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Warnemünder Woche: Segeln auf höchstem Niveau

Am 4. July beginnt die 88. Warnemünder Woche. Das Großevent am Ufer der Hansestadt steht 2026 auch im Sinne der olympischen Segelwettbewerbe. OB Eva-Maria Kröger: „Rostocks Segelrevier ist erstklassig. Diese tolle Visitenkarte als Seglerstadt spielen wir alljährlich auch zur Warnemünde Woche sehr professionell aus und locken tausende Aktive sowie Besucherinnen und Besucher an unsere Kaikanten.“

Der Startschuss zu den Wettfahrten der 88. Warnemünder Woche fällt am 4. Juli. Die Ilca-Klasse ist mit ihrer Eastern District Championship dabei. (Foto: Pepe Hartmann)

In wenigen Tagen fällt der Startschuss zur 88. Warnemünder Woche (4. bis 12. Juli). Bei der Auftaktpressekonferenz gaben Podiumsgäste der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sowie aus den verschiedenen Bereichen des Events einen Ausblick auf das Segel- und Landprogramm, das die Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr erwartet. Weiteres Thema: Warnemünde als möglicher Austragungsort für olympische Segelwettbewerbe.

„Rostocks Segelrevier ist erstklassig. Diese tolle Visitenkarte als Seglerstadt spielen wir alljährlich auch zur Warnemünde Woche sehr professionell aus und locken tausende Aktive sowie Besucherinnen und Besucher an unsere Kaikanten.“, sagte Eva-Maria Kröger, Oberbürgermeisterin der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. „Schließlich ist die Warnemünder Woche als DAS Segel-Highlight im Rostocker Veranstaltungskalender bekannt. Auch in diesem Jahr werden die Organisatoren wieder zeigen, dass Rostock sehr erfolgreich große Regatten und Sportveranstaltungen ausrichten kann.“

Sie ergänzt: „In diesem Jahr kommt natürlich das Thema Olympiabewerbung mit an Bord. Eine Olympia-Sportmeile und ein Olympia-Talk am Strand werden während der Veranstaltungswoche die Rostocker Kampagne ins Blickfeld rücken. Und wenn die Aktiven dank der tollen Vorbereitung der Wettfahrtbüros, die übrigens von vielen Ehrenamtlichen unterstützt werden, im erstklassigen Revier vor Warnemünde Segel setzen, dann ist das eine tolle Werbung für Olympia in Rostock!"

Ralf Bergel, Chairman der Warnemünder Woche bestätigt das: „Ich sehe Warnemünde als perfekten Standort für die olympischen Segelwettbewerbe. Das Segelrevier ist ideal bei unterschiedlichsten Windbedingungen, und die Anfahrtswege zu den Regattabahnen sind im Vergleich zu anderen Revieren weitaus kürzer, was es für die Aktiven deutlich komfortabler macht. Mit der neuen Sportschule wurde bereits ein wichtiges Stück Infrastruktur geschaffen. Und mit den Regatten der Warnemünder Woche zeigen wir Jahr um Jahr, welch großes Potenzial für internationale Segelwettbewerbe im Standort Warnemünde steckt. Auf der diesjährigen Warnemünder Woche möchten wir mit verschiedenen Aktionen – wie einer Talkrunde und der Olympia-Sportmeile – das Thema Olympiabewerbung noch mehr in den Fokus rücken.“

Dafür, dass das Thema Olympiabewerbung während der Warnemünder Woche präsent ist, sorgt Dr. Heiko Lex, Referent für Sportvereine und Olympiabewerbung, mit verschiedenen Aktionen. Die Resonanz aus der Rostocker Bevölkerung zum Thema Olympia sei überragend, so Lex. Als Standortvorteil sieht er ebenfalls die kurzen Wege zu den Regattabahnen, aber auch die angedachte nachhaltige Unterbringung der Teilnehmenden auf einem Kreuzfahrtschiff.

Umfangreiches Segelprogramm mit Nachwuchssegeln auf höchstem Niveau

Die 88. Warnemünder Woche bietet etliche seglerische Höhepunkte. Circa 625 Seglerinnen und Segler auf 363 Booten aus 14 Nationen werden erwartet. „Im Nachwuchsbereich gehören gleich zwei hochrangige internationale Regatten zu den Highlights des diesjährigen Segelprogramms. Zum dritten Mal in Folge trägt die Klasse Zoom 8 ihre Weltmeisterschaft im Rahmen der Warnemünder Woche aus. Zum ersten Mal ist die Klasse O'pen Skiff mit ihrer Eurochallenge zu Gast“, sagte Bergel. Spannende Wettfahrten mit Topseglern und -seglerinnen verspreche auch die Eastern District Championship der Ilca-Klasse, wobei in der olympischen Klasse Ilca 7 mit dem Kieler Ole Schweckendiek ein absoluter Spitzensegler an den Start geht, der 2025 U21-Weltmeister, U-21-Vizeeuropameister und Warnemünder-Woche-Sieger wurde. „Warnemünde ist mit den tollen, langen Wellen und den sehr kurzen Anfahrtswegen das ideale Segelrevier für die ILCA-Klasse. Neben den super Bedingungen auf dem Wasser sind die neue Infrastruktur mit der Sportschule mit Boots- und Sporthalle echte Highlights“, lobte Frank Weichbrodt, Bereichssprecher ILCA MV.

