{"id":8075,"date":"2018-01-11T00:06:49","date_gmt":"2018-01-10T23:06:49","guid":{"rendered":"https:\/\/mv-sport.de\/?p=8075"},"modified":"2018-01-11T11:52:40","modified_gmt":"2018-01-11T10:52:40","slug":"auf-die-planche-auch-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/auf-die-planche-auch-2018\/","title":{"rendered":"Auf die Planche auch 2018"},"content":{"rendered":"<p>Der Fechtsport zwischen Gegenwart und Historie<\/p>\n<figure id=\"attachment_7276\" aria-describedby=\"caption-attachment-7276\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/symbolbild_fechten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7276\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/symbolbild_fechten-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-7276\" class=\"wp-caption-text\">Symbolbild &#8211; Fechten<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auf die fechtsportliche Planche geht es nat\u00fcrlich auch 2018 wieder. So stehen die Elite-Europameisterschaften im Juni in Novi Sad auf dem Programm und dann im Juli, vom 19.Juli bis 28.Juli, die Elite-WM in Wuxi.<\/p>\n<p><strong>Zum dritten Mal Fecht-WM in Asien<\/strong><\/p>\n<p>Damit wird erst zum dritten Mal &#8211; nach 1999 in Seoul und 2008 in Peking &#8211; eine Fecht-Elite-WM in Asien ausgetragen. Dazu kommen noch die olympischen Konkurrenzen im Fechten bei den Spielen 1964 in Tokyo, 1988 in Seoul und 2008 in Peking bzw. bei den Olympischen Jugend-Sommerspielen 2010 in Singapur und 2014 in Nanjing.<\/p>\n<p><strong>Olympisches Fechten in Tokyo 1964, in Seoul 1988 und in Peking 2008<\/strong><\/p>\n<p>Bei Olympia 1964 in Tokyo stellten Ungarn mit 4 x Gold und die Sowjetunion mit 3 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze die erfolgreichsten Fecht-Mannschaften. F\u00fcr Deutschland gab es dank der Florett-Fechterinnen um Helga Mees einmal Silber, einmal Bronze. Ein Olympia-Fechter von 1964 hatte hingegen seine Heimat in der N\u00e4he Schwerins, in Seehof. Franz Rompza, Jahrgang 1934, gl\u00e4nzte 1964 und 1968 bei Olympia im bundesdeutschen Degen-Team, das 1964 Rang sechs \u00a0Olympiasieger Ungarn vor Italien und Frankreich) und 1968 Rang vier (Olympiasieger Ungarn vor der Sowjetunion und Polen) belegte.<\/p>\n<p>In Seoul, bei Olympia 1988, waren hingegen die deutsch-deutschen Fechterinnen bzw. Fechter am besten &#8211; mit insgesamt dreimal Gold, viermal Silber, einmal Bronze. Die DDR steuerte durch Udo Wagner im Florett-Fechten eine Silbermedaille bei. Olympische Goldmedaillen f\u00fcr Schwarz-Rot-Gold gab es durch Arnd Schmitt (Degen-Einzel der Herren), Anja Fichtel (Florett-Einzel der Damen) und das Florett-Frauen-Team mit Anja Fichtel, Sabine Bau, Zita Funkenhauser, Annette Klug und Christiane Weber. Imponierend damals insbesondere der Dreifach-Triumph im Frauen-Florett-Fechten (Einzel) durch Anja Fichtel (Gold), Sabine Bau (Silber) und Zita Funkenhauser (Bronze).<\/p>\n<p>Und bei den olympischen Fecht-Entscheidungen 2008 in Peking waren Frankreich (2 x Gold, 2 x Silber), Italien (2 x Gold, 5 x Bronze), Deutschland (2 x Gold) und die USA (1 x Gold, 3 x Silber, 2 x Bronze) die besten Fecht-Teams. F\u00fcr Deutschland erk\u00e4mpften Britta Heidemann (Degen-Einzel der Frauen) und Benjamin Kleibrink (Florett-Einzel der Herren) jeweils eine Goldmedaille.