{"id":3854,"date":"2017-06-29T21:28:00","date_gmt":"2017-06-29T19:28:00","guid":{"rendered":"https:\/\/mv-sport.de\/?p=3854"},"modified":"2017-06-30T08:12:22","modified_gmt":"2017-06-30T06:12:22","slug":"auf-nach-gyoer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/auf-nach-gyoer\/","title":{"rendered":"Auf nach Gy\u00f6r!"},"content":{"rendered":"<p>Die Rostocker Hochspringerin Maja K\u00fc\u00dfner startet beim &#8222;European Olympic Youth Festival&#8220; in Gy\u00f6r&#8230;<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/stadionlambrechtsgrundsn.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-3855\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/stadionlambrechtsgrundsn-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>Der Sportsommer 2017<\/strong> h\u00e4lt noch eine Highlights parat, so die &#8222;World Games&#8220;, die Weltspiele in den nichtolympischen Sportarten, die Sommer-Universiade, die Weltspiele im Studentensport, Weltmeisterschaften in einigen olympischen Sportarten, wie Taekwondo, Leichtathletik, Schwimmen, Ringen oder Judo, sowie diverse Europameisterschaften.<\/p>\n<p>Gerade beendet wurde der smart-Beach-Cup im Beachvolleyball in K\u00fchlungsborn mit den Erfolgen von Kim Behrens\/Anni Schumacher bei den Frauen bzw. Arne Bergmann\/Yannick Harms bei den Herren. Der America`s Cup im Segeln ging an Neuseeland. Die WM im Taekwondo in Muju (S\u00fcdkorea) beginnen gerade. Der Konf\u00f6derationen-Cup im Herren-Fu\u00dfball in Russland l\u00e4uft noch. Und die 80.Warnem\u00fcnder Woche startet am 1.Juli.<\/p>\n<p>Im Juli gibt es jedoch ebenfalls eine wichtige Multisport-Veranstaltung in Ungarn, das <strong>&#8222;Europ\u00e4ische Olympische Jugendfestival&#8220; vom 22.Juli bis 30.Juli in Gy\u00f6r<\/strong>. Gy\u00f6r erlebt dabei die 14.Auflage dieses Sport-Events f\u00fcr Athletinnen bzw. Athleten zwischen 13 Jahren und 17 Jahren. Was einst von 1991, damals war Br\u00fcssel erster Austragungsort, bis 1999 noch &#8222;Europ\u00e4ische Olympische Jugendtage&#8220; hie\u00df, erhielt ab 2001, in Murcia, Festival-Charakter und bekam die entsprechende Bezeichnung &#8222;Europ\u00e4isches Olympisches Jugendfestival&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Vor zwei Jahren, 2015 in Tiflis<\/strong>, gab es das vorerst letzte &#8222;Europ\u00e4ische Olympische Jugendfestival&#8220;. Mehr als 2300 Sportlerinnen und Sportler aus 50 L\u00e4ndern waren in der georgischen Metropole in den neun angebotenen Sportartenaktiv, darunter auch 93 deutsche Athletinnen bzw. Athleten.<\/p>\n<p>Russland wurde vor zwei Jahren mit 37 Medaillen, darunter 17 x Gold, das erfolgreichste Land. Die deutsche Mannschaft kam auf 17 Medaillen, darunter 3 x Gold. Die Goldmedaillen f\u00fcr Schwarz-Rot-Gold gewannen 2015 Bo Kanda Lita Baehre im Stabhochsprung, Johannes Hintze im Schwimmen \u00fcber 200 Meter Lagen und Anna Fehlinger im Schwimmen \u00fcber 200 Meter Brust.<\/p>\n<p>Insgesamt erk\u00e4mpften Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 37 L\u00e4ndern Medaillen in Tiflis 2015. Dabei durften 31 Staaten \u00fcber eine oder mehrere Goldmedaillen jubeln.<\/p>\n<p>Nun, in Gy\u00f6r, wird auch eine Rostocker Hochspringerin am Start sein, <strong>Maja K\u00fc\u00dfner<\/strong>, Jahrgang 2001, vom 1.LAV Rostock.