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Zweimal Bronze, ganz viel Herz: Schwerins Hockeynachwuchs zeigt, was in ihm steckt

Zu Gast waren Mannschaften aus Greifswald, Stralsund, Güstrow und Plau

Schwerin. Es war ein Wochenende, das einmal mehr gezeigt hat, dass sich sportlicher Erfolg nicht allein an Tabellenplätzen messen lässt. Die U12-Teams des Schweriner SC waren gleich auf mehreren Plätzen gefordert – im MV-Pokal ebenso wie in der Hamburger Verbands- und Oberliga. Am Ende standen zwei dritte Plätze, ein starker Saisonabschluss und die Erkenntnis: Der Schweriner Hockeynachwuchs kann mit seinen Gegnern mithalten – und entwickelt sich weiter.

Am Samstag gehörte die Bühne zunächst der WU12 und MU12 beim MV-Pokal. Für die Schweriner Mädchen waren die Voraussetzungen dabei alles andere als optimal. Ersatzgeschwächt ging die WU12 in den Spieltag, machte diesen Nachteil aber mit Einsatz, Zusammenhalt und viel Offensivdrang wett.

Nach einer 0:2-Niederlage gegen Stralsund zeigte die Mannschaft im zweiten Spiel eindrucksvoll, was in ihr steckt. Gegen Greifswald spielte sich Schwerin regelrecht in einen Rausch und feierte einen deutlichen 8:0-Erfolg. Plötzlich war vor dem letzten Spiel sogar noch der zweite Platz möglich.

Dafür musste gegen Plau ein Sieg her. Die Schwerinerinnen kämpften bis zum Schluss, doch diesmal wollte der Ball nicht ins Tor. Plau gewann die enge Begegnung mit 1:0 und sicherte sich damit Platz eins vor Stralsund. Für Schwerin blieb Rang drei – und trotzdem jede Menge Grund, stolz zu sein. Wer ersatzgeschwächt antritt, acht Tore in einem Spiel erzielt und bis zur letzten Partie um Platz zwei kämpft, hat viel richtig gemacht.

MU12 sorgt für ein echtes Pokal-Kuriosum

Auch bei den Jungen war vor dem letzten Spieltag noch nahezu alles möglich. Erstmals standen der MU12 dabei zahlreiche Spieler zur Verfügung. Die Ausgangslage versprach Spannung: Vom ersten bis zum dritten Platz war für Schwerin noch alles drin.

Der Auftakt gegen Güstrow verlief allerdings nicht nach Wunsch. Mit 2:4 mussten sich die Schweriner geschlagen geben. Doch statt sich davon beeindrucken zu lassen, zeigte die Mannschaft im entscheidenden Spiel gegen Stralsund ihre vielleicht wichtigste Qualität: Sie gab nicht auf.

Mit viel Kampf, Leidenschaft und einer starken Mannschaftsleistung gelang ein 3:2-Sieg gegen Stralsund. Danach begann das große Rechnen – mit einem außergewöhnlichen Ergebnis: Alle drei Mannschaften hatten am Ende die gleiche Punktzahl.

Nur die Tordifferenz entschied über den MV-Pokal. Stralsund landete auf Platz eins, Güstrow auf Platz zwei und Schwerin auf Rang drei.

Der Blick auf die gesamte Runde zeigt jedoch, wie knapp die Entscheidung tatsächlich war. Die Schweriner konnten jeden Gegner der Liga schlagen und stellten die beste Abwehr. Ein starkes Zeichen für die Entwicklung der Mannschaft. Gleichzeitig ist klar, woran in Zukunft gearbeitet werden kann: Die vielen erarbeiteten Möglichkeiten müssen noch konsequenter in Tore verwandelt werden.

Auch am Sonntag ging es weiter

Viel Zeit zum Durchatmen blieb der MU12 nicht. Bereits am Sonntag standen die nächsten Begegnungen in den Hamburger Wettbewerben auf dem Programm.

Für Team 2 ging es zum letzten Saisonspiel in der Verbandsliga Hamburg zum Club an der Alster. Noch einmal mobilisierten die Jungs alle Kräfte und belohnten sich mit einem starken 0:0. Gegen einen namhaften Hamburger Gegner ohne Gegentor zu bleiben, war ein gelungener Abschluss einer Saison, in der die junge Mannschaft viele wichtige Erfahrungen sammeln konnte.

Team 1 war unterdessen in der Zwischenrunde der Hamburger Oberliga gefordert. Zu Hause empfingen die Schweriner den Marienthaler THC 1. Diesmal musste sich der SSC trotz großen Einsatzes mit 1:4 geschlagen geben.

Doch auch diese Niederlage ist nur eine Momentaufnahme. Schon am kommenden Samstag wartet auswärts mit dem Rahlstedter HTC 1 die nächste Aufgabe. Dann heißt es noch einmal: Kräfte bündeln, als Mannschaft zusammenstehen und alles auf dem Platz lassen.

Mehr als zwei dritte Plätze

Was von diesem Wochenende bleibt, sind deshalb nicht nur Ergebnisse und Tabellenplätze. Es sind zwei Mannschaften im MV-Pokal, die jeweils Bronze gewonnen haben. Mädchen, die trotz eines kleinen Kaders offensiv mutig auftraten. Jungs, die bewiesen haben, dass sie jeden Gegner ihrer Liga schlagen können. Dazu ein Team 2, das seine Hamburger Feldsaison mit einem starken Unentschieden beendet hat, und ein Team 1, das nach einer Niederlage bereits die nächste Herausforderung vor Augen hat.

Siege gehören zum Sport. Niederlagen genauso. Entscheidend ist, was eine Mannschaft daraus macht.

Und genau deshalb darf der Schweriner SC nach diesem Wochenende optimistisch nach vorne schauen. Die Entwicklung ist sichtbar, der Zusammenhalt stimmt – und der Wille, gemeinsam besser zu werden, ist da.

Der Schweriner Hockeynachwuchs ist auf einem guten Weg. Und dieser Weg ist noch lange nicht zu Ende.

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