{"id":8135,"date":"2018-01-13T01:47:15","date_gmt":"2018-01-13T00:47:15","guid":{"rendered":"https:\/\/mv-sport.de\/?p=8135"},"modified":"2018-01-13T06:19:32","modified_gmt":"2018-01-13T05:19:32","slug":"bald-gehts-in-die-olympische-loipe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/bald-gehts-in-die-olympische-loipe\/","title":{"rendered":"Bald geht`s in die olympische Loipe&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Die sportliche Situation im Skilanglauf vier Wochen vor den Winterspielen in Pyeongchang<\/p>\n<figure id=\"attachment_6170\" aria-describedby=\"caption-attachment-6170\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/skisport1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6170\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/skisport1-210x300.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"300\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6170\" class=\"wp-caption-text\">Im Skilanglauf wird es in Pyeongchang auch spannend. Foto: M.M.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Countdown zu den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang l\u00e4uft. Nicht einmal mehr vier Wochen ist es bis zum Beginn der Spiele am 9.Februar. Auch die Skilangl\u00e4uferinnen und Skilangl\u00e4ufer sind schon &#8222;hei\u00df&#8220; auf die Winterspiele.<\/p>\n<p><strong>Die bisherigen Weltcup-Entscheidungen 2017\/18 im Skilanglauf<\/strong><\/p>\n<p>Bei den bisherigen Weltcup-Stationen im Skilanglauf 2017\/18, bis 12.Januar insgesamt 15 Entscheidungen jeweils bei den Herren und Damen, war wieder einmal Norwegen &#8222;das Ma\u00df aller Skilanglauf-Dinge&#8220;. Bei den Damen erk\u00e4mpfte Norwegen 10 x Gold, 9 x Silber, 5 x Bronze und bei den Herren 9 x Gold, 4 x Silber, 3 x Bronze.<\/p>\n<p><strong>Heidi und Martin derzeit f\u00fchrend<\/strong><\/p>\n<p>Im Gesamt-Weltcup im Frauen-Skilanglauf f\u00fchrt Heidi Weng (Norwegen) vor Ingvild Flugstad \u00d6stberg (Norwegen) und Jessica Diggins (USA). Im Gesamt-Ranking bei den Herren ist zurzeit Martin Johnsrud Sundby (Norwegen) vor Dario Cologna (Schweiz) und Alex Harvey (Kanada) der Beste.<\/p>\n<p><strong>Norwegerinnen \u00fcberragend<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_8139\" aria-describedby=\"caption-attachment-8139\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/stefanieboehlerdsv.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8139\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/stefanieboehlerdsv-300x203.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"203\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8139\" class=\"wp-caption-text\">Immer f\u00fcr eine \u00dcberraschung gut &#8211; die k\u00e4mpferische Stefanie B\u00f6hler. Foto: Deutscher Skiverband<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bei den Weltcup-Entscheidungen zwischen November 2017 und Anfang Januar 2016, in Ruka, in Lillehammer, in Davos bzw. in Toblach und bei der 12.Tour de Ski mit den Stationen Lenzerheide, Oberstdorf bzw. Val di Fiemme konnten im Frauen-Bereich neben Norwegen auch Schweden (4 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze), die Schweiz (1 x Gold), die USA (2 x Silber, 5 x Bronze), Finnland (2 x Silber, 2 x Bronze), \u00d6sterreich (1 x Silber, 1 x Bronze) und Russland (1 x Bronze) Edelmetall gewinnen. Insbesondere die Schwedinnen Charlotte Kalla und Stina Nilsson fordern die Norwegerinnen um Heidi Weng &amp; Co. heraus.<\/p>\n<p>Die Schweizerin Laurien van der Graaff kam Ende Dezember 2017 zudem \u00fcberraschend zu einem Sprint-Erfolg. Sehr stark pr\u00e4sentierten sich 2017\/18 auch die US-Amerikanerinnen Kikka Randall, Sadie Bjornsen, Jessica Diggins und Elizabeth Stephen. Zwei Weltcup-Podest-R\u00e4nge 2017\/18 schaffte die \u00d6sterreicherin Teresa Stadlober &#8211; auch das \u00fcberraschend.<\/p>\n<p>Die Formkurve der deutschen Skilangl\u00e4uferinnen Sandra Ringwald, Stefanie B\u00f6hler, Nicole Fessel, Victoria Carl, Katharina Hennig, Hanna Kolb und Pia Fink stieg zuletzt auch an. In Pyeongchang k\u00f6nnten die deutschen Loipen-M\u00e4dels eine mehr als gute Rolle spielen.<\/p>\n<p><strong>Starkes Norwegen auch bei den Herren<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_8140\" aria-describedby=\"caption-attachment-8140\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/thomasbingdsv.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8140\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/thomasbingdsv-300x203.