<\/p>\n<p><strong>M-V hatte in der j\u00fcngeren Vergangenheit zwei sehr bekannte Hochspringerinnen<\/strong>: einerseits Kerstin Brandt, geborene Dedner, die 1961 in Wismar geboren wurde und f\u00fcr den SC Empor Rostock sprang, und Heike Balck, 1970 in Schwerin geboren und Mitglied des SC Traktor Schwerin bzw. des Schweriner SC.<\/p>\n<p>Kerstin Brandt wurde 1979 Junioren-Europameisterin im Hochsprung und belegte bei den ersten Leichtathletik-Elite-WM in der Sportgeschichte, 1983 in Helsinki, Rang f\u00fcnf hinter Tamara Bykowa (Sowjetunion), Ulrike Meyfarth (Westdeutschland), Louise Ritter (USA) bzw. Coleen Sommer (USA).<\/p>\n<p>Heike Balck konnte auch einige Medaillen im Hochsprung gewinnen. Sie wurde unter anderem Dritte bei den Junioren-WM 1987, beim Europacup 1989, beim Weltcup 1989 und bei den Hallen-WM 1991 und schaffte Rang eins beim Europacup 1997. Bei Elite-WM erreichte sie Rang 12 (Tokyo 1991, Weltmeisterin: Heike Henkel) und Rang 10 (Helsinki 1997, Weltmeisterin: Hanne Haugland aus Norwegen).<\/p>\n<p>Welche Ziele hat aber nun Maja K\u00fc\u00dfner f\u00fcr Gy\u00f6r 2017?<\/p>\n<p>MV-SPORT fragte nach<\/p>\n<p><strong>Maja K\u00fc\u00dfner \u00fcber das &#8222;Europ\u00e4ische Olympische Jugendfestival&#8220; in Gy\u00f6r, ihre Begeisterung f\u00fcr das Hochspringen, ihre bisherigen gr\u00f6\u00dften Erfolge und ihre weiteren Verpflichtungen<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>&#8222;M\u00f6chte in den Bereich meiner Bestleistung springen&#8230;&#8220;<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Herzlichen Gl\u00fcckwunsch zur Nominierung zum &#8222;Europ\u00e4ischen Olympischen Jugendfestival&#8220; in Gy\u00f6r. Welche sportlichen Ambitionen haben Sie dort? Was erwarten Sie von Gy\u00f6r &#8211; nicht nur sportlich betrachtet?<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/majakuessnerbvoigt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-3862\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/majakuessnerbvoigt-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a>Maja K\u00fc\u00dfner:<\/strong> Ich m\u00f6chte versuchen, auch dort in den Bereich meiner Bestleistung zu springen und damit Deutschland w\u00fcrdig zu vertreten. Au\u00dferdem freue ich mich, viele andere leistungsstarke Sportler aus der Jugend-Nationalmannschaft kennenzulernen und mit ihnen eine gute Zeit zu erleben.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Seit wann sind Sie eigentlich der Leichtathletik, dem Hochspringen, treu? Was waren f\u00fcr Sie bislang die bedeutendsten H\u00f6hepunkte in Ihrer Laufbahn?<\/p>\n<p><strong>Maja K\u00fc\u00dfner:<\/strong> Ich trainiere seit meinem achten Lebensjahr in der Leichtathletik und widme mich, seitdem ich zw\u00f6lf Jahre alt bin, dem Hochsprung. Mein gr\u00f6\u00dfter Erfolg war mein zweiter Platz bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften im letzten Jahr in dieser Disziplin.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Welche sportlichen Fern-Ziele haben Sie?<\/p>\n<p><strong>Maja K\u00fc\u00dfner:<\/strong> Ich habe eigentlich keine konkreten Fern-Ziele. Ich hoffe jedoch, dass ich weiterhin erfolgreich sein werde.<\/p>\n<p><strong>Letzte Frage:<\/strong> Wie sieht Ihr Leben neben der Hochsprung-Anlage aus?