: 1;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-heading a{color: #fff;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-caption{opacity: 0;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image--layout-overlay .wp-block-uagb-image__figure:hover .wp-block-uagb-image--layout-overlay__color-wrapper{opacity: 1;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-separator{width: 30%;border-top-width: 2px;border-top-color: #fff;opacity: 0;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure img{width: px;height: auto;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure:hover .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-caption{opacity: 1;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure:hover .wp-block-uagb-image--layout-overlay__inner .uagb-image-separator{opacity: 1;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image--layout-default figure:hover img{box-shadow: 0px 0px 0 #00000070;}.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image--layout-overlay figure:hover img{box-shadow: 0px 0px 0 #00000070;}@media only screen and (max-width: 976px) {.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure img{width: px;height: auto;}}@media only screen and (max-width: 767px) {.uagb-block-2bdcf70c.wp-block-uagb-image .wp-block-uagb-image__figure img{width: px;height: auto;}}\";s:2:\"js\";s:0:\"\";s:18:\"current_block_list\";a:28:{i:0;s:10:\"core\/group\";i:2;s:24:\"core\/post-featured-image\";i:3;s:15:\"core\/post-title\";i:5;s:14:\"core\/post-date\";i:6;s:16:\"core\/post-author\";i:7;s:15:\"core\/post-terms\";i:8;s:17:\"core\/post-content\";i:9;s:14:\"core\/separator\";i:10;s:13:\"core\/comments\";i:11;s:19:\"core\/comments-title\";i:12;s:21:\"core\/comment-template\";i:15;s:11:\"core\/avatar\";i:16;s:24:\"core\/comment-author-name\";i:17;s:17:\"core\/comment-date\";i:18;s:20:\"core\/comment-content\";i:19;s:23:\"core\/comment-reply-link\";i:20;s:24:\"core\/comments-pagination\";i:21;s:33:\"core\/comments-pagination-previous\";i:22;s:32:\"core\/comments-pagination-numbers\";i:23;s:29:\"core\/comments-pagination-next\";i:24;s:23:\"core\/post-comments-form\";i:25;s:14:\"core\/tag-cloud\";i:26;s:12:\"core\/heading\";i:27;s:14:\"core\/paragraph\";i:28;s:12:\"core\/buttons\";i:29;s:11:\"core\/button\";i:30;s:10:\"uagb\/image\";i:31;s:10:\"core\/image\";}s:8:\"uag_flag\";b:1;s:11:\"uag_version\";s:10:\"1777020433\";s:6:\"gfonts\";a:0:{}s:10:\"gfonts_url\";s:0:\"\";s:12:\"gfonts_files\";a:0:{}s:14:\"uag_faq_layout\";b:0;}"]},"uagb_featured_image_src":{"full":["https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg",380,292,false],"thumbnail":["https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1-150x150.jpg",150,150,true],"medium":["https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg",350,269,false],"medium_large":["https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg",380,292,false],"large":["https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg",380,292,false],"1536x1536":["https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg",380,292,false],"2048x2048":["https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg",380,292,false],"ultp_layout_landscape_large":["https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg",380,292,false],"ultp_layout_landscape":["https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg",380,292,false],"ultp_layout_portrait":["https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg",380,292,false],"ultp_layout_square":["https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/bummi-olympiade1.jpg",380,292,false]},"uagb_author_info":{"display_name":"Marko Michels","author_link":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/author\/marko-michels\/"},"uagb_comment_info":0,"uagb_excerpt":"Olympische Zeitreise ins Jahr 1980 auch aus M-V-Sicht Zurzeit ist sportlich betrachtet eine Menge los, unter anderem finden gegenw\u00e4rtig, seit dem 12.Juni und noch bis zum 18.Juni, die Europameisterschaften im Wasserspringen in Kiew und ebenfalls seit dem 12.Juni (bis 17.Juni) die Fecht-EM in Tiflis statt. Des Weiteren werden beispielsweise der America`s Cup im Regatta-Segeln vor&hellip;","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3127","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3127"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3127\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3151"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3127"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3127"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3127"},{"taxonomy":"ort","embeddable":true,"href":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wp-json\/wp\/v2\/ort?post=3127"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}