Regelung bringt Rechtssicherheit und stärkt die Jugendarbeit im organisierten Sport | DOSB gibt Orientierungshilfe per FAQ
Seit dem 1. Januar 2026 ist E-Sport in Deutschland offiziell als gemeinnützig anerkannt – ein Schritt, der insbesondere für Sportvereine neue Perspektiven eröffnet. Mit der Entscheidung schafft der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) klare rechtliche Rahmenbedingungen und stärkt zugleich die Jugendarbeit sowie das ehrenamtliche Engagement. Vereine profitieren von steuerlichen Vorteilen, können Spendenbescheinigungen ausstellen und erhalten besseren Zugang zu öffentlichen Fördermitteln. Gleichzeitig sorgt die Neuregelung für Rechtssicherheit: E-Sport-Angebote gefährden die Gemeinnützigkeit eines Vereins nicht mehr. Ein neues FAQ
E-Sport bezeichnet den organisierten Wettkampf in Video- oder Computerspielen, der auf digitalen Plattformen unter festen Regeln ausgetragen wird. „Im Mittelpunkt steht dabei der Wettkampf mit anderen Spieler*innen. Dabei kommt es nicht nur auf Präzision und strategisches Denken an, sondern auch auf Teamfähigkeit und Disziplin“, heißt es in den nun veröffentlichten FAQ des DOSB. Damit E-Sport im Verein als gemeinnützig gilt, müssen die Angebote strukturiert sowie trainings- oder wettkampforientiert organisiert sein und den Jugendschutz einhalten. Reines Freizeit-Gaming ohne Bezug zum Vereinszweck fällt hingegen nicht unter die steuerliche Begünstigung.
Für Vereine bringt die Anerkennung konkrete Anforderungen mit sich: Die Satzung muss den Zweck „Förderung des Sports“ – idealerweise inklusive E-Sport – enthalten und vom Finanzamt entsprechend anerkannt sein. Zudem dürfen nur Spiele eingesetzt werden, die den Jugendschutzbestimmungen entsprechen, eine USK-Kennzeichnung besitzen und weder Glücksspiel noch gewaltverherrlichende Inhalte enthalten. Werden durch Turniere Einnahmen erzielt, sind diese weiterhin dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zuzuordnen. Insgesamt eröffnet E-Sport den Vereinen jedoch große Chancen: Neue Zielgruppen können angesprochen, die Medienkompetenz junger Menschen gefördert und das Vereinsangebot zeitgemäß erweitert werden.
Mit den nun veröffentlichten FAQ liefert der DOSB den Vereinen eine wichtige Orientierungshilfe für den Einstieg in den E-Sport. Die kompakte Zusammenstellung beantwortet zentrale Fragen zu rechtlichen, steuerlichen und organisatorischen Aspekten und schafft damit Transparenz in einem bislang oft unklaren Bereich. Für viele Clubs dürfte das FAQ damit zur praktischen Grundlage werden, um eigene E-Sport-Angebote rechtssicher zu planen und umzusetzen.