<\/p>\n<p><strong>Maja K\u00fc\u00dfner: <\/strong>Momentan konzentriere ich mich eigentlich nur auf die Schule und den Sport, da ich auch nicht wirklich mehr Zeit f\u00fcr andere Hobbys habe.<\/p>\n<p>Vielen Dank, viel Erfolg in Gy\u00f6r und weiterhin alles erdenklich Gute &#8211; beim Sport, in der Schule und beim Erreichen aller Ziele!<\/p>\n<p><strong>Anmerkung: Wie Dagmar Thoms vom 1.LAV Rostock mitteilte<\/strong>, sind am ersten Juli-Wochenende 2017 die Leichtathletinnen und Leichtathleten des 1.LAV Rostock gleich bei zwei Wettk\u00e4mpfen gefordert. Jolina Skupch und Emely Grenzer U16\u00a0vertreten ihren Verein und die Hansestadt bei den deutschen Sch\u00fclermeisterschaften im Blockmehrkampf in Lage\/Westphalen.<\/p>\n<p>Und: Drei\u00dfig der j\u00fcngsten Leichtathletinnen und Leichtathleten des 1.LAV Rostock, also die Altersklassen U10 und U12, starten am Samstag (1.Juli) \u00a0anl\u00e4sslich ihrer Landesmeisterschaften in den Einzeldisziplinen in Schwerin im Stadion am Lambrechtsgrund.<\/p>\n<p>Marko Michels<\/p>\n<p>_____<\/p>\n<p><strong>Exkurs: Interview von M.M. mit der Hochsprung-Olympiasiegerin von 1976 Rosemarie Ackermann am 3.April 2017<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Olympiasieg von 1976 \u201eliegt h\u00f6her\u201c als der historische Zwei-Meter-Sprung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hochsprung-Legende Rosemarie Ackermann mit doppeltem Jubil\u00e4um<\/strong><\/p>\n<p>Hochspringen der Frauen und Deutschland. Das hat auch bei Olympia eine ziemlich gro\u00dfe Tradition. Die erste Medaille (Bronze) gewann in Berlin 1936 Elfriede Kaun vom Kieler Turn-Verein. F\u00fcr das erste \u201ehohe\u201c Frauen-Gold sorgte dann Ulrike Meyfarth (ASV K\u00f6ln, Bayer Leverkusen) 1972 in M\u00fcnchen, einen Erfolg, den Ulrike Meyfarth 1984 in Los Angeles wiederholte. 1976 in Montreal, folgte die n\u00e4chste olympische Goldene aus deutscher Sicht \u2013 f\u00fcr Rosemarie Ackermann vom SC Cottbus. Und Heike Henkel (Bayer Leverkusen) schaffte Olympia-Gold 1992 in Barcelona.<\/p>\n<p>Die goldene Hochspringerin von 1976, Rosemarie Ackermann, die zudem am 26.August 1977 als erste Hochspringerin der Welt die 2 Meter \u00fcbersprang, feiert nun Anfang April ihren \u201e65.\u201c\u2026<\/p>\n<p>Was macht Rosemarie Ackermann heute? Was verbindet sie mit ihren Olympiastarts?<\/p>\n<p><strong>Nachgefragt bei Rosemarie Ackermann<\/strong><\/p>\n<p><strong>Rosemarie Ackermann \u00fcber ihre grossen Erfolge, den historischen Zwei-Meter-Sprung, ihre Olympia-Teilnahmen, ihren Weg zum Hochspringen und die heutigen sportlichen Aktivit\u00e4ten<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Der Olympiasieg von 1976 \u201eliegt h\u00f6her\u201c als der historische Zwei-Meter-Sprung<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Erst einmal einen feucht-fr\u00f6hlichen Geburtstag! Vor mehr als 40 Jahren wurden Sie Olympiasiegerin, vor genau 40 Jahren waren sie die erste Frau, die 2 Meter \u00fcbersprang\u2026 Welche Erinnerungen verbinden Sie mit beiden sportlichen Taten?<\/p>\n<p><strong>Rosemarie Ackermann:<\/strong> Der Olympiasieg ist f\u00fcr mich die sportlich wertvollere Leistung, weil es letztendlich der gr\u00f6sste sportliche Erfolg in meiner Karriere war. Dennoch ist es so, gerade bei den Journalisten, dass ich vorwiegend auf den 2,00 Meter-Sprung angesprochen werde. Das war auch in den Jahren nach meiner aktiven Sport-Karriere der Fall.