Spannung und Dramatik pur wurde am dritten April-Wochenende den Ballsport-Fans geboten. Und dabei wurde sowohl Frauen- als auch Herren-Power „Made in M-V“ präsentiert.

Triumph gegen Iserlohn

Für die Basketball-Männer der Rostock Seawolves erfüllte sich dabei ein großer Traum. Nach dem Aufstieg 2014 von der Regionalliga in die zweite Bundesliga ProB schafften die Seawolves nun den größten Erfolg in ihrer Vereinsgeschichte – den Aufstieg in die zweite Bundesliga ProA. In Iserlohn setzten sich die Rostock Seawolves gegen die Iserlohn Kangaroos mit 94:87 nach Verlängerung durch und erreichten damit das Finale der zweiten Bundesliga ProB, in dem dann der Sieger aus dem zweiten Halbfinal-Duell zwischen Schalke und Elchingen wartet. Bereits das erste Halbfinalspiel in Rostock gegen Iserlohn hatten die Seawolves am 15.April mit 81:66 für sich entschieden.

Für Seawolves-Trainer Ralf Rehberger, war es unglaublich, was sein Team zeigte: „Was die Mannschaft in den Playoffs und über die gesamte Saison hinweg geleistet hat, wie sie sich gesteigert hat und gewachsen ist, ist aller Ehren wert. Die Jungs haben es sehr stark gemeistert und bis zum Ende gekämpft.“

Das erste Finalspiel um den Titel in der zweiten Bundesliga ProB im Herren-Basketball steigt dann am 1. Mai in der Stadthalle Rostock.

SSC-Mädels konnten jubeln

Um Meisterinnen-Ehren in der ersten Volleyball-Bundesliga der Frauen geht es aktuell für die Damen des Schweriner SC. Diese konnten im ersten Finalspiel der „Best of Seven“-Serie in Stuttgart jubeln. Bei MTV Allianz Stuttgart kamen die Schwerinerinnen zu einem hart umkämpften 3:2-Sieg. Den ersten Satz hatten die Stuttgarterinnen mit 25:21 gewonnen, danach konterte der SSC zweimal mit 25:22 in den Sätzen zwei bzw. drei, im vierten Satz triumphierte Stuttgart dann wieder mit 25:21 und letztendlich setzten sich die SSC-Schmetterlinge im Tie-Break mit 15:12 durch. Greta Szakmary, die Magyarin im SSC-Team, war mit 25 Punkten dabei die Beste.

Am 25. April ist Schwerin Spielort des zweiten Finales, ehe dann Stuttgart am 28. April wieder Heimrecht hat. Den Titel holt das Team, das zuerst drei Siege auf seinem sportlichen Konto hat.

Blick in die Volleyball-Historie von Schwerin

Der Schweriner SC und dessen Vorgänger-Verein SC Traktor Schwerin gewannen neben den damaligen DDR-Meisterschaften 1976, 1977, 1980, 1981, 1982, 1983 und 1984 auch die Deutschen Meisterschaften 1995, 1998, 2000, 2001, 2002, 2006, 2009, 2011, 2012, 2013 und 2017.

Und auch in den nationalen Pokal-Konkurrenzen waren die Volleyball-Damen des SCT bzw. SSC oftmals erfolgreich, so 1981, 1982, 1988 und 1990 im DDR-Pokal (FDGB-Pokal) und 2001, 2006, 2007, 2012 und 2013 im DVV-Pokal plus den Supercup 2017.

Dazu kommen noch die Europapokal-Siege im Europapokal der Pokalsieger 1975 und im Europapokal der Landesmeister 1978. Nicht unerwähnt bleiben sollten (aus Schweriner Sicht) auch die FDGB-Pokal-Gewinne der ISG Schwerin-Süd und der BSG Fortschritt Schwerin 1979 sowie 1980 (ISG) und 1985 (BSG Fortschritt). Des Weiteren gab es einige Erfolge und Medaillen für Schweriner Volleyballerinnen in den jeweiligen deutschen Auswahl-Teams bei internationalen Höhepunkten, so unter anderem bei den Elite-WM 1983 bzw. 1987 mit jeweils Gold oder Olympia-Silber 1980.

