Die Deutschen wünschen sich mehr Unterstützung für den organisierten Sport. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) anlässlich des bundesweiten Trikottags am 13. Mai veröffentlicht hat. Demnach sprechen sich 71 Prozent der Befragten dafür aus, dass die Politik stärker in Sportvereine investiert. Für mehr als 80 Prozent der Teilnehmer leisten die rund 86.000 Sportvereine in Deutschland einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft und den sozialen Zusammenhalt.
DOSB-Präsident Thomas Weikert sieht darin eine klare Bestätigung für die Arbeit der Vereine. „Sportvereine sind vielerorts die letzten verbliebenen Orte, an denen Menschen aus unterschiedlichsten sozialen Schichten und Kulturkreisen sich noch treffen und an denen ein offener Austausch stattfindet“, erklärte Weikert. Besonders deutlich werde dies laut Umfrage bei den Vereinsmitgliedern selbst: Fast 90 Prozent geben an, im Sportverein Menschen kennenzulernen, denen sie im Alltag sonst nicht begegnen würden.
Gleichzeitig macht der DOSB auf die großen Herausforderungen aufmerksam, vor denen viele Vereine stehen. Zahlreiche Sportstätten gelten als sanierungsbedürftig, der Investitionsstau in der Sportinfrastruktur wird bundesweit auf mindestens 31 Milliarden Euro geschätzt. Hinzu kommt der zunehmende Mangel an ehrenamtlich Engagierten. Jeder sechste Verein sieht laut DOSB seine Existenz gefährdet, weil nicht genügend Freiwillige für Organisation und Trainingsbetrieb gefunden werden.
Mit dem bundesweiten Trikottag am 13. Mai möchte der DOSB deshalb ein Zeichen für den Vereinssport setzen. Sportvereinsmitglieder sind aufgerufen, an diesem Tag das Trikot oder Sportoutfit ihres Heimatvereins im Alltag zu tragen und Fotos unter dem Hashtag #Trikottag in den sozialen Medien zu teilen. Ziel der Aktion ist es, die gesellschaftliche Bedeutung des Vereinssports sichtbar zu machen und zugleich auf die aktuellen Probleme aufmerksam zu machen.
