{"id":6568,"date":"2017-10-20T14:02:22","date_gmt":"2017-10-20T12:02:22","guid":{"rendered":"https:\/\/mv-sport.de\/?p=6568"},"modified":"2017-11-07T20:50:26","modified_gmt":"2017-11-07T19:50:26","slug":"im-blickfeld-das-eisschnelllaufen-vor-pyeongchang","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/im-blickfeld-das-eisschnelllaufen-vor-pyeongchang\/","title":{"rendered":"Im Blickfeld: Das Eisschnelllaufen vor Pyeongchang"},"content":{"rendered":"<p>Ein R\u00fcck- und Ausblick<\/p>\n<figure id=\"attachment_6167\" aria-describedby=\"caption-attachment-6167\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/eislauf12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6167\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/eislauf12-300x199.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"199\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6167\" class=\"wp-caption-text\">Eisschnelllaufen &#8211; Michels<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Eisschnelll\u00e4uferinnen und Eisschnelll\u00e4ufer haben den Februar 2018 fest im Blick, dann werden in Pyeongchang auch deren olympische Entscheidungen ausgetragen. Bei den Einzelstrecken-WM 2017 waren die Niederlande wieder einmal das erfolgreichste Land mit 15 Medaillen, darunter 8 x Gold. Die Weltmeister-Titel 2017 bei den Herren im Sprint (Kai Verbij) und im Mehrkampf (Sven Kramer) gingen ebenfalls an die Niederlande. Die Sprint-WM 2017 bei den Frauen entschied die Japanerin Nao Kodaira f\u00fcr sich. Die Tschechin Martina Sablikova war hingegen die Nummer eins bei den Mehrkampf-WM der Frauen 2017.<\/p>\n<p>Bei den olympischen Eischnelllauf-Wettk\u00e4mpfen 2014 dominierten die Niederl\u00e4nderinnen und Niederl\u00e4nder ganz extrem und holten 23 der 36 Medaillen bzw. 8 der 12 Goldmedaillen im Eisschnelllaufen. Bei den Eisschnelllauf-Konkurrenzen in Pyeongchang sind die Niederl\u00e4nderinnen und Niederl\u00e4nder ebenfalls haushohe Favoriten.<\/p>\n<p>Vom 10.November 2017 bis 12.November 2017 in Heerenveen gibt es aktuell den ersten Weltcup im Eisschnelllaufen der olympischen Saison 2017\/18.<\/p>\n<p><strong>Wie war das aber noch einmal vor vier Jahren? Kurz vor den Olympischen Winterspielen 2014 und den Entscheidungen im Eisschnelllaufen in Sotschi&#8230;<\/strong><\/p>\n<p><strong>MV-SPORT blickt zur\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sportliches Kalenderblatt vom 21.Oktober 2013<\/strong><\/p>\n<p><em>Sotschi 2014 fest im Blick \/ Die Eisschnelll\u00e4uferinnen und Eisschnell\u00e4ufer starten in zwei Wochen in ihre Weltcup-Saison 2013\/14 \/ M-V mit guter Eisschnelllauf-Tradition<\/em><\/p>\n<p>Bald geht die olympische Saison 2013\/14 im \u201eLangbahn\u201c-Eisschnelllaufen los. Der erste Weltcup findet dabei vom 8.November 2013 bis 11.November 2013 in der Olympiastadt von 1988, in Calgary, statt. Dann folgen bis M\u00e4rz 2014 f\u00fcnf weitere Weltcup-Stationen: vom 15.November 2013 bis 17.November 2013 in der Olympiastadt von 2002, in Salt Lake City, vom 29.November 2013 bis 1.Dezember im kasachischen Astana, vom 6.Dezember 2013 bis 8.Dezember 2013 in der Olympiastadt von 1936, in Berlin, vom 7.M\u00e4rz 2014 bis 9.M\u00e4rz 2014 in Inzell und vom 14.M\u00e4rz 2014 bis 16.M\u00e4rz 2014 in Heerenveen.