<\/p>\n<p><strong>Die WM 1999 und 2008 im R\u00fcckblick<\/strong><\/p>\n<p>Die Welt-Titelk\u00e4mpfe in Seoul 1999 wurden hingegen von den Fechterinnen und Fechtern aus Frankreich (5 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze), Deutschland und Italien (jeweils 2 x Gold, 2 x Silber, 2 x Bronze) bestimmt. WM-Gold f\u00fcr Deutschland erk\u00e4mpften seinerzeit \u00a0Arnd Schmitt im Degen-Einzel, der an gleicher Stelle ja 11 Jahre zuvor Olympia-Gold gewonnen hatte. Au\u00dferdem holten die Florett-Fechterinnen im Team um Sabine Bau, die ebenfalls 11 Jahre zuvor Olympia-Gold geschafft hatte, WM-Rang eins.<\/p>\n<p>Die WM im Fechten 2008 in Peking fanden 16 Wochen vor den olympischen Wettk\u00e4mpfen, ebenfalls in Peking, statt und waren eher ein Olympia-Test f\u00fcr die Fecht-Konkurrenzen. Medaillen wurden nur in zwei Entscheidungen vergeben &#8211; im Florett-Fechten der Herren (Team) &#8211; dort siegte Italien vor Deutschland &#8211; und im Degen-Fechten der Frauen (Team) &#8211; dort gewann Frankreich vor China und Deutschland.<\/p>\n<p>Fecht-Wettbewerbe \u00a0in Asien waren also aus deutscher Sicht, ob bei Olympia oder WM, stets sehr erfolgreich.<\/p>\n<p>Nun geht es aber 2018 nach Wuxi zu den WM und dann 2020 zu Olympia in Tokyo!<\/p>\n<p><strong><em>Exkurs: Im Blickfeld &#8211; Die deutsche Erfolgsfechterin Sabine Bau<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Vor 30 Jahren, im September\/Oktober 1988, \u00a0fanden die olympischen Fecht-Konkurrenzen in Seoul statt. Sabine Bau, Jahrgang 1969, geb\u00fcrtige W\u00fcrzburgerin, war damals im Fechten, um es \u201eunelit\u00e4r\u201c auszudr\u00fccken, bereits ein \u201esportlicher Hit\u201c, nachdem sie schon 1986 Einzel-Vize- Weltmeisterin im Florett-Fechten wurde. Sie stellte bzw. stellt aber auch neben der Planche, dieses Urteil sei einem \u201eobjektiven Auge\u201c gestattet, einen \u201eechten Hingucker\u201c dar. Zudem war und ist Sabine Bau ist ziemlich geistreich &#8211; eine promovierte \u00c4rztin mit dem Schwerpunkt Orthop\u00e4die \/ Sportmedizin.<\/p>\n<p><strong><em>Fechtsportliches Kalenderblatt vom 31.Oktober 2008 bei rostock-sport.de<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Fechterin Sabine Bau hatte vor drei Jahrzehnten nicht nur in Westdeutschland eine gro\u00dfe Fan-Gemeinde, auch zwischen Ostseek\u00fcste und Erzgebirge waren die Freunde des Fechtsportes von der sportiven Ausnahme-Erscheinung begeistert.<\/p>\n<p>R\u00fcdiger Mevius, der fr\u00fchere Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Stadtsportbundes Schwerin, einst Florett-Fechter, sp\u00e4ter als \u201eSenior\u201c bei den Degen-Fechtern \u201egelandet\u201c, fieberte schon w\u00e4hrend der Spiele 1988 in Seoul mit den westdeutschen Fechterinnen und Fechtern, allen voran Sabine Bau, mit: \u201eSabine Bau war eine begnadete Fechtsportlerin, die bei den sportlichen Gro\u00dfereignissen immer auf die Minute top-fit war. Man merkte bei ihr stets die Leidenschaft, die sie f\u00fcr ihren Sport entwickelte. Durch ihre vielen Erfolge und ihr sympathisches Auftreten hat Frau Bau sehr viel zur Popularit\u00e4t des Fechtsportes in Deutschland beigetragen. Sie ist jedoch nicht nur ein Vorbild f\u00fcr die jungen Fechtsportlerinnen bzw. \u2013sportler, sondern meistert ebenfalls ihre beruflichen Herausforderungen als Medizinerin mit Bravour.