Der MSC Jarmen hat das Landesderby der Motoball-Bundesliga Nord beim MSC Kobra Malchin knapp mit 2:0 für sich entschieden. Trotz der Favoritenrolle tat sich der Tabellenzweite beim Schlusslicht lange schwer und musste bis ins dritte Viertel auf den erlösenden Führungstreffer warten. Mit dem Erfolg schob sich Jarmen vorerst wieder auf Rang zwei der Tabelle – allerdings mit einem Spiel mehr als Verfolger 1. MBC 70/90 Halle.
Die Gastgeber zeigten vor heimischer Kulisse eine engagierte Vorstellung und machten dem Favoriten das Leben schwer. Jarmen fand zunächst kaum in die Partie und ließ mehrere gute Möglichkeiten ungenutzt. Erst nach dem Seitenwechsel steigerten sich die Gäste spürbar und übernahmen zunehmend die Kontrolle. Matchwinner wurde schließlich Michel Kühnel, der in der 46. Minute den Bann brach und mit seinem zweiten Treffer in der 64. Minute den Auswärtssieg endgültig perfekt machte.
Auch der MSC Jarmen selbst sprach anschließend von einer schwierigen Aufgabe. Trotz guter Chancen habe die Mannschaft zunächst nicht konsequent genug abgeschlossen und erst mit zunehmender Spieldauer besser ins Spiel gefunden. Umso größer war die Erleichterung über den Derbyerfolg, bei dem sich der Verein ausdrücklich auch bei den zahlreich mitgereisten Fans für deren Unterstützung bedankte.
Für beide Teams beginnt nun zunächst die Sommerpause im Ligabetrieb. Ganz ruhig wird es in Jarmen allerdings nicht: Am 18. Juli richtet der MSC ein Sommerturnier auf dem heimischen Motoballplatz aus. Neben Gastgeber Jarmen und dem MSC Kobra Malchin wird auch eine bislang geheim gehaltene Mixedmannschaft antreten, für die unter anderem zwei ehemalige Spieler aus beiden Vereinen auflaufen sollen. Bereits am 16. August folgt dann die direkte Revanche in der Bundesliga, wenn sich beide Mannschaften am 13. Spieltag erneut gegenüberstehen – diesmal im Motoballstadion Jarmen.
Anschließend warten auf beide Clubs anspruchsvolle Aufgaben. Jarmen empfängt am 30. August den Tabellenvierten MSF Tornado Kierspe und möchte an den 4:1-Hinspielsieg anknüpfen. Der MSC Kobra Malchin bekommt es zeitgleich vor eigenem Publikum mit Spitzenreiter 1. MSC Seelze zu tun. Für das Team um Spielertrainer und Kapitän Tom Wippler geht es vor allem darum, sich gegen den Ligaprimus bestmöglich zu behaupten und als Außenseiter mutig aufzutreten.
Ein Blick auf die Statistik unterstreicht derweil die Besonderheiten der bisherigen Saison. Nach zwölf Spieltagen gab es weder in der Nord- noch in der Südstaffel der Motoball-Bundesliga auch nur ein einziges Unentschieden. Zu den fünf höchsten Siegen zählt weiterhin Jarmens 17:2-Erfolg gegen den MBC Kierspe sowie das 16:0 beim MSC Pattensen. Erfolgreichster Torschütze der Vorpommern bleibt Max Heise mit 21 Saisontreffern, während bei den Kobras Tom Wagner und Tom Wippler mit jeweils fünf Toren die interne Schützenliste anführen. An der Spitze zieht derweil Tobias Hahnenberg vom Tabellenführer 1. MSC Seelze mit bereits 59 Treffern einsam seine Kreise.
red