{"id":3210,"date":"2017-02-12T20:53:51","date_gmt":"2017-02-12T19:53:51","guid":{"rendered":"https:\/\/mv-sport.de\/?p=3210"},"modified":"2017-06-15T20:56:24","modified_gmt":"2017-06-15T18:56:24","slug":"feierlich-beendet-die-28-winter-universiade-2017-in-almaty","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/feierlich-beendet-die-28-winter-universiade-2017-in-almaty\/","title":{"rendered":"Feierlich beendet: Die 28.Winter-Universiade 2017 in Almaty"},"content":{"rendered":"<p>Deutsche Mannschaft mit zweimal Silber und einmal Bronze<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/eiskunstlauf2017.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-3211\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/eiskunstlauf2017-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" \/><\/a>Elf Tage stand die kasachische Metropole Almaty im Fokus des wintersportlichen Interesses. Bis 1997 war sie auch Hauptstadt Kasachstans und seit Jahrzehnten finden dort auch zahlreiche wintersportliche Grossereignisse statt \u2013 aktuell die 28.Winter-Universiade, die Weltspiele im winterlichen Studentensport, die dort vom 29.Januar bis 8.Februar pr\u00e4sentiert wurde.<\/p>\n<p><strong>Interesse in Deutschland \u00a0eher m\u00e4ssig<\/strong><\/p>\n<p>Obwohl die Winter-Universiaden nach den Olympischen Spielen und den \u201eWorld Games\u201c, den Weltspielen in den nichtolympischen Sportarten, die gr\u00f6sste Multisportveranstaltung sind, ist das mediale Interesse in Deutschland eher m\u00e4ssig. Woran es liegt?! Startberechtigt sind nur Sportlerinnen und Sportler, die studieren, aber auch viele von diesen konzentrieren sich eher auf andere wichtige Wettk\u00e4mpfe, wie Weltmeisterschaften, Kontinentalmeisterschaften, Weltcups oder eben Olympia.<\/p>\n<p>Zudem: In einigen L\u00e4ndern studieren die Universiade-Sportlerinnen bzw. -Sportler l\u00e4ngst nicht sehr intensiv, mitunter sogar nur \u201eauf dem Papier\u201c, um sich fast g\u00e4nzlich auf ihre leistungssportlichen Ambitionen konzentrieren zu k\u00f6nnen. In den westeurop\u00e4ischen und nordamerikanischen Staaten ist so etwas jedoch mittlerweile nur noch\u00a0 bedingt m\u00f6glich. Es m\u00fcssen dort schon entsprechende universit\u00e4re Leistungen erbracht werden \u2013 und die Zeit an der Uni fehlt dann f\u00fcr das notwendige sportliche Training.<\/p>\n<p>Da ist man in anderen Staaten, in Osteuropa, in Ostasien oder in Russland \u201eetwas kulanter\u201c\u2026<\/p>\n<p><strong>Blick in die Historie der Winter-Universiaden<\/strong><\/p>\n<p>Seit 1960, Austragungsort war seinerzeit Chamonix, werden Winter-Universiaden ausgetragen und den \u201eewigen Medaillenspiegel\u201c (bis 2015) f\u00fchren Russland (einschliesslich SU und GUS) mit 259 x Gold, 233 x Silber, 209 x Bronze vor S\u00fcdkorea mit 104 x Gold, 74 x Silber, 65 x Bronze, Japan mit 83 x Gold, 94 x Silber, 90 x Bronze und China mit 72 x Gold, 61 x Silber, 74 x Bronze an. Deutsche Studenten-Sportlerinnen bzw. -Sportler kommen da auf eine eher bescheidene Ausbeute: 29 x Gold, 23 x Silber, 29 x Bronze.<\/p>\n<p>Die Sowjetunion bzw. Russland gewann den Medaillenspiegel bei Winter-Universiaden, einschliesslich Almaty 2017, achtzehnmal, von 1966 bis 1985 bzw. 1989, von 1999 bis 2003 und von 2011 bis 2017. Frankreich wurde bei der ersten Winter-Universiade 1960 erfolgreichste Nation. Westdeutschland war 1962 in Villars und 1964 in Spindleruv Mlyn jeweils die Nummer eins.