{"id":4921,"date":"2017-08-08T13:53:32","date_gmt":"2017-08-08T11:53:32","guid":{"rendered":"https:\/\/mv-sport.de\/?p=4921"},"modified":"2017-08-08T21:12:35","modified_gmt":"2017-08-08T19:12:35","slug":"die-sommer-universiade-2017-in-taipei-ruft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/die-sommer-universiade-2017-in-taipei-ruft\/","title":{"rendered":"Die Sommer-Universiade 2017 in Taipei &#8222;ruft&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Zum zehnten Mal findet eine Sommer-Universiade in Asien statt&#8230;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/weltmm.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-4371\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/weltmm-235x300.jpg\" alt=\"\" width=\"235\" height=\"300\" \/><\/a>Der Sportsommer 2017 hatte schon einige H\u00f6hepunkte, die Schwimm-WM in Budapest, die Leichtathletik-WM in London, die Fecht-WM in Leipzig, die Frauen-Fu\u00dfball-EM in den Niederlanden oder den Konf\u00f6derationen-Pokal im Herren-Fu\u00dfball in Russland.<\/p>\n<p><strong>Ab 19.August ist &#8222;Universiade-Zeit&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Mitte August findet jedoch noch eine ganz wichtige Sportveranstaltung statt, welche nach den Olympischen Spielen das zweitgr\u00f6\u00dfte Multisport-Event ist &#8211; die Sommer-Universiade, die Weltspiele im Studentensport. Seit 1959 in Turin werden diese alle zwei Jahre veranstaltet, wobei die sportlichen Wurzeln studentischer Weltsportspiele bis in das Jahr 1910 zur\u00fcck reichen. Damals wurden diese in Rom pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Seit 1960 gibt es auch Winter-Universiade, deren Premiere in Chamonix veranstaltet wurde.<\/p>\n<p><strong>Winter-Universiade 2017 mit starken Teams aus Russland, Kasachstan, Japan und S\u00fcdkorea<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Jahr fand bereits eine Universiade statt, die 28.Winter-Universiade vom 29.Januar bis 8.Februar in Almaty statt, wobei fast 1700 Studenten-Sportlerinnen bzw. -Sportler aus 56 L\u00e4ndern um die Medaillen wetteiferten. Darunter waren ebenfalls 28 Athletinnen und Athleten des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes. Auf dem Programm standen insgesamt 85 Entscheidungen.<\/p>\n<p>Am erfolgreichsten waren in Almaty Russland mit 71 Medaillen, darunter 29 x Gold, Kasachstan mit 36 Medaillen, darunter 11 x Gold, Japan mit 28 Medaillen, darunter 6 x Gold, und S\u00fcdkorea mit 21 Medaillen, darunter 11 x Gold.<\/p>\n<p><strong>Drei Medaillen f\u00fcr den &#8222;ADH&#8220; in Almaty<\/strong><\/p>\n<p>Das deutsche Team bei der Winter-Universiade 2017 erk\u00e4mpfte zweimal Silber und einmal Bronze. Jeweils Rang zwei belegten Monica H\u00fcbner im Alpinen Skisport (Slalom) bzw. Tobias Simon in der Nordischen Kombination (Einzel\/Massenstart) und auf Rang drei kam das Eistanz-Duo Shari Koch\/Christian N\u00fcchtern.<\/p>\n<p><strong>Das sommerliche Taipei 2017 ruft<\/strong><\/p>\n<p>Nun folgt vom 19.August bis 30.August die 29.Auflage einer Sommer-Universiade &#8211; in Taipei, also auf der Insel Taiwan. Erwartet werden mehr als 11000 Athletinnen und Athleten aus circa 160 L\u00e4ndern, die in 275 Entscheidungen in 21 Sportarten \u00a0Siegerinnen bzw. Sieger und Platzierte ermitteln werden. Das Aufgebot des &#8222;Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes&#8220; umfasst 127 Studenten-Sportlerinnen bzw. -Sportler, die in 14 Sportarten aktiv dabei sein werden.