HSG Warnemünde verpasst Big Points gegen Hildesheim

Wasserballer unterliegen auswärts nach irrem Spielverlauf

Überraschung verpasst. Zweitligist Warnemünde verliert auf der Zielgeraden mit 11:14 (3:3, 5:1, 2:5, 1:5) beim SC Hellas Hildesheim und verpasst damit eine Riesenchance auf den 4. Tabellenplatz.

„Wir haben heute eines unserer besten Spiele abgeliefert. Bis ins 3.Viertel lief alles nach Plan, doch am Ende waren wir zu gierig und uns ging leider die Luft aus,“ fasste Trainer Christian Strege ein Wechselbad der Gefühle zusammen. Die HSG musste auf sechs Spieler im Vergleich zur Vorwoche beim 8:6-Heimsieg über Cuxhaven verzichten und reiste daher mit geringen Erwartungen und Siegchancen nach Niedersachsen. „Wir mussten den Kader komplett umbauen und auf bewährte Stammkräfte verzichten, daher waren wir selbst etwas überrascht als wir zur Halbzeit mit 8:4 vorne lagen,“ sagte Konrad Meyer, der heute mit fünf Toren am erfolgreichsten für die HSG war.

Als die HSG dann im 3.Viertel nochmals auf eine 10:5-Führung stellte, schlichen sich einfache Fehlern ein. Es fehlte an der defensiven Absicherung und die Mentalität im Angriff „jeder dürfe mal ran“. Dies rächte sich rasch und Hildesheim verkürzte Tor um Tor. Im Schlussviertel kippte das Spiel beim Stande von 11:9 der in Führung liegenden Warnemünder endgültig. Die HSG hatte nach einer Hildesheimer Zeitstrafe die Chance in Überzahl auf 12:9 zu erhöhen, bei noch sechs Minuten auf der Spieluhr. Leider vergaben die Gäste und der Gastgeber verkürzte seinerseits durch ihren 6-fach-Torschützen Ilja Immermann auf 10:11. Bei Warnemünde schwanden die Kräfte und das Fehlen der Stammkräfte machte sich leider mehr und mehr bemerkbar.

Das Stenogramm zeichnete eine irren Spielverlauf auf. Nach dem 0:1 und 1:2, folgte das 3:3 und 3:4 aus HSG-Sicht. Danach zog die HSG auf 9:4 und 10:5 davon. Hildesheim kam bis auf 10:9 heran und drehte schließlich die Partie zu ihren Gunsten. Am Ende fiel die Niederlage mit 11:14 etwas zu hoch aus, zieht man doch in Betracht, dass die HSG die halbe Spielzeit klar führte. „Heute haben wir einen Big Point gegen Cuxhaven und Hildesheim verpasst, das war wirklich ärgerlich. Es zeigt aber auch, dass wir im Kampf um Rang Vier noch weiterhin gute Chancen haben, da wir noch gegen unsere direkten Kontrahenten spielen,“ sagte Center Adrian Reihs von der HSG Warnemünde.

Im Topspiel des Spieltages trennten sich unterdessen Hamburg und Laatzen mit 7:7 und in einem Nachholspiel unterlag Cuxhaven krachend der Bundesligareserve der White Sharks Hannover II mit 6:25.

HSG gegen Cuxhaven:
Philipp Steidler (Torhüter) – Adrian Reihs, Jacob Groß (1 Tor), Felix Schenk, Maurizio Reitzig (1), Konrad Meyer (5), Peter Blumberg (2), Eric Hartkopf, Leo Lagodka, Roman Gruchow (2), Ben Ramforth, Christian Strege

Spielplan 2. Liga-Nord

29.04.23, 16.00 Uhr SC Hellas Hildesheim – HSG Warnemünde – 14:11 (3:3, 1:5, 5:2, 5:1)
29.04.23, 16.30 Uhr Hamburger TB62 – SpVg Laatzen – 7:7
30.04.23, 13.30 Uhr Neptun Cuxhaven – WS Hannover II – 6:25, Nachholspiel

07.05.23, 13.30 Uhr Neptun Cuxhaven – SpVg Laatzen
07.05.23, 16.30 Uhr Hamburger TB62 – HSG Warnemünde

Tabelle 2. Liga-Nord

SpieleTorePunkte
1. SpVg Laatzen13220:9523:3
2. Hamburger TB 186212166:9819:5
3. White Sharks Hannover II9132:7514:4
4. HSC Hellas-1899 Hildesheim13128:1838:18
5. HSG Warnemünde14123:2136:20
6. SC Neptun Cuxhaven13122:2304:18

Text: Jörg Behlendorf, HSG Warnemünde

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