<\/p>\n<p>Die Tschechoslowakei avancierte 1987 zur Top-Nation. Japan schaffte \u201edie Pole Position\u201c von 1991 bis 1993 bzw. 1997. S\u00fcdkorea rangierte 1995 und 2007 an der Spitze. Im Jahr 2005 schnitt \u00d6sterreich am besten bei der damaligen Winter-Universiade ab.<\/p>\n<p><strong>Erste Goldmedaillen f\u00fcr \u201eSchwarz-Rot-Gold\u201c 1962<\/strong><\/p>\n<p>Die ersten Goldmedaillen bei einer Winter-Universiade f\u00fcr eine deutsche Studenten-Mannschaft erk\u00e4mpften 1962 in Villars (Schweiz) die alpine Skisportlerin Barbara Henneberger, die bereits Olympia-Bronze im Slalom in Squaw Valley 1960 gewonnen hatte, im Riesenslalom, in der Abfahrt bzw. in der Kombination, und der alpine Skifahrer Willy Bogner junior, Olympia-Teilnehmer 1960 in Squaw Valley bzw. 1964 in Innsbruck, im Slalom bzw. in der Kombination.<\/p>\n<p>Die begnadete Skisportlerin Barbara Henneberger starb bereits 1964 im Alter von 23 Jahren w\u00e4hrend der Dreharbeiten zum Film \u201eSki-Faszination\u201c von Willy Bogner, ihrem damaligen Freund, durch eine Lawine. Der Vater von Willy Bogner war ebenfalls ein herausragender Skisportler, insbesondere in den nordischen Disziplinen, errang 1934 bei den WM Skilanglauf-Staffel-Silber und 1935 bei den WM Bronze in der Nordischen Kombination.<\/p>\n<p><strong>Vorerst letztes deutsches Gold 2015<\/strong><\/p>\n<p>Die vorerst letzten Goldmedaillen bei einer Winter-Universiade f\u00fcr eine deutsche Mannschaft holten 2015 in Strebske Pleso bzw. in Osrblie und in Granada der Eiskunstl\u00e4ufer Peter Liebers, der Snowboarder Daniel Weis und das Team in der Nordischen Kombination in der Besetzung Johannes Wasel, Tobias Simon und David Welde.<\/p>\n<p><strong>Drei Medaillen f\u00fcr den ADH in Almaty<\/strong><\/p>\n<p>In Almaty lief es f\u00fcr das Team des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes so \u201ela la\u201c. 29 Aktive f\u00fcr \u201eSchwarz-Rot-Gold\u201c waren vor Ort und die Medaillen-Ausbeute war sehr \u00fcbersichtlich. In den 88 Entscheidungen der 10 angebotenen Sportarten gab es aus deutschem Blickwinkel gab es jeweils Silber f\u00fcr Tobias Simon in der Nordischen Kombination bzw. f\u00fcr die alpine Skisportlerin Monica H\u00fcbner im Slalom und einmal Bronze im Eistanzen f\u00fcr das Paar Shari Koch\/Christian N\u00fcchtern.<\/p>\n<p>Die Konkurrenz war allerdings auch \u201emega-stark\u201c, nahmen doch insgesamt rund 2000 studentische Athletinnen und Athleten aus 58 L\u00e4ndern an der 28.Winter-Universiade in Almaty teil. 26 L\u00e4ndern schafften dabei Medaillen, f\u00fcnfzehn Staaten errangen eine oder mehrere Goldmedaillen.<\/p>\n<p><strong>Russland am erfolgreichsten<\/strong><\/p>\n<p>Die beste Nation wurde wieder Russland mit 29 x Gold, 27 x Silber, 15 x Bronze vor Kasachstan mit 11 x Gold, 8 x Silber, 17 x Bronze, S\u00fcdkorea mit 11 x Gold, 5 x Silber, 5 x Bronze, Japan mit 6 x Gold, 12 x Silber, 10 x Bronze und Polen mit 5 x Gold, 2 x Silber, 5 x Bronze.<\/p>\n<p>F\u00fcr Kanada gab es nur einmal Gold, durch das Studenten-Curling-Team, und zweimal Bronze, durch die Eishockey-Teams bei den Studentinnen und Studenten. Die USA begn\u00fcgten sich mit einmal Silber durch die Snowboarderin Maggie Carrigan und einmal Bronze durch das Eishockey-Team bei den Studentinnen. Norwegen, die traditionsreichste Wintersport-Nation, musste sogar mit nur einmal Bronze durch das Curling-Team bei den Herren zufrieden sein.