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"203\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8140\" class=\"wp-caption-text\">Thomas Bing ist olympischer Hoffnungstr\u00e4ger im Skilanglauf aus deutscher Sicht. Foto: Deutscher Skiverband<\/figcaption><\/figure>\n<p>In der Weltcup-Saison 2017\/18 der Skilangl\u00e4ufer setzten neben dem norwegischen Team um Martin Johnsrud Sundby und Emil Iversen auch Frankreich (2 x Gold, 2 x Silber, 1 x Bronze), der Schweiz (2 x Gold), Russland (1 x Gold, 5 x Silber, 5 x Bronze), Kasachstan (1 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze), Italien (2 x Silber, 1 x Bronze), Finnland (1 x Silber, 1 x Bronze), Schweden, Gro\u00dfbritannien und Kanada (jeweils 1 x Bronze) die sportlichen Akzente. F\u00fcr Frankreich bzw. die Schweiz schafften Maurice Manificat und Dario Cologna jeweils zwei Erfolge in der Saison 2017\/18. Der Kasache Alexei Poltoranin war einmal erfolgreich. Die deutschen Skilangl\u00e4ufer um Thomas Bing zeigten zuletzt aufsteigende Form, m\u00fcssen und sollten sich mit Blickrichtung Pyeongchang aber noch verbessern.<\/p>\n<p><em>Die Gesamt-Rankings beim Ruka-Triple im November 2017 und bei der 12.Tour de Ski Ende Dezember 2017\/Anfang Januar 2018<\/em> waren &#8222;eine Angelegenheit&#8220; f\u00fcr Charlotte Kalla (Schweden) bzw. Johannes Hosflot Klaebo (Norwegen, Ruka-Triple) und f\u00fcr Heidi Weng (Norwegen) bzw. Dario Cologna (Schweiz, Tour de Ski).<\/p>\n<p><strong>Die WM im Lahti 2017 im Skilanglauf &#8211; ein Res\u00fcmee<\/strong><\/p>\n<p>Bei den vorerst letzten Weltmeisterschaften im Skilanglauf (12 Entscheidungen) , Ende Februar 2017\/Anfang M\u00e4rz 2017, in Lahti kamen Athletinnen und Athleten aus nur sieben L\u00e4ndern zu Medaillen-Ehren, so Norwegen (7 x Gold, 3 x Silber, 5 x Bronze), Russland (2 x Gold, 4 x Silber), Finnland (1 x Gold, 1 x Silber, 3 x Bronze), Italien (1 x Gold, 1 x Silber), Kanada (1 x Gold), Schweden (2 x Silber, 2 x Bronze) und die USA (1 x Silber, 2 x Bronze).<\/p>\n<p>Die erfolgreichsten Skilangl\u00e4uferinnen in Lahti 2017 waren Marit Bj\u00f6rgen (Norwegen, 4 x Gold), Maiken Caspersen Falla (Norwegen, 3 x Gold) und Heidi Weng (2 x Gold, 1 x Silber). Russland stellte jedoch den besten weltmeisterlichen Skilangl\u00e4ufer 2017 mit Sergej Ustjugow, der 2 x Gold, 3 x Silber erk\u00e4mpfte. \u00dcber den 50 Kilometer-Kanten triumphierte &#8211; etwas unerwartet &#8211; der Kanadier Alex Harvey, der bei den Elite-WM 2011-2015 allerdings auch schon 1 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze gewonnen hatte und bei den Winterspielen 2010 mit Rang vier im Teamsprint eine Medaille nur knapp verpasste.<\/p>\n<p>Deutsche Skilangl\u00e4uferinnen bzw. Skilangl\u00e4ufer gingen bei den WM 2017 in Lahti indes leer aus.<\/p>\n<p>Aber das sollte sich in Pyeongchang im Februar 2018 \u00e4ndern&#8230;<\/p>\n<p><strong><em>Sportliches Kalenderblatt vom 28.Februar 2010 \/ rostock-sport.de-Interview mit der Skilangl\u00e4uferin Claudia Nystad zu den Olympischen Winterspielen 2010<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Die Olympischen Winterspiele 2010 \u2013 das waren die bislang aufrichtigsten, authentischsten und menschlichsten Winterspiele aller Zeiten. Dabei begannen sie extrem traurig \u2026 Der t\u00f6dliche Trainingsunfall des georgischen Rennrodlers Nodar Kumaritaschwili \u00fcberschattete die Er\u00f6ffnungsfeier, warf einen traurigen Schatten auf die Spiele.<\/p>\n<p><strong>Wenn Spiele so beginnen, stehen sie meistens nicht \u201eunter g\u00fcnstigen Sternen\u201c \u2026 Aber sollte man Spielen, die traurig, nachdenklich beginnen, nicht eine Chance geben ?!<br \/>\n<\/strong><br \/>\nJa, die olympischen Ideale mu\u00dften und wurden in Whistler und in Vancouver mit Leben erf\u00fcllt. Es gab gro\u00dfe Momente, sehr, sehr traurige, gro\u00dfe Sieger und noch gr\u00f6\u00dfere Verlierer.<\/p>\n<p>Lindsey Vonn war eine der gro\u00dfen Siegerinnen, auch wenn sich die Goldmedaillen-Flut f\u00fcr sie nicht einstellte. Aber erste amerikanische Olympiasiegerin in der Abfahrt \u2013 das hat etwas, zumal das US-Girl mit Schienbein-Verletzung startete.<\/p>\n<p><strong>Besondere Momente<\/strong><\/p>\n<p>Doch was ist eine Schienbein-Verletzung gegen das, was der Slowenin Petra Majdic im Einzel-Sprint des nordischen Skisportes passierte \u2026 Beim Aufw\u00e4rmen hatte sie einen Unfall, brach sich vier Rippen, zog sich einen Riss im Lungenfell zu, startete dennoch und wurde Dritte \u2013 eine \u00fcbermenschliche Leistung.<\/p>\n<p>Die traurigsten Momente ihres Lebens im sch\u00f6nsten Wettkampf ihres Lebens musste die Kanadierin Joannie Rochette in Vancouver erleiden. Ihre Mutter Therese starb zwei Tage vor Beginn der Wettbewerbe \u2013 die Emotionen der so sympathischen Eisl\u00e4uferin bleiben unvergessen und ber\u00fchrten jedes Herz. Joannies Bronzemedaille, die sie ihrer Mutter widmete, hatte goldene Tr\u00e4nen.