Mit dem 4. Platz in der 2. Bundesliga (Division 1) haben sich die Damen des Bowlingclub Schwerin bereits im April ihren Verbleib in der zweithöchsten nationalen Spielklasse gesichert. Für das Team um Kapitänin Reingard Backhaus geht es dann am 12. und 13. September in die dritte Bundesligasaison in Folge. Doch die neue Spielzeit wird es auch in sich haben. Nach einer Regeländerung der DBU wird die Spielzeit 2026/2027 den Übergang in eine neue Ligastruktur einleiten. Da jede der beiden Divisionen ein Jahr später von sechs auf voraussichtlich acht Teams aufgestockt werden wird (aufgrund der geplanten Eingleisigkeit der 1. Bundesliga), steigen nach Saisonende zwei Teams (Platz 5 und 6) ab – nicht wie bislang nur das Tabellenschlusslicht. Zeitgleich muss die viertplatzierte Mannschaft in die Relegation.
Ab Mitte September wird es für die Schweriner aber nicht nur einmal auf "Mission Klassenerhalt" gehen. Denn auch den Männern, als amtierender Mannschaftsmeister der Bowling-Oberliga in die Aufstiegsspiele gegangen, gelang kürzlich der Einzug in die 2. Liga. Quasi gleich um die Ecke. In der Lübecker Bowling World räumten Daniel Schuch, Dirk Steffen, Andrè Riess und Co. im Juni mächtig ab, als sie den weiteren 15 Landesmeistern entgegentraten.
"Unsere Mannschaft kam sehr gut in den Wettkampf und verfehlte im ersten Spiel die „magische“ 1000 nur um 13 Pins. Nach dem ersten Block waren wir vorne mit dabei", resümiert Stammspieler Dirk Steffen auf den Kanälen des Clubs. Gespielt wurde in 3 Serien zu je 3 Spielen. Trotz herausfordernder Bahnbedingungen vor allem in Spiel sechs und aufkommender Nervosität im Sonntagsblock nutzte das 7-köpfige Team den „Heimvorteil“ bestens für sich aus. Am Ende bowlten die Schweriner einen Schnitt von 187,64 und sich damit auf den 2. Platz. Besser schnitt nur der thüringische Meister, 1. Mühlhäuser BC ab. Hauchdünn dahinter: das BC Action-Team aus Hamburg. Ale drei Vereine haben sich damit für die 2. Liga qualifiziert.
"Um hier zu bestehen, ist ein solides und sicheres Räumspiel das Nonplusultra. Ich glaube wir sind als Team noch weiter zusammengewachsen. Auch wenn mal einer einen schlechten Lauf hatte wurde er aufgefangen und die anderen haben sich um so mehr ins Zeug gelegt", fasst Steffen, der selbst in fünf vollen Spielen zum Einsatz kam und zum Erfolg einen 181er Schnitt beisteuerte, zufrieden zusammen.
Schwerins Herren werden im neuen Sportjahr also wieder Bundesligaluft schnuppern – nach bereits zwei Spielzeiten 2018/2019 und 2023/2024. Der Klassenerhalt ist anvisiert. Leicht wird es dennoch nicht. Zumindest ist man gut aufgestellt und maximal motiviert. Und vielleicht spornt ja der interne Wettstreit mit dem Damenteam zu weiteren Höchstleistungen an.
red