<\/p>\n<p><strong>Zum zehnten Mal &#8211; Sommer-Universiade in Asien<\/strong><\/p>\n<p>In Taipei werden wird zum zehnten Mal eine Sommer-Universiade auf dem asiatischen Kontinent ausgerichtet &#8211; nach Tokyo 1967, Kobe 1985, Fukuoka 1995, Peking 2001, Daegu 2003, Izmir 2005, Bangkok 2007, Shenzhen 2011 bzw. Gwangju 2015. Auch Winter-Universiaden wurden bereits auf dem asiatischen Kontinent organisiert, so 1991 in Sapporo, 1997 in Muju, 2009 in Harbin, 2011 in Erzurum und 2017 in Almaty.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckblick auf Gwangju 2015<\/strong><\/p>\n<p>Bei der vorerst letzten Sommer-Universiade, 2015 in Gwangju, konnte das Team des &#8222;Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes&#8220; einige Erfolge feiern. Die Bilanz war mit \u00a05 x Gold, 5 x Silber, 8 x Bronze eine sehr gute.<\/p>\n<p>Goldige Universiade-Momente aus deutscher Sicht gab es vor zwei Jahren f\u00fcr Turner Fabian Hamb\u00fcchen am Reck, f\u00fcr den Leichtathleten Martin Christian Grau \u00fcber die 3000 Meter Hindernis, f\u00fcr die Leichtathletinnen Lena Urbaniak im Kugelsto\u00dfen bzw. Anna Maiwald im Siebenkampf und f\u00fcr die Ruderer Jakob Schneider, Tobias Oppermann, Arne Schwiethal und Clemens Ernsting im Vierer ohne Steuermann.<\/p>\n<p><strong>Asiens Streitmacht enorm stark<\/strong><\/p>\n<p>Die sportlichen Universiade Top-Nationen 2015 waren jedoch andere\u2026 Asiens Streitmacht beeindruckte wieder einmal bei den Weltspielen im studentischen Sport. So wurde Gastgeber S\u00fcdkorea die Nummer eins im Medaillenspiegel, China kam auf Rang drei, Japan auf Rang vier, der Iran auf Rang neun und Taiwan auf Rang zehn. Zehn asiatische Nationen unter den \u201eTop Ten\u201c \u2013 auch im Sport ist Asien inzwischen ein extrem erfolgreicher Kontinent.<\/p>\n<p>Das meiste Edelmetall \u201eheimste\u201c dennoch Russland (122 Medaillen) ein. Die meisten Goldmedaillen erk\u00e4mpften die S\u00fcdkoreanerinnen und S\u00fcdkoreaner (47 x Gold). Insgesamt holten Studenten-Sportlerinnen und -Sportler aus 64 L\u00e4ndern Plaketten, darunter 42 Staaten eine oder mehrere Goldmedaillen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Europ\u00e4er schafften Russland (Platz zwei), Frankreich (Platz sechs), Italien (Platz sieben) und die Ukraine (Platz acht) \u201eden Sprung\u201c unter die besten zehn L\u00e4nder. Die USA belegten in der Endabrechnung Rang f\u00fcnf.<\/p>\n<p><strong>Blick zu den Kern-Sportarten<\/strong><\/p>\n<p>In den Kernsportarten Schwimmen, Leichtathletik, Turnen oder Rudern ging es jedoch durchaus abwechslungsreich zu. Die besten Schwimmerinnen und Schwimmer kamen aus den USA und holten 34 Medaillen, darunter 15 x Gold. In der Leichtathletik dominierte die russische Mannschaft mit 29 Medaillen, darunter 12 x Gold. Die erfolgreichsten Ruderboote stellte 2015 Litauen mit 4 x Gold, 1 x Silber.<\/p>\n<p>Und die st\u00e4rksten Turn-Nationen in Gwangju waren die Ukraine bzw. Japan mit jeweils 15 Medaillen und Russland mit 13 Medaillen. In der aus M-V-Sicht traditionsreichen Sportart Wasserspringen waren wieder einmal die Chinesinnen und Chinesen \u201edas Ma\u00df aller Dinge\u201c mit 17 Medaillen, darunter 10 x Gold.<\/p>\n<p><strong>Weiterer Blick zum Team-Ballsport<\/strong><\/p>\n<p>Spannend verliefen auch die Wettk\u00e4mpfe in den Mannschafts-Ballsportarten. In den beiden Basketball-Turnieren der Studentinnen und Studenten setzte sich \u201eTeam U.S.A.