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Norddeutsche Meister mit nächstem Coup in Schwarzenbek

Schweriner Badmintonasse Bruno Seichter und Roman Pokrasen holen zwei Titel bei erstem Norddeutschen Ranglistenturnier des Jahres

Seit Jahren gehören die beiden Talente des Badminton Sport Club 95 Schwerin zu den besten Athleten Norddeutschlands: Bruno Seichter und Roman Pokrasen. Noch im November des vergangenen Jahres holten die damals 16-Jährigen den Titel bei den Norddeutschen Meisterschaften im Jungendoppel. Pokrasen sicherte sich zudem Silber im Einzel, Seichter Bronze im Mixed. Am vergangenen Wochenende legten die beiden beim ersten Norddeutschen Ranglistenturnier des Jahres nach – nun in der Altersklasse der bis 18-Jährigen. Im schleswig-holsteinischen Schwarzenbek gingen sie zwar als Mitfavoriten in allen drei Disziplinen an den Start. Mit ihrem beeindruckenden Durchmarsch im Doppel und Einzel war in dieser Form aber nicht unbedingt zu rechnen.

Bereits im Mixed gelang es Seichter an der Seite seiner Hamburger Partnerin Victoria Braun bis ins Halbfinale vorzudringen. Nach langen und kräftezehrenden Ballwechseln mussten sie sich hier allerdings hauchdünn der Konkurrenz geschlagen geben. Leider fehlte dadurch etwas der Mut und auch das Spiel um Bronze ging etwas zu deutlich verloren. Pokrasen seinerseits belegte hier den 5. Platz.

Die ganz großen Ausrufezeichen folgten dann aber im Jungeneinzel, im Feld der 24 talentiertesten Sportler aus 8 Bundesländern. Wenn man bedenkt, dass in der Gruppe Nord rund 340 Ranglistenspieler (allein in der U19) gemeldet sind, sollte man sich also auf besten Badmintonsport freuen dürfen. Und so kam es auch, Publikum und Teammitglieder wurden selten enttäuscht. Mitten drin die beiden Schweriner. Von Setzplatz 2 und 5 aus gewannen beide Runde um Runde – mit starken nerven, weil manches Mal auch erst im Entscheidungssatz. Im Halbfinale musste Seichter das erste Mal seinem Gegner den Vortritt lassen. Doch diesmal wollte er das Spiel um Bronze aber nicht verlieren. Mit Erfolg. 22:20 und 21:19 setzte sich der 17-Jährige gegen die Nummer drei des Turniers, den Hamburger Tjark Dahlheimer durch. Zur gleichen Zeit zog Trainingspartner Pokrasen ins Finale ein, wo er auf den topgesetzten Hannes Möller (Niedersachsen) traf. Drei Sätze und 40 Minuten später hielt MVs dreifacher Landesmeister überglücklich den Titel in den Händen.

Die Paradedisziplin der beiden Schweriner ist allerdings das Jungendoppel. Zweimal hatten sie in den vergangenen Jahren hier schon die Norddeutsche Meisterschaft gewinnen können. Doch da das Teilnehmerfeld bei den überregionalen Ranglistenturnieren beinahe identisch ist, ist ein Erfolg auf dieser Bühne mindestens genauso beeindruckend. Naja, Erfolg können die zwei BSC-Talente. Mit Nerven aus Drahtseilen schafften sie es, in gleich drei von vier Partien nach verlorenem ersten Satz immer wieder zurückzukommen und sich schließlich den Sieg einzuheimsen. Dazu gehörte auch das finale Match. Mit 13:21, 22:20 und 21:11 holten sie das zweite Gold für Mecklenburg-Vorpommern an diesem Wochenende. Ganz zur Freude ihres stolzen Trainers Michael Hewelt und der zu diesem Zeitpunkt noch anwesenden Mitglieder des MV-Teams.

Neben den beiden Schweriner Jungs vertrat noch ein weiteres BSC-Ass die Landeshauptstadt und unser Bundeland. Lara Dethloff, durfte sich nach extrem starker Leistung im Mixed der AK U17 über Platz 5 freuen. Das soll auf keinen Fall untergehen, zählt das Ergebnis doch zu einem ihrer bislang besten. Glückwunsch übrigens auch an die Paarung Matti Richter und Justus Vogelsang (Neubrandenburg & Greifswald), die den 4. Platz im Jungendoppel U19 gewinnen konnte.

pd

v.l.: Trainer Michael Hewelt, Bruno Seichter, Yara Metzlaff (Greifswald); Roman Pokrasen und Justus Vogelsang (Greifswald) | Foto: BSC 95