{"id":4753,"date":"2017-08-01T12:14:01","date_gmt":"2017-08-01T10:14:01","guid":{"rendered":"https:\/\/mv-sport.de\/?p=4753"},"modified":"2017-08-01T19:28:43","modified_gmt":"2017-08-01T17:28:43","slug":"olympische-rueck-und-ausblicke-von-1900-nach-2028","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/olympische-rueck-und-ausblicke-von-1900-nach-2028\/","title":{"rendered":"Olympische R\u00fcck- und Ausblicke: Von 1900 nach 2028"},"content":{"rendered":"<p>Sportlich &#8222;Hin und Zur\u00fcck&#8220;&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/leichtathletik1-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2912\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/leichtathletik1-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>Nun steht es also fest, wer nach Tokyo, dem Gastgeber der XXXII.Olympischen Spiele der Neuzeit 2020, die &#8222;olympische Flamme&#8220; weiter tragen wird. Paris l\u00e4dt 2024 zu den XXXIII.Olympischen Spielen der Neuzeit die j\u00fcngere wie reifere Sportjugend der Welt ein. Dann folgt Los Angeles mit den XXXIV.Olympischen Spielen der Neuzeit 2028.<\/p>\n<p><strong>Jeweils zum zweiten Mal: Paris und Los Angeles<\/strong><\/p>\n<p>Beide St\u00e4dte, sowohl Paris als auch Los Angeles, veranstalteten schon zweimal Olympische Spiele der Neuzeit: Paris 1900 bzw. 1924 und Los Angeles 1932 bzw. 1984. Und alle vier Spiele standen unter keinem guten Stern&#8230;<\/p>\n<p>Von den <strong>zweiten Olympischen Spielen der Neuzeit 1900<\/strong> war nicht nur Pierre de Coubertin, der aus Frankreich stammende Begr\u00fcnder der Olympischen Spiele der Neuzeit, ma\u00dflos entt\u00e4uscht, wurden diese doch nur als &#8222;sportive S\u00e4ttigungsbeilage&#8220; der damaligen Weltausstellung \u00a0betrachtet, die kaum Beachtung fanden.<\/p>\n<p>Und auch an <strong>die 1924er Spiele<\/strong> in Paris hatten zumindest die Deutschen keine guten Erinnerungen. Nachdem Deutschland als &#8222;Kriegstreiber&#8220; und ma\u00dfgeblicher Mitverursacher des ersten Weltkriegs bereits von den Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen ausgeschlossen wurde, machten die franz\u00f6sischen Gastgeber deutlich, dass sie ein &#8222;Mitspielen&#8220; der deutschen Sportlerinnen und Sportler nicht w\u00fcnschten. Daraufhin sagten die Deutschen ihre Teilnahme ab.<\/p>\n<p><strong>Die Spiele von 1932<\/strong> in Los Angeles waren zwar modern und gut organisiert, aber eine Reise &#8211; gerade f\u00fcr die traditionsreichen Sportnationen aus Europa &#8211; zu diesen sehr teuer, woraufhin einige L\u00e4nder auf Olympia 1932 verzichteten bzw. nur Rumpf-Teams nach L.A. entsandten. Und <strong>die 1984er Spiele<\/strong> in Los Angeles wurden vom Boykott eines Gro\u00dfteils der L\u00e4nder des Ostblocks \u00fcberschattet.<\/p>\n<p><strong>Olympia 1932 bzw. 1984 in L.A. und M-V<\/strong><\/p>\n<p>Tja, Olympia und die Spiele &#8211; das war schon fr\u00fcher sehr kompliziert. Sch\u00f6n, dass trotz allem auch Mecklenburger einen kleinen Teil zum Gelingen fr\u00fcherer Spiele beitrugen.