<\/p>\n<p>Medaillen bei der 28.Winter-Universiade sicherten sich allerdings auch Grossbritannien, Gold durch das Curling-Team bei den Studenten, Armenien, Bronze durch Sergey Mikayelyan in der 10 Kilometer Verfolgung im Skilanglauf (freier Stil), und Australien, Silber durch die Snowboarderin Amber Arazny (Slopestyle) und durch den Snowboarder Joss McAlpin (Big Air).<\/p>\n<p>Ansonsten dominierten in vielen Sportarten die russischen Sport-Studentinnen und Sport-Studenten.<\/p>\n<p><strong>Zwischen Ski-Alpin und Biathlon<\/strong><\/p>\n<p>Im Alpinen Skisport rangierte Russland nach Ende der Wettk\u00e4mpfe mit 2 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze vor Italien mit 2 x Gold auf Rang eins. Jelena Jakowischina (Super G) und Anastasija Silantjewa (Kombination) belegten jeweils aus russischer Sicht Rang eins. F\u00fcr Italien waren Giulio Giovanni Bosca (Riesenslalom) und Michelangelo Tentori (Super G) erfolgreich.<\/p>\n<p>Im Biathlon gab es das Duell Russland (3 x Gold, 4 x Silber, 6 x Bronze) und Kasachstan (3 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze). F\u00fcr Russland triumphierten Semen Suchilow (10 Kilometer Sprint), Sergej Korastylew (12 Kilometer Verfolgung) bzw. die Mixed-Staffel, f\u00fcr Kasachstan Alina Raikowa (15 Kilometer) und Galina Wischnewskaja (7,5 Kilometer Sprint und 12,5 Kilometer Massenstart).<\/p>\n<p><strong>Russische Dominanz in der Loipe<\/strong><\/p>\n<p>Klar dominierend waren die russischen Skilangl\u00e4uferinnen und Skilangl\u00e4ufer mit 9 x Gold, 8 x Silber, 2 x Bronze. Dreimal Gold erreichten Lilija Wassiljewa (5 Kilometer klassisch, 15 Kilometer Massenstart klassisch und mit der 3 x 5 Kilometer-Staffel plus 2 x Silber) und Dmitri Rostowstsew (10 Kilometer Verfolgung im freien Stil, 30 Kilometer Massenstart klassisch und mit der 4 x 7,5 Kilometer Staffel plus 1 x Silber).<\/p>\n<p><strong>Vom Snowboard zum Eishockey-Parkett<\/strong><\/p>\n<p>Am besten waren zudem die russischen Snowboarderinnen und Snowboarder unterwegs, die 5 x Gold, durch Anastasija Loginowa, Bogdan Bogdanow bzw. Michail Matwejew, 2 x Silber, 1 x Bronze errangen.<\/p>\n<p>Die russischen Teams bei den Studentinnen und Studenten im Eishockey zeigten ebenfalls ihre grosse Klasse und bezwangen in ihren Endspielen Kanada (Studentinnen) und Kasachstan (Studenten).<\/p>\n<p><strong>Jelena Radionowa, die Eisprinzessin in Almaty<\/strong><\/p>\n<p>Im Eiskunstlaufen gingen die drei Goldmedaillen an Russland, an Kasachstan und an die Ukraine. Jelena Radionowa (Russland) wurde die Eisprinzessin in Almaty. Bei den Studenten jubelte Denis Ten (Kasachstan) \u00fcber Gold. Im Eistanzen sorgten Alexandra Nazarowa\/Maxim Nikitin aus ukrainischer Sicht f\u00fcr goldene Momente.<\/p>\n<p><strong>Vom Curling \u00fcber Ski-Freestyle zum Skispringen<\/strong><\/p>\n<p>Die kanadischen Studentinnen und britischen Studenten liessen sich die Gesamt-Erfolge im Curling nicht nehmen und in der Nordischen Kombination war Polen mit 2 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze am besten. Adam Cieslar erk\u00e4mpfte 2 x Gold, 1 x Silber.<\/p>\n<p>Im Ski-Freestyle holten die kasachischen Studentinnen und Studenten 5 x Gold, 1 x Silber, 3 x Bronze. Julia Galischewa und Dimitri Reikherd siegten jeweils in der Disziplin Moguls.