{"id":8723,"date":"2018-02-07T09:59:54","date_gmt":"2018-02-07T08:59:54","guid":{"rendered":"https:\/\/mv-sport.de\/?p=8723"},"modified":"2018-02-07T11:54:01","modified_gmt":"2018-02-07T10:54:01","slug":"wird-pyeongchang-ueberzeugen-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mv-sport.de\/c\/wird-pyeongchang-ueberzeugen-koennen\/","title":{"rendered":"Wird Pyeongchang \u00fcberzeugen k\u00f6nnen?!"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_7680\" aria-describedby=\"caption-attachment-7680\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/ski-langlauf-beispiel-symbolfoto.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-7680\" src=\"https:\/\/mv-sport.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/ski-langlauf-beispiel-symbolfoto.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"667\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-7680\" class=\"wp-caption-text\">Symbolbild &#8211; Skilanglauf<\/figcaption><\/figure>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>Viele Diskussionen vor den Spielen und um die Winterspiele 2018<\/strong><\/h4>\n<p>So anziehend die Olympischen Spiele auch sind, so beeindruckend deren Wurzeln, Entwicklung und Ideale und so faszinierend der friedvolle Wettstreit der weltbesten Athletinnen bzw. Athleten zudem sein m\u00f6gen, zu Olympia kann der gemeine Sportfan nur noch ein ambivalentes Verh\u00e4ltnis entwickeln.<\/p>\n<p><strong>Nicht gerade ungehemmte olympische Vorfreude<\/strong><\/p>\n<p>Wieder ist eine wintersportliche Retorten-Stadt Gastgeber von Winterspielen, werden die Kosten mindestens 11 Milliarden Euro betragen (plus x), wurden Umwelts\u00fcnden begangen und ist die weitere Nutzung der neuen Sportst\u00e4tten ungewiss. Das Programm der Spiele platzt weiter aus allen N\u00e4hten (wieder mehr Wettbewerbe als vor vier Jahren). Und das Thema Doping beherrscht die Schlagzeilen. W\u00e4hrend seit 2015 allein die Russen als vermeintliche Doping-S\u00fcnder herhalten m\u00fcssen, wurde nun bekannt, dass massiv auch im Skilanglauf &#8211; und sicher nicht nur dort und nicht nur in Russland &#8211; leistungsf\u00f6rdernde Substanzen eingenommen wurden.<\/p>\n<p><strong>Rechtsstaatlichkeit gilt auch im Hochleistungssport<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend einige, die in einem demokratischen Rechtsstaat gro\u00df wurden, pl\u00f6tzlich die Urteile eines unabh\u00e4ngigen Gerichtes (CAS) anzweifeln und die Freispr\u00fcche gegen\u00fcber den meisten gesperrten russischen Sportlerinnen bzw. Sportler nicht akzeptieren k\u00f6nnen, kommt der gemeine Sportfan ins Gr\u00fcbeln. Gelten nun Rechtsstaat und Demokratie nur dann, wenn Sportlerinnen bzw. Sportler vermeintlich befreundeter Staaten frei gesprochen werden oder tats\u00e4chlich f\u00fcr jede\/jeden?!<\/p>\n<p>Es mu\u00df halt die individuelle Schuld einer jeden Sportlerin bzw. eines jeden Sportlers &#8222;hieb- und stichfest&#8220; nachgewiesen sein, ganz klare Beweise m\u00fcssen vorliegen, ansonsten gilt die Unschuldsvermutung.<\/p>\n<p>Die CAS hat anhand der vorliegenden Unterlagen\/Aussagen eine rechtsstaatliche Entscheidungen\/Urteile getroffen, \u00fcber die sich auch das IOC nicht hinweg setzen kann bzw. darf. Oder steht das IOC \u00fcber dem Gesetz und der Rechtsstaatlichkeit?