Vier Tage voller Spannung, Hitze und am Ende ein Unwetter: Der 57. Bundeswettbewerb in Münster verlangte den deutschen Nachwuchsruderinnen und Nachwuchsruderern einiges ab. Die Schweriner Ruderjugend präsentierte sich auf dem Aasee mit starken Leistungen und durfte sich am Ende über einen Bundessieg und weitere gute Platzierungen freuen.
Für den größten Erfolg aus Schweriner Sicht sorgte Ben Leipold. Der 13-Jährige gewann die 3.000-Meter-Langstrecke in seiner Altersklasse und sicherte sich den Bundessieg. Damit qualifizierte er sich für die erste Abteilung der Bundesregatta über 1.000 Meter. Auch dort ließ er seiner Konkurrenz keine Chance und erreichte ebenfalls einen ersten Platz.
Starke Leistungen auch im Doppelzweier
Ebenfalls überzeugen konnten Jasper Kuhnigk und Tilmann Schmidt im Doppelzweier der 12/13-jährigen Jungen. Mit Rang drei auf der Langstrecke (Gesamtwertung: 10. Platz) qualifizierte sich das Duo für die zweite Abteilung der Bundesregatta und ruderte in seinem Rennen auf einen dritten Platz.
Auch Daniil Velychko und Ole Janke zeigten im Leichtgewichts-Doppelzweier der 12/13-jährigen Jungen eine gute Leistung. Nach Platz drei auf der Langstrecke und einem 10. Platz in der Gesamtwertung sicherten sie sich in der zweiten Abteilung der Bundesregatta einen ersten Platz.
Moritz Hübschmann und Daniel Vega sammelten bei ihrem ersten Bundeswettbewerb wertvolle Erfahrungen. Im Leichtgewichts-Doppelzweier belegten sie Rang fünf auf der Langstrecke (Gesamtwertung: 17. Platz). In der vierten Abteilung der Bundesregatta erreichten sie einen dritten Platz.
Erfolg für den Schweriner Mix-Doppelvierer
Ein weiteres Ausrufezeichen setzte der Schweriner Mix-Doppelvierer mit Amanda Hornburg, Henry Schmidt, Lian Peppler, Brida Möller und Steuerfrau Ida Wilhelm. Nach ihrem Sieg auf der Langstrecke bedeutete dies für die Mannschaft Rang drei in der Gesamtwertung. Die Chance auf eine weitere Spitzenplatzierung in der Bundesregatta blieb der Crew jedoch verwehrt. Kurz vor Ende musste die Bundesregatta wegen Starkregen unterbrochen werden. Weil mehrere Jugendliche mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hatten, wurde die Bundesregatta schließlich abgebrochen.
Zum Bundeswettbewerb gehört traditionell auch der Allgemeine Sportwettbewerb. Beim Medizinballstoßen, Hindernis-Parcours und Dreierhopp stellten die Schweriner Athletinnen und Athleten ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Neben Athletik, Schnelligkeit und Teamgeist war auch Fachwissen gefragt – etwa zu Ruderregeln, Sicherheit auf dem Wasser und Materialkunde.
Positive Bilanz und Blick nach vorne
Landestrainer Thomas Schulz zog ein positives Fazit: „Der Bundeswettbewerb hat gezeigt, dass unser Nachwuchs auf einem guten Weg ist. Unsere Sportlerinnen und Sportler haben sich mit großem Einsatz präsentiert und sich mit den besten Mannschaften Deutschlands auf Augenhöhe gemessen. Diese Ergebnisse sind ein Ansporn für die kommenden Aufgaben. Ein großer Dank gilt den Eltern, die durch ihr Engagement die Teilnahme an dieser Regatta möglich gemacht haben.“
Der Bundeswettbewerb ist der wichtigste Leistungsvergleich für Ruderinnen und Ruderer der Altersklassen 12 bis 14 Jahre. Nach den Wettkämpften in Münster trifft sich die Ruderjugend im kommenden Jahr zum 58. Bundeswettbewerb in Brandenburg an der Havel.
Text: Henning Lipski (SRG)