<\/p>\n<p><strong>Starke deutsche Athletinnen und Athleten<\/strong><\/p>\n<p>Die deutschen Olympionikinnen und Olympioniken boten wieder Herausragendes, aber die Frauen waren der Aktiv-Posten im Team. Ohne das olympische Fr\u00e4ulein-Wunder \u201eMade in Germany\u201c w\u00e4re das Olympia-Team nicht wieder vorn gewesen. Starke Pers\u00f6nlichkeiten, wie Maria Riesch, die noch 2006 wegen eines Kreuzbandrisses Olympia verpasste, wurde Olympiasiegerin in der Kombination, die junge Viktoria Rebensburg sorgte f\u00fcr Sensations-Gold im Riesenslalom, Biathletin Magdalena Neuner sorgte f\u00fcr sportive Sternstunden, die Skeletoni Kerstin Szymkowiak und Anja Huber holten das erste Edelmetall in dieser Sportart f\u00fcr Deutschland, die junge Eisschnelll\u00e4uferin Stephanie Beckert erk\u00e4mpfte zweimal Silber, Rodlerin Tatjana H\u00fcfner setzte die deutsche Gold-Tradition in ihrer Sportart fort, usw., usw.<\/p>\n<p>Auch der Jubel der Skilangl\u00e4uferinnen Claudia Nystad und Evi Sachenbacher war im Teamsprint grenzenlos \u2013 Gold hatte ihnen kaum jemand zugetraut. Als Zugabe folgte Silber in der Staffel. Die Langl\u00e4uferinnen, vorher als \u201etrainingsfaul\u201c von \u201eExperten\u201c kritisiert, erwiesen sich als flei\u00dfige Medaillensammlerinnen.<\/p>\n<p><strong>Medaillen das Nonplusultra?!<\/strong><\/p>\n<p>Aber sind Medaillen wirklich so wichtig, sind sie wirklich das \u201eNonplusultra\u201c? Z\u00e4hlt nicht allein die Teilnahme mehr als der Sieg? Frommes, naives Wunschdenken. Wer die tief-traurigen Augen der so anmutigen Skeletona Melissa Hollingsworth aus Kanada nach dem Skeleton-Wettbewerb sah \u2013 dort landete sie als Top-Favoritin nur auf Rang f\u00fcnf \u2013 wu\u00dfte sp\u00e4testens da, dass nur ein Motto gilt \u201eEin guter Platz, der z\u00e4hlt nicht viel, eine Medaille ist das Ziel!\u201c.<\/p>\n<p>Deutsche, Amerikaner oder Norweger erwiesen sich als &#8222;ausversch\u00e4mte G\u00e4ste&#8220;, nahmen an Edelmetall mit, was sie nur kriegen konnten.<\/p>\n<p>Dabei wollten die Kanadierinnen und Kanadier, die bei ihren bisherigen Heim-Spielen 1976 in Montreal oder 1988 in Calgary nie (offizielles) Gold gewannen, das erkl\u00e4rte Ziel \u201eSt\u00e4rkste Nation\u201c unbedingt erreichen. Sie holte zwar die meisten Goldmedaillen mit 14, aber insgesamt &#8222;nur&#8220; 26 Medaillen, was in der Medaillen-Wertung Rang drei hinter den USA (37 Medaillen, darunter 9 x Gold) und Deutschland (30 Medaillen, darunter 10 x Gold) \u201enur\u201c Rang drei bedeutete. Dieser \u201eSpiegel\u201c schien ja medial ohnehin das Wichtigste zu sein, nur verga\u00dfen dabei viele, dass in einem Spiegel alles seitenverkehrt erscheint. Die Realit\u00e4t &#8222;via Spiegel&#8220; bleibt eben relativ&#8230;<\/p>\n<p>Doch Erfolge wollten alle: Man sah den kanadischen Zuschauern ihre Entt\u00e4uschungen bei manchen aussichtsreichen Entscheidungen, die nicht wie gew\u00fcnscht liefen, ob im Skisport, im Rodeln, im Short Track oder Ski-Freestyle, schon an, aber sie waren auch im Moment der gr\u00f6\u00dften Niederlagen fair. Das gilt ebenso f\u00fcr die Sportler des Gastgeberlandes.<\/p>\n<p>Unvergesslich der herzliche Gl\u00fcckwunsch von Melissa Hollingsworth an Kerstin Szymkowiak oder Anja Huber im Skeleton.<\/p>\n<p><strong>Ein besonderer Fauxpas<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den \u201eFauxpas\u201c der Spiele sorgte ein niederl\u00e4ndischer Trainer. Der schickte seinen Sch\u00fctzling auf die unkorrekte Bahn. Falsche Entscheidung. Falsche Richtung. Das Gold ging \u201erichtigerweise\u201c an die Konkurrenz.<\/p>\n<p><strong>Nicht alles optimal<\/strong><\/p>\n<p>Nicht alles war zudem optimal bei Winter-Olympia. Von der Bob- und Rodelbahn ganz zu schweigen. Die Eismaschinen funktionierten zun\u00e4chst beim Eisschnelllauf nicht, die Zeitnahme beim Biathlon war defekt, u.a. wurden drei Schwedinnen bei der Verfolgung zu sp\u00e4t auf die Strecke geschickt. Wetter-Kapriolen waren an der Tagesordnung, Wettbewerbsverschiebungen und \u2013 verzerrungen die Folge. Olympia-Gegner randalierten in der Innenstadt.<\/p>\n<p>Vorw\u00fcrfe an die Olympiastadt sind jedoch fehl am Platze. Vancouver und Whistler wollten keine perfekten, sondern menschliche Spiele. Am Ende waren sie menschlicher, als manche ertragen konnten. Sie passten in die aktuelle widerspr\u00fcchliche Zeit.<\/p>\n<p><strong>Wem geh\u00f6rten die Spiele 2010?