<\/p>\n<p>Allerdings: Beides liegt schon einige Jahrzehnte zur\u00fcck. Beides ist ein Teil meiner Lebensbiographie, aber es ist auch \u201eGeschichte\u201c. Auch nach meiner Laufbahn f\u00fchrte ich ein interessantes, abwechslungsreiches Leben. F\u00fcr mich gab und gibt es auch ein \u201eLeben nach dem Hochsprung\u201c!<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wann hatten Sie eigentlich den Drang zum Hochspringen? Wann sagten Sie sich: Das mu\u00df es sein\u2026<\/p>\n<p><strong>Rosemarie Ackermann:<\/strong> Meine sportliche Karriere entwickelte sich eher durch Zufall. Eigentlich wollte ich Ballett-T\u00e4nzerin werden, schaffte auch die Aufnahme in die gew\u00fcnschte Ballett-Schule. Leider gab es dort einen Todesfall und die Einrichtung wurde geschlossen.<\/p>\n<p>Ich orientierte mich um, wollte mich sportlich bet\u00e4tigen und kam so zum Turnen, Handball und zur Leichtathletik. Gerade die leichtathletischen Disziplinen sagten mir zu, ob Weitsprung, Kugelstossen, Hochsprung, usw. Damals wurden die einzelnen Disziplinen noch kompakt sehr intensiv gef\u00f6rdert. Aber \u201eirgendwann\u201c musste man sich ja f\u00fcr eine Disziplin entscheiden und f\u00fcr mich war es das Hochspringen, obwohl ich mich auch f\u00fcr das Weitspringen begeisterte.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Sie nahmen an den Olympischen Spielen 1972 in M\u00fcnchen, 1976 in Montreal und 1980 in Moskau teil. Wie erlebten Sie die drei Spiele \u2013 unabh\u00e4ngig vom sportlichen Erfolg? Was zeichnete die jeweiligen Spiele aus Ihrem pers\u00f6nlichen Blickwinkel aus?<\/p>\n<p><strong>Rosemarie Ackermann:<\/strong> Die Olympischen Spiele 1972 in M\u00fcnchen waren ja mein erster grosser internationaler Wettkampf \u00fcberhaupt. Vorher hatte ich weder an L\u00e4nderk\u00e4mpfen noch EM teilgenommen. Es war faktisch die erste internationale Bew\u00e4hrungsprobe f\u00fcr mich und zugleich \u2013 aufgrund der positiven Erlebnisse \u2013 die Initialz\u00fcndung f\u00fcr mich, meine sportliche Karriere als Hochspringerin weiter intensiv fortzusetzen, mich \u201ereinzuknien\u201c.<\/p>\n<p>In Montreal 1976 war ich dann schon Mit-Favoritin, hatte also schon gewisse Erfolgserwartungen gesch\u00fcrt, die ich dann auch erf\u00fcllen konnte \u2013 der erw\u00e4hnte gr\u00f6sste Erfolg als Sportlerin. Nach Montreal 1976 wollte ich meine Karriere allerdings schon beenden. Man \u00fcberredete mich jedoch bis Moskau 1980 weiter zu machen, weil erfolgreiche Nachfolgerinnen fehlten. Bei den Spielen 1980 gab es dann Rang vier, eigentlich eine gute Platzierung. \u2026F\u00fcr mich war es seinerzeit aber eine Entt\u00e4uschung, denn ich wollte schon Edelmetall erringen.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wie halten Sie sich aktuell sportlich noch fit? Nehmen Sie an Masters-Meisterschaften oder anderen Wettk\u00e4mpfen noch teil?