Außerdem tragen die Klassen Kielzugvogel, Hobie Cat 16 und J/70 ihre internationale Deutsche Meisterschaft aus sowie die Beneteau First 18 SE ihre German Open. Mit den Hobie Cats und den Topcats gehören gleich zwei Katamaran-Klassen zum Segelprogramm, die vom Strand auf der Hohen Düne aufs Wasser gehen werden. Beim Seesegeln zeigt sich wieder einmal, dass die Langstreckenregatta „Rund Bornholm“ nach wie vor beliebt ist. Abgerundet wird das Segelprogramm durch Ranglistenregatten der Klassen Finn Dinghy, Ok-Jolle, Korsar. In den Klassen Finn und OK tritt der dreifache OK-Jollen-Weltmeister André Budzien aus Schwerin an.

Premiere: O'pen Skiff Eurochallenge bei Warnemünder Woche

„Wir freuen uns, in diesem Jahr erstmals eine von drei Stationen des internationalen Formats Eurochallenge zu sein und erwarten rund 50 Seglerinnen und Segler aus fünf Nationen. Drei Wettfahrttage mit kurzen schnellen Rennen stehen für die Aktiven in den Altersklassen U13 und U17 auf dem Programm“, so Bergel. Zu den Topfavoriten zählt Mila Weniger aus Thüringen, die zweimal in Folge die Open Nationals gewonnen hat. Die Eurochallenge zählt zu den wichtigsten internationalen Regattaserien der Klasse O'pen Skiff. Im Jahr 2026 finden die Veranstaltungen der Serie in Italien, Deutschland und Ungarn statt.

Zum Event in Warnemünde sagt die erfolgreiche Nachwuchsseglerin Mila Weniger: „Von der Regatta erwarte ich gute, konstante Rennen mit hoffentlich guten Windbedingungen. In Warnemünde zu segeln macht mir immer wieder Spaß. Im O'pen Skiff muss man ständig mit Gewicht, Trimm und Taktik arbeiten. Das Boot verzeiht keine Fehler, aber genau das macht es spannend.“ Die Eurochallenges sieht sie als perfekte Vorbereitungsregatten für die WM, da fast immer ein großes internationales Feld antritt. „Diesmal kommen leider die Italiener nicht nach Warnemünde, da sie Training auf ihren Heimgewässern machen. Aus diesem Grund war ich kürzlich bei der Italienischen Meisterschaft auf dem Gardasee“, so Weniger.

Internationale Deutsche Meisterschaften im Rollstuhlfechten

Seit 2015 findet erstmals wieder eine Deutsche Meisterschaft im Rollstuhlfechten in Mecklenburg-Vorpommern statt: am 11. und 12. Juli im Bernsteinsaal im Hotel Neptun. Erwartet werden rund 35 Rollstuhlfechterinnen und -fechter aus dem In- und Ausland. Gefochten wird in allen drei Fechtsport-Disziplinen: Säbel, Florett und Degen. Besonders spannend wird es am Samstagabend, wenn mehrere Finalkämpfe ausgetragen werden. Für die Finalveranstaltung sind Eintrittskarten erhältlich. Die Wettkämpfe während des Tages können kostenfrei besucht werden. „Für uns und den gesamten Parasport ist es eine große Ehre, Teil einer solch bedeutenden Veranstaltung wie die Warnemünder Woche zu sein. Der Parasport bietet eine hervorragende Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderungen sichtbar zu machen. Paraathletinnen und -athleten sind häufig Mutmacher und Vorbilder“, sagte Reno Tiede, Geschäftsführer Verband für Behinderten- und Rehasport MV.

Sport im Sand und auf dem südlichen Alten Strom

Sportlich wird es an Land wieder bei den Beach-Handball-Tagen am 4. und 5. Juli in der Strand Arena Warnemünde sowie ebenda am 11. Juli beim Beach-Rugby-Turnier. Am Auftaktwochenende (4./5. Juli) bringen die Paddlerinnen und Paddler beim 28. Drachenbootfestival den südlichen Alten Strom zum Brodeln.

Abschließend gab es ein großes Lob der Oberbürgermeisterin an die ehrenamtliche Crew der Warnemünder Woche. Im vergangenen Jahr packte Kröger zwei Tage selbst mit an und war beeindruckt, mit wie viel Herzblut sich die Ehrenamtlichen engagieren. „Die Veranstaltung kann noch so perfekt organisiert sein: Sie sind das Tüpfelchen auf dem I“, sagte sie.

PM Warnemünder Segel-Club e.V.

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