<\/strong><\/p>\n<p>Olympia 2010 \u2013 das waren auch die Spiele der Sport-Politiker, der Sport-Funktion\u00e4re und Sport-Manager, also jene Spezies, die sich f\u00fcr wichtig halten, aber es in den seltensten F\u00e4llen sind.<\/p>\n<p>Wie begeistert war so mancher Sportpolitiker, wenn es ihm gelang, mit einer goldenen Olympionikin abgelichtet zu werden. Daheim geht es ja zurzeit wenig \u201egoldig\u201c, begeisternd zu.<\/p>\n<p>Viele trendige Sportarten wurden hingegen begeistert aufgenommen: Die Ski-Crossies &#8222;mundeten&#8220; \u00e4hnlich wie die Auftritte von Shaune White mit dem Snowboard oder von der Australierin Lydia Lassila im Trick-Ski. Deutschland blieb zwar nicht im \u201eTrend\u201c, war aber medaillens\u00fcchtig im Schlittensport, bei den Alpinen oder im Bobsport bei den Herren. Andre Lange sorgte hier f\u00fcr vier (plus &#8230;) Olympiasiege \u2013 einzigartig.<\/p>\n<p>Einzigartiges &#8211; im k\u00fcnstlerisch wie sportlichen Sinne &#8211; leisteten nicht zuletzt die nordamerikanische Eistanz-Paare Tessa Virtue\/Scott Meir sowie Meryl Davis\/Charlie White. Beide Duos zelebrierten Kunst auf dem Eis!<\/p>\n<p><strong>Herzliche Gastgeber<\/strong><\/p>\n<p>Kanada war in Vancouver zwar nicht die st\u00e4rkste Wintersport-Nation, wohl aber der herzlichste olympische Gastgeber, den man sich nur vorstellen konnte &#8211; und nat\u00fcrlich die beste Eishockey-Nation. Begonnen hatte das Herren-Turnier f\u00fcr \u201eTeam Canada\u201c dabei alles andere als optimal, sogar eine schmerzvolle Niederlage gegen den Erz-Rivalen USA, die erste nach 50 Jahren bei Olympia, musste hingenommen werden. Aber Kanada kann eben k\u00e4mpfen \u2013 gerade in Sachen Eishockey&#8230;<\/p>\n<p>K\u00e4mpfen konnte auch die bereits angesprochene Skilangl\u00e4uferin Claudia Nystad, Jahrgang 1978, vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal. Als es darauf ankam, war sie da &#8211; und ihre mittlerweile handzahmen Kritiker ebenfalls &#8230;<\/p>\n<p><strong>Claudia Nystad \u00fcber die Olympischen Winterspiele 2010, destruktive Kritik, die Stimmung bei den deutschen Skilangl\u00e4uferinnen, ihr soziales Engagement und ihre \u201esommersportlichen Vorlieben.<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>&#8222;Der Grad zwischen Erfolg und Misserfolg ist sehr schmal&#8230;&#8220;<\/em><\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_8138\" aria-describedby=\"caption-attachment-8138\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/claudianystaddsv.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8138\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/claudianystaddsv-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8138\" class=\"wp-caption-text\">Claudia Nystad, die erfolgreichste deutsche Olympia- und WM-Skilangl\u00e4uferin &#8222;aller Zeiten&#8220;. Foto: Deutscher Skiverband<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Frage: <\/strong>Claudia, erst einmal einen ganz herzlichen Gl\u00fcckwunsch zu Ihrem Gold im Teamsprint mit Evi und nat\u00fcrlich auch zu Staffel-Silber. Wie harmonieren eigentlich eine fr\u00f6hliche Bajuwarin, wie Evi, und eine eher nachdenkliche S\u00e4chsin und \u201ehalbe Wikingerin\u201c, wie Sie, im Training und au\u00dferhalb der Loipe. Immer alles \u201ebestens\u201c?<\/p>\n<p><strong>Claudia Nystad:<\/strong> Vielen Dank f\u00fcr die Gl\u00fcckw\u00fcnsche. Ja, Evi und ich harmonieren im und neben dem Training sehr gut, anders kann man auch nicht so erfolgreich sein, wie wir es im Team waren. Dass Evi fr\u00f6hlich ist und ich nachdenklich, das wurde allerdings \u00fcber Jahre in den Medien aufgebaut, wenn man uns privat kennt, dann kann es durchaus sein, dass sich das Bild komplett dreht. Aber die Erfahrung will ich keinem vorweg nehmen.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Mehr als \u201ebestens\u201c war Ihr Wettkampf im Teamsprint. Dabei: Was gab es in den letzten zw\u00f6lf Monaten nicht alles an Negativ-Schlagzeilen aus dem Lager der deutschen Skilangl\u00e4uferinnen: Trainer-Wechsel war angesagt, von \u201eZicken-Kriegen\u201c wurde gesprochen, viel mediale H\u00e4me und Spott ausgesch\u00fcttet, das Engagement der Athletinnen harsch kritisiert. In den meisten F\u00e4llen unsachlich wie unbegr\u00fcndet.<br \/>\nWie sind Sie, aber auch Ihre Team-Kameradinnen, mit dieser Kritik, dieser H\u00e4me umgegangen? Schwei\u00dft so etwas eher zusammen ? Und: F\u00fchlen Sie nun angesichts des Teamsprint-Goldes und des Staffel-Silbers eine \u201egro\u00dfe Genugtuung\u201c?