<\/p>\n<p><strong>Rosemarie Ackermann:<\/strong> Ich bin da nicht mehr aktiv. Das geht bei anderen Sportarten, wie Radsport oder Rudern, aber wenn man Hochspringen nicht mehr trainiert, ist die Verletzungsgefahr einfach zu gross. Mit dem Ende meiner sportlichen Karriere 1980 habe ich keine Hochspr\u00fcnge mehr absolviert, dieses Kapitel meines Lebens\u00a0 war damit f\u00fcr mich abgeschlossen. Nach 1980 spielte ich gemeinsam mit meinem Mann aber noch einige Jahre Tennis.<\/p>\n<p><strong>Letzte Frage:<\/strong> Wie beurteilen Sie die Entwicklung bei den Hochspringerinnen und Hochspringern in Deutschland? Wer hat aus Ihrer Sicht\u00a0 das Potenzial, einmal bei Olympia ebenfalls im Hochspringen ganz oben zu stehen?<\/p>\n<p><strong>Rosemarie Ackermann:<\/strong> Es gibt nicht mehr die grosse Breite im Hochspringen, wie das fr\u00fcher in beiden Teilen Deutschlands der Fall war. Insbesondere in den leichtathletischen Disziplinen ist Beharrlichkeit und Durchhalteverm\u00f6gen gefragt, weil sich Erfolge, wenn \u00fcberhaupt, erst nach Jahren einstellen k\u00f6nnen. Das schreckt nicht wenige wohl ab. Zudem ist die Konkurrenz der \u201eFun-Sportarten\u201c gro\u00df, denen sich viele Sport-Talente heute zuwenden.<\/p>\n<p>Marie-Laurence Jungfleisch, der deutschen Hochsprung-Hoffnung, dr\u00fccke ich beide Daumen, dass ihre Karriere als Hochspringerin weiter erfolgreich verl\u00e4uft und es f\u00fcr sie auch Medaillen bei kommenden internationalen Wettk\u00e4mpfen geben wird. Vielleicht setzt sie die deutsche Frauen-Hochsprung-Tradition von Ulrike Meyfarth, Heike Henkel und mir ja fort?! Das w\u00e4re sch\u00f6n\u2026<\/p>\n<p>Vielen Dank, alles erdenklich Gute und weiterhin maximale Erfolge!<\/p>\n<p><strong><em>Zur Info: Die Erfolgsbilanz der deutschen Hochspringerinnen bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Europameisterschaften<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Bei Olympischen Spielen werden seit 1928 Olympiasiegerinnen im Hochsprung ermittelt. Hochsprung-Europameisterinnen werden seit 1938 gek\u00fcrt und seit den ersten Leichtathletik-WM 1983 gibt es auch Hochsprung-Weltmeisterinnen.<\/p>\n<p>Deutsche Hochspringerinnen erk\u00e4mpften bei Olympia, WM und EM zwischen 1928 und 2016 insgesamt 8 x Gold, 3 x Silber, 8 x Bronze.<\/p>\n<p>Bei Europameisterschaften lauteten die deutschen Medaillengewinnerinnen wie folgt: 1938 Bronze durch Feodora Gr\u00e4fin zu Solms-Baruth, 1974 Gold durch Rosemarie Ackermann, 1978 Silber durch Rosemarie Ackermann bzw. Bronze durch Brigitte Holzapfel, 1982 Gold durch Ulrike Meyfarth, 1990 Gold durch Heike Henkel, 1998 Bronze durch Alina Astafei und 2010 Bronze durch Ariane Friedrich.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Medaillen schafften deutsche Hochspringerinnen von 1983 bis 2015 bei Welt-Titelk\u00e4mpfen, so Silber durch Ulrike Meyfarth 1983, Bronze durch Susanne Beyer 1987, Gold durch Heike Henkel 1991, Silber durch Alina Astafei 1995 und Bronze durch Ariane Friedrich 2009.<\/p>\n<p>Eine Medaille mehr als bei EM gelang den deutschen Hochspringerinnen \u201eunter den f\u00fcnf olympischen Ringen\u201c mit Bronze 1936 durch Elfriede Kaun, Gold durch Ulrike Meyfarth 1972, Gold durch Rosemarie Ackermann 1976, Bronze durch Jutta Kirst 1980, Gold wiederum durch Ulrike Meyfarth 1984 und Gold durch Heike Henkel 1992.