\u201c durch \u2013 bei den Studenten denkbar knapp vor der deutschen Auswahl. Im Fu\u00dfball st\u00fcrmten Italien (Studenten) und Frankreich (Studentinnen) zu Gold. Beste Volleyball-Nation, jeweils bei Studenten wie Studentinnen, war Russland. Die Handball-Turniere bescherten Portugal (Studenten) und Russland (Studentinnen) goldene Medaillen. Die besten Baseballer kamen aus Japan und Taiwan. Wasserball spielten hingegen Italien bzw. Ungarn (Studenten) und Australien bzw. Kanada (Studentinnen) ganz besonders erfolgreich.<\/p>\n<p><strong>Sommer-Universiaden in Asien: Auch aus M-V-Sicht mit Erfolgen<\/strong><\/p>\n<p>Vom Ein-Meter-Brett sprangen 1995 in Fukuoka\u00a0 die beiden Rostockerinnen D\u00f6rte Lindner und Silke Kr\u00fcger zu Gold und Silber. Bronze sicherte sich Yu Xiaoling (China). Auch vom Drei-Meter-Brett reichte es f\u00fcr D\u00f6rte Lindner zu einer Medaille. D\u00f6rte kam auf Platz drei hinter Rao Lang (China) und Maria Jose Alcala (Mexiko). Das deutsche Frauen-Team, mit D\u00f6rte Lindner und Silke Kr\u00f6ger, jubelte zudem \u00fcber Gold vor den USA und China.<\/p>\n<p>In Peking 2001 war \u201eBronze-Zeit\u201c aus Sicht einer Sportlerin vom SC Neubrandenburg. Die Siebenk\u00e4mpferin Sonja Kesselschl\u00e4ger schaffte Rang drei hinter der Australierin Jane Jamieson und der Russin Swetlana Sokolowa. Medaillen-Freuden \u00fcber die 400 Meter H\u00fcrden gab es 2007 in Bangkok f\u00fcr eine fr\u00fchere Athletin des 1.LAV Rostock, f\u00fcr Jonna Tilgner. 2007 lief Jonna zu Bronze hinter der Kasachin Tatjana Asarowa bzw. der Ukrainerin Anastasija Rabchenjuk. Im Jahr 2009, bei der Universiade in Belgrad, wurde Jonna Tilgner \u00fcber die gleiche Distanz sogar Zweite.<\/p>\n<p><strong>Saskia Oettinghaus aus Rostock 2017 dabei<\/strong><\/p>\n<p>Aktuell, in Taipei, hofft die Wasserspringerin Saskia Oettinghaus, Jahrgang 1998, Studentin der Universit\u00e4t Rostock und Mitglied des WSC Rostock, auf bestm\u00f6gliche Resultate bei der 29.Universiade.<\/p>\n<p><strong>Im R\u00fcckspiegel: Die erste Sommer-Universiade auf dem asiatischen Kontinent &#8211; Tokyo 1967<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zwischen sportlichen Glanzlichtern und einem politischen Boykott<\/strong><\/p>\n<p>Die erste Sommer-Universiade auf dem asiatischen Kontinent wurde exakt vor 50 Jahren, 1967 in der Olympiastadt von 1964, in Tokyo, gefeiert.<\/p>\n<p>Leider boykottierten einige Ostblock-Staaten diese Universiade, da es un\u00fcberbr\u00fcckbare politische Differenzen zwischen der damaligen japanischen Regierung und der &#8222;Koreanischen Demokratischen Volksrepublik&#8220;, also dem kommunistischen Nordkorea, gab, die teilweise historisch begr\u00fcndet waren&#8230;<\/p>\n<p>Denn: Japan hatte die koreanische Halbinsel 1905 annektiert und seit 1910 als &#8222;Kolonie&#8220; betrachtet (bis 1945) sowie dort schlimmste Menschenrechtsverletzungen begangen. In der Frage von Reparationszahlungen konnten sich beide L\u00e4nder nicht einigen. Hinzu kam, dass Korea ab 1945 in Folge des &#8222;Kalten Krieges&#8220; gespalten wurde, der Norden war zun\u00e4chst mit der Sowjetunion, dann mit der VR China eng verbunden, der S\u00fcden kooperierte mit den USA.