<\/p>\n<p><strong>Claudia Nystad:<\/strong> Ich f\u00fchle keine Genugtuung \u2026 Mir tun solche Menschen leid, die sich \u00fcber andere Personen profilieren wollen. Wenn wir als fast \u201ezahnlose, alte Frauen, die zu faul sind, zu trainieren und ausgetauscht geh\u00f6ren\u201c, trotzdem in der Lage sind, auf das Podium zu kommen, dann haben wir entweder ein \u00fcberdurchschnittlich hohes Talent oder Olympia ist vom Niveau zu niedrig f\u00fcr uns, oder ganz einfach: Es stimmt nicht, was in den Medien \u00fcber uns gesagt wurde.<\/p>\n<p>Ich denke, es ist die dritte Variante, wobei ich eine der Frauen bin, die Zeitungen in der Saison nicht liest, da ich an den Berichten \u00fcber mich festgestellt habe, dass manchmal h\u00f6chstens ein Prozent stimmt, aber das auch nur, wenn der Name richtig geschrieben wurde. Aus der Sicht von Athleten braucht man ein Umfeld, was einen in Erfolgszeiten und auch in harten Zeiten unterst\u00fctzt sowie aufbaut. Es ist nur oft leider so, dass alle zu uns halten, wenn die Fahne gehisst wird und in schwierigeren Zeiten stehen wir fast allein da.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Sowohl im Teamsprint als auch in der Staffel demonstrierten Sie gro\u00dfe Power. War Ihr Siegeswillen nach den ganzen Diskussionen ganz einfach \u201eunb\u00e4ndig\u201c?<\/p>\n<p><strong>Claudia Nystad:<\/strong> Als Athlet kann ich mich nicht vom Druck aus den Medien st\u00f6ren lassen, sonst h\u00e4tte ich keine Chance auf internationalen Erfolg bei Gro\u00dfereignissen wie Olympia. Dass ich an den Sprint- und Staffeltagen in so guter Form war, lag an der Vorbereitung. Ich habe dieses Mal darauf verzichtet, jedes der sechs Rennen zu bestreiten, um mich auf zwei ganz bestimmte L\u00e4ufe besser konzentrieren zu k\u00f6nnen. Damit habe ich mentale, als auch physische Energie gespart und war durch meine Erfahrungen aus den letzten Jahren perfekt vorbereitet. Dass allerdings solche, meist verletzenden Aussagen nicht helfen, ein Team voran zu bringen, das muss ich, und da bin ich mir sicher, keinem erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Sie gelten f\u00fcr die Norwegerinnen und Norweger als \u201eDrama-Queen\u201c, nachdem sie den Nordl\u00e4nderinnen schon einige Male \u201egutes Edelmetall\u201c wegschnappten. Sie sind nun seit f\u00fcnf Jahren mit dem Norweger Trond Nystad verheiratet. Angesichts der \u201eewigen Kritik und N\u00f6rgeleien `Made in Germany`\u201c hatten Sie da schon einmal gedacht: \u201eDas alles tue ich mir hier nicht mehr an. Jetzt starte ich f\u00fcr Norwegen.\u201c?! \u00a0Wie beurteilen Sie generell den Stellenwert des Skilanglaufes in Deutschland?<\/p>\n<p><strong>Claudia Nystad:<\/strong> Ich habe in der Tat dar\u00fcber nachgedacht, nach der Heirat die norwegische Staatsb\u00fcrgerschaft anzunehmen. Aber die Konkurrenz in Norwegen ist auch nicht gerade einfach. Au\u00dferdem bin ich jetzt sehr froh, dass ich es nicht getan habe, weil mir so die sch\u00f6nen Momente entgangen w\u00e4ren, die ich mit Evi bei dem Teamsprint in Vancouver 2010 erlebt habe.<br \/>\nDer Stellenwert von Skilanglauf in Deutschland ist meiner Ansicht nach sehr hoch, da durch die vielseitigen Wettkampfarten und interessanten Massenstarts enorme Spannung aufgebaut wird. Im Vergleich zu Biathlon haben wir allerdings in den letzten Jahren in Sponsoren-Hinsicht und an Publicity etwas verloren.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Gerade die deutschen Winter-Olympionikinnen in Whistler und in Vancouver \u00fcberzeugten, ob Biathletin Magdalena Neuner, die Skifahrerin Maria Riesch bzw. Viktoria Rebenburg, Rodlerin Tatjana H\u00fcfner, die Skeletoni Kerstin Szymkowiak oder Anja Huber, Paarl\u00e4uferin Aliona Savchenko, (Bobfahrerin Sandra Kiriasis), die Eisschnelll\u00e4uferinnen Jenny Wolf bzw. Stephanie Beckert oder nun Evi und Sie. Schinden sich Sportlerinnen mehr als ihre Kollegen? Sind sportive Frauen willensst\u00e4rker und selbstkritischer \u2013 und schieben Misserfolge nicht nur auf \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde? In Deutschland gibt es ja nicht nur im Sport die viel zitierte \u201eFrauen-Power\u201c?<\/p>\n<p><strong>Claudia Nystad:<\/strong> Der Grad zwischen Erfolg und Misserfolg ist sehr schmal. Ich denke nicht, dass es in dieser Hinsicht einen Unterschied gibt, zwischen uns deutschen Frauen und deutschen M\u00e4nnern. Wir sind alle ausgebildet in dem gleichen und einzigartigen Sportf\u00f6rderungssystem (Sportschulen, Sportf\u00f6rdergruppen Bundeswehr und Bundespolizei, ect.). Erfolg ist eher ein Faktor von Talent und unterst\u00fctzendem Umfeld und hat weniger zu tun mit spezifischen m\u00e4nnlichen oder fraulichen Qualit\u00e4ten.