Michael mit Bronze und Lena mit Medaillen-Ambitionen

Der Juni – natĂŒrlich auch ein Triathlon-Monat

Sommer-Zeit ist auch Triathlon-Zeit. So gibt es in den kommenden Wochen einige wichtige Triathlon-Termine, ob in M-V oder außerhalb von M-V.

Am Pfingstwochenende sorgte der Rostocker Triathlet Michael Raelert fĂŒr positive Schlagzeilen. Der Hanseate gewann Bronze beim Triathlon-Wettkampf „The Championship“, der zur Challenge-Serie gehört, Â ĂŒber die halbe Ironman-Distanz in Samorin (Slowakei). Besser waren nur der Kanadier Lionel Sanders und Landsmann Sebastian Kienle.

Nach Pfingsten geht es indes in der Weltserie im Triathlon ĂŒber die olympische Distanz weiter. Leeds ist vom 10.Juni bis 11.Juni Austragungsort der vierten Station nach Abu Dhabi, Gold Coast und Yokohama. Hamburg folgt ĂŒbrigens am 15.Juli und 16.Juli. Nach drei WM-Rennen fĂŒhrt die US-Amerikanerin Katie Zaferes bei den Frauen und der Spanier Mario Mola bei den Herren.

Mitte Juni werden zudem die Europameisterschaften (Elite, Junioren) im Triathlon auf der olympischen Distanz, vom 16.Juni bis 18.Juni in KitzbĂŒhel. FĂŒr diese kontinentalen TitelkĂ€mpfe (Junioren-Bereich) qualifizierte sich auch die erfolgreiche Triathletin Lena Meißner (SC Neubrandenburg).

In M-V wird es triathlonsportlich betrachtet ebenfalls weiter spannend, so am 17.Juni beim 5.Empor Triathlon Zarrentin (zugleich BIKE Market Cup), am 20.Juni beim 12.DTU-Schultour Triathlon in Neubrandenburg und am 25.Juni beim 29.Schweriner Schloss-Triathlon.

Vorgestellt: Triathletin Lena Meißner vom SC Neubrandenburg (Interview vom 9.11.2016)

„Ich habe Tolles erreichen können“

Triathlon-Ass Lena Meißner vom SC Neubrandenburg ĂŒber das vergangene 2016 und das kommende 2017

Das Triathlon-Jahr 2016 verlief Ă€ußerst ereignisreich. Es gab die olympischen Entscheidungen in Rio mit der Siegerin Gwen Jorgensen (USA) und dem Sieger Alistair Brownlee (Grossbritannien). Die Weltserie, die WM auf der olympischen Distanz, entschieden in den Gesamt-Wertungen Flora Duffy (Bermudas) und Mario Mola (Spanien) fĂŒr sich.  Und beim IRONMAN auf bzw. vor Hawaii setzten sich Daniela Ryf (Schweiz) und Jan Frodeno (Deutschland) durch.

Eine junge Triathlon des SC Neubrandenburg begeistert ebenfalls seit Jahren und ist dabei auch national wie international sehr erfolgreich: Lena Meißner, Jahrgang 1998.

Wie beurteilt jedoch die ambitionierte Triathletin das triathlonsportliche Jahr 2016?!

Nachgefragt

Lena Meißner ĂŒber das Triathlon-Jahr 2016 aus persönlichem und internationalem Blickwinkel, das Faszinierende am Triathlon, ihre schönsten WettkĂ€mpfe, ihre Triathletin des Jahres, ihre schulischen Verpflichtungen und die Ziele fĂŒr 2017

„Ich habe Tolles erreichen können
“

Frage: Das Triathlon-Jahr 2016 ist im Endspurt. Wie lautet Ihr ResĂŒmee zu Ihrem Wettkampf-Jahr?

Lena Meißner: Aus meiner Sicht verlief das Wettkampf-Jahr sehr spannend. Es war geprĂ€gt von vielen interessanten Rennen. Mein persönliches Highlight waren die Rennen der Olympiade. So etwas gibt es schließlich nur alle vier Jahre.

Ausserdem waren die Wettbewerbe, vor allem auf der Kurz-Distanz, geprĂ€gt von vielen Überraschungen. Es haben sich viele neue und junge Leute auf dem Podest platzieren können. Das ist natĂŒrlich ein Zeichen dafĂŒr, dass ĂŒberall gute Arbeit geleistet wird und neue Talente schon auf ihre Chancen warten.

Frage: Was war fĂŒr Sie 2016 der schönste Wettkampf? Bei welchen Triathlon-Veranstaltungen, ob regional, national und international, starten Sie besonders gern?

Lena Meißner: Mein Wettkampfjahr war geprĂ€gt von vielen Höhen und Tiefen. Ich habe Tolles erreichen können und darauf bin ich auch sehr stolz. Aber: Es gab auch viele lehrreiche Erfahrungen, wie die WM auf Cozumel und mein erstes WTS-Rennen (WM-Serie) in Hamburg. Ich habe in der letzten Saison dennoch viel gelernt und bin gewillt, alles bestmöglich fĂŒr die kommende Saison umzusetzen.