<\/p>\n<p>S\u00fcdkorea mit 6 x Gold, 3 x Silber, 1 x Bronze und China mit 2 x Gold, 3 x Silber waren jeweils die erfolgreichsten L\u00e4nder im Short Track. Bei den Studentinnen freute sich Ha Kyung Son \u00fcber 3 x Gold und bei den Studenten Do Kyoum Kim bzw. Ji Won Park \u00fcber jeweils 1 x Gold, 1 x Silber.<\/p>\n<p>Im Eisschnelllaufen lieferten sich auch zwei L\u00e4nder ein Duell: S\u00fcdkorea und Russland. S\u00fcdkorea holte 5 x Gold, 2 x Silber, 4 x Bronze und Russland 4 x Gold, 1 x Silber, 3 x Bronze. Die s\u00fcdkoreanische Eisschnelll\u00e4uferin Hyunyung Kim kam auf 1 x Gold, 1 x Silber, ihr Landsmann Minkyu Cha auf 2 x Gold.<\/p>\n<p>Und im Skispringen war in Almaty 2017 Japan eine Macht. Nippon ersprang 4 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze. Die Japanerin Haruka Iwasa beeindruckte mit 3 x Gold, ihr Landsmann Naoki Nakamura mit 2 x Gold.<\/p>\n<p>Die 88 Goldmedaillen der 28.Winter-Universiade sind also vergeben, das Universiade-Feuer ist erloschen und es beginnen nun die diversen Analysen zu den Resultaten in Almaty\u2026<\/p>\n<p>Auf nach Taipei im August 2017 und Krasnojarsk im M\u00e4rz 2019\u2026<\/p>\n<p>\u2026Der Termin f\u00fcr die n\u00e4chste, die 29.Winter-Universiade, steht auch schon fest. Vom 2.M\u00e4rz 2019 bis 12.M\u00e4rz 2019 wird Krasnojarsk Gastgeber f\u00fcr die winterlichen Studenten-Sportlerinnen und -Sportler aus aller Welt sein.<\/p>\n<p>Davor gibt es allerdings noch die 29.Sommer-Universiade im Sommer 2017, vom 19.August bis 30.August, in Taipei.<\/p>\n<p>_____<\/p>\n<p><strong><em>Interview mit dem Eistanz-Duo Shari Koch\/Christian N\u00fcchtern<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u201eDritter Platz eine super Motivation, noch h\u00e4rter an uns zu arbeiten\u2026\u201c \/Im Fokus: Das Eistanz-Paar Shari Koch und Christian N\u00fcchtern \/Shari und Christian \u00fcber die Winter-Universiade 2017 allgemein, ihren Wettkampf, die Bedeutung der Universiaden und \u00fcber ihre Studien und weiteren sportlichen Ziele<\/strong><\/p>\n<p>Bei der 28.Winter-Universiade, den Weltspielen im studentischen Wintersport, vom 29.Januar bis 8.Februar in Almaty standen auch drei Eiskunstlauf-Wettbewerbe auf dem Programm \u2013 die Konkurrenzen im Damen-Einzel, im Herren-Einzel und im Eistanz.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcnf L\u00e4nder mit Universiade-Medaillen im Eiskunstlaufen<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcnf L\u00e4nder gewannen dort Medaillen, so Russland (1 x Gold, 1 x Silber), Kasachstan bzw. die Ukraine (je 1 x Gold), Japan (2 x Silber, 1 x Bronze) sowie Deutschland und Schweden (je 1 x Bronze).<\/p>\n<p>Bei den Damen starteten 30 Studenten-Sportlerinnen, bei den Herren waren 36 Studenten-Sportler dabei und im Eistanzen pr\u00e4sentierten sich 14 Paare.<\/p>\n<p><strong>Sieben Eiskunstl\u00e4uferinnen und Eiskunstl\u00e4ufer f\u00fcr den ADH in Almaty am Start<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den \u201eAllgemeinen Deutschen Hochschulsportverband\u201c nahmen im Damen-Einzel Maria Katharina Herceg (LMU M\u00fcnchen) und im Eistanzen Shari Koch (Uni Bochum) bzw. Christian N\u00fcchtern (FU Berlin), Katharina M\u00fcller bzw. Tim Dieck (jeweils Uni Bochum) und Jennifer Urban (IST \u2013 Hochschule f\u00fcr Marketing D\u00fcsseldorf) bzw. Benjamin Steffan (FU Hagen) an den Eiskunstlauf-Entscheidungen in Almaty teil.