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Sie geh\u00f6ren zu den Sportlerinnen, die auch \u00fcber den sportlichen Tellerrand hinausblicken, sich f\u00fcr soziale Projekte engagieren. So versteigerten sie zu Gunsten der Stiftung &#8222;H\u00e4nsel und Gretel&#8220;, die Kinderschutzprojekte f\u00fcr missbrauchte Kinder f\u00f6rdert, ihre olympische Staffel-Goldmedaille 2002. Sich von der olympischen Goldmedaille zu trennen, die ja das \u201eNonplusultra\u201c f\u00fcr eine Sportlerin bzw. einen Sportler symbolisiert, ist Ihnen dieser Schritt nicht schwer gefallen? Gibt es einen ganz besonderen Beweggrund f\u00fcr Ihr soziales Engagement?<\/p>\n<p><strong>Claudia Nystad:<\/strong> Die Medaille an sich ist das Symbol f\u00fcr den Schwei\u00df, das Blut und die Tr\u00e4nen. Wichtiger f\u00fcr den Athlet ist der lange Weg, den man gehen muss, um zu den Olympischen Spielen zu kommen und die Emotionen, die sich w\u00e4hrend dem Weg dorthin bzw. danach auftun. Mir ist dieser Schritt \u00fcberhaupt nicht schwer gefallen, weil es das erste Mal war, dass ich mit meinem Namen anderen Menschen in Not helfen konnte. Ich f\u00fchle mich eher privilegiert, dass ich in einer Situation bin, in der dieses soziale Engagement im gro\u00dfen Stil m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Bei Ihnen hat der Alterungsprozess ja mit 18 aufgeh\u00f6rt. Sotschi 2014 d\u00fcrfte doch das n\u00e4chste Ziel sein? Oder wollen Sie lieber die norwegischen Fjorde erkunden?<\/p>\n<p><strong>Claudia Nystad:<\/strong> Gerade jetzt bin ich in der Stimmung, mit meiner Mannschaft die Erfolge zu feiern und wir werden die Saison zusammen zu Ende laufen. Was danach kommt, das besprechen wir auch erst danach.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Was macht eine Claudia Nystad eigentlich im Sommer? Tr\u00e4umen Sie unter hei\u00dfer Sonne von verschneiten, klirrend kalten Gegenden ? Wird ganz einfach nur der gek\u00fchlte Cocktail genossen?<\/p>\n<p><strong>Claudia Nystad:<\/strong> Ich tr\u00e4ume immer von warmen Str\u00e4nden und hei\u00dfer Sonne und nicht zuletzt von Beach-Boys. Ich bin eine Sommersportlerin, aber leider gefangen im K\u00f6rper einer Wintersportlerin&#8230; Anders, als viele wissen, ist unsere Haupttrainingszeit im Sommer und somit auch die Zeit, wo wir am meisten reisen und trainieren.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Zur\u00fcck zu den Begleitumst\u00e4nden bez\u00fcglich des Teamsprint-Olympiasieges \u2026 &#8211; Was die Kritik von Medien, Trainern und Funktion\u00e4ren der letzten Monate betrifft: Welche \u201eLehren\u201c, Erkenntnisse ziehen bzw. zogen Sie aus diesen \u201everbalen Einlassungen\u201c?<\/p>\n<p><strong>Claudia Nystad:<\/strong> Im Nachhinein wei\u00df ich, dass jeder mit Erfolg umgehen kann, aber fast keine Menschen mit Misserfolg. Die sehr wenigen Menschen, die in schwierigen Zeiten zu mir gehalten haben, sind meine wahren Freunde.<\/p>\n<p><strong>Frage:<\/strong> Bereits vor Olympia gab es Druck von Sport-Politikern, -Funktion\u00e4ren oder sonstigen -&#8222;V.I.P.`s&#8220; hinsichtlich der Medaillen-Ausbeute \u2013 in allen Sportarten. Wie ist die Meinung einer Sportlerin dazu?<\/p>\n<p><strong>Claudia Nystad:<\/strong> Ich finde es eher sch\u00f6n, dass sich so viele hoch profilierte Menschen unserer Gesellschaft f\u00fcr Sport interessieren. F\u00fcr mich entsteht dadurch kein Druck. Ich freue mich, dass das Augenmerk somit auf unseren Sport gelenkt wird.<\/p>\n<p><strong>Letzte Frage:<\/strong> Was waren f\u00fcr Sie die besonderen Momente der Winterspiele 2010?<\/p>\n<p><strong>Claudia Nystad:<\/strong> Die Hilfsbereitschaft aller Attach\u00e9s im olympischen Dorf hat mich tief beeindruckt. Eine der Frauen hat mir zum Beispiel vor meinem ersten Rennen meinen Laufanzug, der nicht perfekt gepasst hat, umgen\u00e4ht. Die freiwilligen Helfer haben extrem hohe Anerkennung verdient. Bei Regen und Schnee standen sie drau\u00dfen und hatten f\u00fcr jeden ein freundliches Wort. Auch das schlechte Wetter hat mich beeindruckt, sieben Tage Dauerregen&#8230; Wobei: An unserem Goldmedaillentag war es wundersch\u00f6ner Sonnenschein!<\/p>\n<p>Vielen Dank!<\/p>\n<p><strong><em>Sportliches Kalenderblatt vom 16.Februar 2014 \/ Claudia Nystad und die Olympischen Winterspiele 2014 &#8211; eine W\u00fcrdigung \/ rostock-sport.de-Beitrag vom Februar 2014<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Olympischer Skilanglauf: Nun alleinige Spitzenreiterin&#8230;<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Was f\u00fcr eine gro\u00dfartige skisportliche Athletin: Claudia Nystad hat es wieder einmal allen gezeigt \u2013 den ewigen Kritikern aus den verschiedensten Bereichen.