<\/p>\n<p>Dass letztendlich eine deutsche Olympiamannschaft die Reise zu den Spielen 1932 antreten konnte, deren Finanzierung trotz Vorbehalte einiger damaliger Sportfunktion\u00e4re gesichert wurde, ist auch ein Verdienst von Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg, von 1926 bis 1956 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees und 1956 &#8211; w\u00e4hrend der Spiele in Melbourne &#8211; sogar \u00a0zum Mitglied des IOC auf Lebenszeit gew\u00e4hlt. Von 1949 bis 1951 war er auch erster Pr\u00e4sident des Nationalen Olympischen Komitees f\u00fcr (West-)Deutschland.<\/p>\n<p><strong>Von L.A. 1932&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Auch ein Schweriner und ein Rostocker waren damals &#8222;Starter&#8220; bei den Spielen 1932 in Los Angeles: Alfred Meyer, 1882 in Schwerin geboren, 1956 in L\u00fcbeck gestorben, nahm 1932 bei den Olympischen Spielen in Los Angeles an den \u201eKunstwettbewerben\u201c in der Rubrik \u201eLiteratur\u201c teil. Er gewann damals zwar nicht, daf\u00fcr aber der Bergsteiger und Schriftsteller Paul Bauer (1896-1990) aus der Nordpfalz f\u00fcr sein Buch \u201eAm Kangehenzonga \u2013 Kampf um den Himalaya\u201c (1931).<\/p>\n<p>Ein Moderner F\u00fcnfk\u00e4mpfer aus Rostock hatte in Los Angeles`32 ebenfalls einen sportiven Einsatz. Der 1909 in Rostock geborene Willi Remer, insbesondere ein guter Sch\u00fctze und L\u00e4ufer, wurde seinerzeit im Modernen F\u00fcnfkampf F\u00fcnfter hinter Johan Gabriel Oxenstierna (Schweden), Bo Lindman (Schweden), Richard Mayo (USA) und Sven Alfred Thofelt (Schweden).<\/p>\n<p><strong>&#8230;nach L.A. 1984<\/strong><\/p>\n<p>Und trotz des Olympia-Boykotts 1984 der DDR, zu der ja das heutige Mecklenburg und Vorpommern geh\u00f6rten, waren ein (geb\u00fcrtiger) Mecklenburger und ein (geb\u00fcrtiger) Vorpommer an den 1984er Spielen bei den Sportwettk\u00e4mpfen in Los Angeles aktiv.<\/p>\n<p>Der 1957 in Plau am See geborene Ulrich H\u00e4nel (RW K\u00f6ln) wurde mit der westdeutschen Feldhockey-Mannschaft Zweiter hinter Pakistan (1988 dann auch Silber, hinter Gro\u00dfbritannien). Und der Sportsch\u00fctze Viktor Engel (Erster Frankfurter Pistolen-Klub, Frankfurt\/Main), 1946 in Alt Kali\u00df geboren, belegte beim Sieg des Japaners Takeo Kamachi in der Disziplin Schnellfeuerpistole 25 Meter Rang neun.<\/p>\n<p>Des Weiteren fungierte der Schweriner Hans-J\u00fcrgen W\u00fcsthoff als Kampfrichter w\u00e4hrend der olympischen Ruder-Wettk\u00e4mpfe\u00a0 1984 in Los Angeles, bei denen damals Rum\u00e4nien (6 x Gold, 2 x Silber) und die USA (2 x Gold, 5 x Silber, 1 x Bronze) die erfolgreichsten Nationen waren. Die westdeutschen Ruderinnen und Ruderer erk\u00e4mpften `84 drei Medaillen, so Gold durch Albert Hedderich, Raimund H\u00f6rmann, Dieter Wiedenmann bzw. Michael D\u00fcrsch im Herren-Doppelvierer, Silber durch Peter-Michael Kolbe im Herren-Einer und Bronze durch Ellen Becker\/Iris V\u00f6lkner im Zweier ohne Steuerfrau.<\/p>\n<p><strong>Olympia 1900, 1924, 1932 und 1984 und deren sportive Pers\u00f6nlichkeiten<\/strong><\/p>\n<p>Ansonsten wurden die bisherigen Spiele in Paris und in Los Angeles\u00a0 vor allem durch Leichtathleten, Turner und Schwimmer gepr\u00e4gt, 1900 durch die amerikanischen Athleten Ray Ewry bzw. Alvin Kraenzlein, 1924 durch die Langstrecken-Asse Paavo Nurmi bzw. Ville Ritola aus Finnland sowie Schwimm-Star und &#8222;Tarzan&#8220; Johnny Weissmuller (USA), 1932 durch Kusuo Kitamura (Japan), Helene Madison (USA), Romeo Neri (Italien) und \u00a0&#8222;Babe&#8220; Didrikson (USA) und 1984 durch Carl Lewis (USA), Ecaterina Szabo (Rum\u00e4nien), Valerie Brisco-Hooks, Ambrose Gaines, Mary T.Meagher und Nancy Hogshead (alle USA).