Meisterschaftspremiere für die Jüngsten
Cheerleader bei All Level Championship in Hamburg

„Aller Anfang ist schwer“, das weiß auch Trainerin Josephine Hess, die die Cheerleader im Kinderbereich von sechs bis elf Jahren im Ostseetanz Greifswald betreut. Und so entschied sie sich, mit dem Team an den German All Level Championship Nord, einer offenen Meisterschaft mit internationaler Beteiligung, teilzunehmen. „Cheerleading ist eine Leistungssportart, bei der Turnen, Tanz und Akrobatik kombiniert wird und wo der Teamgeist – sich aufeinander verlassen können – eine herausragende Bedeutung hat. In diesem Sinne trainieren wir die Kinder vom Vorschulalter an und führen sie schrittweise an die Anforderungen eines sportlichen Wettbewerbes heran.“ Zweimal die Woche trainieren die Peewees (25 Mädchen und ein Junge), abwechselnd in einer Sporthalle mit der Mindesthöhe von 7 m, die für Stunts, Pyramiden und Jumps dringend erforderlich sind, und mangels Hallenkapazität im Verein.. Dass mit viel Ausdauer immer wieder geübt werden muss, weiß auch Eni Walentin, 8 Jahre alt und schon drei Jahre bei den Cheerleadern dabei, ganz genau. „Das Training mit Fine (so nennen die Kinder ihre Trainerin) macht Riesenspaß, aber manchmal muss Fine auch streng sein, so wie unser Lehrer in der Schule“. Verständlich bei so viel gebündelter Energie und der Ungewissheit, was sie bei der Meisterschaft erwartet. Die Generalprobe, auf der das Team den Eltern und Gästen seine Choreografie und die neuen Uniformen präsentierten, machte Mut. Und so ging es am 11.01.2020 5.00 Uhr morgens mit dem Bus in Richtung Hamburg. Ausgeschlafen war vor Aufregung niemand und schon während der Fahrt wurden die Frisuren gerichtet, Zöpfe geflochten und Make up mit Hilfe der mitreisenden Eltern aufgetragen. Wie gut, denn bei Ankunft in der riesigen Halle ging dann alles Schlag auf Schlag. Viel Zeit blieb den Aktiven nicht, sich an die Zuschauerkulisse, die bunte Vielfalt der Scheinwerfer und die hunderte von Cheerleadern, die alle auf dem Beginn der Wettbewerbe entgegen fieberten, zu gewöhnen. 10.00 Uhr warm up und los ging´s. Cool wie bei der Generalprobe spulten die „newcomer“ ihre Choreografie ab und wurden zur Freude aller von der Jury mit „Hit zero“, das heißt: fehlerfreie Darbietung, 0 Punkte Abzug, dafür belohnt. Trainerin Hess: „ Das Kalkül, bei unserer erstmaligen Teilnahme an so einem Event, auf Sicherheit und nicht auf Risiko zu setzen, ging voll auf. Wir erkennen die sportlichen Leistungen der routinierten Teams in unserer Kategorie an und freuen uns, bei diesem sportlichen Highlight dabei gewesen zu sein.“
Am Ende des Tages bewahrheitet sich auch „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“, aber die Trainerin und ihre Schützlinge kommen mit wertvollen Erfahrungen für den weiteren Weg zu sportlichen Erfolgen zurück.

Günter Göhrl