<\/p>\n<p>Wenn es darauf ankommt, ist sie da, die grosse und \u201eewig junge\u201c Wikingerin aus Deutschland. Wer h\u00e4tte noch vor ein paar Tagen einen \u201ePfifferling\u201c auf die deutschen Skilanglauf-Damen gesetzt \u2013 au\u00dfer ein paar aufrichtigen Skisport-Fans und echten Skisport-Experten wohl niemand.<\/p>\n<p>Und nun doch: Bronze in der Langlauf-Staffel \u2013 mit Claudia N., der spirituellen Kraft im Team, die allein durch ihre blo\u00dfe Anwesenheit imponiert, Feuer entfacht und mitreisst.<\/p>\n<p>Auch wenn es mal nicht so l\u00e4uft, abschreiben sollte man die \u201eMiss Skilanglauf\u201c eben nie.<\/p>\n<p>Von wegen Geschichte wiederholt sich nicht! Im Skilanglauf-Sport doch\u2026 Nicht ganz genau so, aber doch irgendwie fast identisch\u2026<\/p>\n<p><strong>Die sechste olympische Medaille<\/strong><\/p>\n<p>Nun erk\u00e4mpfte Claudia ihre sechste olympische Skilanglauf-Medaille bei Olympischen Winterspielen. Bei den Spielen 2002 in Salt Lake City, 2006 in Turin, 2010 in Vancouver und nun 2014 in Sotschi holte \u201eC.N.\u201c insgesamt 2 x Gold, 3 x Silber, 1 x Bronze \u2013 die erfolgreichste deutsche Skilangl\u00e4uferin bei Olympischen Spielen \u201ealler Zeiten\u201c. Dahinter folgen Freundin Evi Sachenbacher-Stehle, die nun mit der Biathlon-Staffel nach ziehen kann, mit 2 x Gold, 3 x Silber zwischen 2002 sowie 2010 bzw. Barbara Petzold mit 2 x Gold, 1 x Bronze 1976\/1980\u2026<\/p>\n<p>Das sind jedoch nur trockene statistische Daten\u2026<\/p>\n<p>Ihr Teamsprint-Olympiasieg 2010 mit Evi Sachenbacher-Stehle war seinerzeit ein Triumph f\u00fcr die \u201elebendige\u201c Sportgeschichte. Vor den Spielen setzte es von allen Seiten h\u00e4rteste Kritik, ob von Trainern, Sportfunktion\u00e4ren oder angeblichen Skisport-Fans, weil es nicht so lief, weil die Erfolge und Podestpl\u00e4tze ausblieben.<\/p>\n<p>Und dann dieses Rennen bei Olympia! Ein Wahnsinn\u2026 Ein Triumph, der mehr als einen sportlichen Wert besitzt, ein Erfolg, der nachhallt!<\/p>\n<p>Mit einem unglaublichen Endspurt bezwang Claudia nicht nur die starke Konkurrenz, nein, sie und Evi distanzierten damit auch die Kritiker, die ihnen im Vorfeld so arg zusetzten.<\/p>\n<p><strong>Ein echtes Vorbild<\/strong><\/p>\n<p>Wenn jemand die W\u00f6rter \u201eVorbilder\u201c und \u201eVorbildwirkung\u201c verdienen, dann Claudia und Evi nach diesem denkw\u00fcrdigen Rennen am 22.Februar 2010 im Whistler Olympic Park.<\/p>\n<p>Die Lehre daraus, gerade f\u00fcr aufstrebende junge Talente: Gib nie auf! K\u00e4mpfe immer weiter! Nehme konstruktive Kritik ernst, aber negiere die destruktive! Und: Glaube stets an Dich und Deine St\u00e4rken!<\/p>\n<p>Und das beherzigte Claudia, nachdem sie zun\u00e4chst 2010 zur\u00fcck trat, studierte und dann 2013 motiviert auf die Loipe zur\u00fcckkam, selbst auch bestens. Sie schaffte Winter-Olympia 2014 gerade so auf dem letzten \u201eQuali-Dr\u00fccker\u201c und schrieb nun am 15.Februar 2014 \u00a0erneut Geschichte&#8230;<\/p>\n<p><strong>Mit dem Blick \u00fcber den Tellerrand hinaus<\/strong><\/p>\n<p>Super, Claudia! Zumal sich die anmutige S\u00e4chsin stets auch sozial engagierte bzw. engagiert, geistig und charakterlich top ist und \u00fcber den ber\u00fchmten sportlichen Tellerrand hinaus blickt!<\/p>\n<p>Chapeau\u2026<\/p>\n<p>&#8211; Und nun sind die deutschen Skilangl\u00e4uferinnen und Skilangl\u00e4ufer in Pyeongchang im Februar 2018 gefordert!<\/p>\n<p><strong>&#8230; Der Skisport und M-V<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_8141\" aria-describedby=\"caption-attachment-8141\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/nicolefesseldsv.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8141\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/nicolefesseldsv-300x203.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"203\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-8141\" class=\"wp-caption-text\">Nicole Fessel &#8211; immer f\u00fcr eine vordere Platzierung gut. Foto: Deutscher Skiverband<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Skisport, ob alpin oder nordisch, hatte und hat begeisterte Fans und Aktivisten durchaus auch in M-V, auch wenn es (noch) keine Aktive und kein Aktiver zu den Nordischen Ski-WM oder zu Olympia schaffte.<\/p>\n<p>Die Mecklenburger und Vorpommern &#8211; tats\u00e4chlich skisportlich begeisterte Athletinnen und Athleten?!