Für Mecklenburg-Vorpommerns Athletinnen und Athleten hat der Countdown begonnen: Mit einer Rekorddelegation reist der Special Olympics Landesverband zu den Nationalen Spielen 2026 ins Saarland. Insgesamt 37 Sportlerinnen und Sportler vertreten den Nordosten bei Deutschlands größter inklusiver Sportveranstaltung, bei der mehr als 4.000 Aktive aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet werden.
Bei einer feierlichen Verabschiedung in Schwerin erhielten die Athlet:innen ihre offizielle Teamkleidung. Erstmals in der jungen Geschichte von Special Olympics Mecklenburg-Vorpommern wurde die gesamte Landesdelegation gemeinsam eingekleidet und verabschiedet – ein besonderer Meilenstein für den inklusiven Sport im Land. Die Männer und Frauen werden in den Disziplinen Leichtathletik, Boccia, Basketball, Schwimmen sowie Triathlon und Radsport antreten.
Sportministerin Stefanie Drese würdigte die Leistungen der Delegation und betonte die Bedeutung der Veranstaltung weit über den sportlichen Wettbewerb hinaus. „Alle Athletinnen und Athleten haben sich mit großem Einsatz für dieses besondere Ereignis qualifiziert. Darauf könnt Ihr mit Recht stolz sein“, sagte die Ministerin. Die Nationalen Spiele stünden für gelebte Inklusion und zeigten eindrucksvoll, wie Sport Menschen verbinde, Begegnungen schaffe und gleichberechtigte Teilhabe ermögliche.

Für einen besonderen Gänsehautmoment sorgte die Auslosung der beiden Fahnenträger für die Eröffnungsfeier. Da jedes Bundesland lediglich zwei Vertreter:innen für den Einmarsch benennen darf, wanderten alle Namen der Delegation in einen Lostopf. Eines der Lose zog Drese für Andreas Mücke aus Schwerin. Der 56-Jährige, vielen als „Meck-Bull“ bekannt, zeigte sich sichtlich bewegt: „Mit 56 Jahren noch einmal einen solchen Gänsehautmoment erleben zu dürfen, ist etwas ganz Besonderes. Es ist für mich eine große Ehre, Mecklenburg-Vorpommern als Fahnenträger vertreten zu dürfen.“
Mücke wird im Saarland sowohl im Triathlon als auch im Radsport an den Start gehen. Seine Erwartungen formuliert er bewusst bescheiden, aber mit viel Herzblut: „Nicht nur der Ball ist rund, sondern auch die Räder an meinem Rennrad. Die Hauptsache ist, Spaß zu haben und gemeinsam etwas zu erleben. Vielleicht ergibt sich das eine oder andere gute Ergebnis.“ Noch wichtiger sei jedoch die Botschaft hinter dem Sport: „Unser Ziel ist es, Inklusion sichtbar zu machen. Wenn uns das gelingt, dann kann es für Special Olympics ein kleines Sommermärchen werden.“
Genau diese Botschaft stellte auch Ministerin Drese in den Mittelpunkt. Sie hob die positive Entwicklung des inklusiven Sports in Mecklenburg-Vorpommern hervor und dankte den zahlreichen Trainerinnen und Trainern, Familien, Betreuerinnen und Betreuern sowie Ehrenamtlichen, die den Weg zu den Nationalen Spielen ermöglichen. Für die Athletinnen und Athleten geht es im Saarland daher nicht allein um Medaillen und Platzierungen. Vielmehr wollen sie Freundschaften knüpfen, Erfahrungen sammeln und gemeinsam ein starkes Zeichen für Teilhabe, Zusammenhalt und gelebte Inklusion setzen.
Die MV Delegation
- Lebenshilfe Rostock / Integrativer Treff: 6-köpfige Delegation (davon 4 Sportler:innen)
– Boccia
- SISU Schwerin: Einzelathlet Andreas Mücke
– Triathlon
– Radsport
- GWW Pasewalk: Einzelathlet Tom Landrock
– Leichtathletik: 100 m, 10.000 m
- Vielfalter gGmbH Schwerin: 7-köpfige Delegation (davon 4 Sportler:innen)
– Boccia
- Rostock Seawolves (WeWolves): 16-köpfigen Delegation (davon 9 Sportler:innen)
– Basketball (5×5)
- Wismarer Werkstätten: 15-köpfige Delegation (davon 10 Sportler:innen)
– Schwimmen, Leichtathletik
(Liste noch unvollständig)
