Mit Pokalsieg, Meisterschaft und internationalen Spitzenplatzierungen setzt der Rostocker Club seine Erfolgsserie eindrucksvoll fort.
Mit beeindruckender Konsequenz und enormer Spielfreude hat der RGC Hansa seine nationale Ausnahmestellung im Goalball erneut unterstrichen. Die Rostocker sicherten sich in dieser Saison nicht nur zum dritten Mal in Folge den Ligapokal, sondern krönten ihre Leistung eine Woche später auch mit dem Deutschen Meistertitel – und das ungeschlagen. Der Club vollbrachte damit das Double und setzte eine Erfolgsserie fort, die längst internationale Beachtung findet.
Während das Team von Trainer Mario Turloff im Ligapokal mit souveränen Auftritten durch das Feld marschierte – mit dem 14:4 im Viertelfinale gegen die Füchse Berlin, einem 10:0-Erfolg über Nürnberg und schließlich dem deutlichen 12:2-Finale gegen Blista Marburg –, lieferte es in der Bundesliga ein ähnlich eindrucksvolles Bild ab. Der RGC Hansa reiste am letzen Spieltag der Saison mit einer perfekten Bilanz von acht Siegen in acht Spielen nach Chemnitz. Turloff zeigte sich vorab optimistisch: „Ich bin mit den Ergebnissen am letzten Wochenende sehr, sehr zufrieden und das macht natürlich Mut, dass wir heute oder morgen das nötige Pünktchen einfahren um uns die Deutsche Meisterschaft 2025 zu sichern.“ Mit einem 10:0 über Königs Wusterhausen machte der RGC den Meistertitel dann auch vorzeitig perfekt. Die 7:9-Niederlage im Abschlussmatch gegen Titelverteidiger Chemnitz hatte somit keine Auswirkungen mehr. Die Rostocker belohnten sich damit nach 2021 und 2023 bereits zum dritten Mal mit dem nationalen Titel.
Endstand der 1. Goalball Bundesliga:
1. RGC Hansa
2. Chemnitzer BC
3. BSS Ilvesheim
Auch auf internationaler Bühne mischen die Rostocker vorne mit – in diesem Jahr mit zwei Silbermedaillen bei Club-WM und Champions League. Die Frauenmannschaft verpasste, parallel zum DM-Finale der Männer, beim Champions-League-Finalturnier in Berlin zwar knapp eine Medaille, zeigte aber starke Leistungen gegen die europäische Spitze. Erst im Halbfinale musste sich das Team dem hochfavorisierten türkischen Topklub Kahramanmaras geschlagen geben, ehe im Spiel um Platz drei gegen Malmö nach Penaltywerfen die Entscheidung fiel. „Wir waren so nah dran an einer Medaille“, sagte Charlotte Kaercher unmittelbar nach dem Turnier.

Für den RGC Hansa endet das Jahr damit sportlich auf höchstem Niveau. Vor allem mit den zwei gewonnenen Titeln und der Vize-Club-Weltmeisterschaft, dem „größten bisherigen sportlichen Erfolg des Vereines“, setzen die Rostocker ein klares Signal: Der RGC zählt auch in Zukunft zu den führenden Adressen des europäischen Goalballsports. Doch bei all dem sportlichen Ehrgeiz und Erfolg ist der Clubführung ein weiterer Punkt besonders wichtig. „Über allem steht der soziale, gesellschaftliche Wert unserer Arbeit für Chancengleichheit und grenzenloses Miteinander“, heißt es.
red