<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens seit 1997, mit der Gr\u00fcndung des Skisportverbandes M-V in Teterow, der von Vertretern des Skisportvereines Ostseek\u00fcste e.V., vom Ski-Club Neubrandenburg und vom CDJ Rostock aus \u201eder Taufe gehoben wurde\u201c, steht fest &#8211; der nordische sowie der alpine Skisport hat in unserem Bundesland eine zahlreiche bzw. aktive Fan-Gemeinde mit rund 900 organisierten Vereins-Mitgliedern (wobei der geb\u00fcrtige G\u00fcstrower und Biathlet Frank-Peter Roetsch in den 1980ern und Anfang der 1990er f\u00fcr viel sportive Ski-Furore aus M-V-Sicht sorgte).<\/p>\n<p>So existierten zun\u00e4chst vier Ski-Clubs, der Skisport-Verein Ostseek\u00fcste e.V. Rostock, der Skiklub Neubrandenburg e.V. (gegr. 1995), der Skisportverein Grimmen e.V. (Besondere Anmerkung: Dieser wurde 1997 in \u00d6sterreich &#8222;aus der Taufe gehoben&#8220; !) und &#8211; so \u201eexotisch\u201c es klingt &#8211; auch die vorpommersche \u201eSommer-Sonnen-Insel\u201c Usedom hat mit dem Skiclub Usedom e.V. einen leistungsstarken Ski-Verein. Die Landeshauptstadt M-V darf in dieser Aufz\u00e4hlung nat\u00fcrlich au\u00dferdem nicht fehlen und besitzt mit dem ersten Schweriner Ski- und Snowboarder-Verein von 2003 ebenfalls einen ski-sportive Gemeinschaft. Und in Greifswald besteht zudem ein Ski-Team.<\/p>\n<p>Doch so au\u00dfergew\u00f6hnlich ist die mecklenburgisch-vorpommersche Wintersport-Tradition gar nicht.<\/p>\n<p>Unter anderem hatte in der Vergangenheit bereits der SC Traktor Schwerin, gegr\u00fcndet 1955, jahrelang in Oberwiesenthal eine externe Ski- und Rodelsport-Abteilung, um den heimischen Mitgliedern &#8211; gerade im Winter &#8211; eine sportive Abwechslung zu bieten.<\/p>\n<p><em>Hilfe von au\u00dfen<\/em><\/p>\n<p>Bei der Gr\u00fcndung der M-V-Ski-Clubs in den 1990er Jahren gab es dabei oft Hilfe \u201evon au\u00dfen\u201c, insbesondere von den skisportlichen Traditionalisten aus Skandinavien, Russland oder den Alpen-L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Der Usedomer Ski-Club wurde, beispielsweise, dank \u201ezuf\u00e4lliger\u201c Unterst\u00fctzung von Schweizer Skisport-Aktiven geschaffen: Im Juni 1997 reifte damals im kleinen Kreis von Usedomer Wintersportbegeisterten die Idee, eine Interessengruppe f\u00fcr den Skisport zu bilden. In Anwesenheit von Schweizer Sportlern, die zu einem Trainingsaufenthalt in Zinnowitz weilten, gr\u00fcndeten die Usedomer \u201esymbolisch\u201c die \u201eInteressengemeinschaft f\u00fcr Wintersportler der Insel Usedom\u201c, die in Karlshagen angesiedelt wurde. Mehr als ein Jahr sp\u00e4ter &#8211; am 28.10.1998 &#8211; wurde dann die \u201erichtige\u201c Gr\u00fcndung des \u201eSki-Clubs Insel Usedom\u201c vollzogen.<\/p>\n<p>Zu den Aktivit\u00e4ten der verschiedenen Skisport-Clubs in M-V geh\u00f6rte und geh\u00f6rt die F\u00f6rderung des Wintersportes im allgemeinen Schulsport, die Veranstaltung von skisportlichen Reisen bzw. Ausfl\u00fcgen, die Durchf\u00fchrung entsprechender Trainingscamps zum Beispiel in \u00d6sterreich, in der Slowakei und in Italien, die Sichtung neuer Talente und die Ausbildung von Ski-Lehrern.<\/p>\n<p><em>Und vielleicht<\/em> kommt ja im Jahr 3000 einmal ein Olympiasieger im Skilanglauf oder Skispringen aus M-V?! Bis dahin wird hierzulande flei\u00dfig ge\u00fcbt! Wann fangen wir an?! Morgen? Nein! Heute!!<\/p>\n<p>Marko Michels<\/p>\n<p>___<\/p>\n<p><strong>Blick zum Snowboarden<\/strong><\/p>\n<p>Ramona Hofmeister hat sich beim Parallelslalom Weltcup in Bad Gastein (12.1.2018) erstmals in die Siegerlisten des FIS Snowboard Weltcups eingetragen. Die 22-J\u00e4hrige aus Bischofswiesen fuhr im Finale des zweiten PSL-Rennens der Saison wie entfesselt und ihrer Gegnerin Ekaterina Tudegesheva (RUS) vom Start weg Tor f\u00fcr Tor davon und am Ende mit gro\u00dfem Vorsprung \u00fcber die Ziellinie.\u00a0\u201eDas ist Wahnsinn, ein unglaubliches Gef\u00fchl. Der Hang liegt mir, es hat mir heute richtig getaugt\u201c, freute sich Hofmeister \u00fcber ihren Premierenerfolg im 19ten Rennen.\u00a0\u201eIch hatte in Carezza am Anfang der Saison mit Platz zwei ja schon mein bislang bestes Ergebnis. Dass es so weitergeht, ist unglaublich.\u201c Pressemitteilung \/ Oliver Kraus \/ Snowboard Germany<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die sportliche Situation im Skilanglauf vier Wochen vor den Winterspielen in Pyeongchang Der Countdown zu den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang l\u00e4uft. Nicht einmal mehr vier Wochen ist es bis zum Beginn der Spiele am 9.Februar. Auch die Skilangl\u00e4uferinnen und Skilangl\u00e4ufer sind schon &#8222;hei\u00df&#8220; auf die Winterspiele. 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