Im ersten Spiel des neuen Kalenderjahres haben die ROSTOCK SEAWOLVES einen wichtigen Heimsieg erbeutet. Vor 4.520 Zuschauern gewannen sie mit 82:77 (38:24) gegen die SKYLINERS aus Frankfurt. Nach einer starken Defensivleistung in der ersten Halbzeit ließen die Rostocker die GĂ€ste vom Main zurĂŒck ins Spiel kommen. In einer dramatischen Schlussphase behielten die Wölfe die Nerven. TJ Crockett Jr. traf wichtige FreiwĂŒrfe und erzielte 21 seiner insgesamt 25 Punkte in der zweite HĂ€lfte. Bei den Frankfurtern kam William Christmas auf 18 Punkte. Die SEAWOLVES kletterten nach dem sechsten Saisonsieg auf den zwölften Tabellenplatz in der easyCredit Basketball Bundesliga.

ROSTOCK SEAWOLVES gegen SKYLINERS 82:77 (38:24)

Nach einem schleppenden Start legten die Rostocker nach zwei Minuten richtig los. Die vier Punkte der GÀste beantworteten die Wölfe mit einem 18:0-Lauf, bei dem Owen Klassen zwei Mal dunkte und Dominic Lockhart zwei Dreier einstreute. Auch eine Auszeit von SKYLINERS-Coach Klaus Perwas konnte den Run des Rudels nicht stoppen (18:4, 7. Min). In der Schlussphase des ersten Viertels legten die Frankfurter selbst einen 10:0-Zwischenspurt aufs Parkett. Klassen traf mit der Pausensirene zum 20:14.

Das Spiel war weiterhin intensiv. Beide Teams kĂ€mpften mit Haken und Ösen, das Abtasten der Anfangsphase war vorbei. Die SEAWOLVES blieben die spielbestimmende Mannschaft, auch weil bei den GĂ€sten die DistanzwĂŒrfe nicht fielen. Die ersten elf Frankfurter Dreier verfehlten den Korb. Die Wölfe hingegen hatten das Spiel offensiv im Griff. Dank der Korbgefahr von D’Shawn Schwartz, der zu Beginn zwei schnelle Fouls kassierte, zogen die Gastgeber auf 33:16 (16. Min) davon. Zur Halbzeit lagen sie mit 14 Punkten in FĂŒhrung (38:24).

Die SEAWOLVES hielten die Energie auch nach dem Seitenwechsel hoch. Nach drei Niederlagen in Folge sollte die Talfahrt mit allen Mitteln ein Ende finden. Doch Frankfurt hatte etwas dagegen. Plötzlich fielen bei ihnen die Dreier. Jakob Knauf versenkte im dritten Viertel drei WĂŒrfe von jenseits der 6,75-Meter-Linie und hielt seine Farben im Rennen. Die SKYLINERS erzielten allein in diesem Abschnitt 30 ZĂ€hler – sechs mehr als in der gesamten ersten Halbzeit. Wenngleich sich die GĂ€ste Punkt um Punkt herankĂ€mpften, versuchte TJ Crockett Jr. seine Wölfe offensiv zu tragen. Mit elf Punkten im dritten Durchgang hielt er die Hessen zunĂ€chst auf Abstand (56:45, 27. Min), konnte es dann jedoch nicht vermeiden, dass nur fĂŒnf ZĂ€hler vor dem Start ins Schlussviertel (59:54) zwischen beiden Teams standen.

Es deutete sich eine dramatische Schlussphase an. Die Frankfurter verwandelten nach der wurfschwachen ersten HĂ€lfte sieben von zehn Dreier in den zweiten zwanzig Minuten. FĂŒnf Minuten vor dem Ende stand es 65:65. Die SEAWOLVES wankten, fielen aber nicht, denn sie hatten den nervenstarken Crockett Jr. in ihren Reihen. Der US-Guard traf im letzten Viertel zehn von elf FreiwĂŒrfen bzw. sechs FreiwĂŒrfe in den letzten nervenaufreibenden 18 Sekunden, um sein Team zurĂŒck auf die Siegerstraße zu bringen.

Stimmen zum Spiel

Przemyslaw Frasunkiewicz (Head Coach Rostock): „Insgesamt haben wir gut gespielt und unsere WĂŒrfe getroffen. Wir haben ein gutes und fokussiertes Spiel gezeigt. Ich hatte den Eindruck, dass wir nach den drei Niederlagen in Folge heute bei einer FĂŒhrung von neun bis zehn Punkten im Schlussviertel etwas in Panik verfallen sind und etwas Angst hatten, dass die Dinge nicht so liefen, wie wir es wollten. Letztlich haben wir die WĂŒrfe getroffen und haben den besten Punktesammler gefunden: TJ [Crockett Jr.] hat heute abgeliefert als PunkteanfĂŒhrer des Teams.“

Klaus Perwas (Head Coach Frankfurt): „GlĂŒckwunsch an die Rostocker Mannschaft. Wir haben heute ein begeisterndes Spiel gesehen. Es war alles drin, was ein Basketball ausmacht. Wir sind natĂŒrlich sehr unzufrieden mit der ersten Halbzeit. Ich denke, wir haben Moral gezeigt und eine tolle zweite Halbzeit gespielt. Am Ende hatten wir einige unglĂŒckliche Situationen. Mit einem Augenzwinkern kann man sagen, dass der etwas GlĂŒcklichere heute gewonnen hat. Es war auch nicht unverdient von Rostock. Von daher wĂŒnsche ich den Rostockern alles Gute.“

So geht’s weiter

Am Donnerstag, 8. Januar, bestreiten die SEAWOLVES das erste AuswÀrtsspiel des neuen Kalenderjahres. Um 20:00 Uhr sind sie beim Aufsteiger Science City Jena im Einsatz. Das nÀchste Heimspiel findet am Sonntag, 18. Januar, um 18:00 Uhr gegen den SYNTANICS MBC in der StadtHalle Rostock statt. Tickets gibt es auf tickets.seawolves.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Statistiken zum Spiel

Doppeltes JubilÀum: TJ Crockett Jr. durchbrach wÀhrend der Partie die 1.000-Punkte-Marke seiner BBL-Karriere. KapitÀn Sid-Marlon Theis lief gegen Frankfurt in seinem 250. BBL-Spiel auf.

ViertelstÀnde (HRO-FRA): 20:14, 18:10, 21:30, 23:23

Punkteverteilung:

Rostock: Baggette (6), Crockett Jr. (25), Klassen (11), Kolenda (6), Lansdowne (12), Leuchten (3), Nicholson (1), Schwartz (10), Theis (0), Zilinskas (0).

Frankfurt: Alleyne (2), Brenneke (nicht eingesetzt), Caisin (0), Christmas (18), Hawkins (8), Johnson (4), Knauf (11), Pape (12), Swope (19), Zeeb (3).

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