<\/p>\n<p><strong>Auf nach Olympia 2024 und 2028?!<\/strong><\/p>\n<p>Nun geht es also nach Paris 2024 und Los Angeles 2028. Ob man OLympia \u00fcberhaupt &#8222;so weit&#8220; planen kann?! Die politischen Zeiten &#8211; und damit auch die olympischen &#8211; sind derzeit alles andere als gut. Mehr als 40 Kriege bzw. Konflikte, ungel\u00f6ste gesellschaftliche bzw. soziale Probleme, mehr als 70 Millionen Fl\u00fcchtlinge auf der Welt, noch immer exorbitante Armut und Millionen Hungertote &#8211; das alles setzt auch Olympia zu.<\/p>\n<p><strong>Olympia zwischen Wiege und&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Dabei geht es ohnehin bald wieder (2018 mit Winter-Olympia in Pyeongchang) olympisch los. Einst fanden die &#8222;omin\u00f6sen Spiele&#8220; in der Antike von 776 vor Christi Geburt bis 393 nach Christi Geburt statt. Glaubte man lange Zeit zu Ehren des alten \u201eGottvaters\u201c Zeus, so gehen andere Olympia-Forscher &#8211; der Gender-Mainstream l\u00e4\u00dft gr\u00fc\u00dfen &#8211; mittlerweile davon aus, dass diese sogar zu Ehren der Zeus-Mutter Rhea ausgetragen wurden.<\/p>\n<p>Dabei war es nicht nur ein \u201esportliches\u201c, sondern zugleich auch religi\u00f6ses und nicht zuletzt politisches sowie wirtschaftliches Fest und Forum \u2013 Eintracht und Friede galt es in der griechischen Welt \u2013 zumindest befristet &#8211; zu wahren.<\/p>\n<p><strong>Die olympische &#8222;Ur-S\u00fcnde&#8220;&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Das war jedoch bereits der \u201eGeburtsfehler\u201c, denn wenn sich Politik und Wirtschaft in den \u201eSport\u201c \u2013 und was man daf\u00fcr h\u00e4lt \u2013 einmischen, geht es zumeist nicht gut aus. Der Niedergang der antiken Olympischen Spiele war damit vorprogrammiert.<\/p>\n<p><strong>Neue Spiele, neues Gl\u00fcck?!<\/strong><\/p>\n<p>Bis um das Jahr 1880 dauerte es, bis ein Baron auf die Idee kam, die Olympischen Spiele wieder zu begr\u00fcnden. Und Baron Pierre de Coubertin, der \u201eWieder-Entdecker\u201c der Olympischen Spiele hatte mit selbigen hehre Vorstellungen: \u201eSo schicken wir Ruderer, L\u00e4ufer und Fechter ins Ausland. Das ist der Freihandel der Zukunft. Und an dem Tage, da es sich im Leben und Wandel des alten Europa eingeb\u00fcrgert hat, wird der Sache des Friedens eine neue, m\u00e4chtige St\u00fctze erwachsen sein \u2026\u201c<\/p>\n<p>Die Olympischen Spiele als eine m\u00e4chtige St\u00fctze des Friedens \u2026 Leider war, so erfolgreich sie in ihrer sportlichen Bedeutung auch wurden, dem in der Realit\u00e4t nicht so.<\/p>\n<p><strong>Die Spiele brauchten oft selbst &#8222;eine St\u00fctze&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1896 in Athen, die Premieren-Veranstaltung, galten in Deutschland als verp\u00f6nt \u2013 irgendwie \u201eungermanisch\u201c.<\/p>\n<p>Dass sie dennoch st\u00e4ndig weitergef\u00fchrt wurden, ist dem Idealismus Einzelner, unter ihnen Baron Pierre de Coubertin, zu verdanken.