<\/p>\n<p><strong>Zwischen Olympia, WM, Weltcups und EM<\/strong><\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich sind die Eisschnelll\u00e4uferinnen und Eisschnelll\u00e4ufer bei den Mehrkampf-EM vom 11.Januar 2014 bis 12.Januar 2014 in Hamar, dem Austragungsort der olympischen Eisschnelllauf-Wettk\u00e4mpfe von 1994, bei den Sprint-WM vom 18.Januar 2014 bis 19.Januar 2014 in der Olympiastadt von 1998, in Nagano, und bei den Mehrkampf-WM vom 22.M\u00e4rz 2014 bis 23.M\u00e4rz 2014 in Heerenveen gefordert.<\/p>\n<p>Der Saison-H\u00f6hepunkt sind zweifellos die olympischen Wettk\u00e4mpfe der 22.Olympischen Winterspiele in Sotschi, die vom 7.Februar 2014 bis 23.Februar 2014 ausgetragen werden.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckblick auf die Einzel-WM 2013 in Sotschi<\/strong><\/p>\n<p>Apropos Sotschi\u2026 Die olympische Generalprobe f\u00fcr die deutschen Eisschnelll\u00e4uferinnen und Eisschnelll\u00e4ufer verlief auf dem kommenden \u201eOlympia-Eis\u201c in Sotschi vor einem halben Jahr eher suboptimal. Bei den Einzel-WM 2013 in der kommenden Olympia-Stadt waren andere Nationen erheblich erfolgreicher und schneller\u2026<\/p>\n<p><strong>Niederlande in Sotschi 2013 am erfolgreichsten<\/strong><\/p>\n<p>Zwischen 500 Metern und 10000 Metern, auch in der Team-Verfolgung, jubelten vor allem die fliegenden Holl\u00e4nderinnen und Holl\u00e4nder. Mit 13 WM-Medaillen, davon 6 x Gold, waren die Niederlande in Sotschi 2013 das Ma\u00df aller Eisschnelllauf-Dinge. Dahinter folgen S\u00fcdkorea mit 2 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze und Russland mit 2 x Gold, 3 x Bronze. WM-Titel erk\u00e4mpften auch Tschechien und Kasachstan (je einen).<\/p>\n<p>Und die Eisschnelllauf-Nation Deutschland \u2026 Wo landete die? F\u00fcr das deutsche Team gab es in den zw\u00f6lf Konkurrenzen nur 2 x Bronze \u2013 durch die erfahrene und dennoch ewig junge Claudia Pechstein \u00fcber die 3000 Meter und 5000 Meter. Man ist \u201eschwarz-rot-gold\u201c betrachtet in Sachen Eisschnelllaufen ohnehin bescheiden geworden.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt war die die Anzahl der L\u00e4nder, die in Sotschi WM-Medaillen im Eisschnelllaufen gewannen, sehr \u00fcbersichtlich geblieben. Gerade einmal zehn Nationen holten weltmeisterliche Plaketten. Die Eisschnelllauf-Nation USA begn\u00fcgte sich auch mit 1 x Silber, 2 x Bronze. Tja, wenn die Niederl\u00e4nderinnen und Niederl\u00e4nder zulangen, bleibt f\u00fcr \u201eden Rest der Welt\u201c nicht viel \u00fcbrig.<\/p>\n<p><strong>Sven und Ireen dominierten<\/strong><\/p>\n<p>Der WM-K\u00f6nig in Sotschi war wieder einmal Sven Kramer, der 2 x Gold, 1 x Silber erk\u00e4mpfte \u2013 bislang gewann der Niederl\u00e4nder schon 13 x WM-Gold bei Einzel-WM. Die K\u00f6nigin in Sotschi hie\u00df 2013 Ireen, genauer gesagt, Ireen W\u00fcst, nat\u00fcrlich auch aus den Niederlanden. 3 x Gold, 2 x Silber \u2013 so die atemberaubende Bilanz der schnieken Dame, wobei sie in Sotsch ihr insgesamt 9.WM-Gold bei Einzel-WM feierte.<\/p>\n<p>Im ewigen Medaillenspiegel bei WM auf den Einzelstrecken im Eisschnelllaufen zwischen Hamar 1996 und Sotschi 2014 f\u00fchrt nunmehr Holland mit 159 Medaillen, davon 58 x Gold, vor Deutschland mit 90 Medaillen, davon 36 x Gold, Kanada mit 68 Medaillen, davon 21 x Gold, den USA mit 38 Medaillen, davon 11 x Gold, und Japan mit 30 Medaillen, davon 7 x Gold.<\/p>\n<p>Mal schauen, wie es in Sotschi 2014 in puncto Eisschnelllaufen aussehen wird \u2026 Neuer Wettkampf, neues Gl\u00fcck \u2013 auch f\u00fcr die Eisschnelll\u00e4uferinnen und Eisschnelll\u00e4ufer \u201eMade in Germany\u201c!