Der BSC 95 Schwerin ist mit starken Einzelleistungen aber auch mit wackeligem Ligaauftritt ins Sportjahr 2026 gestartet. Während der Nachwuchs auf überregionaler Bühne in Hamburg für Edelmetall sorgte, kämpfte die zweite Mannschaft in der Landesklasse mit personellen Engpässen – und sammelte dennoch wichtige Erkenntnisse für den weiteren Saisonverlauf.
Im Fokus stand zunächst MVs beste U13-Spielerin Charlotte Dettmann, die am 17. und 18. Januar beim 1. Norddeutschen Ranglistenturnier in Hamburg ihre Klasse unter Beweis stellte. In der U13-Konkurrenz zeigte sie im Einzel eine solide Vorstellung mit zwei Siegen und nur einer Niederlage, was am Ende Rang neun bedeutete. Im Mixed startete das junge Talent des BSC 95 Schwerin gemeinsam mit Lucas Jeschke (Neubrandenburg) in der Altersklasse U15. Trotz großer Ambitionen und anvisiertem Podestplatz machte die Auslosung den beiden früh einen Strich durch die Rechnung: Bereits in Runde zwei wartete das topgesetzte Duo Rosenbaum/Zhang. Gegen die späteren Turniersieger lieferten Charlotte und Lucas ein Duell auf Augenhöhe, mussten sich jedoch in zwei Sätzen geschlagen geben. Nach einem weiteren Sieg bedeutete das erneut Platz 9.
Viel weiter nach vorne ging es im Doppel: Gemeinsam mit ihrer Bremer Stammpartnerin Tian Yu Dong spielte sich die Schwerinerin ohne Satzverlust bis ins Finale vor. Erst dort war gegen die favorisierte Paarung Pieper/Luo Endstation – der Gewinn der Silbermedaille war jedenfalls ein starkes Ausrufezeichen zum Jahresauftakt. Zum Vizemeister Avancierte auch Mixedpartner Jeschke, der seit kurzem für Schweriner in der Liga auflaufen darf. An der Seite seines Bremer Partners Jonathan erreichte er nach einem kräftezehrenden Halbfinale das Endspiel im Doppel, wo er sich schließlich dem Top gesetzten Hamburger Duo geschlagen geben musste.

Sieg gegen Sassnitz und Niederlage gegen Neubrandenburg
Parallel zum Turnierwochenende der Jugend war Schwerins zweite Mannschaft in der Landesklasse gefordert. Folgernd ohne Nachwuchstalent Lucas Jeschke. Die Reise nach Sassnitz stand aber nicht deswegen unter schwierigen Vorzeichen. Leider war trotz gemeldeter fünf Damen nur eine Spielerin einsatzfähig. Somit mussten bereits vor dem ersten getätigten Aufschlag zwei Partien kampflos abgegeben werden. Das verbliebene BSC-Quintett um Teamkapitän Robert Haker zeigte jedoch Moral und entschied die gespielten Matches gegen die Gastgeber der SG Empor Sassnitz für sich. Mit einem 6:2-Erfolg blieben zwei wichtige Punkte im Kampf um die oberen Tabellenplätze auf der Habenseite.
Deutlich schwieriger gestaltete sich die zweite Begegnung gegen die Reserve des SV Motor Süd Neubrandenburg. Ohne mehrere Stammkräfte fehlte es den Schwerinern an Stabilität und Selbstverständlichkeit. Zwar setzte der Kapitän im ersten Herreneinzel ein kämpferisches Ausrufezeichen, und auch das Mixed Lüdke/Zeiger sorgte für einen Lichtblick. Am Ende stand jedoch eine klare 1:7-Niederlage – immerhin erst die zweite Niederlage der laufenden Saison. Bereits am 1. Februar bietet sich dem Team die nächste Gelegenheit, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.
