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Wind lässt nach: O’pen Skiffs reiten die Warnemünder Welle

Spannende Positionskämpfe an der Luvtonne bei der O'pen Skiff Euro Challenge. (Foto: Pepe Hartmann)

Gegen Mitternacht zogen die letzten Böen mit knapp 40 Knoten über Warnemünde. Während sich das Sturmtief langsam in Richtung Baltikum verlagerte, nahm der Wind im Verlauf des frühen Donnerstagmorgens etwas ab. Erneut beherrscht eine Rückseitenwetterlage den Segeltag an der Mündung der Warnow: Wind aus Nordwest mit 18 bis 22 Knoten im Mittel. Endlich ohne Regen, mit viel Sonne und blauem Himmel.

Die Klasse der O’pen Skiff konnte bisher nur zwei Wettfahrten segeln. Der stürmische Dienstag ließ gestern nicht mehr zu. Daher setzte die Wettfahrtleitung heute gleich vier Rennen für die Skiffsegler an. Bis 16.00 Uhr konnten in der Klasse noch Wettfahrten gestartet werden, doch das Wetterfenster sollte sich ab dem Nachmittag wieder schließen, da der Wind laut Vorhersage erneut anziehen sollte.

Folgerichtig stieg dann um Punkt 10.00 Uhr das Signal zum Auslaufen für die O’pen-Skiff-Segler am Flaggenmast an der Mittelmole empor, sodass um exakt 11.05 Uhr der Startschuss für das erste Rennen fiel.

„Wir hatten wirklich konstanten Wind, der nahezu auf 190 Grad eingerastet war, sodass wir die Tonnen nicht groß verlegen mussten und vier kurze Wettfahrten in recht kurzem Abstand starten konnten“, sagt Wettfahrtleiterin Svenja Herziger.

Vier Wettfahrten bei anspruchsvollen Bedingungen mit noch immer recht viel Wind und hohen, steilen Wellen verlangten den Jugendlichen auf dem Wasser einiges an Geschick und Kraft ab. Gerade im ersten Rennen mussten sich die Seglerinnen und Segler erst mit der Warnemünder Welle vertraut machen. Doch der Wind ließ noch etwas nach, und die nächsten Wettfahrten verliefen ohne größere Probleme.

„Die Kids haben echt alles gegeben und das echt großartig gemacht da draußen. Richtig gut gesegelt!“, fasst Herziger den sportlichen Anspruch der jungen Generation zusammen.

Schlussendlich setzte sich bei den U17-Seglern Pawel Sitko aus Polen vor dem Inder Rehaan Dar durch. Sitko verließ die Top 3 in den Einzelwettfahrten nur für seinen Streicher und lieferte mit zwei ersten, zwei zweiten und einem dritten Platz solide ab. Der Amerikaner Zahaan Hemrajani schloss das Podium knapp hinter Dar ab.

Die beste deutsche Platzierung erzielte Florian Schlupp mit Gesamtrang 4, während Mila Weniger als Sechste die Warnemünder Woche abschloss.

Auch in der U13-Klasse konnten alle vier geplanten Wettfahrten stattfinden. In der Klasse der Jüngsten kam es noch zu größeren Verschiebungen. Hier setzte sich der Pole Milej Krzysztof nach insgesamt sechs Wettfahrten durch. Am ersten Tag sammelte er noch einen siebten Platz ein, kam nach der gestrigen Pause aber stark zurück und dominierte heute das Feld: drei erste Plätze, ein zweiter Platz – ein verdienter Sieg.

Hinter ihm komplettierten Henryk Glaza aus Polen und Benedikt Becker aus Deutschland das Podium.

Zoom8

Für die Seglerinnen und Segler im Zoom8 wackelte der Start heute Morgen deutlich. Als mögliches Windfenster gelten 22 Knoten als Maximum. Da selbst der Mittelwind noch in diesem Bereich lag, war ein Start in die Boys and Girls Championships an diesem Tag mehr als fraglich.

Gegen Mittag sollte der Wind etwas abflauen, bevor er gegen Nachmittag wieder aufdrehen sollte. Ein schmales Wetterfenster für die kleine Bootsklasse. Nach einer Startverschiebung von knapp zwei Stunden gelang dann ein Start im avisierten Wetterfenster, das für die zwei geplanten Rennen auch ausreichte.

Nach dem ersten Wettfahrttag führt die Dänin Safina Linnau vor dem Österreicher Jakob Gsell und dem Esten Toomas Pärenson.

Für den morgigen Donnerstag soll sich der Wind weiter abschwächen und zurück auf West drehen. Die drei vorgesehenen Rennen in der Klasse sollten daher stattfinden können.

PM Warnemünder Woche

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