<\/p>\n<p><strong>M-V mit Eisschnelllauf-Tradition<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcbrigens: 1975 gewann die geb\u00fcrtige Rostockerin Karin Kessow WM-Mehrkampf-Gold und die ebenfalls geb\u00fcrtige Rostockerin Heike Lange WM-Sprint-Silber \u2013 wie der geb\u00fcrtige Rostocker Horst Freese 1976 in Innsbruck auch bei den Winterspielen am Start. Lang, lang ist es her\u2026<\/p>\n<p>Und dennoch erinnern sich die Protagonistinnen von einst gern zur\u00fcck, so auch Karin Kessow, verheiratete Drbal, die 1976 auch Olympionikin in Innsbruck war: \u201eMit der heutigen Leiterin des Rostocker Olympiast\u00fctzpunktes f\u00fcr die Sportart &#8222;Short Track&#8220; (Kurzbahn-Eisschnelllauf) war ich ja in einer Trainingsgruppe.<\/p>\n<p>Ihre Mutter Gerda Hoffmann war unsere Trainerin. Nicht zuletzt dank ihres Trainings konnte ich 1970 Spartakiade-Siegerin werden. Die Grundlagen f\u00fcr meine sp\u00e4tere international erfolgreiche Laufbahn wurden in Rostock gelegt.\u00a0 Gl\u00fccklicherweise hatten Karin und ich zwei Jahre Altersunterschied, so wurden wir nie direkte Konkurrentinnen und blieben Freundinnen.<\/p>\n<p>Aber auch heute habe ich noch regen Kontakt nach Rostock. Im Sommer, zumeist im August, haben die Berliner Eisschnelll\u00e4ufer und die Rostocker Short Tracker ihre Trainingslehrg\u00e4nge zum gleichen Zeitpunkt (Ist aber Zufall!) in Zinnowitz auf Usedom, so dass die &#8222;Beziehungen&#8220; zwischen Rostock und Berlin eng sind\u2026\u201c<\/p>\n<p><strong>Vor mehr als 20 Jahren: Gold f\u00fcr Jacqueline B\u00f6rner aus Wismar<\/strong><\/p>\n<p>Und die geb\u00fcrtige Wismarerin und Wahl-Berlinerin Jacqueline B\u00f6rner, verheiratete Schubert, die 1990 Mehrkampf-Weltmeisterin sowie 1992 in Albertville Olympiasiegerin \u00fcber die 1500 Meter wurde, blickt ebenfalls gern auf ihre aktive Zeit \u2013 gerade aus olympischer Sicht \u2013 zur\u00fcck: \u201e\u2026 Olympia ist f\u00fcr jede Sportlerin und jeden Sportler so gro\u00dfartig. Es gibt sportlich nichts Besseres.<\/p>\n<p>Der Olympiasieg war die Erf\u00fcllung eines Lebenstraumes, ein gro\u00dfes Gl\u00fcck, eine Selbstbest\u00e4tigung und ein erfolgreicher Augenblick, den man nicht vergisst. An die ersten drei Tage danach erinnere ich mich gar nicht mehr so genau (Nicht etwa, weil ich zu viel `Champus` getrunken h\u00e4tte!), ich lebte wie in Trance. Es war Freude und Gl\u00fccksgef\u00fchl zugleich!<\/p>\n<p>Auch wenn ich ansonsten nicht `bibelfest` bin: Der liebe Gott hat es mehr als gut mit mir gemeint: Er h\u00e4tte mir in Albertville`92 auch Bronze `schenken` k\u00f6nnen &#8211; und ich w\u00e4re sehr, sehr gl\u00fccklich gewesen &#8230; Jedoch Gold &#8211; das war der `Hammer`!\u201c<\/p>\n<p>Karin Kessow und Jacqueline B\u00f6rner \u2013 zwei Eislauf-Asse mit MV-Wurzeln.<\/p>\n<p>Ein geb\u00fcrtiger Barther startete ebenfalls bereits im Eisschnelllaufen bei Winter-Olympia: In Calgary 1988 wurde Roland Freier (SC Karl-Marx-Stadt) jeweils Achter \u00fcber die 5000 Meter bzw. 10000 Meter.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig hat M-V zwar kein olympischen Eisschnelllauf-Ass auf den langen Kanten\u00a0 \u201eim \u00c4rmel\u201c, daf\u00fcr gibt es mit Hannes und Torsten Kr\u00f6ger vom ESV Turbine Rostock jedoch zwei hoffnungsvolle und ambitionierte Kurzbahn-Eisschnelll\u00e4ufer, welche die Qualifikation zu den Olympischen Winterspielen durchaus schaffen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>Eisschnelllaufen \u2013 seit 90 Jahren im olympischen Programm<\/strong><\/p>\n<p>Ansonsten geh\u00f6rt der \u201eLangbahn\u201c-Eisschnelllauf zu den traditionsreichen olympischen Wintersportarten, denn schon bei den ersten Spielen 1924 in Chamonix war dieser im olympischen Programm. Damals gingen die Medaillen \u2013 nur Herren-Wettbewerbe waren ausgeschrieben \u2013 an Finnland, die USA und Norwegen. Der Finne Clas Thunberg gewann \u00fcber die 1500 Meter, 5000 Meter, 10000 Meter sowie im Mehrkampf und der US-Amerikaner Charles Jewtraw jubelte \u00fcber die 500 Meter.