Rekordbeteiligung, starke Nerven und drei Landesmeistertitel: Der SAV Torgelow setzte bei der LJEM 2026 ein deutliches Ausrufezeichen.
Mit Beginn der Winterferien, vom 7. bis 11. Februar 2026 wurde Malchow erneut zum Zentrum des Nachwuchsschachs in Mecklenburg-Vorpommern: Bei der Landesjugendeinzelmeisterschaft (LJEM) kämpften die besten Talente des Landes um Titel und Qualifikationsplätze für die Deutschen Meisterschaften. Mit 20 Teilnehmenden reiste der SAV Torgelow-Drögeheide 90 e.V. (SAV Torgelow) an – begleitet von vier Trainern sowie Eltern und Betreuern. „Die LJEM ist der Höhepunkt des Jahres für die Jugend“, brachte Trainer Michael Ehlers die Bedeutung des Turniers auf den Punkt. Jugendsprecherin Ronja Wilke sprach angesichts der starken Delegation von einem „Hammer Rekord“ – so viele Torgelower hätten noch nie gleichzeitig an einer LJEM teilgenommen.
Turnierleiter und SAV-Mitglied Hans-Jürgen Rehbein unterstrich die besondere Atmosphäre am Austragungsort: „Malchow ist der geeignetste Ort und man sollte ihn aufrecht erhalten. Er kommt bei allen gut an.“ Die Meisterschaft begann am Samstag um 10 Uhr, bereits in der ersten Runde sammelten die Torgelower zahlreiche Punkte. Am Abend nahmen alle gemeinsam an der Festveranstaltung der Schachjugend Mecklenburg-Vorpommern teil, bei der 35 Jahre Schachjugend MV und 20 Jahre LJEM in Malchow gefeiert wurden. Die weiteren Runden folgten bis Mittwoch, der spielfreie Montagnachmittag wurde für gemeinsame Aktivitäten genutzt – Teamgeist inklusive.

Auch sportlich setzte der SAV deutliche Akzente. Ronja Wilke sicherte sich den Landesmeistertitel in der Altersklasse U16w und belegte in der Gesamttabelle Rang zwei. „Die Spiele von Vereinskameraden und generellen Spielern aus der selben Alterklasse sind oft spannend zu sehen. Manchmal regt man sich innerlich auch beim Zuschauen auf, da man weiß, dass es viel bessere Züge gab“, schilderte sie die emotionale Achterbahnfahrt zwischen Konzentration und Mitfiebern. Sophie Briese wurde Landesmeisterin in der U14w und führte zudem die Gesamtwertung ihrer Altersklasse an. Jakob Herrmann triumphierte in der U16 und machte damit das Titel-Trio perfekt.
Weitere Podestplätze gingen an Hanna Haase (2. Platz U10w), Emma Subocz (2. Platz U12w) und Barbara Subocz (2. Platz U14w). Hannes Artur Schröder erkämpfte sich Rang drei in der U16. Insgesamt präsentierte sich der SAV in der Breite stark: In den Altersklassen U16 und U16w fanden sich sämtliche Torgelower Starterinnen und Starter unter den Top Sieben der Gesamtwertung wieder. In Mecklenburg-Vorpommern werden Mädchen und Jungen in den Altersklassen gemeinsam ausgetragen, jedoch getrennt gewertet – bei den Deutschen Meisterschaften gibt es anschließend eigene Mädchenturniere sowie offene Turniere, an denen in der Regel hauptsächlich Jungen teilnehmen, aber auch Mädchen startberechtigt sind.
Im Rahmen der Siegerehrung, an der auch Elke-Annette Schmidt, Vizepräsidentin des Landtags Mecklenburg-Vorpommern, teilnahm, wurden die Nachwuchsspielerinnen und -spieler für ihre Leistungen geehrt. Für den SAV Torgelow fiel die Bilanz eindrucksvoll aus. „Großartig“, resümierte Trainer Michael Ehlers treffend. Mit ihren Landesmeistertiteln lösten Sophie Briese, Ronja Wilke und Jakob Herrmann das Ticket für die Deutsche Jugendeinzelmeisterschaft im Mai 2026 in Willingen. Auch Vizemeisterin Emma Subocz wird dort antreten, da Mecklenburg-Vorpommern in der U12w in diesem Jahr über zwei Startplätze verfügt. Der SAV Torgelow reist somit mit einem starken Quartett zur DJEM – und mit reichlich Rückenwind von der Inselstadt Malchow.
red

