Der Knoten ist geplatzt. Die ROSTOCK SEAWOLVES haben den ersten Auswärtssieg der Saison 2026/2027 eingefahren. Das Nordderby bei den Veolia Towers Hamburg endete mit 91:84 (46:32) für die Ostseestädter, die die Partie über weite Strecke kontrolliert hatten. Zach Copeland kam auf 16 Zähler für die Rostocker. Bei den Hamburgern kam Kenneth Ogbe ebenfalls auf 16 Punkte.
Veolia Towers Hamburg gegen ROSTOCK SEAWOLVES 84:91 (32:46)
Nach einem schleppenden Start liefen die Rostocker zunächst einem 0:5-Rückstand hinterher, ehe die Offensive zündete. Ein 12:0-Lauf brachte den Wölfen die Kontrolle zur Mitte des ersten Viertels. Die Towers blieben dank Freiwürfen im Spiel. Auf beiden Seiten fiel der Distanzwurf nicht; erst nach 14 gemeinsamen Versuchen landete Osaro Rich für die Towers den ersten Dreipunktewurf des Nachmittags (16:13, 9. Min). Die SEAWOLVES blieben dennoch am Drücker: Johnathan Stove stellte per Floater die 21:13-Führung zum Ende des ersten Viertels her.
Die Gäste blieben die spielbestimmende Mannschaft. Der Ball lief geduldig durch die eigenen Reihen, auch den Rebound kontrollierten die Wölfe. So stellte Bent Leuchten nach einem Offensiv-Rebound die erste zweistellige Führung her (25:15, 13. Min) und zwang damit die Towers zur Auszeit. Es folgte ein Mini-Lauf der Hamburger, die sich bis auf fünf Zähler heranspielen konnten (28:23, 15. Min), ehe zwei Dreipunktespiele von Owen Klassen dafür sorgten, dass die Towersauf Abstand blieben (36:25, 17. Min). Die SEAWOLVES zogen bis zur Pause nach Treffer von DeAndre Lansdowne und Stove auf 14 Zähler davon.
Nach dem Seitenwechsel wuchs der Vorsprung auf 19 Zähler an, nachdem Artur Konontsuk einen Dreier versenkte (53:34, 23. Min). Doch die Hamburger ließen sich nicht abschütteln. Immer wieder hielten sie Dreipunktewürfe im Spiel. Im Schlussviertel, in dem die Towers für 33 Punkte explodierten, schien das Spiel vorbei zu sein, ehe der ehemalige Rostocker Sid-Marlon Theis und sein Teamkamerad Kenneth Ogbe in den letzten zwei Spielminuten je zwei Dreier versenkten. Die SEAWOLVES blieben nervenstark an der Freiwurflinie und retteten dank Treffern von Robin Amaize und Zach Copeland den Sieg über die Zeit.
Zahlen, bitte!
18 Offensiv-Rebounds der Rostocker (ggü 6 bei den Towers) ermöglichten ihnen in Summe zwölf Feldwürfe mehr (75 ggü 63).
Viertelstände (HH-HRO): 13:21, 19:25, 19:21, 33:24
Punkteverteilung:
Rostock: Amaize (10) Baggette (nicht eingesetzt), Copeland (16), Crockett Jr. (12), Hartwich (nicht eingesetzt), Klassen (11), Konontsuk (10), Lansdowne 7(), Leuchten (4), Lockhart (2), Stove (15), Tilsen (3), Withers (4).
Hamburg: Breunig (7), Kangudia (14), Muenkat (8), Ogbe (16), Pavrette (5), Rich (9), Theis (8), Thomasson (3), Wade (2), Zeigler (12).
So geht’s weiter
Am kommenden Dienstag feiern die Wölfe ihre Heimpremiere im BKT EuroCup. Um 20:00 Uhr ist der lettische Club Riga Zelli zu Gast in der StadtHalle Rostock. Tickets sind erhältlich auf tickets.seawolves.de.
Stimmen zum Spiel
Przemyslaw Frasunkiewicz (Head Coach Rostock): „Zunächst einmal ein großes Dankeschön an unsere Fans. Sie haben uns heute großartig auswärts unterstützt. Das haben wir gebraucht, gerade weil wir die letzten Spiele unsere Probleme hatten. Und dann hat uns auch das Video von Hamburgs Trainer nach dem letzten Spiel, als er das Brett zerbrochen hat, zusätzlich motiviert. Diese Extraenergie hat sich heute im Rebounding und in der sicheren Ballbehandlung gezeigt. Das waren für uns auch die Schlüssel zum Sieg heute.“
Benka Barloschky (Head Coach Hamburg): „Ich glaube, wir sind auf beiden Seiten des Feldes unfassbar gut ins Spiel gestartet. Wir hatten die Chance auf eine hohe Führung, haben uns da aber einfach nicht belohnen können. Dann hätten wir das Spiel vielleicht auch mit mehr Sicherheit spielen können. So war es lange knapp. Und dann hat uns die Physis gefehlt – um den Korb herum, bei den Abschlüssen und im defensiven Rebounding. Wenn das nicht passt, dann macht es unser Spiel langsam. Und das ist genau das, was wir nicht wollen. Es ist nicht so, dass wir schlecht verteidigt hätten. Aber wir haben uns in der Offensive zu wenig belohnt, hatten eine schlechte Trefferquote. Das größte Problem war aber das Rebounding.“
Text: Rostock Seawolves