<\/p>\n<p><strong>&gt; Hochsprung der Frauen \u2013 ein historischer Abriss &lt;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Erfolgreiche Hochspringerinnen aus M-V<\/strong><\/p>\n<p>Aus M-V \u00a0kamen in der Vergangenheit auch zahlreiche herausragende Hochspringerin, so die Ostzonen-Meisterin 1948 Gehrke aus R\u00fcgen oder die DDR-Meisterin 1950 Karsten von Einheit Rostock.<\/p>\n<p>DDR-Meisterinnen bzw. Deutsche Meisterinnen im Hochsprung aus Mecklenburg-Vorpommern waren zudem Ilse Leupold (SC Empor Rostock) 1955 und Heike Balck (SC Traktor Schwerin, Schweriner SC) 1989, 1990, 1994 bzw. 1997. Heike Balck wurde ferner Junioren-WM-Dritte 1987, Hallen-WM-Dritte 1991, EM-F\u00fcnfte 1990, EM-Sechste 1994, Weltcup-Vierte 1994 und Europacup-Erste 1997.<\/p>\n<p>Die Wismarerin Kerstin Brandt, geborene Dedner, Mitglied des SC Empor Rostock) ist ebenfalls eine erfolgreiche Hochspringerin aus dem deutschen Nordosten. Sie triumphierte 1979 bei den Junioren-EM, belegte Rang f\u00fcnf bei den ersten Leichtathletik-WM 1983 und kam bei DDR-Meisterschaften 1987 bzw. 1988 jeweils auf Rang drei.<\/p>\n<p><strong>Die 1970er und 1980er Frauen-Hochsprung-Jahre f\u00fcr M-V<\/strong><\/p>\n<p>In den 1970ern und 1980ern bestimmten ausserdem einige Athletinnen des SC Empor Rostock die Entwicklung des Frauen-Hochsprungs in der DDR massgeblich mit, so Renate Siefke, Ursula Schikorra, B\u00e4rbel M\u00fcller und Barbara Brauns. Rita Gildemeister, die 1947 im G\u00fcstrower Stadtteil Kl\u00fc\u00df zur Welt kam, bei Lok G\u00fcstrow ihre sportliche Karriere begann sowie dann f\u00fcr den SC Leipzig startete, wurde 1964 Erste der Europ\u00e4ischen Juniorspiele, 1965 DDR-Meisterin, 1972 bzw. 1973 jeweils Zweite der Hallen-EM und nahm 1972 an den Olympischen Spielen in M\u00fcnchen teil.<\/p>\n<p>Rita Gildemeister war in den 1970ern neben Ulrike Meyfarth, Rita Schmidt, verheiratete Kirst, und Rosemarie Witschas, verheiratete Ackermann, die beste deutsche Hochspringerin.<\/p>\n<p><strong>Unvergessliche Momente und packende Duelle: Die Hochspringerinnen Ulrike Meyfarth, Sara Simeoni und Rosemarie Ackermann<\/strong><\/p>\n<p>Die goldene Hochspringerin von 1976, Rosemarie Ackermann, die zudem am 26.August 1977 als erste Hochspringerin der Welt die 2 Meter \u00fcbersprang, feiert nun Anfang April ihren \u201e65.\u201c\u2026<\/p>\n<p>Und ihre Erfolge sind legend\u00e4r. Sie pr\u00e4gte \u2013 neben UlrIke Meyfarth und der Italienerin Sara Simeoni \u2013 den Frauen-Hochsprung zwischen 1970 und Anfang der 1980er nachhaltig mit.<\/p>\n<p>Die 1970er und fr\u00fcheren 1980er waren ohnehin besondere Jahre f\u00fcr das deutschen Hochspringerinnen, ob aus West oder Ost.<\/p>\n<p><strong>Von Ulrikes Goldsprung 1972\u2026<\/strong><\/p>\n<p>Bei Olympia 1972 in M\u00fcnchen setzte sich damals sensationell die erst sechzehnj\u00e4hrige Ulrike Meyfarth (1,92 Meter) durch und auch die anderen deutsche Hochspringerinnen kamen unter die Top 15: Rita Schmidt auf Rang f\u00fcnf (1,88 Meter), Rosemarie Witschas auf Rang sieben (1,88 Meter), Ellen Mundinger auf Rang zehn (1,85 Meter), Rita Gildemeister auf Rang zw\u00f6lf (1,85 Meter) und Renate G\u00e4rtner auf Rang vierzehn (1,85 Meter).<\/p>\n<p><strong>\u2026zu Rosemaries Goldspr\u00fcngen 1974-1977<\/strong><\/p>\n<p>Zwei Jahre sp\u00e4ter, bei den EM 1974 in Rom, gab es dann goldene Augenblicke f\u00fcr Rosemarie Ackermann, die 1,95 Meter \u00fcbersprang und damit triumphierte (Dritte Sara Simeoni).