<\/p>\n<p>Erst 36 Jahre sp\u00e4ter, bei den Spielen in Squaw Valley, durften auch die Eisschnelll\u00e4uferinnen ihr K\u00f6nnen unter den f\u00fcnf olympischen Ringen beweisen (1932 in Lake Placid wurde Frauen-Eisschnelllaufen bereits olympisch demonstriert.). Lidija Skoblikowa aus der UdSSR wurde damals zweimal Erste \u00fcber die 1500 Meter sowie 3000 Meter; ihr Mannschaftskamerad Jewgeni Grischin schaffte zweimal Gold`60 \u00fcber die 500 Meter und 1500 Meter.<\/p>\n<p>Eine geb\u00fcrtige Danzigerin, die bis 1952 in Schwerin-Neum\u00fchle wohnte, sogar f\u00fcr die BSG Empor Schwerin bis 1952 Handball spielte, wurde in Squaw Valley dann Olympiasiegerin \u00fcber die 500 Meter und Olympia-Zweite \u00fcber die 1000 Meter: Helga Haase, die damals dem SC Dynamo Berlin angeh\u00f6rte.<\/p>\n<p><strong>Die \u201eGro\u00dfen F\u00fcnf\u201c dominierten<\/strong><\/p>\n<p>Die erfolgreichsten L\u00e4nder bei den olympischen \u201eLangbahn\u201c-Konkurrenzen im Eisschnelllaufen waren \u00fcbrigens die \u201eGro\u00dfen F\u00fcnf\u201c: Die USA f\u00fchren mit 29 x Gold, 22 x Silber, 16 x Bronze vor den Niederlanden mit 27 x Gold, 29 x Silber, 26 x Bronze, Russland (mit UdSSR) mit 27 x Gold, 21 x Silber, 22 x Bronze, Norwegen mit 25 x Gold, 28 x Silber, 27 x Bronze und Deutschland (mit Westdeutschland , DDR und vereint) mit 25 x Gold, 28 x Silber, 19 x Bronze hier das Medaillen-Ranking an.<\/p>\n<p>Besondere Akzente setzten Lidija Skoblikowa (UdSSR) mit ihren sechs Goldmedaillen 1960\/1964 sowie Clas Thunberg (Finnland) mit 5 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze 1924\/1928 und der US-Amerikaner Eric Heiden mit 5 x Gold 1980.<\/p>\n<p>Aus deutscher Sicht waren Claudia Pechstein mit 5 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze zwischen 1992 bzw. 2006 sowie Uwe-Jens Mey mit 2 x Gold, 1 x Silber 1988\/1992 und Erhard Keller mit 2 x Gold 1968\/1972 die erfolgreichste Eisschnelll\u00e4uferin bzw. die erfolgreichsten Eisschnelll\u00e4ufer.<\/p>\n<p>Mal schauen, was f\u00fcr die deutschen Eisschnelll\u00e4uferinnen und Eisschnelll\u00e4ufer in Sotschi 2014 m\u00f6glich ist!<\/p>\n<p>Eine, die in der Vergangenheit bereits gro\u00dfe Erfolge feierte und auch entsprechende Ziele f\u00fcr Sotschi 2014 hat, ist Jenny Wolf, Jahrgang 1979, vom Eissportverein Berlin`08. Jenny trainiert bei Thomas Schubert, dem Ehemann von Jacqueline B\u00f6rner.<\/p>\n<p>Nachgefragt bei der Weltklasse-Eisschnelll\u00e4uferin<\/p>\n<p><strong>Jenny Wolf \u00fcber ihre Begeisterung f\u00fcr das Eisschnelllaufen, ihre einstigen Vorbilder, die kommende Olympiastadt und eigene Ziele f\u00fcr 2014<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>\u201eBin auf die olympische Stimmung in Sotschi gespannt \u2026\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Frage: <\/strong>Jenny, Sie sind seit Jahren absolute Weltspitze im Eisschnelllaufen &#8230; Wie gelangten Sie eigentlich zum Eis-Oval? Wer waren Ihre Vorbilder, als sie anfingen?