<\/p>\n<p>Bei den Olympischen Spielen 1988, bei denen ja auch die Schweriner J\u00fcrgen Schult (Diskuswerfen) und Andreas Z\u00fclow (Boxen) Gold gewannen, sorgte sie zusammen mit Anja Fichtel, Zita Funkenhauser, Annette Klug und Christiane Weber im Florett-Mannschaftswettbewerb f\u00fcr einen weiteren goldenen H\u00f6hepunkt aus damaliger deutsch-deutscher Sicht.<\/p>\n<p>Aus dem `Blickwinkel` von uns damaligen `Ost-Germanen`war es ein wenig frustrierend, dass der Fechtsport in der damaligen DDR im wahrsten Sinne des Wortes ein ziemliches `Mauerbl\u00fcmchen`-Dasein f\u00fchrte. Wir hatten wirklich gute Talente, die aber international kaum zum Einsatz kamen. Fechtsportler haben nun einmal ihren eigenen Kopf und lassen sich nicht so leicht biegen. Das wurde von der Sportf\u00fchrung und anderen Institutionen leider drastisch bestraft \u2026\u201c, so der ehemalige leidenschaftliche Fechter R\u00fcdiger Mevius.<\/p>\n<p>Doch was macht die einstige \u201eMs. Fechtsport\u201c heute? Blieb Sie ihrer Leidenschaft treu? Wie sieht ihr aktuelles Leben zwischen \u201eJogginghose\u201c (also Familie), wei\u00dfem Kittel (ihrer T\u00e4tigkeit als \u00c4rztin) und Florett (ihrer Sportart) aus? Was meint Sabine Bau zum deutsch-deutschen Sportverh\u00e4ltnis 1988 im R\u00fcckblick? Wie ist ihre Meinung zu aktuellen Entwicklungen?<\/p>\n<p><strong><em>\u201eKomme auf jeden Fall noch nach M-V \u2026\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Sabine Bau im Interview<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>&#8222;Wir k\u00f6nnen nicht immer r\u00fcckblickend die Dinge verkl\u00e4ren&#8230;&#8220;<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Frau Dr. Bau, Sie waren so ungemein lange Weltspitze im Fechten, gewannen mehr als 20 Medaillen bei Olympia, WM oder EM. Vor zwanzig Jahren bei den Spielen in Seoul geh\u00f6rten Sie mit Anja Fichtel und Zita Funkenhauser zur legend\u00e4ren deutschen Medaillen-Troika. Bei den deutschen Gefechten untereinander ging es \u2013 zumindest f\u00fcr den au\u00dfen stehenden Beobachter \u2013 damals sehr emotional zu.<\/p>\n<p>Im R\u00fcckblick: Was empfanden Sie bei Ihren ersten Olympischen Spielen ? Sie erschienen immer sehr selbstbewu\u00dft. War f\u00fcr Sie damals, vor Beginn der Spiele, eine Einzel-Medaille ein absolutes Mu\u00df? Wie war das Verh\u00e4ltnis zu Anja Fichtel und Zita Funkenhauser 1988 \u2013 \u201efreundliche oder erbitterte Konkurrenz\u201c?<\/p>\n<p><strong>Dr. Sabine Bau: <\/strong>Das sind aber viele Fragen auf einmal! Also, ich versuche es mal der Reihe nach! Die ersten Olympischen Spiele waren einfach ein total grandioses Erlebnis! Ich hatte nach meiner Teilnahme bei den WM 1986 und 1987 zwar mit der Qualifikation gerechnet, aber dass mir am Ende jedoch eine Gold- und eine Silbermedaille \u201eum den Hals\u201c h\u00e4ngen w\u00fcrde, h\u00e4tte ich mir vorher nie tr\u00e4umen lassen! Die Mannschaftsmedaille war greifbar, aber dass es Gold wurde \u2013 und das unter dem ungeheuren Erwartungsdruck nach unseren Einzelerfolgen \u2013 zeugte von einer wirklichen Teamleistung! Anja, Zita und ich standen in einem nat\u00fcrliche Konkurrenzverh\u00e4ltnis. Die Medien interessierten sich dabei mehr f\u00fcr Anja und Zita, so dass ich mich ganz \u201ein Ruhe gelassen\u201c f\u00fchlte und mich auf den Sport konzentrieren konnte.