Spannende Partien in Greifswald

Symbolbild: Schach

Greifswald war vom 13. bis 16. April Austragungsort für die Landeseinzelmeisterschaften der Damen und Herren. Dabei spielten 16 Teilnehmer im Meisterturnier und 28 im offenen Turnier darunter 5 Frauen. Insgesamt wurden in je 7 Runden 154 Partien gespielt.

Landeseinzelmeister wurde Max Weber (Greifswalder SV) mit 5 Siegen und 2 Unentschieden vor FM Karsten Schulz (SF Schwerin) und Peter Schmidt (SSC Rostock 07). Alle drei sind vorberechtigt für ein Meisterturnier der LEM 2020.

Landeseinzelmeisterin wurde Rabea Schumann (SG Güstrow/Teterow) vor Sophie Wucherer (Greifswalder SV) und Amy Charlize Breß (SAV Torgelow-Drögeheide).

Das LEM-Open gewann Piet Großmann (SAV Torgelow-Drögeheide) vor Jethro Bartel (Greifswalder SV) und Paul Schmidt (SAV Torgelow-Drögeheide 90). Als Sieger des LEM-Opens ist auch Piet Großmann für ein Meisterturnier der LEM 2020 vorberechtigt.

Somit haben sich sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die Favoriten durchgesetzt. Erwähnt werden muss allemal die starke Leistung des ältesten Teilnehmers. Der fast 85-jährige Egon Raitza aus Rostock erzielte 4 Punkte aus 7 Partien und belegte einen sehr guten 11. Platz im offenen Turnier.

Von Bernd Segebarth, Schweriner Schachfreunde


 

Exkurs:

Historisches zum Schach in M-V

Der Schachsport gerade in Schwerin hat eine große Tradition. Der erste „Schach-Verein“ in Schwerin war im Jahr 1859 gegründet worden, löste sich aber mangels Interessenten wieder auf.  Auch der Schweriner „Schach-Verein“, der sich am 17. Mai 1878 konstituierte, musste seinen „Spielbetrieb“ infolge der dürftigen Resonanz unter den Schwerinern wieder einstellen. Vor 108 Jahren, am 31. Januar 1911, erfolgte schließlich die Neugründung des „Schweriner Schachklubs“. Noch im selben Jahr lud dieser zum 14. Schachkongreß in Mecklenburg ein.
In Rostock wurde unterdessen 1878 der erste Schachclub „ins Leben gerufen“. Wesentlich älter – und sogar der älteste Schach-Club in M-V – ist jener in Friedland, der 1851 entstand.

Ein bekannter Schachspieler aus unserem Bundesland ist Dr.Werner Stern, der in Löcknitz (Uecker-Randow) geboren wurde, und die Europameister-Titel 1965 und 1973 erkämpfte. Er gehörte zeitweise zum DDR-Team, das im Finale bei der 10. Fernschach-Olympiade ab 1987 stand (erst 1995 endete sie) und hinter der UdSSR und der CSSR mit Bronze die letzte Sport-Medaille für die inzwischen nicht mehr existierenden DDR gewann.

mic