Beim diesjährigen Gasshuku des Kampfkunstvereins Dojo Ronin standen neben dem Training auch Dan-Prüfungen auf dem Programm. Drei Mitglieder des Vereins stellten sich der Prüfung zum 1. Dan (Shodan) – und alle drei bestanden. Erfolgreich waren Steffen Clauß (65), Dirk Donath (50) und Christian Finck (49). Ihre Wege zum Schwarzgurt könnten unterschiedlicher kaum sein, und genau das macht die Leistung bemerkenswert.
Steffen Clauß hat erst mit 50 Jahren mit dem Karate begonnen. Was viele für einen späten Einstieg halten, hat er konsequent verfolgt – bis zum Schwarzgurt, den er nun mit 65 in den Händen hält. „Ich habe spät angefangen und mir nie gesagt, dass ein bestimmtes Ziel nicht mehr drin ist", sagt Clauß. „Man muss nur dranbleiben." Dirk Donath kehrte nach rund 25 Jahren Pause auf die Matte zurück. „Nach so langer Zeit wieder einzusteigen kostet erst einmal Überwindung", erzählt Donath. „Aber der Körper erinnert sich an mehr, als man denkt – und der Rest kommt mit dem Training zurück."
Christian Finck fand nach fast zehn Jahren Auszeit zurück ins Training. „Mir hat das Karate in der Pause gefehlt, das habe ich erst gemerkt, als ich wieder da war", sagt Finck. „Der Dan war für mich der Beweis, dass sich der Wiedereinstieg gelohnt hat." Die drei Beispiele zeigen, dass es für den Einstieg – oder den Wiedereinstieg – ins Karate kein zu spät gibt. Weder das Alter noch eine längere Pause stehen dem Weg zum Dan im Weg, wenn der Wille und die Ausdauer stimmen.
Der Verein gratuliert den drei neuen Dan-Trägern und ist stolz auf ihre Leistung. Sie ist zugleich eine Einladung an alle, die mit dem Gedanken spielen, mit dem Karate zu beginnen oder nach Jahren wieder einzusteigen. Genau hier setzt der Verein nun an: Am 3. Oktober bietet das Dojo Ronin im Rahmen seines Geburtstagslehrgangs einen eigenen Trainingsblock für Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger an. Das Angebot richtet sich an alle, die früher schon einmal Karate trainiert haben und nach einer Pause – ob kurz oder viele Jahre – zurück auf die Matte möchten. Trainiert wird ohne Leistungsdruck und im eigenen Tempo, geleitet von erfahrenen Trainern des Vereins.
Wer Interesse hat, kann sich schon jetzt beim Verein melden. Die drei frischgebackenen Dan-Träger sind dabei der beste Beweis dafür, dass sich der Schritt zurück ins Training lohnt – in jedem Alter und nach jeder Pause.