<\/p>\n<p>Ganz deutlich: Sind einhundertprozentige Beweise vorhanden, die die Schuld des &#8222;Sportlers XY&#8220; darlegen, geh\u00f6ren dieser verurteilt und gesperrt. Wenn nicht, mu\u00df man diesen starten lassen, ob es einem gef\u00e4llt oder nicht. Deutschland mit seinen Vergehen an der olympischen Idee &#8211; Stichworte &#8222;Olympia 1936&#8220;, &#8222;Doping in der DDR&#8220; und &#8222;Doping in Westdeutschland&#8220; &#8211; sollte da mit Kritik an der CAS \u00e4u\u00dferst zur\u00fcckhaltend sein.<\/p>\n<p><strong>Pyeongchang verdient eine faire Chance<\/strong><\/p>\n<p>Mal weg von den Doping-Diskussionen&#8230;\u00a0 Die Olympischen Winterspielen 2018, die koreanischen Gastgeber, die Einwohner Koreas, die mit viel Herzblut und Hingabe diese Spiele organisieren, haben jedoch eine faire Chance verdient. Und erst recht die Sportlerinnen und Sportler aus aller Welt.<\/p>\n<p><strong>Deutschland mit gro\u00dfen Sport-Pers\u00f6nlichkeiten 2018<\/strong><\/p>\n<p>Gerade das Deutschland des Jahres 2018 hat gro\u00dfartige Athletinnen bzw. Athleten. Die Biathletin Laura Dahlmeier etwa. Oder den Kitzb\u00fchel-Helden von 2018 Thomas Dre\u00dfen. Das Rodel-Team um Natalie Geisenberger, Felix Loch oder Toni Eggert\/Sascha Benecken.<\/p>\n<p>Es gibt die Bob-Asse Nico Walter, Johannes Lochner, Francesco Friedrich oder Stephanie Schneider. Die Alpine Viktoria Rebensburg ist wieder bestens dabei, ebenso wie die Snowboarder um Ramona Theresia Hofmeister sowie Selina J\u00f6rg und die gro\u00dfe K\u00e4mpferin bzw. Freidenkerin Silvia Mitterm\u00fcller. Die Skisprung-Mannschaft um Richard Freitag, Andreas Wellinger, Katharina Althaus bzw. Carina Vogt macht gro\u00dfe Hoffnungen.<\/p>\n<p>Die &#8222;Crowd&#8220; um Eric Frenzel, Johannes Rydzek, Fabian Rie\u00dfle, Vinzenz Geiger &amp; Co. wird bestimmt nordisch &#8222;goldig&#8220; kombinieren. Aliona Savchenko\/Bruno Massot k\u00f6nnten sich im Paarlauf\/Eiskunstlaufen sch\u00f6nste Medaillen-Tr\u00e4ume erf\u00fcllen. Im Eisschnelllaufen d\u00fcrfte die gro\u00dfe, ewig junge Sportlerin Claudia Pechstein f\u00fcr \u00dcberraschungen sorgen. Das deutsche Skeleton-Team um Jacqueline L\u00f6lling sollte ebenfalls Erfolge feiern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Erfolgreicher olympischer Sport-Winter 2017\/18 aus deutscher Sicht<\/strong><\/p>\n<p>Bei den Weltcups 2017\/18 im Schlittensport (Rennrodeln, Bob bzw. Skeleton), im Skisport (Alpin, Nordisch bzw. Freestyle), im Snowboarden und im Eissport (Eisschnelllaufen) und bei der Grand Prix-Serie im Eiskunstlaufen 2017\/18 waren viele der Genannten schon sehr erfolgreich. Im olympischen Weltcup- bzw. Grand Prix-Winter 2017\/18 erk\u00e4mpften die deutschen Winter-Sportlerinnen und -Sportler insgesamt 216 Medaillen: 78 x Gold, 71 x Silber, 67 x Bronze.<\/p>\n<p>Am erfolgreichsten war die &#8222;Rodel-Fraktion&#8220; mit 28 x Gold, 17 x Silber, 22 x Bronze, gefolgt von den &#8222;Bobbies&#8220; (Bobsport) mit 14 x Gold, 8 x Silber, 9 x Bronze, der Skisprung-Mannschaft (mit Skiflug-WM) mit 6 x Gold, 13 x Silber, 8 x Bronze, den Biathletinnen\/Biathleten mit 6 x Gold, 6 x Silber, 5 x Bronze und den Alpinen mit 6 x Gold, 4 x Silber, 4 x Bronze.<\/p>\n<p>Erfolgreich waren zudem die Skeletonis mit 5 x Gold, 5 x Silber, 6 x Bronze, die Nordischen Kombinierer mit 4 x Gold, 7 x Silber, 5 x Bronze, die Snowboard-Enthusiasten mit 3 x Gold, 4 x Silber, 3 x Bronze, die Eisschnelll\u00e4uferInnen mit 2 x Gold, 3 x Silber, 4 x Bronze, die Ski-Freestyler mit 2 x Gold, 3 x Silber, 1 x Bronze und die Eiskunstl\u00e4ufer (dank Aliona Savchenko\/Bruno Massot) mit 2 x Gold, 1 x Silber.<\/p>\n<p>Beim Deutschland-Cup im Eishockey der Herren wurde Deutschland hinter Russland bzw. der Slowakei und vor den USA Dritter. Die olympische Generalprobe am 6.Februar 2018 gewann das deutsche Eishockey-Team der Herren in Kloten gegen die Schweiz mit 2:1.