<\/p>\n<p><strong>Eiskunstlaufen mit grosser Universiade-Tradition<\/strong><\/p>\n<p>Eiskunstlaufen hat bei den Winter-Universiaden eine grosse Tradition, wurden doch bereits bei der ersten Winter-Universiade 1960 in Chamonix Wettk\u00e4mpfe bei den Herren und bei den Damen angeboten. Seinerzeit gewann bei den Damen Jitka Hlavackova (Tschechoslowakei) und bei den Herren Alain Calmat (Frankreich).<\/p>\n<p>Eistanzen wurde dann 1964 in das Programm der Winter-Universiaden aufgenommen. In Spindleruv Mlyn 1964 gewann das ungarische Duo Gyorgyi Korda\/Pal Vasarhelyi vor dem deutschen Paar Jutta Peters\/Wolfgang Kunz.<\/p>\n<p>An der 24.Winter-Universiade in Harbin 2009 nahmen auch die Eistanz-Geschwister Carolin bzw. Daniel Hermann (ERC Westfalen Dortmund) mit Rang sechs erfolgreich teil. Deren Mutter betreibt seit einigen Jahren einen Reiterhof auf der Insel R\u00fcgen.<\/p>\n<p>Bei der Winter-Universiade 2015 in Granada triumphierte aus deutscher Sicht im Herren-Einzel Peter Liebers.<\/p>\n<p>Wie sah es aber nun 2017 in Almaty in den einzelnen Konkurrenzen der Winter-Universiade aus?!<\/p>\n<p><strong>Bronze f\u00fcr Shari Koch und Christian N\u00fcchtern<\/strong><\/p>\n<p>Bei den Damen belegte die Russin Jelena Radionowa Platz eins vor den Japanerinnen Rin Nitaya und Hinano Isobe. Maria Katharina Herceg (LMU M\u00fcnchen) schaffte Rang neun. Der Kasache Denis Tan war hingegen bei den Herren vor Keiji Tanaka (Japan) und den f\u00fcr Schweden startenden geb\u00fcrtigen Russen Alexander Majorow der Beste. Im Eistanzen jubelte das ukrainische Paar Alexandra Nazarowa\/Maxim Nikitin vor dem russischen Duo Sofia Ewdokimowa\/Egor Bazin.<\/p>\n<p>Shari Koch (Jahrgang 1993, Uni Bochum) bzw. Christian N\u00fcchtern (Jahrgang 1992, FU Berlin) durften sich \u00fcber Bronze freuen. Vierte wurden Katharina M\u00fcller bzw. Tim Dieck (Uni Bochum) und auf Platz neun kamen Jennifer Urban (IST \u2013 Hochschule f\u00fcr Marketing D\u00fcsseldorf) bzw. Benjamin Steffan (FU Hagen).<\/p>\n<p><strong>Und\u2026 Welche nachhaltigen Eindr\u00fccke verbinden nun\u00a0 Shari Koch und Christian N\u00fcchtern mit den Wettk\u00e4mpfen der Winter-Universiade 2017 in Almaty?!<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nachgefragt<\/strong><\/p>\n<p><strong>Shari und Christian \u00fcber die Winter-Universiade 2017 allgemein, ihren Wettkampf, die Bedeutung der Universiaden und \u00fcber ihre Studien und weiteren sportlichen Ziele<\/strong><\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Almaty 2017 bot ja eine Winter-Universiade der Superlative. Wie habt Ihr \u2013 ganz subjektiv \u2013 die Winter-Universiade in der kasachischen Metropole erlebt? Aus sportlicher, organisatorischer und \u201eatmosph\u00e4rischer Sicht\u201c\u2026<\/p>\n<p><strong>Shari Koch\/Christian N\u00fcchtern:<\/strong> Die Universiade war definitiv unser absolutes Highlight der Saison und eine riesige Erfahrung f\u00fcr uns. Von Anfang bis Ende war alles top organisiert. Schon am Flughafen wurden wir von zahlreichen Volunteers herzlich empfangen und begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Bei dieser Universiade hatten wir die einmalige Gelegenheit in einem Olympischen Dorf, das heisst,\u00a0 mit allen anderen Sportlerinnen und Sportlern aus aller Welt zusammen wohnen zu k\u00f6nnen. Bez\u00fcglich der \u201eAtmosph\u00e4re\u201c hatte man daher auch teilweise wirklich das Gef\u00fchl bei einer richtigen Olympiade dabei zu sein.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wie verliefen Eure Wettk\u00e4mpfe? Was waren die Highlights?