<\/p>\n<p>Da Japan die Athletinnen bzw. Athleten S\u00fcdkoreas unter der Bezeichnung &#8222;Republic of\u00a0 Korea&#8220; starten lassen wollte, Nordkorea aber die Bezeichnung &#8222;People`s Republic of Korea&#8220; verweigerte, sprach sich der Norden, der sich als &#8222;wahre Vertretung&#8220; der gesamten koreanische Halbinsel betrachtete, gegen eine Teilnahme an der Sommer-Universiade 1967 aus. Die Sowjetunion, die Tschechoslowakei, Ungarn, Kuba, die Mongolische VR, die DDR und weitere Ostblock-Nationen boykottierten aus Solidarit\u00e4t mit Nordkorea die 1967er Universiade ebenfalls.<\/p>\n<p><strong>Japan und die USA am besten<\/strong><\/p>\n<p>Dennoch nahmen immerhin 1800 Sportlerinnen und Sportler allerdings aus nur 32 L\u00e4ndern an der Sommer-Universiade 1967 teil. Besonders erfolgreich waren in Tokyo 1967, das wie schon drei Jahre zuvor mit den 28.Olympischen Spielen der Neuzeit eine hervorragende Organisation der Wettk\u00e4mpfe bot, Gastgeber Japan mit 61 Medaillen, darunter 19 x Gold) und die USA mit 58 Medaillen, darunter 31 x Gold. Die westdeutsche Mannschaft errang 22 Medaillen, darunter 8 x Gold.<\/p>\n<p><strong>Westdeutschland mit acht Goldenen in der Leichtathletik<\/strong><\/p>\n<p>Diese acht (west-)deutschen Goldmedaillen wurden s\u00e4mtlich in den Leichtathletik-Konkurrenzen erk\u00e4mpft. Ingo R\u00f6per gewann die 400 Meter. Bodo T\u00fcmmler war der Beste \u00fcber die 1500 Meter, \u00fcber die er 1968 in Mexico-City auch Bronze erlaufen sollte. Goldene Augenblicke erlebten in Tokyo 1967 zudem die (west-)deutsche 4 x 400 Meter-Staffel der Herren, der Stabhochspringer Heinfried Engel, der Dreispringer Michael Sauer, Zehnk\u00e4mpfer Hans-Joachim Walde und im Kugelsto\u00dfen wie im Diskuswerfen Liesel Westermann.<\/p>\n<p>Liesel Westermann durfte dann bei Olympia 1968 \u00fcber Silber im Diskuswerfen jubeln, Hans-Joachim Walde hatte 1964 im Zehnkampf bereits Olympia-Bronze erobert, 1968 wurde er Olympia-Zweiter nat\u00fcrlich auch im Zehnkampf.<\/p>\n<p><strong>Gro\u00dfe Sieger und Platzierte<\/strong><\/p>\n<p>Gro\u00dfe Sieger gab es unter anderem auch im 800 Meter-Lauf mit dem Australier Ralph Doubell und \u00fcber die 200 Meter mit dem Amerikaner Tommie Smith. Beide holten auf diesen Strecken 1968 auch jeweils Olympia-Gold. Unvergessen dabei die &#8222;Black Power&#8220;-Faust von Tommie Smith w\u00e4hrend der olympischen Siegerehrung 1968&#8230;<\/p>\n<p>F\u00fcr die Amerikanerin Madeline Manning folgte nach dem Universiade-Gold 1967 \u00a0dann ebenfalls Olympia-Gold 1968 &#8211; \u00fcber die 800 Meter der Frauen. Die \u00f6sterreichische F\u00fcnfk\u00e4mpferin Liese Prokop hatte hingegen 1967 ihren goldenen Wettkampf, dem sich ein silberner 1968 anschloss.<\/p>\n<p>Die 100 Meter-Sprint-K\u00f6nigin von Tokyo 1967, Barbara Ferrell aus den USA, wurde indes 1968 Olympiasiegerin mit der 4 x 100 Meter Staffel der USA und Olympia-Zweite \u00fcber die 100 Meter. Olympia-Medaillen schaffte der Sprint-K\u00f6nig von Tokyo 1957, Gaoussou Kone von der Elfenbeink\u00fcste, sp\u00e4ter nicht. Daf\u00fcr war er\u00a0 bereits 1964 und dann 1968 bzw. 1972 Olympia-Teilnehmer.<\/p>\n<p><strong>Wasserspringen mit drei US-Siegen<\/strong><\/p>\n<p>Im Wasserspringen wurden in Tokyo 1967 vier Konkurrenzen angeboten, jeweils das Kunst- und Turmspringen f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner. Mit drei Erfolgen waren dort die USA am erfolgreichsten. Vom Turm der Frauen gewann Lesley Bush (USA), die bereits bei Olympia 1964 die Dresdnerin und Wahl-Rostockerin Ingrid Kr\u00e4mer, zweifache Olympiasiegerin (Kunst- bzw. Turmspringen) 1960 in Rom, Olympiasiegerin (Kunstspringen) bzw. Olympiazweite (Turmspringen) 1964 in Tokyo und Olympia-F\u00fcnfte (Kunstspringen) 1968 in Mexico-City, auf den zweiten Rang verwiesen hatte.