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Güstrow, Deutschland
25-26 Wendenstraße Güstrow Mecklenburg-Vorpommern 18273 DE

Das Faustballspiel zählt zu den ältesten Sportarten der Welt. Erste Darstellungen reichen bis 1900 v. Chr. zurück. Doch ein konkretes Bildzeugnis liefert erst die Gedenkmünze des römischen Kaisers Gordianus aus dem Jahr 242 n. Chr. Antonio Scaino schrieb 1555 die ersten Regeln für den italienischen Volkssport „giuoco del pallone“. Schließlich verfasste 1894 DR. H. Schnell in Zusammenarbeit mit G.H. Weber ein Regelwerk für das Faustballspiel, durch das es vom Gesellschaftsspiel wieder zum Wettkampf- und Parteien-spiel verändert wurde. Seine größte Verbreitung fand das Spiel in Deutschland, wo es seit 1893 gespielt wird.

Seit 1895 wird in Güstrow Faustball gespielt. Wenn auch früher das Geräteturnen im Verein führend war, so wurde doch auch volkstümlich Turnen sowie Leichtathletik betrieben und das Turnspiel gepflegt. Zunächst geschah dies im Männerturnverein von 1861, später auch im SV 06, einem 1926 gegründeten Fußball-Club. Nach dem 2. Weltkrieg hieß die Heimat der Faustballer über viele Jahre BSG Lokomotive Güstrow bzw. ETSV. Ab 1993 spielten die Faustballer dann lange Jahre aktiv beim VfL Grün- Gold Güstrow und beim Post SV Güstrow. Ab dem 01.11.2000 wechselte die Abteilung Faustball des Post SV Güstrow zum VfL Grün Gold Güstrow e.V.

Seit Beginn der Hallensaison 2010/2011 treten die Güstrower Faustballer nun für den neu gegründeten Güstrower Sportclub 09 an, der aus der Fusion von PSV 90 Güstrow und VfL Grün-Gold Güstrow hervorging.

 

Spielidee

Faustball ist ein Rückschlagspiel, bei dem sich zwei Mannschaften auf zwei Halbfeldern gegenüberstehen, ähnlich wie beim Volleyball. Sie sind durch eine Mittellinie und ein Band (früher war auch eine Leine erlaubt) getrennt, das zwischen zwei Pfosten in –  je nach Altersklasse – bis zu zwei Meter Höhe gespannt ist. Band und Pfosten dürfen weder von einem Spieler noch vom Ball berührt werden; dies gilt als Fehler.

Jede Mannschaft besteht aus fünf Spielern, die versuchen, einen Ball mit dem Arm oder mit der Faust für den Gegner unerreichbar in das andere Halbfeld zu spielen.

Ballberührung

Der Ball darf vor jeder Berührung durch einen Spieler einmal auf dem Boden aufspringen, jedoch nur innerhalb des Spielfeldes. Pro Spielzug darf er von drei unterschiedlichen Spielern berührt werden, muss dann aber spätestens durch den dritten Spieler über das Band zum Gegner zurückgespielt werden.

Der Ball wird bei der Abwehr und beim Zuspiel mit der Innenseite des ausgestreckten Unterarms gespielt, beim Angriff mit der Faust geschlagen. Berührt er die offene Handfläche oder andere Körperteile als den Arm, wird es als Fehler gewertet.

 

Zählweise

Gespielt wird nach Punkten und Sätzen. Wenn eine Mannschaft einen Fehler macht, bekommt die andere einen Punkt, auch wenn sie keinen Aufschlag hatte. Die Mannschaft, die den letzten Fehler begangen hat, macht den nächsten Aufschlag. Ein Satz endet, sobald eines der Teams elf Punkte erzielt hat und mit mindestens zwei Punkten in Führung liegt (also mindestens 11:9). Beim Stande von 10:10 wird der Satz automatisch verlängert, bis eines der Teams mit zwei Punkten in Führung geht oder zuerst den 15. Punkt erzielt (Sätze können demnach mit 15:14 enden). Die Anzahl der Gewinnsätze variiert je nach Spielklasse. In der 1. Bundesliga der Herren wird nach dem Prinzip Best of Nine gespielt, also auf fünf Gewinnsätze. In der zweiten Bundesliga der Herren und in den Damen-Bundesligen wird auf drei Gewinnsätze gespielt (Best of Five).

Bis ins Jahr 2006 wurden in den höheren Ligen Sätze bis 20 gespielt. Die Anzahl der Gewinnsätze war dafür dementsprechend geringer. Vor der Einführung der sogenannten 11er-Sätze war in den unteren Ligen das Spiel auf Zeit weit verbreitet, so dass zwei Halbzeiten von 15 bzw. 10 Minuten mit zwischenzeitlichem Seitenwechsel durchgeführt wurden. Da diese Spielform die Organisation von größeren Veranstaltungen deutlich vereinfacht, ist sie vor allem bei Turnieren nach wie vor üblich.

Fehler

Als wichtigste Fehler (und damit Punkt für die gegnerische Mannschaft) werden gewertet:

  • Der Ball oder ein Spieler berührt das Band oder die Pfosten.
  • Der Ball berührt außerhalb des Spielfelds den Boden.
  • Der Ball berührt zweimal hintereinander den Boden, ohne dass eine regelgerechte Berührung durch einen Spieler dazwischen war.
  • Der Ball wird seitlich an den Pfosten vorbei oder unterhalb des Bandes ins gegnerische Feld gespielt. Er darf nur oberhalb des Bandes und zwischen den gedanklich nach oben verlängerten Pfosten ins gegnerische Halbfeld gespielt werden.
  • Mehr als drei Spieler einer Mannschaft berühren den Ball während eines Spielzuges (spätestens der dritte Spieler muss den Ball ins gegnerische Halbfeld befördern, diese Regel gilt ab der Altersklasse U14).
  • Ein Spieler berührt zum zweiten Mal innerhalb eines Spielzuges den Ball. Wenn mehrere Ballberührungen stattfinden, müssen es jeweils unterschiedliche Spieler sein.
  • Der aufschlagende Spieler berührt oder übertritt beim Aufschlag die 3-m-Linie (Aufschlaglinie).
  • Der Ball berührt einen anderen Körperteil als den Ober- oder Unterarm oder die Faust. Ebenso wenig darf der Ball mit der offenen Handfläche berührt werden.
  • Der Ball berührt beim Überspielen zum Gegner die Hallendecke.

Feld- und Hallensaison

Faustball ist kein saisonbedingter Sport. Im Sommer (Feldsaison) spielt man es im Freien auf dem Sportplatz (Feldgröße 50 x 20 m). Im Winter (Hallensaison) wird in der Halle gespielt, wobei dann das eingezeichnete Handballfeld als Spielfläche benutzt wird (Feldgröße 40 x 20 m). In der Halle springt der Ball kontrollierter als auf Rasen, was sich auf die Spieltaktik auswirkt. Außerdem ist in der Halle jede Wandberührung durch den Ball ein Fehler. Die Decke darf berührt werden, außer beim Überspielen des Bandes ins gegnerische Feld (Fehler).

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