<\/p>\n<p><strong>Shari Koch\/Christian N\u00fcchtern:<\/strong> Das Highlight des Wettkampfs war definitiv die Atmosph\u00e4re in der Arena. An beiden Wettkampftagen war diese, mit 12000 Pl\u00e4tzen, nahezu ausverkauft. F\u00fcr uns war es das erste Mal, dass wir vor so vielen Zuschauern laufen durften. Es hat super viel Spa\u00df gemacht und es war enorm motivierend, da das Publikum in Almaty jedes einzelne Paar begeistert unterst\u00fctzt hat.<\/p>\n<p>Auch mit der gezeigten Leistung unserer beiden Programme sind wir sehr zufrieden. Die Universiade war unser letzter Wettkampf in dieser Saison. Somit sind wir sehr gl\u00fccklich, dass wir noch eine neue pers\u00f6nliche Bestpunktzahl, sowohl im Short Dance als auch in der K\u00fcr, erreichen konnten. Dass wir dann auch noch die Bronzemedaille mit nach Hause nehmen durften, war mehr als wir erwartet hatten. Es war der perfekte Saisonabschluss.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Gab es auch M\u00f6glichkeiten, Almaty n\u00e4her zu erkunden?<\/p>\n<p><strong>Shari Koch\/Christian N\u00fcchtern:<\/strong> Ja, da wir insgesamt fast 10 Tage in Almaty waren, hatten wir auch neben unserem Training und den Wettk\u00e4mpfen Zeit, ein wenig die Stadt zu erkunden. Ebenso konnten wir auch Sportler anderer Disziplinen bei Ihren Wettk\u00e4mpfen zuschauen und vor allem das deutsche Team unterst\u00fctzen. So hatten wir die M\u00f6glichkeit bei derNordischen Kombination, den Freestyle-Wettk\u00e4mpfen in der Buckelpiste und beim Eishockey zu zuschauen. Das war wirklich sehr spannend.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Welchen Stellenwert hat eine Universiade aus Eurer Sicht?<\/p>\n<p><strong>Shari Hoch\/Christian N\u00fcchtern:<\/strong> Nat\u00fcrlich ist die Universiade sportlich nicht mit einer Weltmeisterschaft oder den Olympischen Winterspielen zu vergleichen. Trotzdem waren es im Eiskunstlaufen und speziell im Eistanz sehr stark besetzte Wettk\u00e4mpfe. Leider bekommt die Universiade in Deutschland nicht so eine gro\u00dfe Aufmerksamkeit wie es in Asien oder Nordamerika der Fall ist.<\/p>\n<p><strong>Letzte Frage:<\/strong> Was sind Eure n\u00e4chsten sportlichen Ziele \u2013 und wie ist der \u201eStand der Dinge\u201c bei Euren Studien?<\/p>\n<p><strong>Shari Koch\/Christian N\u00fcchtern:<\/strong> Unser sportliches Ziel f\u00fcr die n\u00e4chste Saison ist ganz klar die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Pyeongchang. Der dritte Platz bei der Universiade ist eine super Motivation, noch h\u00e4rter an uns zu arbeiten, damit wir dieses Ziel auch erreichen.<\/p>\n<p><strong>Shari Koch:<\/strong> Da wir unseren Trainingsstandort im September letzten Jahres nach Mailand verlegt haben, ist das Studieren eine kleine Herausforderung geworden. Ich bin immer noch an der Ruhr- Universit\u00e4t Bochum eingeschrieben und versuche quasi alles, \u00fcber die Ferne zu schaffen. Bis auf eine Hausarbeit und die Bachelorarbeit, bin ich mit meinem Studium auch so gut wie fertig. Allerdings ist es mit dem hohem Trainingsumfang und der Distanz zur Uni nicht immer sehr einfach. Trotzdem arbeite ich von Mailand aus so gut wie es geht, auch wenn ich sicherlich ein paar Semester mehr brauchen werde als Normal-Studierende.<\/p>\n<p><strong>Christian N\u00fcchtern:<\/strong> Auch f\u00fcr mich ist die Entfernung zu meinem Studienort in Berlin nicht einfach. Derzeit konzentriere ich mich voll auf den Sport und werde den Fokus nach meiner sportlichen Karriere wieder auf mein Studium richten.