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Seoul 1988 \u2013 zum letzten Mal marschierten die Deutschen aus Ost und West getrennt in ein Olympia-Stadion. Seoul 1988 \u2013 das waren auch erfolgreiche Spiele aus Mecklenburger Sicht: der Diskuswerfer J\u00fcrgen Schult aus Schwerin gewann Gold, der Rostocker Zehnk\u00e4mpfer Christian Schenk eroberte ebenfalls Gold und der Boxsportler Andreas Z\u00fclow wurde auch Erster \u2013 nur drei Beispiele von vielen. Gab es schon damals deutsch-deutsche Kontakte unter den Sportlern?<\/p>\n<p><strong>Dr. Sabine Bau:<\/strong> Also bei den Spielen gab es weniger Kontakte. Bei anderen Wettk\u00e4mpfen schon eher. Ich kann mich an interessante Gespr\u00e4che, zum Beispiel mit Andrea Tomasch erinnern. (Anm. M.M.: Andrea Tomasch vom SC Dynamo Berlin war im Florettfechten unter anderem Dritte der DDR-Titelk\u00e4mpfe 1988 und letzte DDR-Meisterin 1990.)erinnern.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Udo Wagner erk\u00e4mpfte in Seoul im Florett-Einzel auch die erste Fechtmedaille f\u00fcr die damals noch existierende DDR. In Barcelona 1992 \u2013 im gesamtdeutschen Team \u2013 dann Gold mit dem Florett-Team. Vorher war er allerdings schon nach Tauberbischofsheim gewechselt. Hatten Sie ihn erst nach der \u201eWende\u201c kennengelernt, oder gab es schon pers\u00f6nliche, sportliche Gespr\u00e4che in Seoul?<\/p>\n<p><strong>Dr. Sabine Bau: <\/strong>Mit Udo stand ich vor seinem Wechsel nach Tauberbischofsheim noch nicht in Kontakt. Aber dass die Fechter aus der ehemaligen DDR eine Verst\u00e4rkung waren, zeigte auch die Goldmedaille durch Ingo Weissenborn bei den Weltmeisterschaften in Budapest 1991. Und ich nutzte diese Verst\u00e4rkung, in dem ich im Training gegen die Jungs antrat.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Sie selbst waren nicht nur mit dem Florett erfolgreich und sind ebenfalls erfolgreich mit dem Stethoskop. Wie haben Sie die Doppelbelastung Sport und Medizinstudium so erfolgreich gemeistert? Half der Sport \u2013 trotz der gro\u00dfen Trainingsbeanspruchung \u2013 das Studium zu meistern?<\/p>\n<p>&#8230; Als Trainerin hauptberuflich zu arbeiten, stand f\u00fcr Sie nie zur Debatte? \u2013 Und: Wie sieht der Tagesablauf der promovierten Medizinerin Sabine Bau aus?<\/p>\n<p><strong>Dr. Sabine Bau:<\/strong> Die Doppelbelastung war nur durch die Unterst\u00fctzung meines Umfeldes zu bew\u00e4ltigen. Ich bin \u00fcberzeugt, dass bei einem disziplinierten Tagesablauf sowohl ein Studium als auch der Sport \u2013 mit kleinen Abstrichen \u2013 ausreichend Zeit bekommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Heute arbeite ich als Orthop\u00e4din drei Tage in der Woche in der Orthop\u00e4dischen Klinik K\u00f6nig-Ludwig-Haus in W\u00fcrzburg. Zwei Tage arbeite ich als Medizinische Leitung in der Physiotherapiepraxis des Fechtclubs der VitalCentrum GmbH in Tauberbischofsheim. Nebenbei biete ich Fecht- und Vitalseminare an und versuche, weder meine Tochter noch meine Fortbildung zu kurz kommen zu lassen. Ich k\u00f6nnte schon einen 36-Stunden-Tag f\u00fcllen!