Großer Erfolg für den KSV Grimmen – bei den Deutschen U18-Meisterschaften in Leipzig hat sich Judoka Angelie-Sue Bast in der Gewichtsklasse über 78 Kilogramm erneut die Bronzemedaille gesichert. Wie schon im Jahr 2025 bewies die junge Athletin damit eindrucksvoll ihre Stärke auf nationaler Ebene.
Mit viel Entschlossenheit und großem Kampfgeist arbeitete sich Bast durch das stark besetzte Teilnehmerfeld. In insgesamt fünf Kämpfen zeigte sie auf beeindruckende Weise ihr Können und ging vier Mal als Siegerin von der Tatami. Nach drei Erfolgen auf Ippon musste sie sich erst im Halbfinale der NRWlerin Lena Sophie Barnekow (HLC Höxter) geschlagen geben. „Bis 30 Sekunden vor der Schlusssirene war noch alles möglich, doch dann kam dieser eine Moment, wo Angie die Kontrolle verlor. Schade, der Traum vom Finale war damit geplatzt“, kommentiert Trainer Ralf Päplow den „an Spannung nicht zu toppenden“ Kampf. Doch statt den Kopf hängen zu lassen, mobilisierte die amtierende Landesmeisterin im anschließenden Kampf um Bronze noch einmal alle Kräfte – mit Erfolg.
Vom Trainer gut eingestellt, ging sie mit großem Selbstvertrauen auf die Tatami. Und schon nach knapp 20 Sekunden warf die Kaderathletin ihre Göttinger Gegnerin mit Morote Seoinage auf Ippon. Am Ende durfte sie sich über einen verdienten Platz auf dem Podest freuen. Der Jubel bei Trainern, Teamkollegen und mitgereisten Unterstützern war entsprechend groß. „Besonders emotional war der Moment auch deshalb, weil Angelie-Sue damit bereits zum zweiten Mal eine DM-Medaille gewinnen konnte“, freut sich der KSV-Vorsitzende Päplow und fügt stolz an: „In Leipzig übrigens die Einzige für unseren Landesverband.“
Für Grimmens zweite DM-Teilnehmerin Irka Möller, die wie Bast in der für Mädchen und Frauen höchsten Gewichtsklasse antrat, endete die Reise leider nicht im Poolfinale. Nach einem Freilos und einem gewonnenem Kampf, gab sie ihre nächste Begegnung ab und rutschte damit in die Trostrunde. Auch in dem folgenden Fight musste sich die Nordostdeutsche Vizemeisterin geschlagen geben und schied aus. Wie es aus dem Trainerteam hieß, scheiterte sie noch an „fehlender Raffinesse“.
Für Angelie-Sue Bast geht es am 28. März bereits weiter, wenn in Wolgast zum Bundesliga-Saisonauftakt der Gruppe Nord-Ost gerufen wird. Denn erstmals in ihrer noch jungen Karriere wird die Grimmenerin unter dem Banner der Kampfgemeinschaft der Judoka Mecklenburg-Vorpommern (KGJMV) in Deutschlands höchster Frauenliga antreten. Dort beendete das KGJMV-Aufgebot ihre Saison 2025 noch mit Tabellenplatz fünf. Doch die Karten sind wieder neu gemischt – auch dank einiger Neuzugänge. So werden neben Joungster Bast u.a. auch die Danträgerinnen Claire Seidel (vormals Braunschweig) und Carina Märtens (ASV Wismar) das Geschehen mitbestimmen.
Gegner im Wolgaster „Arno-Kroll-Dojo“ wird die Berliner Kampfgemeinschaft sein. An diesem Doppelkampftag treten zudem MVs Männer an. Sie treffen ihrerseits auf den Judoverein Ludwigsfelde. Beginn ist um 16 Uhr.
red