 

Hansa mit Heim-Sieg

Neben den Rostock Seawolves und den Volleyball-Damen des Schweriner SC konnten auch die Kicker des FC Hansa Rostock am 21. April 2018 jubeln. Im Ostseestadion bezwangen sie den SV Wehen Wiesbaden durch Tore von Pascal Breier in der 29. Minute und Stefan Wannenwetsch in der 77. Minute mit 2:0. Der FC Hansa Rostock beendete damit eine „Durststrecke“ von neun sieglosen Partien und ist nun nach 35 von 38 Begegnungen bzw. dem 15. Saison-Sieg Fünfter. Wiesbaden ist Dritter.

Der Saison-Abschluß in der dritten Liga ist am 12. Mai auswärts gegen den Chemnitzer FC. Zudem steht unter anderem das Halbfinale im Fußball-Landespokal am 9. Mai gegen den Torgelower FC für den FC Hansa auf der Agenda (plus mögliches Finale im Landespokal).

Zwei Niederlagen für MV-Teams in den zweiten Volleyball-Bundesligen

Last but not least: In den zweiten Volleyball-Ligen wurde die Saison 2017/18 bereits am 21. April beendet. Bei den Herren verlor der SV Warnemünde seine Auswärtspartie bei DJK Delbrück mit 1:3 und steigt damit als Zwölfter wieder in die dritte Liga ab. Eine Niederlage setzte es zum Saison-Abschluß 2017/18 auch für die Stralsunder Wildcats bei den Damen. Zu Hause unterlagen die Wildcats mit 1:3 gegen das Volleyball-Team aus Hamburg und belegten im Endklassement Rang sechs, der VCO Schwerin wurde Dreizehnter.

… Blick zum Handball-Geschehen in den Ligen drei und vier

Am dritten April-Wochenende (21./22. April 2018) standen vier Partien mit MV-Beteiligung auf dem Programm. Neben den Mecklenburger Stieren aus Schwerin, die ihr Heimspiel gegen TSV Burgdorf II mit 28:24 gewannen und damit vier Spieltage vor Saison Ende 17/18 Dritter in der Tabelle der dritten Herren-Handball-Liga sind, war auch das Team des HC Empor Rostock in der gleichen Liga gefordert. Die Rostocker Handball-Herren triumphierten zu Hause gegen Handball Hannover-Burgwedel mit 35:31 und kletterten damit auf Tabellen-Rang zehn.

GW Schwerin trotz deftiger Auswärtsniederlage mit Verbleib in Liga drei der Damen

Eine deftige Niederlage mußten die Damen vom SV Grün-Weiß Schwerin zum Saison-Abschluß 2017/18 hinnehmen. Sie hatten beim 17:29 beim Frankfurter HC keine Chance. In der Abschluß-Tabelle der dritten Frauen-Liga wurden die Schwerinerinnen Neunte und entgingen mit 14:30 Punkten den Abstieg nur knapp. Die punktgleichen Damen des MTV 1860 Altlandsberg unterlagen nämlich in ihrem letzten Saison-Spiel HSG Jörl DE Viöl mit 25:31. Da Schwerin beide Vergleiche in der Saison gegen die Altlandsbergerinnen für sich entschied (Auswärtsspiel mit 34:25 und Heimspiel mit 30:22), verblieb Schwerin in der dritten Liga, Altlandsberg steigt hingegen ab.

Greifswald/Loitz mit Niederlage in OS-Liga

In den Ostsee-Spree-Ligen der Damen und Herren mußten nur die Männer der SG Uni Greifswald/Loitz ran, die leider daheim mit 25:30 gegen HV GW Werder mit 25:30 unterlagen, aber – drei Spieltage vor Saison-Ende – weiterhin Neunter in der OS-Liga der Herren sind.

 

Marko Michels