<\/p>\n<p><strong>Mit Optimismus, aber nicht mit \u00dcbermut nach Pyeongchang<\/strong><\/p>\n<p>Die deutschen Winter-Athletinnen bzw. Athleten und die deutschen Sportfans k\u00f6nnen also optimistisch auf die Winterspiele 2018 blicken &#8211; zumindest, was das Sportliche betrifft.<\/p>\n<p>Jedoch: Wenn jetzt deutsche Massenmedien von 27 bis 32 Goldmedaillen (!!!!!) reden bzw. schreiben, ist das eher olympische Tagtr\u00e4umerei. Olympia hat bekanntlich eigene Gesetze. Und so, wie fr\u00fcher &#8222;der Klassenfeind&#8220; nicht schlief, gilt das um so mehr heute f\u00fcr die internationale Konkurrenz. Vieles kann passieren &#8211; im Positiven wie im Negativen. &#8222;Underdogs&#8220; im Sport gibt es nicht mehr.<\/p>\n<p><strong>Deutsche Wintersport-Traditionen<\/strong><\/p>\n<p>Bereits 1908, als es Winterspiele noch gar nicht gab, erk\u00e4mpften deutsche Sportlerinnen und Sportler in einer Wintersportart die ersten wintersportiven Olympia-Medaillen &#8211; im Eiskunstlaufen, das 1908 in London und 1920 in Antwerpen Bestandteil der Sommerspiele war.<\/p>\n<p>Elsa Rendschmidt holte 1908 Silber im Eiskunstlauf der Frauen und Anna H\u00fcbler\/Heinrich Burger errangen Gold im Paarlaufen. Bei den ersten offiziellen Winterspielen (im Nachgang) 1924 in Chamonix waren deutsche Sport-Asse unerw\u00fcnscht &#8211; Deutschland galt als Hauptverursacher des ersten Weltkrieges &#8211; aber eine geb\u00fcrtige Deutsche durfte sich dennoch \u00fcber eine Medaille freuen. Die geb\u00fcrtige Potsdamerin Ludowika Jakobsson, geborene Eilers, holte mit ihrem finnischen Ehemann Walter Jakobsson in Chamonix 1924 Silber im Paarlaufen\/Eiskunstlaufen, nachdem beide 1920 Gold erk\u00e4mpft hatten.<\/p>\n<p>1936, bei den Olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen unter dem Hakenkreuz, gab es dann die ersten deutschen Olympiasiege bei offiziellen Olympischen Winterspielen. Im Paarlaufen\/Eiskunstlaufen gewannen Maxi Herber\/Ernst Baier und in den alpinen Kombinationen bei den Frauen bzw. bei den Herren waren Christl Cranz und Franz Pfn\u00fcr die Besten.<\/p>\n<p><strong>Vor der Wende und nach der Wende<\/strong><\/p>\n<p>Vor der gesellschaftlichen Wende 1989\/90 errangen beide Deutschl\u00e4nder, DDR und Westdeutschland zusammen gerechnet, bei den Winterspielen 1988 in Calgary die meisten Medaillen &#8211; bezogen nur auf Olympische Winterspiele: 33 Medaillen, darunter 11 x Gold.<\/p>\n<p>Dieser &#8222;Rekord&#8220; wurde erst 2002 in Salt Lake City mit 36 Medaillen, darunter 12 x Gold &#8222;geknackt&#8220; und besteht noch heute. 12 Goldene, aber &#8222;nur&#8220; 29 Medaillen hatten die deutschen Winter-Sportlerinnen und -Sportler auch 1998 in Nagano &#8222;gesch\u00fcrft&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Ein neuer deutscher Medaillen-Rekord bei Winter-Olympia 2018&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Das deutsche Olympia-Team 2018 hat das Potenzial, den &#8222;Rekord&#8220; von 2002 zu verbessern&#8230; Die ausgezeichneten Leistungen der olympischen Saison begr\u00fcnden diese Annahme. Aber: So sch\u00f6n Medaillen auch sein m\u00f6gen, es gibt Wichtigeres als diese &#8211; vor allem friedvolle Spiele.