Landesauswahl um Topscorer Marvin Skriwanek liefert spannungsgeladene Aufholjagd und zieht an Tag zwei am starken Berliner Aufgebot vorbei
Glatt 10800 Holz – eine Punktzahl, die Mitte Januar für 8 junge Bohle-Kegler und -Keglerinnen für ausgelassene Freude sorgte. Denn der Landeskader des Sportkeglerverbands Mecklenburg-Vorpommern konnte seinen Titel beim U23 Deutschland-Cup in Kläden verteidigen. Das Team von Landessportwart Michael Heerkloß und Co-Trainer Patric Stahlberg setzte sich nach einem zweitägigen Kegelmarathon gegen die Mannschaften aus Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein durch. Niedersachsen nahm dieses Mal leider nicht an dem nationalen Wettkampf (Bohlekegeln wird hauptsächlich in Norddeutschland gespielt) teil. Nur 51 Holz trennte die frischgebackenen Titelträger am Ende von der Berliner Landesauswahl. Auf dem Bronzerang folgte Schleswig-Holstein.
Traditionell wurde das vom Deutscher Bohle Kegler Verband organisierte Sportereignis in gemischten Teams ausgetragen. Entsprechend schickten die 6 Landesverbände ihre Auswahl aus je vier jungen Frauen und Männern ins Geschehen. Für das Team MV traten Marvin Skriwanek und Magnus Irrgang (beide SV Blau Weiß 76 Stavenhagen), Tim Elias Brückner (Einheit Güstrow), Tse-I Wu (SSV Kritzmow), Magdalina Markwardt (Kegelverein Hansa Stralsund) sowie Lucy Lindner, Luise Mai und Pauline Richter (alle MSC Waren) an.

Zwei an Spannung nicht zu übertreffende Turniertage
Nach einem stimmungsgeladenen ersten Turniertag auf der modernen Klädener 6-Bahnen-Anlage ging vorerst der Landesverband Berlin in Führung. Hauchdünn, mit nur zwei Holz dahinter folgten die Titelverteidiger aus Mecklenburg-Vorpommern. Aber auch Schleswig-Holstein wollte noch ein Wörtchen mitreden. Schließlich mussten sich die Nordlichter im vergangenen Jahr nur knapp dem MV-Aufgebot geschlagen geben. „Nach dieser Konstellation konnte man schon erahnen, dass der Sonntag ein spannungsgeladener Wettkampf wurde“, berichtet DBKV-Sportwart Andreas Siemon. Er sollte Recht behalten, die Landeskader enttäuschten auf keiner Linie. Und mit lautstarker Unterstützung von abseits der Bahnen wurde der 2. Turniertag ein an Spannung nicht zu übertreffender Turniertag. „Die Landesverbände schenkten sich hier nichts, in keinem der 6 Durchgänge. Am Ende konnte sich nach einem fairen und super geilen Tag der Titelverteidiger aus Mecklenburg-Vorpommern doch noch mit respektablen 52 Holz gegenüber dem Landesverband aus Berlin durchsetzen“, zeigt sich Siemon begeistert.
Zum überragenden Erfolg der Mannschaft hatten in diesem Jahr wirklich alle MV-Athleten und Athletinnen beigetragen. Mit beeindruckenden 1827 Holz avancierte Bundeskaderathlet Marvin Schimanek einmal mehr zum besten MV-Spieler, dicht gefolgt von seinem Trainingspartner Magnus Irrgang (1808). Nur der Berliner Lucas Scheffler war, wie auch schon beim letztjährigen Deutschland-Cup, besser als Skriwanek. Mit einem Gesamtergebnis von 1842 Holz führte dieser sein Team auf den Silberrang. Und wie gut MVs Frauen sind, zeigten speziell die beiden Bundesliga-Keglerinnen Lucy Lindner und Pauline Richter. Beide knackten als einzige Damen des Turniers die magische 1800er Marke.

Mit diesem neuerlichen Erfolg bleiben die Mecklenburger Kegeltalente auf der Erfolgsspur der vergangenen Jahre. Nun geht es für die jungen Männer und Frauen erst einmal im Ligaalltag weiter. Der nächste U23-Cup findet 2026 wieder in Schleswig-Holstein statt. Dann gilt es für die MV-Auswahl, den Titel auf der 12-Bahnen-Anlage des Husumerer SV zu verteidigen.
red
