Die frühere SSC-Volleyball-Spielerin und jetzige VCW-Aktive Lia-Tabea Mertens über die Saison 2017/18

Die Meisterinnen-Spielstätte in Schwerin… M.M.

Der SSC Palmberg Schwerin kann jubeln. Der Deutsche Meister-Titel wurde gegen Allianz MTV Stuttgart verteidigt. Schwerin sicherte sich damit die Deutsche Meisterschaft Nummer zwölf. Eine ehemalige Spielerin des SSC, Lia-Tabea Mertens, nun in Diensten des VC Wiesbaden, konnte mit der Saison 2017/18 auch zufrieden sein. Der VC Wiesbaden war nach der Hauptrunde Vierter, schied dann im Viertelfinale der Play-offs gegen die Ladies in Black aus Aachen aus und erreichte das DVV-Pokalfinale, wobei gegen Dresden verloren wurde. In der Hauptrunde der ersten Frauen-Volleyball-Bundesliga 2017/18 gewann Wiesbaden übrigens beide Spiele gegen die alten und neuen Meisterinnen aus Schwerin – mit 3:1 zu Hause und 3:2 auswärts.

Interview

Lia über die Saison 2017/18 und kommende Herausforderungen

Frage: Lia, die Saison 2017/18 ist abgehakt. Wie lautet Dein Resümee für den VC Wiesbaden? Wie lief es für Dich persönlich – ganz subjektiv betrachtet…

Lia-Tabea Mertens: Mit dem VCW hatten wir dieses Jahr mit der Teilnahme beim Pokalfinale einen Mega-Erfolg. Es war super, vor so einer Kulisse zu spielen. Auch wenn das Ergebnis natürlich nicht zufriedenstellend war und wir eigentlich mehr Punkte auf unserer Seite haben wollten…

In der Meisterschaft haben wir nicht das gezeigt, was wir erreichen wollten und waren nach den zwei klaren Niederlagen gegen Aachen alle sehr niedergeschlagen. Aber nach ein paar Wochen sieht man, dass man dennoch mit dem Pokal-Finale etwas Großes erreicht hat. Und wir sind stolz auf die Medaille in unserer Hand.

Frage: Was zeichnete die alten und neuen Meisterinnen aus Schwerin aus? Was waren aus Deiner Sicht die Stärken des SSC, gegen den ihr ja hervorragende Partien zeigte…

Lia-Tabea Mertens: Das Finalspiel konnte ich leider nicht sehen, da ich als Trainerin in der Halle stand. Ich denke niemand hätte gedacht, dass es so eindeutig 3:0 nach Schwerin geht. Vor allem Im ersten Spiel hat man gesehen, dass Stuttgart und Schwerin durchaus auf Augenhöhe agierten.

Am Ende war Schwerin bzw. hatte Schwerin vielleicht einfach mehr Selbstvertrauen. Spielerinnen wie Loui (Louisa Lippmann) oder Greta (Greta Szakmary) haben gezeigt, was sie können. Zudem hatte Schwerin eine breite Bank und konnte sehr gut die Wechselmöglichkeiten nutzen.

Frage: Wie war nach Deiner Ansicht ansonsten das Niveau in der ersten Bundesliga 2017/18 im Frauen-Volleyball?

Lia-Tabea Mertens: Dieses Jahr wurde deutlich, dass erst am Ende der Saison entschieden wird, wer oben steht. Stuttgart war die ganze Meisterschaft eine Macht und spielte wie eine Macht auf höchstem Niveau. Dresden konnte zunächst alle Spiele gegen Schwerin gewinnen. Aber am Ende, in den Playoffs, hat Schwerin noch „eine Schippe raufgepackt“ und es durchgezogen.

Um den vierten Platz im Halbfinale wurde lange gespielt. Es ging hin und her, doch am Ende konnte sich Aachen durch überragende Spiele an allen vorbei schieben.

Letzte Frage: Wie geht es nun für Dich weiter?

Lia-Tabea Mertens: Ich werde erst einmal in Wiesbaden bleiben, da ich hier einen Platz in der Sportfördergruppe der hessischen Polizei erhalten habe. Somit kann ich den Sport perfekt mit der „Karriere danach“ verbinden.

Vielen Dank und weiterhin maximale Erfolge!

M.Michels