Sparkassen Wildcats wollen Chancen konsequent nutzen
Doppelspieltage sind für jedes Team eine besondere Herausforderung. Auf der einen Seite sind sie sportlich gesehen nicht besonders wertvoll, weil die Belastung sehr hoch ist und am zweiten Tag die Leistungsfähigkeit meist nicht mehr so hoch ist. Das haben die Sparkassen Wildcats in dieser Saison in Dingolfing erlebt. Nach dem Sieg in Planegg ging das zweite Spiel verloren.
Unter wirtschaftlichen Aspekten sind diese Wochenenden dennoch bedeutungsvoll. Gleichzeitig stellen sie eine logistische Herausforderung dar. Erst Recht, wenn zwischen den Spielorten mehrere hundert Kilometer liegen. Mit den Spielorten Dresden und Straubing in dieser Reihenfolge ist das für den 1. Volleyballclub Stralsund besonders gegeben.
Bereits der Anpfiff am Samstag um 13.30 Uhr erlaubt es nicht, erst am Spieltag anzureisen, auch wenn es nach Kilometern eine der kürzeren Auswärtsfahrten ist. Nach dem Match in der sächsischen Landeshauptstadt geht es für die Wildcats direkt weiter, 400 Kilometer südlich in den Bayerischen Wald. Eine weitere Übernachtung später kehren sie in den Morgenstunden des Montag wieder nach Stralsund zurück.
Dennoch will das Team von Chefcoach Kim Buchwald alles unternehmen, um gute Leistungen zu zeigen und möglichst etwas Zählbares im Gepäck zu haben.

Mit variablen Spielzügen, kluge Lösungen und optimaler Chancenverwertung zum Punktgewinn
Die Qualität des VCO Dresden haben die Stralsunderinnen bereits im Hinspiel zu spüren bekommen. Knackpunkt dieses Matches war wie bei einigen anderen Auseinandersetzungen, dass ein ansehnlicher Vorsprung nicht in einen Satzgewinn umgesetzt werden konnte. Auch haben sich die Sächsinnen im Verlaufe der Saison noch einmal deutlich weiterentwickelt. Doch die Wildcats gehen nicht unvorbereitet in die Partie. Aufkeimenden Gedanken an die gegnerische Körpergröße und deren Alter wolle man keinen großen Raum bieten. Vielmehr soll das eigene Spiel variabel gestaltet, kluge Lösungen gefunden und deutlich mehr Lücken auf dem Spielfeld gesucht werden. „Eine vernünftige Mischung aus Dynamik, Wucht und Raffinesse sollte die jungen Spielerinnen doch unter Druck setzen. Das muss noch mit wirkungsvollen Aufschlägen ergänzt werden. Dann wird sich zeigen, ob das Hinspiel Ergebnis korrigiert werden kann“, lässt Wildcats-Teammanager Steffen Täubrich wissen.
Mit NawaRo Straubing trifft man am Sonntagnachmittag zudem auf ein absolutes Spitzenteam der Sparda 2. Liga Pro. Nur vier Niederlagen bei 21 Spielen belegen das deutlich. Die Gäste vom Sund gehen daher als Außenseiterinnen in die Auseinandersetzung. Aber eben auch weil es für sie das zweite Spiel des Wochenendes sein wird, NawaRo hingegen ausgeruht aufschlagen kann. Ausreden wolle man jedoch keine finden, Sabrina Dommaschke, Gesa Brandstrup, Tara Fröhlich und Co. werden hoch motiviert in das Match gehen. Im Hinspiel konnten die Wildcats die sich bietenden Chancen zwar nur im ersten Satz nutzen. In den Sätzen zwei bis vier zeigten sich die Bayerinnen als zu stark. Das soll sich jetzt aber ändern. Dafür will Stralsund mit möglichst vielen guten Aktionen überzeugen und eigene Chancen viel konsequenter nutzen.
Text: Steffen Täubrich/red