Dem Löwen gelingt K.o.-Sieg beim Gedenkturnier fĂŒr Michael Timm

Mit einem kraftvollen Statement hat sich Araik „Der Löwe“ Marutjan nach knapp zwei Jahren Pause im Profiboxen zurĂŒckgemeldet. Beim Gedenkturnier zu Ehren des verstorbenen Trainers Michael Timm ĂŒberzeugte der 33-JĂ€hrige am 6. Dezember in der Palmberg Arena Schwerin vor mehr als 1.500 Zuschauerinnen und Zuschauern. Er beendete seinen Kampf gegen den erfahrenen Ungarn Gyorgy Mizsei per K.o. in Runde drei.

Ein emotionaler Boxabend zu Ehren von Michael Timm

Der Abend, der vom Boxclub Traktor Schwerin und federfĂŒhrend von den Trainern Dieter Berg und JĂŒrgen BrĂ€hmer, veranstaltet wurde, galt der im September nach kurzer Krankheit verstorbenen Boxlegende Michael Timm. Sein Tod hinterlĂ€sst im Verein und im deutschen Boxsport eine große LĂŒcke. „Statt einer großen Trauerfeier möchten wir Wegbegleiter, SchĂŒler und Freunde zu Wort kommen lassen und NachwuchskĂ€mpfe prĂ€sentieren, bei denen Sportlerinnen antreten, die Michael gefördert und geprĂ€gt hat“, erklĂ€rte Berg im Vorfeld.

Dominante Vorstellung des RĂŒckkehrers

Neben zahlreichen weiblichen und mĂ€nnlichen AmateurkĂ€mpfen bildete Marutjans Profiauftritt einen der sportlichen Höhepunkte. Als ehemaliger zweifacher Vize-Europameister, WM-Dritter und Olympiateilnehmer betrat er austrainiert und bestens vorbereitet an der Seite seines Trainers Andy Schiemann den Ring. Gegen Mizsei, der ĂŒber 80 ProfikĂ€mpfe Erfahrung mitbrachte, setzte Marutjan von Beginn an klare Akzente. Mit konsequentem VorwĂ€rtsgang und klugen Pendelbewegungen kontrollierte er Runde eins. In der zweiten Runde folgte das erste klare Ausrufezeichen: Eine harte rechte Geraden schickte den Ungarn zu Boden.

Marutjan erhöhte zum dritten Durchgang noch einmal das Tempo, arbeitete variabel und traf immer wieder hart zum Körper. Kurz vor dem Rundenende setzte er schließlich den entscheidenden Treffer – ein krachender linker Haken, nach dem Mizsei ausgezĂ€hlt wurde. „Den Kampf widme ich meinem ehemaligen Trainer Michael Timm“, sagte Marutjan nach dem Fight und bedankte sich bei den Fans fĂŒr die großartige UnterstĂŒtzung.

Blick nach vorn: Angriff auf internationale Titel

Nach diesem eindrucksvollen Comeback richtet Marutjan den Blick bereits nach vorn. 2026 will er „nochmal oben angreifen“. Ein Kampf um die Europameisterschaft sei denkbar – „am liebsten hier in Schwerin“, wie er betonte.

Der Gedenkabend wurde so nicht nur zu einer wĂŒrdigen BĂŒhne fĂŒr die Erinnerung an Michael Timm, sondern auch zum kraftvollen Neustart eine erfolgreichen Boxers.

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