<\/p>\n<p>Sie wurden, wie eingang erw\u00e4hnt, \u00a0als Spektakel am Rande von Weltausstellungen missbraucht (1900, 1904), als Propaganda-Veranstaltung (1936), fielen wegen zweier Weltkriege aus (1916, 1940, 1944),\u00a0 mu\u00dften Terror-Anschl\u00e4ge verkraften (1972, 1996), gerieten zur Show-Events (2008), hatten politisch motivierte gro\u00dfe Boykotte (1976, 1980, 1984) wie kleine Boykotte (1988) hinzunehmen.<\/p>\n<p>Sie galten als Gradmesser f\u00fcr die vermeintliche \u00dcberlegenheit gesellschaftlicher Systeme, aber bei diesen starteten oftmals keinesfalls \u201elupenreine Amateure\u201c. Gut bezahlte Sportgr\u00f6\u00dfen aus dem Westblock und Staatsamateure aus dem Ostblock lieferten sich w\u00e4hrend des \u201eKalten Krieges\u201c bis 1990 hei\u00dfe Duelle in den olympischen Arenen.\u00a0 Mit politischen Worth\u00fclsen, Korruption, Dopingmitteln auf beiden Seiten und viel Pharis\u00e4ertum.<\/p>\n<p>Die Spiele haben gelitten, ihre Seele, ihr Idealismus, ihre Aufrichtigkeit sind l\u00e4ngst verloren gegangen (f\u00fcr immer?). Olympia ist mittlerweile zu einem Marketing-Event mutiert, teuer, so teuer, dass sich nur noch Wohlhabende den Live-Besuch leisten k\u00f6nnen, die vermeintlichen \u201eEliten\u201c aus \u00d6konomie, Politik, Kultur und sonstiger Gesellschaft.<\/p>\n<p>Der Autor Edgar Fuchs brachte es jedoch in seinem Beitrag \u201e80 Jahre Olympische Spiele\u201c, erschienen im Buch von Harry Valerien \u201eOlympia`76 \u2013 Innsbruck\/Montreal\u201c des S\u00fcdwest-Verlages M\u00fcnchen 1976 auf den Punkt, warum die Spiele &#8211; trotz aller Widrigkeiten &#8211; noch immer bedeutsam sind&#8230;<\/p>\n<p>Hierzu Edgar Fuchs: \u201e \u2026 Auch wenn sie (die Spiele \u2013 Anm.d.Red.) nie das geworden sind, was Pierre de Coubertin sich von ihnen erhoffte: `Eine m\u00e4chtige St\u00fctze des Friedens`. Und auch das ihnen in sch\u00f6nen Reden immer wieder zudiktierte V\u00f6lkerverbindende hat sich auf einen ganz kleinen Nenner reduziert: Verbunden f\u00fchlen sich Milliarden nur, weil ihr Interesse sich alle vier Jahre zwei Wochen lang auf einen Ort und ein Ereignis konzentriert. Doch das ist Grund genug, an den Spielen festzuhalten. Denn, sie sind das einzige Fest, zu dem die ganze Welt geladen ist.\u201c<br \/>\n\u2026 Und sei eine Teilhabe auch nur via Radio, TV oder Internet m\u00f6glich.<\/p>\n<p><strong>Mehr als &#8222;eine Worth\u00fclse&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Olympia ist also noch immer mehr als eine Worth\u00fclse. Aber Olympia geh\u00f6rt auf den Pr\u00fcfstand, geh\u00f6rt \u201egeneral\u00fcberholt\u201c. Gelingt es dauerhaft nicht, dem olympischen Leben wieder mehr Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit und weniger Kommerz zu geben, erst dann hat Olympia wirklich Zukunft.<\/p>\n<p>Die olympischen Wettk\u00e4mpfe werden jedoch weiterhin ein wichtiger Bestandteil des sportlichen Lebens sein, ganz gleich ob die totale \u00d6konomisierung auch das Sportwesen g\u00e4nzlich umfasst.<\/p>\n<p>Denn: Es gibt noch jede Menge Sportlerinnen und Sportler, Trainerinnen und Trainer, \u00dcbungsleiterinnen und \u00dcbungsleiter, auch Vereinsfunktion\u00e4re, die sich selbstlos und engagiert \u2013 mit viel Enthusiasmus, Hingabe, Leidenschaft und Liebe &#8211; ihrem Sport widmen. Diese m\u00fcssen die &#8222;olympische Idee&#8220; wiederbeleben. &#8222;Eindimensional denkende&#8220; Sportfunktion\u00e4re, Sportpolitiker und Sponsoren werden dazu nicht in der Lage sein.