<\/p>\n<p>Ganz gleich, wie die deutschen Winter-Sportlerinnen und -Sportler in Pyeongchang gl\u00e4nzen werden, Respekt und Achtung gegen\u00fcber ihren Leistungen haben sie sich schon jetzt verdient. Eine olympische Teilnahme, eine olympische Qualifikation ist wirklich aller Ehren wert! Also immer an den alten Coubertin denken &#8211; ohne &#8222;mildes L\u00e4cheln&#8220; dabei&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>M.Michels<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>AKTUELLE STATEMENTS vom deutschen Olympia-Biathlon-Team 2018, \u00fcbermittelt von Ralph Eder, Pressesprecher des Deutschen Skiverbandes<\/strong><\/h4>\n<p><strong>Gerald H\u00f6nig, Bundestrainer Damen<\/strong><br \/>\n&#8222;Vor vier Jahren waren wir nicht so breit und kompakt aufgestellt, wie jetzt. Wir haben nun sechs Leistungstr\u00e4gerinnen, die in der Lage sind, im Spitzenbereich anzukommen. Wir k\u00f6nnen uns alle auf die Spiele freuen, als emotionalen H\u00f6hepunkt, aber auch als sportlichen H\u00f6hepunkt in der Karriere eines Sportlers.<\/p>\n<p>In der Vorbereitung haben wir am Feinschliff gearbeitet. Au\u00dferdem haben wir versucht, ein paar Erfolgserlebnisse zu schaffen, so dass wir mit breiter Brust nach Korea fliegen k\u00f6nnen. Wir haben beim Schie\u00dfen ein paar Stresssituationen geschaffen, um das Selbstbewusstsein aufzubauen. Die Schie\u00dfergebnisse im Januar waren nicht immer so, dass wir absolut konkurrenzf\u00e4hig waren. Das Schie\u00dfen war daher ein Schwerpunkt in unserem Lehrgang in Hochfilzen. Und wir haben an der k\u00f6rperlichen und mentalen Frische gearbeitet.<\/p>\n<p>Wir haben uns schon langfristig \u00fcber die Zeitverschiebung Gedanken gemacht. Das ging von deutlich fr\u00fcher nach Korea zu reisen, um sich eine Stunde pro Tag anzupassen, bis hin zu erst kurz vor dem ersten Wettkampf anzukommen, um die Erm\u00fcdung vor Ort nicht zu provozieren. Wir haben uns f\u00fcr die letzte Variante entschieden. Wir werden die Umstellung nicht bewusst vorantreiben, sondern versuchen, so lange wie m\u00f6glich in der mitteleurop\u00e4ischen Zeit zu bleiben. Denn unsere Nachtrennen entsprechen den Wettkampfzeiten in Europa, daran ist der K\u00f6rper dementsprechend gew\u00f6hnt. Wir werden die Umstellung also schleichend angehen, es ergibt sich dann von selbst. Wir werden das mit verdunkelten Zimmern und besonderem Licht, das Aktivierungsphasen oder passive Erm\u00fcdungsphasen hervorruft, unterst\u00fctzen. Wir werden es auf jeden Fall gelassen angehen.<\/p>\n<p>Die Einsatzkonzeption wurde in Hochfilzen gemacht, damit sich die Sportler gut vorbereiten k\u00f6nnen. Es ist das Ziel, dass wir jede Dame vor der Staffel im Wettkampf sehen. Denn die Staffel sollte nicht der erste Wettkampf f\u00fcr die Starterinnen sein. Es ist wichtig, dass man vorher schon mal ein Rennen hat, um sich an die Atmosph\u00e4re und auch die Wettkampfsituation zu gew\u00f6hnen. Dazu ist jeder Einzelstart wichtig, um diese Situation schon mal durchlebt zu haben.<\/p>\n<p>Wenn wir gesund bleiben, haben wir das Ziel, in den Rennen, in denen wir an den Start gehen, um die Medaillen mitzuk\u00e4mpfen. Zu wie vielen es dann reicht, kann man nicht voraussagen. Ein bis zwei in den Einzelwettbewerben und eine mit der Staffel w\u00e4ren ein sehr gutes Ergebnis. Au\u00dferdem liegt mir viel daran, gemeinsam mit den M\u00e4nnern in der Mixed-Staffel Edelmetall zu gewinnen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Mark Kirchner, Bundestrainer Herren<br \/>\n<\/strong>&#8222;Simon Schempp ist derzeit in bestm\u00f6glicher Behandlung. Sein Problem ist noch nicht ganz beseitigt. Er trainiert zwar, wendet aber auch viel Zeit f\u00fcr seine Genesung auf. Das l\u00e4uft mit kleineren Fortschritten seit Antholz so, und wir hoffen, dass er es bis zum Sprint in Pyeongchang schafft. Daf\u00fcr tun wir alles.