<\/p>\n<p>Die Amerikanerin Micki King war hingegen im Kunstspringen bei der Universiade 1967 die Nummer eins &#8211; bei Olympia 1972 in M\u00fcnchen erreichte sie ebenfalls Gold im Kunstspringen. Zu Gold im Kunstspringen der Herren kam 1967 der Amerikaner Keith Russell, der 1968 bei Olympia Rang sechs im Kunstspringen und Rang vier im Turmspringen belegte.<\/p>\n<p><strong>Goldene Fecht-Tage f\u00fcr Schweden und die Schweiz<\/strong><\/p>\n<p>Im Fechten sorgten Kerstin Palm und Denys Chamay 1967 f\u00fcr Jubel im schwedischen und schweizerischen Fecht-Team. Die Schwedin Kerstin Palm wurde die Beste im Florett-Fechten bei den Frauen und nahm insgesamt siebenmal an Olympischen Spielen teil: 1964 in Tokyo, 1968 in Mexico-City, 1972 in M\u00fcnchen, 1976 in Montreal, 1980 in Moskau, 1984 in Los Angeles und 1988 in Seoul.<\/p>\n<p>Der Schweizer Denys Chamay triumphierte hingegen bei der Universiade 1967 im Degen-Einzel und im Team-Wettbewerb mit dem Degen.<\/p>\n<p><strong>Japan einsame (Judo-)Klasse<\/strong><\/p>\n<p>In den Universiade-Wettk\u00e4mpfen im Judo 1967 &#8211; mit sechs Einzel- und einer Team-Entscheidung nur f\u00fcr die Herren &#8211; war das Mutterland dieser Sportart klar dominierend. Alle sieben Goldmedaillen sicherte sich Japan. Die Finals waren ausschlie\u00dflich K\u00e4mpfe zwischen japanischen und s\u00fcdkoreanischen Judoka, die alle von den Japanern gewonnen wurden.<\/p>\n<p>In der offenen Klasse siegte Masatoshi Shinomaki, der sp\u00e4ter dort auch WM-Gold 1969 bzw. 1971 holte. Bei den Olympischen Spielen 1972 scheiterte er allerdings vorzeitig.<\/p>\n<p>Im Leichtgewicht gewann Isamu Sonoda, der 1969 Weltmeister und 1976 Olympia-Gold errang. Olympia-Gold 1976 schaffte auch der Universiade-Sieger 1967 im Halbmittelgewicht Kazuhiro Ninomiya, der in der offenen Klasse zudem \u00fcber WM-Gold 1973 jubelte.<\/p>\n<p>Der Schwergewichtler Motoki Nishimura distanzierte in seiner Gewichtsklasse 1967 die Konkurrenz und konnte sich 1972 auch \u00fcber eine Olympia-Medaille (Bronze) freuen.<\/p>\n<p><strong>Ein Dreikampf im Turnen<\/strong><\/p>\n<p>Die Turn-Wettk\u00e4mpfe von Tokyo 1967 standen im Zeichen Japans, Nordamerikas und Westeuropas.<\/p>\n<p><strong>Fast totaler Erfolg im Schwimmsport f\u00fcr die USA<\/strong><\/p>\n<p>Im Schwimmen waren bei der Universiade 1967 die USA eine Macht. In den 13 Entscheidungen bei den Herren gingen alle Goldenen an die Amerikaner. Die US-Girls erk\u00e4mpften bei den Frauen 8 von 9 Goldmedaillen 1967. Nur die Britin Diana Harris durchbrach die amerikanische Siegesserie im Universiade-Schwimmbecken 1967 und setzte sich \u00fcber die 100 Meter Brust durch. 1968 und 1972 startete die Britin dann auch bei den Olympischen Spielen.<\/p>\n<p>Erfolgreiche amerikanische Schwimmer bei der Universiade 1967 in Tokyo waren R\u00fcckenspezialist Charlie Hickcox mit viermal Gold (bei Olympia 1968: dreimal Gold, einmal Silber), Freistil-Ass Mike Burton mit einmal Gold (1500 Meter Freistil, bei Olympia 1968\/72: dreimal Gold), der vielseitige &#8222;Schmetterling&#8220; Doug Russell mit zweimal Gold, einmal Silber (bei Olympia 1968: zweimal Gold), Brust-Spezialist Ken Merten mit dreimal Gold und &#8222;Schmetterling&#8220; John Ferris mit einmal Gold, einmal Silber (bei Olympia 1968: zweimal Bronze). In Turin 1970, bei der dortigen Universiade, holte John Ferris noch drei weitere Goldmedaillen.