<\/p>\n<p>&#8230; Auf das der Bessere gewinne! Das gilt auch gerade f\u00fcr die kommenden Spiele. Der sportliche Konkurrenzgedanke hat dabei ja durchaus etwas Faszinierendes, regt zum aufrechten Wettstreit an, animiert zu H\u00f6chstleistungen, l\u00e4\u00dft den Menschen an seine k\u00f6rperlich-mentalen Grenzen gelangen \u2013 und entfacht philosophische Diskussionen.<\/p>\n<p><strong>Mit viel Hoffnung begann der Neu-Anfang nach der &#8222;Wende&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Vor 25 Jahren, 1992 in Barcelona, bei den XXV.Olympischen Spielen war man noch guter Hoffnung, dass alles besser wird. Das systematische Doping in der DDR und das nicht minder extreme fl\u00e4chendeckende Doping in Westdeutschland bis 1989 wurden bereits vorher publik.<\/p>\n<p>Doping wurde der Kampf angesagt&#8230; Hat sich seitdem wirklich etwas grundlegend ge\u00e4ndert? Leider nein. Noch immer wird &#8222;auf Teufel komm raus&#8220; gedopt.<\/p>\n<p>Barcelona erlebte die ersten Olympischen Spiele seit Mexico-City 1968, die ohne Boykott-Ma\u00dfnahmen, Terror, Gigantismus und Umwelt-Frevel auskamen. Eigentlich sollte es so weiter gehen&#8230; Wie man wei\u00df, ist daraus nichts geworden.<\/p>\n<p>Man wollte mehr olympischen Mit- als Gegeneinander&#8230; Leider scheint ein ungesundes Konkurrenzdenken, auch unter vermeintlich politisch &#8222;befreundeten&#8220; Staaten, ausgepr\u00e4gter denn je zu sein.<\/p>\n<p><strong>Das leistungssportliche M-V zwischen 1992 und 2016<\/strong><\/p>\n<p>Mecklenburg-Vorpommern feierte 1992 noch einige olympische \u00a0Erfolge, so Medaillengewinne durch die Kanutinnen Ramona Portwich bzw. Anke von Seck (beide Rostock) sowie Katrin Borchert (Neubrandenburg), durch die Boxsportler Andreas Tews (Rostock\/Schwerin) bzw. Jan Quast (Rostock), die Ruderin Sybille Schmidt, die einst f\u00fcr Dynamo Schwerin in den Kinder- und Jugendklasse gro\u00dfe Erfolge feierte, weitere Ruderinnen wie Kathrin Haacker, die geb\u00fcrtige Wismarerin, \u00a0Dana Pyritz, die geb\u00fcrtige K\u00fchlungsbornerin, Annette Hohn, die geb\u00fcrtige Schwerinerin, sowie Thoralf Peters, den geb\u00fcrtigen G\u00fcstrower Ruderer, bzw. den Rostocker Ruderer Hans Sennewald und nicht zuletzt den Stralsunder Gewichtheber Andreas Behm.<\/p>\n<p>Auch Diskus-Ass J\u00fcrgen Schult vom Schweriner SC erk\u00e4mpfte nach seinem Olympia-Gold 1988 in Barcelona 1992 noch Silber.<\/p>\n<p>Im Handball (Frauen, M\u00e4nner) waren in den deutschen Teams einige M-V-Legenden dabei, wie Frank-Michael Wahl, Matthias Hahn, Holger Schneider, Andrea B\u00f6lk, Silke Fittinger oder Birgit Wagner.<\/p>\n<p>Im Rudern \u00fcberzeugten, auch ohne Medaille, Thomas Woddow, Michael Peter oder Peter Thiede. F\u00fcr das olympische Ringer-Turnier qualifizierte sich der Greifswalder Olaf Brandt. In der Leichtathletik starteten aus M-V-Sicht ebenfalls Andrea Philipp, Franka Dietzsch, Birgit Jerschabek, Helga Radtke, Christine Wachtel oder Sigrun Wodars. Au\u00dferdem buchten 1992, alles aus M-V-Blickwinkel, zudem die Gewichtheber Marco Spanehl bzw. Udo Guse, die Boxsportler Dieter Berg bzw. Andreas Z\u00fclow, der Sportsch\u00fctze Axel Wegner, die Schwimmer Nils Rudolph bzw. Patrick K\u00fchl und die Turnerinnen Kathleen Stark bzw. Jana G\u00fcnther die Olympia-Tickets.