Rostock Piranhas | Eishockey beim REC

Wieder hat es für die Piranhas nicht gereicht. – Foto: Susann Ackermann

Es ist zum Verzweifeln: Wieder ganz dicht dran, und doch stehen die Rostocker am Ende abermals mit leeren Händen da. „Nur ein gutes Drittel langt halt nicht. Im zweiten (0:2 – d. Red.) hat jeder gedacht, er kann spielen, was er will, und nicht mehr das, was vorgegeben war. In den letzten 20 Minuten zeigte die Mannschaft aber, dass sie kämpfen kann. Wir bringen uns derzeit einfach selbst um den verdienten Lohn und zeigen keine konstante Leistung über drei Drittel“, fasste Christian Behncke, Trainer der Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs, das 2:3 vom Freitag gegen die Icefighters Leipzig zusammen.

Am Sonntagabend ging es für den REC in der Oberliga Nord weiter. Mit 3:4 (1:1, 1:3, 1:0) unterlag er beim Herner EV.  Dem anfänglichen Druck der Hausherren hielten die Gäste stand, gingen sogar in Führung, ehe ein kleiner Fehler zum 1:1 führte. „Wir machen es richtig gut, beschäftigen Hernes Torwart mehr, als ihm lieb ist, und überzeugen auch kämpferisch“, so Mannschaftsleiter Dirk Weiemann in der ersten Pause.

Im zweiten Drittel zogen die Gäste zunächst erneut in Front, doch dann gab es u. a. zwei Gegentore in Unterzahl.  Dirk Weiemann: „Einmal zu viele Leute auf dem Eis und einmal Haken, und Herne nutzt das im Stile einer Spitzenmannschaft aus. Bei Fünf gegen Fünf sieht es eigentlich immer ganz gut aus, wir hatten teilweise sogar Vorteile.“
Im abschließenden Durchgang konnten die Piranhas noch auf 3:4 verkürzen, an der erneut bitteren Niederlage änderte das jedoch nichts.

„Wir haben uns wieder rangekämpft, dann aber leider einige fragwürdige Strafen kassiert. Unter anderem wurde wieder sechs Mann auf dem Eis gegen uns gepfiffen. Wir haben gefightet und trotzdem alles versucht, wieder mehr geschossen als im Mitteldrittel und gegen Ende auch noch den Torwart rausgenommen – es hat leider wieder nicht gereicht. Das ist schon sehr ärgerlich und bitter für die Jungs“, so Dirk Weiemann.

REC Piranhas: Urbisch (Schneider) – Gerstung, Hartmann, Kohl, Weist, Baumgardt, Becker – Rabbani, Richter, Pauker, Voronov, Brockelt, Stanley, Tomanek (diesmal an Stelle von Lukacevic), Koopmann, Kurka

Tore: 0:1 Pauker (3./Vorlage: Stanley), 1:1 Marsall (17.), 1:2 Stanley (24./Koopmann, Pauker), 2:2 Marsall (28. – in Überzahl), 3:2 Piskor (35.), 4:2 Liesegang (37. – in ÜZ), 4:3 Tomanek (43.)

Strafminuten: Herne 4, Rostock 8

Zuschauer: 1225

 

Autor: Arne Taron, REC