Der Usedom-Beach-Cup 2018 im R├╝ckspiegel

Beachvolleyball – Symbolbild

Nachgefragt bei Andreas Burkard und Elisa Lohmann

Zum 19. Mal wurde am 27. Juli in Koserow der Usedom-Beach-Cup ausgetragen, das mit ├╝ber 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gr├Â├čte Beachvolleyball-Turnier der Welt. Mittendrin und voll dabei war auch eine kleine Delegation des Schweriner SC unter andederem mit Elisa Lohmann und Andreas Burkard.

Interview

SSC-Gesch├Ąftsf├╝hrer Andreas Burkard und Volleyballerin Elisa Lohmann ├╝ber den Beach-Cup, die Resultate der Schweriner Teams und die Besonderheiten bzw. Herausforderungen beim Beachvolleyball

„Fit bleiben, gefordert werden und gleichzeitig das sch├Âne Wetter genie├čen…“

Frage: Eine „Delegation“ des SSC zeigte beim Usedom-Beach-Cup ihr K├Ânnen… Wie lief es aus sportlicher Sicht? Und wie war das „Drumherum“?

Andreas Burkard: Die Delegation des SSC war bunt gemischt und sehr gut vertreten. Aus dem Trainerbereich war Paul Sens aktiv dabei und aus dem Team der ersten Bundesliga starteten Elisa Lohmann und Marie Sch├Âlzel. Weiterhin war ein m├Ąnnliches Nachwuchsteam und auch ich selbst mit unter den zahlreichen Teilnehmern.

Herausragend war selbstverst├Ąndlich unser „Beachteam Schneider Sprenger“, welches als SSC Palmberg Schwerin meldete. Sie konnten sich sogar den Titel sichern. Alle weiteren Teams haben jede Menge Spiele, bestes Wetter und ein tolles Flair genie├čen k├Ânnen und kamen auf den Pl├Ątzen sieben bis siebzehn ins Ziel.

Frage: Auf der Sonnen-Insel herrschten sicher auch subtropische Bedingungen… Fiel die Umstellung vom klimatisierten Hallen-Parkett auf den hei├čen Usedomer Ostseestrand schwer?

Elisa Lohmann: Die Umstellung vom klimatisierten Hallen-Parkett war wegen des Windes erschwert. Der Ball fliegt im Wind anders, als in der Halle. Das Spiel muss dem Wind angepasst werden, was nicht leicht ist und ├ťbung erfordert. Im Verlauf des Turniers hat das immer besser funktioniert. Die Temperaturen haben mir kaum Probleme bereitet. Die Ostsee hat f├╝r Abk├╝hlungen zwischen den Spielen gesorgt. Zudem vermute ich, dass es momentan in der Halle nicht k├Ąlter ist.

Frage: Elisa, Sie waren ja schon bei einigen Beach-Turnieren 2018 auf Achse. Lieb├Ąugeln Sie auch ein wenig mit einer Beachvolleyball-Karriere?

Elisa Lohmann: Beachvolleyball sehe ich vor allem als gute M├Âglichkeit, ├╝ber den Sommer fit und regelrecht am Ball zu bleiben. Nebenbei kann ich trotzdem das sch├Âne Wetter genie├čen und die Hallenbl├Ąsse ablegen. Au├čerdem macht mir zu zweit auf dem Feld stehen, das Spiel lesen und selbst gestalten, im Sand abwehren und auch angreifen zu k├Ânnen, sehr viel Spa├č. Den Fokus lege ich trotzdem auf Hallenvolleyball. Dort f├╝hle ich mich wohl und gut aufgehoben.

Letzte Frage: Was kann man aus der Strand-Zeit mit in die Hallen-Saison nehmen – au├čer Sand und Muscheln… Sind Beach-Turniere f├╝r die Vorbereitung auf die Halle unabdingbar?

Andreas Burkard: Unabdingbar ist sicherlich nicht richtig. Aber die Zeit im Sand ist absolut f├Ârderlich. Das st├Ąndige Bewegen auf dem ungewohnten Untergrund fordert besonders im koordinativen Bereich. Zudem f├╝hren Wind und ungewohnte Bedingungen dazu, sich schneller anzupassen, st├Ąndig neu zu adaptieren und Taktiken gegebenenfalls situativ umzustellen.

Aus meiner Sicht sind es vor allen Dingen die vielen Spiele und die psychische Anforderung, welche einen besonderen Wert f├╝r unsere Athletinnen und Athleten haben. Denn: Im Sand h├Ąngt das Ergebnis noch mehr von der eigenen Leistung ab. Man ist nur zu zweit auf dem Feld und somit st├Ąndig gefordert┬á – manchmal mehr damit, seine Spiel-Partnerin bzw. seinen Spiel-Partner zu unterst├╝tzen.

Vielen Dank, noch eine erfolgreiche Vorbereitung auf die Hallen-Saison und weiterhin maximale Erfolge am (Volley-)Ball!

M.Michels

 

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