<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> In Peking 2008 gab es durch Benjamin Kleibrink und Britta Heidemann wieder Gold f\u00fcr den deutschen Fechtsport. Was zeichnet aus Ihrer Sicht Benjamin und Britta aus ?<\/p>\n<p><strong>Dr. Sabine Bau: <\/strong>Beide haben sich hoch professionell auf diesen H\u00f6hepunkt vorbereitet. Britta hat es hervorragend verstanden, den Medienrummel positiv als Motivation zu erleben und sich nicht zu sehr unter Leistungsdruck setzen zu lassen. Sowohl Britta als auch Benjamin haben in den entscheidenden Situationen einen k\u00fchlen Kopf bewahrt. Das ist im Fechtsport sehr wichtig.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Olympia und auch der Sport allgemein erscheinen heute immer gigantischer, kommerzieller und unehrlicher (Stichwort Doping). War \u201efr\u00fcher\u201c alles besser? Oder ist das nur eine Meinung \u201eewiger Pessimisten\u201c?<\/p>\n<p><strong>Dr. Sabine Bau:<\/strong> Fr\u00fcher war es nicht besser. Die Welt ver\u00e4ndert sich. Wir k\u00f6nnen nicht immer r\u00fcckblickend die Dinge verkl\u00e4ren. Die Annehmlichkeiten der Weiterentwicklung nehmen wir ja gerne mit! Solange Doping verboten ist \u2013 und das sollte meiner Meinung nach auch so bleiben \u2013 wird es in\u00a0 den Sportarten, in denen \u201eder Rubel rollt\u201c, immer das Doping-Problem geben. Zum Schutze der Jugendlichen und um der \u201eehrlichen Sportler willen\u201c bin ich daf\u00fcr, auch in Zukunft gegen Doping zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt hat mit dem kleinen Fechtclub Schwerin und insbesondere mit der Fechtgesellschaft Schwerin, die eine hervorragende Kinder- und Jugendf\u00f6rderung in Zusammenarbeit mit dem Sportgymnasium Schwerin leistet, zwei erfolgreiche Fecht-Vereine. Waren Sie eigentlich schon in Mecklenburg-Vorpommern bzw. speziell in Schwerin? Wie beurteilen Sie als Sportlerin, Medizinerin und als \u201enormale Staatsb\u00fcrgerin\u201c &#8211; \u00a0im 18.Jahr nach der deutsch-deutschen Vereinigung &#8211; den \u201eZustand\u201c Deutschlands?<\/p>\n<p><strong>Dr. Sabine Bau:<\/strong> Leider konnte ich trotz mehrerer Vors\u00e4tze einen Besuch in \u201eMeck-Pomm\u201c bisher nicht verwirklichen. Das habe ich aber auf jeden Fall noch vor!<\/p>\n<p>Zum anderen Teil der Fragen: Ich sehe nat\u00fcrlich die Unterschiede zwischen Ost und West, zum Beispiel ist die \u00c4rztedichte in den neuen Bundesl\u00e4ndern deutlich niedriger. Ich glaube, dass der Prozess des Zusammenwachsens noch einige Jahre andauert. Die neuen Bundesl\u00e4nder sollten ihre Ressourcen \u2013 zu denen f\u00fcr mich auch die einmaligen Landschaften z\u00e4hlen \u2013 versuchen noch besser zu nutzen Die Industrie darf sich nicht scheuen, in strukturschw\u00e4cheren Gebieten zu investieren. Ein positives Beispiel ist f\u00fcr mich die Firma Bauerfeind mit Hauptsitz in Zeulenroda.<\/p>\n<p>Vielen Dank und weiterhin alles Gute!<\/p>\n<p>Marko Michels<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fechtsport zwischen Gegenwart und Historie Auf die fechtsportliche Planche geht es nat\u00fcrlich auch 2018 wieder. 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