<\/p>\n<p>Bei den Schwimmerinnen war 1967 Linda Gustavson aus den USA \u00fcberragend, gewann die 100 Meter Freistil, die 400 Meter Freistil, die 4 x 100 Meter Freistil und die 4 x 100 Meter Lagen.\u00a0 1968 wurde sie auch Olympiasiegerin mit der US-Staffel \u00fcber die 4 x 100 Meter Freistil.<\/p>\n<p>Cynthia Goyette aus den USA schaffte 1967 immerhin zweimal Gold (200 Meter Brust, 4 x 100 Meter Lagen), einmal Silber (100 Meter Brust). Drei Jahre zuvor, bei Olympia 1964 in Tokyo, hatte sie ebenfalls Gold \u00fcber die 4 x 100 Meter Lagen errungen.<\/p>\n<p>Dreimal Gold, einmal Silber hie\u00df die Universiade-Ausbeute 1967 \u00a0von Martha Randall aus den USA im Schwimmbecken. An gleicher Stelle hatte sie 1964 bereits Bronze \u00fcber die 400 Meter Lagen erschwommen.<\/p>\n<p><strong>Tennis-Gold f\u00fcr Japan<\/strong><\/p>\n<p>Tennis wurde au\u00dferdem in Tokyo 1967 gespielt und Japan avancierte dort zur erfolgreichsten Tennis-Nation mit einmal Gold, zweimal Silber, dreimal Bronze. Nell Truman aus Gro\u00dfbritannien wurde Erste im Damen-Einzel. Mit ihrer Doppel-Partnerin Winnie Shaw erreichte sie dann f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter das Doppel-Finale der French Open 1972.<\/p>\n<p>Dort unterlag sie allerdings der legend\u00e4ren Billie Jean King (USA), die zusammen mit der Niederl\u00e4nderin Betty St\u00f6ve 1972 ein Doppel bildete. Apropos Niederlande und Damen-Doppel: Bei der Universiade 1967 in Tokyo lie\u00dfen sich die &#8222;Meisjes&#8220; Ada Bakker\/Astrid Suurbeek den Gesamt-Erfolg nicht nehmen. Im Herren-Einzel der Universiade 1967 gewann der Japaner Koji Watanabe.<\/p>\n<p><strong>Doppeltes Volley-Gold f\u00fcr Nippon<\/strong><\/p>\n<p>Der Ball-Mannschaftssport spielte bei der Sommer-Universiade auch eine Rolle. So standen zwei Entscheidungen im Basketball (Frauen, Herren), zwei Entscheidungen im Hallen-Volleyball (Frauen, M\u00e4nner) und eine Entscheidung im Wasserball (Herren) auf dem Programm.<\/p>\n<p>Beide Volleyball-Turniere waren &#8222;eine Angelegenheit&#8220; f\u00fcr Japan. Auch im Wasserball siegte \u00fcberraschend Japan. Die Amerikaner gewannen dagegen im Basketball und die S\u00fcdkoreanerinnen freuten sich \u00fcber Gold im Frauen-Basketball.<\/p>\n<p>Trotz der politischen Boykott-Schatten 1967 war die Universiade 1967 sowohl sportlich, organisatorisch als auch ideell ein gro\u00dfer Erfolg.<\/p>\n<p>Hoffentlich gibt es von der Sommer-Universiade 2017 in Taipei \u00e4hnlich positive Nachrichten. Einen Boykott wird es hoffentlich nicht geben&#8230;<\/p>\n<p>Marko Michels<\/p>\n<p>Foto (Michels): Wieder ein sportliches Weltereignis mit M-V-Beteiligung und mit M-V-Traditionen &#8211; die Sommer-Universiade 2017 &#8222;ruft&#8220;&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum zehnten Mal findet eine Sommer-Universiade in Asien statt&#8230; Der Sportsommer 2017 hatte schon einige H\u00f6hepunkte, die Schwimm-WM in Budapest, die Leichtathletik-WM in London, die Fecht-WM in Leipzig, die Frauen-Fu\u00dfball-EM in den Niederlanden oder den Konf\u00f6derationen-Pokal im Herren-Fu\u00dfball in Russland. 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