Die talentierte und erfolgreiche Sportlerin erhielt kürzlich den „Marita-Koch-Förderpreis“ …

Mecklenburg-Vorpommern – das ist seit Jahrzehnten auch ein traditionsreiches und erfolgreiches Leichtathletik-Land. Zwar sind die „ganz großen Leichtathletik-Momente“ hierzulande nicht mehr so zahlreich, aber es gibt sie immer noch. Anteil daran hat auch die 19jährige Diskuswerferin Anna Rüh, die 1993 in Greifswald geboren wurde und für den SC Neubrandenburg startet.

Vor einem Jahr gewann Anna bei den Junioren-Europameisterschaften 2011 in Tallinn bereits Silber im Diskuswerfen und Bronze im Kugelstoßen, in diesem Jahr toppte sie diese Bilanz noch.

So konnte die ambitionierte Athletin in Barcelona Junioren-WM-Gold erkämpfen, erreichte einen ausgezeichneten vierten Platz bei der EM in Helsinki und qualifizierte sich sogar für Olympia in London. Dort wurde Anna sehr gute Zehnte.

Als besondere Anerkennung erhielt Anna für ihre hervorragenden Leistungen der letzten Monate im November 2012 in Zinnowitz den „Marita-Koch-Förderpreis“.

Nachgefragt bei Anna

„Das war `Gänsehaut pur` …!“

Frage: Einen ganz großen Glückwunsch noch nachträglich zum „Marita-Koch-Förderpreis“! Was waren für Sie die ganz besonderen Momente ihres sportlichen Jahres 2012? Was bleibt Ihnen ganz nachhaltig in Erinnerung?

Anna Rüh: Vielen Dank. Ganz besonders schöne Erinnerungen habe ich natürlich an die Olympischen Spiele in London und an die U20 WM Goldmedaille, die ich mir schwer erkämpfen musste…

Frage: Olympia stand ja 2012 eigentlich noch nicht auf Ihrer Agenda. … Olympia 2012 im Rückspiegel – wie bewerten Sie das olympische Geschehen vier Monate danach?

Anna Rüh: Ich hatte nicht mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen gerechnet, wenngleich ich es mir erhoffte. Umso schöner ist es, dass ich das alles miterleben durfte.
Vor so vielen Menschen zu werfen, dabei neue Leute kennen lernen und die wahnsinnige Atmosphäre erleben zu können, sorgte für „Gänsehaut pur“ bei mir.

Frage: Welche Ziele haben Sie nun 2013?

Anna Rüh: Ich möchte bei den U23-Europameisterschaften in Tampere eine Medaille gewinnen und bei der Weltmeisterschaft unter die besten Zwölf kommen. Natürlich ist es ebenfalls mein Ziel, meine anvisierte Weite von 65 Metern zu erreichen.

Frage: Robert Harting sorgte mit seinem Diskuswurf-Olympiasieg 2012 ebenfalls für „Gänsehaut-Feeling“. Ist Robert für Sie auch ein Vorbild?

Anna Rüh: Robert ist ein Ausnahme-Könner. Nacheinander drei internationale Titel zu holen, bei den EM, bei den WM und bei Olympia, ist ganz einfach der Wahnsinn!

Frage: Wie feiert eine erfolgreiche Diskuswerferin eigentlich Weihnachten und Silvester? Eher asketisch und ruhig oder doch ausgelassen und feucht-fröhlich?

Anna Rüh: Weihnachten feiere ich ganz besinnlich mit der Familie zu Hause. Und wie ich Silvester verbringe, entscheide ich ganz spontan.

Dann schöne Feiertage im Dezember und alles erdenklich Gute 2013!

Marko Michels