<\/p>\n<p>In Montreal 1976 folgte der gr\u00f6\u00dfte Triumph in der Karriere von Rosemarie Ackermann, der Olympiasieg\u2026 Sie schaffte 1,93 Meter und verwies damit Sara Simeoni (Italien) und Jordanka Blagoewa (Bulgarien) auf die anderen Medaillenpl\u00e4tze.<\/p>\n<p><strong>1977 \u2013 ein historischer Weltrekord und ein Weltcup-Sieg<\/strong><\/p>\n<p>Wiederum ein Jahr sp\u00e4ter, Anfang September 1977, beim ersten Leichtathletik-Weltcup in D\u00fcsseldorf jubelte die Cottbusserin erneut. 1,98 Meter lautete die Siegesh\u00f6he und sie distanzierte Sara Simeoni (Italien) damit auf Rang zwei. F\u00fcr den magischen, ja historischen Moment in ihrer sportlichen Karriere sorgte Rosemarie Ackermann jedoch eine Woche zuvor. Beim ISTAF Ende August 1977 schrieb sie Leichtathletik-Geschichte: Zum ersten Mal gelang es einer Hochspringerin, die 2,00 Meter zu meistern\u2026<\/p>\n<p><strong>Der Zweikampf Simeoni-Ackermann 1978-1980<\/strong><\/p>\n<p>In den Folgejahren beherrschte das Duell Rosemarie Ackermann-Sara Simeoni das Frauen-Hochspringen\u2026<\/p>\n<p>Die Italienerin revanchierte sich f\u00fcr die Weltcup-Niederlage 1977 dann bei den EM 1978 in Prag. Sara Simeoni stellte den damals g\u00fcltigen Weltrekord von 2,01 Meter ein und gewann vor Rosemarie Ackermann. Beim Weltcup 1979 in Montreal gab es im Duell Ackerman-Simeoni \u201eeine lachende Dritte\u201c: Die Kanadierin Debbie Brill belegte Rang eins. Sara Simeoni wurde Zweite, Rosemarie Ackermann Vierte.<\/p>\n<p>Diesen Rang, also Platz vier, war dann auch die Ausbeute von Rosemarie Ackermann, die \u00fcbrigens 1973, 1974, 1976, 1977, 1979 bzw. 1980 jeweils DDR-Hochsprung-Meisterin wurde, bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau. Der Olympiasieg ging \u2013 wie sollte es anders sein \u2013 an Dauer-Rivalin Sara Simeoni, die 1,97 Meter \u00fcberquerte.<\/p>\n<p><strong>1984 in L.A. \u2013 Ulrike vor Sara<\/strong><\/p>\n<p>Nach den 1980er Spielen beendete Rosemarie Ackermann ihre Karriere. Vier Jahre sp\u00e4ter, 1984 in Los Angeles, folgte der Zweikampf Ulrike Meyfarth gegen Sara Simeoni, die bereits bei Olympia 1972 Rang sechs geschafft hatte, den Ulrike Meyfarth f\u00fcr sich entschied. Die Olympiasiegerin von 1972 (Meyfarth) schaffte 2,02 Meter, die Olympiasiegerin von 1980 (Simeoni) kam auf 2,00 Meter.<\/p>\n<p>Ja, das Frauen-Hochspringen bestach damals durch spektakul\u00e4re Wettk\u00e4mpfe\u2026<\/p>\n<p>Marko Michels<\/p>\n<p>1.Foto (Michels): Das Stadion am Lambrechtsgrund in Schwerin, Schauplatz zahlreicher interessanter Hochsprung-Veranstaltungen. \/2.Foto (Birger Voigt): Maja K\u00fc\u00dfner in Aktion.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Rostocker Hochspringerin Maja K\u00fc\u00dfner startet beim &#8222;European Olympic Youth Festival&#8220; in Gy\u00f6r&#8230; Der Sportsommer 2017 h\u00e4lt noch eine Highlights parat, so die &#8222;World Games&#8220;, die Weltspiele in den nichtolympischen Sportarten, die Sommer-Universiade, die Weltspiele im Studentensport, Weltmeisterschaften in einigen olympischen Sportarten, wie Taekwondo, Leichtathletik, Schwimmen, Ringen oder Judo, sowie diverse Europameisterschaften. Gerade beendet wurde 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