Der schönste Wettkampf 2016 fĂŒr mich?! Das ist schwierig zu beantworten. Einerseits erinnere ich mich sehr gerne an die EM in Lissabon, als ich Bronze gewann, anderseits möchte ich die Deutsche Meisterschaft der Elite hervorheben, als ich den Titel gewinnen konnte. Und auch der bereits erwĂ€hnte Start in Hamburg stellte etwas ganz Besonderes dar. Diese einzigartige Kulisse und zusammen mit den weltbesten Triathletinnen starten zu können – das hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ich bin sehr froh, dass eine Teilnahme am Hamburg-Triathlon fĂŒr mich bereits 2016 RealitĂ€t wurde. Es war wirklich „ein GĂ€nsehaut-Wettkampf“.

Zu den unterschiedlichen Wettbewerben
 Die einzelnen WettkĂ€mpfe lassen sich untereinander nur bedingt vergleichen, denn ein regionaler Wettkampf besticht vor allem durch einen sehr schönen familiĂ€ren Charme.

Die Landesfarben Deutschlands international zu vertreten, ist hingegen ein GefĂŒhl, was mich mit Stolz und Freude erfĂŒllt – unabhĂ€ngig vom Resultat. Deshalb gehören fĂŒr mich zu einem gelungenen Triathlon-Wettkampf viele bzw. motivierte Zuschauer und ein tolles Team. Dann wird der Wettkampf immer zu einem Erlebnis.

Frage: Was begeistert Sie eigentlich am Triathlon? Wie kamen Sie zu dieser sehr anspruchsvollen Sportart?

Lena Meißner: Mich begeistert insbesondere die Vielseitigkeit. Man erlebt keinen monotonen Trainingsalltag, denn man hat eine gewisse Abwechslung und kann das Training je nach Schwerpunkt der Disziplinen gut variieren. Ich denke, dass darin der Reiz besteht, warum so viele Leute vom Triathlon fasziniert sind.

Ich selbst kam zum Triathlon durch ein Probe-Training, welches durch meinen Verein geleitet wurde. Mir hat es von Anfang an Spaß gemacht und der leistungssportliche Charakter setzte auch erst spĂ€ter ein, sodass ich behutsam darauf vorbereitet wurde.

Frage: Wie beurteilen Sie ansonsten das internationale Triathlon-Geschehen 2016 zwischen Rio und Hawaii? Wer ist fĂŒr Sie die Triathletin des Jahres?

Lena Meißner: Es fĂ€llt mir schwer, mich auf einen Triathleten explizit festzulegen, denn alle bringen auf diesem Top-Niveau Ausnahme-Leistungen. Ich kenne mich in der „Ironman Szene“  jedoch zu wenig aus, um mir umfassend eine Meinung zu den einzelnen Sportlern zu bilden. FĂŒr mich ist Flora Duffy eine besondere Athletin der letzten Saison, denn sie hat den Frauen-Triathlon krĂ€ftig durchgemischt und die eintönigen RennverlĂ€ufe zu Ihren Gunsten beeinflusst. Sie hat gezeigt, dass Triathlon nicht immer nur eine Lauf-Entscheidung sein muss. Duffy hat ihre persönlichen StĂ€rken genutzt und damit gerechtfertigt, dass sie verdient Weltmeisterin geworden ist.

Frage: Wie sieht Ihr Leben neben dem Triathlon-Sport aus? Welche Hobbies und beruflichen Ziele haben Sie?

Lena Meißner: Neben dem Sport bleibt eher weniger Zeit. um andere tolle Hobbies ausleben zu können. Ich besuche die zwölfte Klasse des Sportgymnasiums und werde 2018 mein Abitur ablegen. Die Freizeit, die dann bleibt, muss ich nutzen, um in der Schule gut mitzukommen.

Außerhalb des Triathlon-Sportes fahre  ich, sofern Möglichkeiten und Bedingungen vorhanden, leidenschaftlich gerne Ski und entspanne am liebsten bei einem Einkaufsbummel oder bei meiner Lieblingsserie.

Wie es nach dem Abitur konkret weiter geht, weiß ich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht konkret. DarĂŒber werde ich mir im kommenden Jahr Gedanken machen.

Letzte Frage: Wann starten Sie sportlich aktiv ins neue Jahr 2017? Welches wird Ihr erster Wettkampf im neuen Jahr sein?

Lena Meißner: Ich habe seit drei Wochen das Training fĂŒr die Saison 2017 aufgenommen. Meine erste BewĂ€hrungsprobe wird die EM- Qualifikation Mitte MĂ€rz 2017 in Potsdam sein, die aber nur mit einem “ Swim and Run“ ausgetragen wird. Die  „richtigen“ WettkĂ€mpfe 2017 beginnen fĂŒr mich ab Mai 2017. Zuvor werde ich mich in Trainingslagern auf Mallorca oder in Italien vorbereiten.

Vielen Dank, weiterhin alles erdenklich Gute persönlich bzw. sportlich und maximale Erfolge im Triathlon und in der Schule! MM drĂŒckt die Daumen

Marko Michels

Fotos (Michels): Imposanter „Dreikampf“… Impressionen von den Triathlon-WM 2007 in Hamburg.

 

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