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Schweriner gewinnt Grand Prix Masters in Rüsselsheim

Snookerspieler Stefan Schenk setzt sich im Finale gegen den mehrmaligen Deutschen Seniorenmeister Schröder durch

Rüsselsheim am 22. und 23. März 2025 – das Vereinsheim des 1. SC Breakers Rüsselsheim ist Sammelpunkt einiger der besten Snooker-Spieler Deutschlands. Zumindest der älteren Semester. Denn die Grand Prix Masters (Ü40) hatten in der hessischen 65.000-Einwohlerstadt Halt gemacht. Und mit im illustren Feld der gut gekleideten Sportler waren auch die beiden Schweriner Stefan Schenk und Martin Hasler (beide 1. Billard Club Schwerin).

Vor allem für den DM-Teilnehmer Schenk sollte das Masters-Turnier ganz nach Geschmack laufen. Nachdem er in der Gruppe seiner Favoritenrolle gerecht wurde und beide Spiele relativ unspektakulär aber sicher mit 2:0 gewann, entschied er am späten Samstagabend auch die erste Begegnung im Hauptfeld gegen den Fürther Thomas Cesal mit 3:1 für sich.
Parallel fand der Mannschaftskapitän der Schweriner Oberligamannschaft, Martin Hasler, nicht zu seiner gewohnten Leistung. In der Gruppe M hatte er in zwei von drei Spielen das Nachsehen, was das vorzeitige Aus für den gebürtigen Schweizer bedeutete. „Nach dem Finaleinzug beim GP Masters in Hamburg konnte ich nicht an meine Leistung anknüpfen. In Karlsruhe wird erneut angegriffen“, so Hasler rückblickend.

Für Stefan Schenk ging es allerdings weiter. Ausgeruht und hochkonzentriert startete er am Sonntag in seine Achtelfinal-Partie. „Für mich das Schwerste Spiel“, berichtet der Schweriner. Vor allem in Frame 2 und 3 lief gegen den Bundesligaspieler Muhammad Iqbal (Breakers Rüsselsheim) einfach nichts. „Er war sehr unangenehm zu spielen. Doch dann konnte ich mit Breaks von 44 und dem Turnierhighbreak von 54 das Spiel noch drehen“, so Schwenk zufrieden. Da kam es ihm direkt zu Gute, dass deine beiden Viertel- und Halbfinalgegner André Rusche und Prasit Buttakham sichtlich KO waren. „Das konnte ich gut ausnutzen“, berichtet der Schweriner. Nach zwei 3:1-Siegen stand er somit im Finale des „Grand Prix Masters“-Turniers.

Markante Snookerbälle am Tisch
Symbolfoto

Am späten Abend sollte es schließlich soweit sein. Er oder der mehrmaligen Deutscher Seniorenmeister Frank Schröder? Der für den Snookerclub 147 Karlsruhe startende Routinier hatte sich förmlich ins die Schlussrunde gebissen. Sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale schaffte es der 61-Jährige, sich nach einem 0:2-Rückstand in je über 4 Stunden durchzukämpfen. Vorweggenommen: auch das Finale verlangte noch einmal einiges von beiden Kontrahenten ab und erst um 24 Uhr sollte der Gewinner feststehen. Der Titel ging dieses Mal in den Norden. Stefan Schenk: „Beim Stand von 1:1 hab ich einen relativ deutlich gewonnen. Das 3:1 war umkämpfter. Hier konnte ich mich auf blau durchsetzen.“

Mit dem Turniersieg in Rüsselsheim steht Schenk nun ganz weit oben in der Masters-Rangliste. Zusammen mit Frank Schröder teilt er sich den ersten Platz. „Die Qualität für die Zentrale Deutsche Meisterschaften (ZDM) ist damit gesichert“, so der Snooker-Sportler. Vorher steht aber noch die nächste Station der GP Masters an. Am 17. Mai werden Stefan Schenk und Martin Hasler gemeinsam in Karlsruhe angreifen.