<\/p>\n<p><strong>Jenny Wolf: <\/strong>Zum Eisschnelllaufen bin ich mit sieben Jahren \u00fcber eine Zeitungsannonce gekommen: Gesucht wurden eigentlich Eiskunstl\u00e4ufer, aber daf\u00fcr war ich zu alt. \u00dcber den Kontakt wurde ich dann zum Eisschnelllaufen vermittelt, zu meinem ersten Verein Dynamo S\u00fcd-Ost. Eislaufen habe ich auf einer zugefrorenen Pf\u00fctze gelernt, es hat mir sofort Spa\u00df gemacht.<\/p>\n<p>Mein erstes Vorbild war Christa Luding-Rothenburger, unter anderem Olympiasiegerin in Calgary und Silbermedaillengewinnerin in Seoul 1988.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter war ich gro\u00dfer Fan von Catriona LeMay-Doan, deren Weltrekord ich 2007 selber verbessern konnte.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Nun sind Sie f\u00fcr viele Eislauf-Talente ein Vorbild \u2026 Was waren f\u00fcr Sie ganz pers\u00f6nlich die besonderen Highlights Ihrer sportiven Karriere?<\/p>\n<p><strong>Jenny Wolf:<\/strong> Mein erster WM-Titel 2007 \u00fcber 500 Meter mit Weltrekord in Salt Lake City und der Weltmeistertitel im Sprint-Vierkampf 2008 in Heerenveen.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Die Einzel-WM 2013 in Sotschi waren aus deutscher Sicht nicht so erfolgreich, bei Olympia 2014 wird es bestimmt ganz anders sein. Welche Hoffnungen und Ziele verbinden Sie mit Sotschi 2014?<\/p>\n<p><strong>Jenny Wolf:<\/strong> Sotschi werden dann meine vierten Olympischen Spiele sein, da wei\u00df ich zumindest grob, was auf mich zukommt. Generell bin ich gespannt, wie die olympische Stimmung ist, wenn die Spiele fernab der offiziellen Austragungsstadt, in einem neu gebauten, k\u00fcnstlich geschaffenen Areal, stattfinden.<\/p>\n<p>Sportlich lasse ich die Spiele einfach auf mich zukommen. Erst im Saisonverlauf wird sich zeigen, welche konkreten Ziele ich mir setzen kann.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Anfang November findet bereits der erste Eisschnelllauf-Weltcup in der olympischen Saison 2013\/14 statt \u2013 in der Olympiastadt von 1988, in Calgary. Welche Ambitionen haben Sie im Hinblick auf die Weltcups `13\/`14?<\/p>\n<p><strong>Jenny Wolf:<\/strong> Wie auch in den vergangenen Jahren &#8211; seit 2006 &#8211; m\u00f6chte ich in der Weltcup-Gesamtwertung \u00fcber 500 Meter auf dem Podium stehen. Da die Konkurrenz immer st\u00e4rker wird und die Abst\u00e4nde immer geringer, freue ich mich \u00fcber jede Einzelplatzierung \u00a0zwischen erstem und dritten Platz. Sch\u00f6n w\u00e4re es auch, einmal wieder eine pers\u00f6nliche Bestzeit \u00fcber die 500 Meter zu laufen.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Wie verlief ansonsten Ihre Vorbereitung auf die Saison 2013\/14?<\/p>\n<p><strong>Jenny Wolf:<\/strong> Meine Vorbereitung verlief optimal. Ich konnte ab April fast unterbrechungsfrei trainieren und alle Einheiten in gewohnter Qualit\u00e4t absolvieren.<\/p>\n<p>Vielen Dank, eine weiterhin optimale Saison-Vorbereitung und alles erdenklich Gute f\u00fcr die die sportlichen Herausforderungen 2013\/2014!<\/p>\n<p>Marko Michels<\/p>\n<p><strong>Last but not least:<\/strong> Jenny Wolf, mittlerweile auch ausgebildete Trainerin, war in Rostock auch beim 23.Hansecup 2017 im Short Track vor Ort. mm<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein R\u00fcck- und Ausblick Die Eisschnelll\u00e4uferinnen und Eisschnelll\u00e4ufer haben den Februar 2018 fest im Blick, dann werden in Pyeongchang auch deren olympische Entscheidungen ausgetragen. Bei den Einzelstrecken-WM 2017 waren die Niederlande wieder einmal das erfolgreichste Land mit 15 Medaillen, darunter 8 x Gold. 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