<\/p>\n<p>Vielen Dank, dann weiterhin alles erdenklich Gute, pers\u00f6nlich, sportlich bzw. \u201estudientechnisch\u201c, maximale Erfolge bei allen Vorhaben und eine erfolgreiche Qualifikation f\u00fcr die Winterspiele 2018 in Pyeongchang!<\/p>\n<p>_____<\/p>\n<p><strong>Interview mit der Alpinen Monica H\u00fcbner<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>\u201eAuch ein Event der Begegnung\u2026\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Silbermedaillen-Gewinnerin im Slalom, Monica H\u00fcbner, \u00fcber die Winter-Universiade 2017<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wie verlief die Winter-Universiade 2017 aus Deiner Sicht, Monica?<\/p>\n<p><strong>Monica H\u00fcbner:<\/strong> Ich pers\u00f6nlich fand sie war sportlich gesehen sehr attraktiv. Ich hatte auch die Gelegenheit bei den Eiskunst- und Eistanzl\u00e4ufern sowie den Curlern vorbei zu schauen. Andere Wettkampfst\u00e4tten hingegen waren ziemlich weit weg vom Athletes Village. Und hier war nicht immer alles optimal. So gab es mitunter Versp\u00e4tungen beim Transport. Die Atmosph\u00e4re war indes in der deutschen Mannschaft sehr gut. Vom Gastgeberland selbst konnte man in Spanien, bei der letzten Winter-Universiade 2015, mehr erfahren, ja erleben, weil dort die Hotels mitten in der Stadt waren. Aber es gab dennoch die M\u00f6glichkeit, Almaty etwas zu erkunden. Meiner Sportkollegin Ann-Kathrin und mir wurde durch unsere supernette und hilfsbereite Attache Gaukhar an einem Vormittag die Stadt \u00a0gezeigt.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wie verlief der Wettkampf aus Deiner Sicht? Wie waren die Bedingungen?<\/p>\n<p><strong>Monica H\u00fcbner:<\/strong> Nun ja, f\u00fcr mich war nat\u00fcrlich der Slalom-Wettkampf mit der Silber-Medaille der H\u00f6hepunkt. Der Hang, an dem die alpinen Wettkampfe ausgetragen wurden, war an sich nicht sehr fordernd, aber die Pr\u00e4paration \u00e4nderte das\u2026 \u00a0Meine deutsche Mitstreiterin, Ann-Kathrin Breuning, und ich waren solche Bedingungen aus den USA gar nicht gewohnt.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Welchen Stellenwert hat eine Universiade aus Deiner Sicht?<\/p>\n<p><strong>Monica H\u00fcbner:<\/strong> Ich glaube, dass diese Frage individuell unterschiedlich zu beantworten ist. F\u00fcr mich sind sie etwas Besonderes, weil sie neben den sportlichen Herausforderungen auch ein Event der Begegnung sind. Es ist schade, dass sie bei uns in der Heimat relativ wenig Beachtung finden -medial wie auch von einigen Verb\u00e4nden. In anderen L\u00e4ndern ist das anders.<\/p>\n<p><strong>Letzte Frage:<\/strong> Was sind Eure n\u00e4chsten sportlichen Ziele \u2013 und wie ist der \u201eStand der Dinge\u201c bei Euren Studien?<\/p>\n<p><strong>Monica H\u00fcbner:<\/strong> Sportlich m\u00f6chte ich mit meiner Universit\u00e4t (University of Denver) 2017 nochmals den NCAA-Titel holen (nationale Meister) und auch einen individuellen Titel w\u00fcrde ich mich mir w\u00fcnschen. Neben den sportlichen Zielen bin ich auf der Suche nach einem Praktikum oder dem ersten Job. Mein Abschluss in Politikwissenschaften und Journalismus mit Nebenfach \u201eFilm Studies and Production\u201c steht bevor. Ich w\u00fcrde gerne einmal als Journalist zum Fernsehen.