<\/p>\n<p>Alle unsere Olympiastarter, einschlie\u00dflich der Neulinge Roman Rees und Johannes K\u00fchn, haben diesen Winter schon Top-Sechs-Ergebnisse erzielt. Das ist f\u00fcr die Mannschaft ein sehr erfreulicher Zustand. Wir haben ad\u00e4quate Ersatzleute dabei, die jederzeit in ein Rennen gehen k\u00f6nnte, wenn es n\u00f6tig sein sollte, und da durchaus auch Chancen h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Wir haben diese Saison viele Platzierungen zwischen Rang vier und zehn belegt. So viele Podiumsplatzierungen wie letzten Winter hatten wir zwar nicht, aber die Leistung ist insgesamt nicht schlechter geworden. Mit Johannes Thingnes B\u00f6 und Martin Fourcade legen zwei Athleten die Messlatte derzeit sehr hoch. Eric und Arnd haben es auf das Podest geschafft, die anderen waren jeweils knapp dran. Das l\u00e4sst uns f\u00fcr Olympia alle Chancen offen.<\/p>\n<p>Die Strecke ist anspruchsvoll mit relativ steilen Anstiegen. Diejenigen, die in der Saison bewiesen haben, dass sie zu den Besten geh\u00f6ren, sind in der Regel auch die, die zum Jahresh\u00f6hepunkt ihre Leistung abrufen k\u00f6nnen. Wer in Form ist, kommt auf jeder Strecke zurecht. Aber wir haben die steilen Anstiege mit den \u00dcberg\u00e4ngen der Olympiastrecke nat\u00fcrlich in das Training in Hochfilzen integriert. Alles entscheidend ist immer eine gute Form und der Kopf dazu. Eine eigene positive Grundeinstellung und eine gute Stimmung in der Mannschaft sind immer wichtig. Wenn das Team intakt ist, dann ist es auch bereit f\u00fcr gute Leistungen. Das versuchen wir hinzukriegen.<\/p>\n<p>Deshalb haben wir das Gewehr nach Antholz erst mal f\u00fcr drei Tage zur Seite gestellt, um den Kopf frei zu bekommen und die Konzentration wieder hochzufahren. Danach haben wir begonnen, mit Schie\u00dftraining unter Ruhebedingungen weiter an der Sicherheit und den Technikelementen zu arbeiten. Aber je n\u00e4her die Olympischen Spiele r\u00fcckten, desto h\u00e4ufiger haben wir schnelle Schie\u00dfserien trainiert. Denn inzwischen schie\u00dft fast das gesamte Feld sehr schnell, und wir haben da noch Reserven.<\/p>\n<p>Ich w\u00e4re zufrieden, wenn wir mit zwei Medaillen nach Hause fahren: Einer Einzelmedaille und der Staffelmedaille.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Laura Dahlmeier<br \/>\n<\/strong>&#8222;In diesem Jahr ist die Situation bei Olympia wirklich ganz anders als noch vor vier Jahren. Damals war es meine erste komplette Weltcup-Saison. Es war alles neu, alles spannend, und so habe ich auch Olympia wahrgenommen. Es war fast wie ein gro\u00dfer Abenteuer-Spielplatz. Sportlich hat es leider ja nicht ganz so geklappt. Ich war etwas ausgebrannt. Trotzdem habe ich versucht, die ganzen Emotionen und das ganze Drumherum aufzusaugen.<\/p>\n<p>Mit den Erfolgen der letzten zwei,drei Jahre ist es schon etwas anderes. Nat\u00fcrlich ist mein pers\u00f6nlicher Anspruch diesmal ein anderer, aber auch die Erwartungen von au\u00dfen. Von daher werden es wahrscheinlich nicht mehr ganz so ruhige Spiele f\u00fcr mich werden wie noch in Sotschi.<\/p>\n<p>Die bisherige Saison lief f\u00fcr mich zwar, auch wegen der Ausf\u00e4lle, nicht ganz auf dem konstant hohen Niveau wie letzten Winter. Aber trotzdem war es bis jetzt sicherlich eine gute Saison. Ich bin nun mal keine Maschine, aber ich wei\u00df, was ich kann, und das habe ich in diesem Winter auch schon gezeigt. Und so fahre ich jetzt auch nach Pjeongchang. Dort habe ich letzte Saison sehr viele positive Erfahrungen gemacht. Mit dem Schie\u00dfstand bin ich sehr gut zurecht gekommen und die Aufteilung der Runde hat mir auch sehr gut gefallen.