<\/p>\n<p>Zur nominierten deutschen Vielseitigkeits-Mannschaft im Reitsport f\u00fcr die Olympischen Spiele 1992 in Barcelona geh\u00f6rte auch der Mecklenburger Christian Zehe aus Sanitz. Leider starb sein Pferd Gallus nach dem letzten Training kurz vor den Spielen&#8230;<\/p>\n<p><strong>Eher mau in Rio<\/strong><\/p>\n<p>Bei den letzten Spielen in Rio 2016 sah es aus M-V-Sicht eher mau aus&#8230; Silber f\u00fcr die \u00a0Achter-Ruderer Hannes Ocik bzw. Felix Drahotta und Bronze f\u00fcr den Boxsportler Artem Harutyunyan, der eigentlich Mitglied des TH Eilbeck ist, aber am Schweriner Leistungszentrum auch trainiert.<\/p>\n<p>Stabhochspringerin Martina Strutz, die Ruderin Marie-Louise Dr\u00e4ger, der Ruderer Stephan Kr\u00fcger, Ex-Hansa-Kicker Max Christiansen (Silber mit dem deutschen Fu\u00dfball-Team), Stra\u00dfen-Radsportlerin Trixi Worrack und ein weiterer Boxsportler, Arajik Marutjan, geh\u00f6rten ebenfalls zum kleinen &#8222;MV-Olympia-Team 2016&#8243;&#8230;<\/p>\n<p>Woran liegt es, dass die gro\u00dfen olympischen Erfolge f\u00fcr M-V inzwischen \u00fcberschaubar bleiben?! &#8230; An motivierten, ausgezeichneten Talenten mangelt es in M-V jedenfalls nicht. Das beweisen die Erfolge der Athletinnen und Athleten aus M-V bei nationalen wie internationalen Nachwuchs-Meisterschaften.<\/p>\n<p>Wer sich allerdings berechtigte Sorgen um seine beruflichen Perspektiven machen mu\u00df, wer seinen Sport nur als &#8222;Hobby&#8220; betreiben kann, wird aber irgendwann aus M-V abwandern oder die sportliche Karriere vorzeitig beenden.<\/p>\n<p>Was m\u00f6glich ist, wenn eine professionelle und hinreichende finanzielle F\u00f6rderung gegeben sind, beweist der Fu\u00dfballsport. Und was beim &#8222;runden Leder&#8220; m\u00f6glich ist, sollte erst recht f\u00fcr Leichtathleten, Fechter, Schwimmer, Ringer, Judoka, Turner, Wasserspringer oder Wintersportler m\u00f6glich sein&#8230;<\/p>\n<p>Das &#8222;Runde&#8220; mu\u00df eben nicht immer ins &#8222;Eckige&#8220;!<\/p>\n<p>Sport frei!<\/p>\n<p>Marko Michels<\/p>\n<p><strong>Exkurs: Bei allen olympischen R\u00fcckblicken&#8230; Demn\u00e4chst stehen auch traditionsreiche Sportveranstaltungen in M-V auf dem Programm &#8211; eine kleine Auswahl:<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; vom 5.August bis 7.August: das 25.Ostsee-Meeting seit der Wiederer\u00f6ffnung 1993 im Galopp-Rennsport in Bad Doberan (1822 gab es dort die ersten Wettk\u00e4mpfe im Galopp-Rennsport.)<\/p>\n<p>&#8211; am 5.August: das 48.M\u00fcritz-Schwimmen<\/p>\n<p>&#8211; vom 10.August bis 13.August: die 27.Hanse Sail in Rostock<\/p>\n<p>&#8211; vom 18.August bis 20.August: das 27.Reit-Turnier in M\u00fchlengeez bei G\u00fcstrow, mit Agility-Hundesport-Wettk\u00e4mpfen<\/p>\n<p>&#8211; vom 25.August bis 27.August: das 26.Drachenbootfestival auf dem Pfaffenteich in Schwerin.<\/p>\n<p>M.M.<\/p>\n<p>Foto (Michels): Das inzwischen modernisierte Olympiastadion von 1936 in Berlin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sportlich &#8222;Hin und Zur\u00fcck&#8220;&#8230; Nun steht es also fest, wer nach Tokyo, dem Gastgeber der XXXII.Olympischen Spiele der Neuzeit 2020, die &#8222;olympische Flamme&#8220; weiter tragen wird. 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