<\/p>\n<p>Vielen Dank, weiterhin alles erdenklich Gute und viel Erfolg bei der Realisierung aller Ziele!<\/p>\n<p>_____<\/p>\n<p><strong>Interview mit Tobias Simon, Silbermedaillen-Gewinner bei der Winter-Universiade 2017 in der Nordischen Kombination<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>\u201eEine sehr angenehme Atmosph\u00e4re\u2026\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Almaty 2017 bot ja eine Winter-Universiade der Superlative. Wie erlebtest Du \u2013 ganz subjektiv \u2013 die Winter-Universiade in der kasachischen Metropole erlebt? Aus sportlicher, organisatorischer und \u201eatmosph\u00e4rischer Sicht\u201c\u2026<\/p>\n<p><strong>Tobias Simon:<\/strong> Ja, das stimmt, es war sehr beeindruckend was uns in Almaty geboten wurde. Das Athleten-Dorf war gigantisch. Es war sch\u00f6n, dass alle Teams dort gewohnt haben, das hat es zu etwas Besonderem gemacht. Deses gab es bei anderen Wettk\u00e4mpfen so nicht. Es kam eine sehr angenehme Atmosph\u00e4re auf.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wie verliefen die Wettk\u00e4mpfe? Was waren die Highlights?<\/p>\n<p><strong>Tobias Simon:<\/strong> Die Wettk\u00e4mpfe waren sehr gut organisiert. Aus Athleten-Sicht gab es nichts zu beklagen. Mein pers\u00f6nliches Highlight war nat\u00fcrlich Wettbewerb im Massenstart, bei dem ich Silber gewann.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Gab es f\u00fcr Dich auch M\u00f6glichkeiten, Almaty n\u00e4her zu erkunden?<\/p>\n<p><strong>Tobias Simon:<\/strong> Ja, die M\u00f6glichkeit gab es. Es wurden sogar direkt vom Athleten-Dorf aus\u00a0City-Touren angeboten, die auch einige nutzten.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Welchen Stellenwert hat eine Universiade aus Deiner Sicht?<\/p>\n<p><strong>Tobias Simon:<\/strong> Seitens der Sportverb\u00e4nde hat die Universiade in anderen L\u00e4ndern sicher einen deutlich h\u00f6heren Stellenwert als in Deutschland. Dadurch ist die Universiade auch immer mit sehr guten Sportlern besetzt. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich hat die Universiade eine sehr hohen Stellenwert, weil sich dort wirklich die Sportler messen, die sich f\u00fcr den Weg entschieden haben, neben dem Sport noch eine zus\u00e4tzliche Belastung mit dem Studium zu meistern.<\/p>\n<p><strong>Letzte Frage:<\/strong> Was sind Deine n\u00e4chsten sportlichen Ziele \u2013 und wie ist der \u201eStand der Dinge\u201c bei Deinen Studien?<\/p>\n<p><strong>Tobias Simon:<\/strong> Mein sportliches Ziel ist es, in die starke deutsche Weltcup-Mannschaft zu kommen. Im Studium werde ich, vor allem im Sommer, parallel zum Sport weiter Gas geben.<\/p>\n<p>Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg!<\/p>\n<p>Marko Michels<\/p>\n<p>Foto (Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband\/ADH): Shari Koch\/Christian N\u00fcchtern bei der Siegerehrung im Eistanz in Almaty 2017.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Deutsche Mannschaft mit zweimal Silber und einmal Bronze Elf Tage stand die kasachische Metropole Almaty im Fokus des wintersportlichen Interesses. Bis 1997 war sie auch Hauptstadt Kasachstans und seit Jahrzehnten finden dort auch zahlreiche wintersportliche Grossereignisse statt \u2013 aktuell die 28.Winter-Universiade, die Weltspiele im winterlichen Studentensport, die dort vom 29.Januar bis 8.Februar pr\u00e4sentiert wurde. 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