<\/p>\n<p>Ich freue mich, wieder im olympischen Zirkus unterwegs zu sein und wieder viele Sportler aus verschiedenen Disziplinen zu treffen. Von Korea selbst werden wir vermutlich auch heuer nicht viel sehen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Maren Hammerschmidt<br \/>\n<\/strong>&#8222;Es ist mir noch gar nicht richtig bewusst, dass Olympia schon so nahe ist. Ich bin noch voll im Trainingsmodus. Aber wenn ich dann im Flieger sitze, wird in den acht, neun Stunden bestimmt noch etwas mit mir passieren.<\/p>\n<p>Die Strecke in Pyeongchang ist anspruchsvoll mit vielen steilen Bergen. Das kommt mir entgegen. Am Schie\u00dfstand hat es mal ganz gut und mal nicht so gut funktioniert. Aber ich gehe da bei null wieder ran. An jedem Schie\u00dfstand ist es m\u00f6glich, fehlerfrei zu bleiben. Ich muss in den Rennen vor allem darauf achten, mich beim Schie\u00dfen auf mich zu konzentrieren.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte perfekte Rennen anbieten. Wenn ich sagen kann, dass es perfekt war, dann werde ich auch zufrieden sein. Was die Konkurrenz macht, kann ich nicht beeinflussen. Nat\u00fcrlich m\u00f6chte ich gerne in der Staffel laufen, aber das wird sich erst vor Ort entscheiden.<\/p>\n<p>Letztes Jahr waren wir mit einem Fernsehsender bei einem Tempel in Pyeongchang. Da konnten wir einen ganz kleinen Einblick in die Kultur gewinnen. Aber leider haben wir an den Wettkampforten nie richtig Zeit, die Kultur zu erleben. Vielleicht wird das ja diesmal anders, wenn wir l\u00e4nger vor Ort sind. Aber wir haben auch einen sehr langen Wettkampfplan.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Benedikt Doll<br \/>\n<\/strong>&#8222;Ich freue mich schon sehr auf die Olympischen Spiele. Ich f\u00fchle mich gut. Die letzten Weltcups sind sehr erfolgreich verlaufen. Ich kann mit einem guten Gef\u00fchl nach Pyeongchang fliegen.<\/p>\n<p>Man kann die guten Ergebnisse aus Antholz zwar nicht direkt in die Vorbereitung mitnehmen. Aber es gibt Sicherheit, weil man wei\u00df, dass man es im Wettkampf geschafft hat. Das ist sehr viel Wert und dieses Gef\u00fchl kann man im Training nicht erzeugen.<\/p>\n<p>In der Vorbereitung habe ich viel Schnelligkeit ge\u00fcbt, damit ich beim ersten Rennen mit h\u00f6chster Geschwindigkeit an den Start gehen kann. Ich will eine Medaille gewinnen, dann bin ich sehr zufrieden.<\/p>\n<p>Beim Weltcup in Pyeongchang letztes Jahr war es schon so warm, dass der Wettkampf etwas verzerrt wurde. Aber im Grunde ist der Schie\u00dfstand gut zu beherrschen, und die Strecke hat mir auch gelegen. Es geht immer etwas bergauf und bergab. Und das passt mir.<\/p>\n<p>Ich freue mich, dass Roman dabei ist. Jetzt kommen so viele Biathlon-Olympioniken aus dem Schwarzwald, wie noch nie. Es ist umso sch\u00f6ner, die Olympia-Premiere gemeinsam mit meinem langj\u00e4hrigen Trainingspartner zu erleben.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Viele Diskussionen vor den Spielen und um die Winterspiele 2018 So anziehend die Olympischen Spiele auch sind, so beeindruckend deren Wurzeln, Entwicklung und Ideale und so faszinierend der friedvolle Wettstreit der weltbesten Athletinnen bzw. Athleten zudem sein m\u00f6gen, zu Olympia kann der gemeine Sportfan nur noch ein ambivalentes Verh\u00e4ltnis entwickeln. 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