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3-Satz-Niederlage beim Spitzenreiter

Wildcats zeigen Courage und Kampfgeist | Rote Raben am Ende mit druckvollerer Spielweise

Es war das erwartet schwere Spiel für die Stralsunder Wildcats. Aufstiegsaspirant Vilsbiburg präsentierte sich am Samstag als würdiger Spitzenreiter mit einer imponierend dominierenden Spielweise. Doch die Gäste vom Sund brauchen sich mit ihrer gezeigten Leistung nicht zu verstecken. Mit viel Courage und großem Kampfgeist haben sie den Favoritinnen die Stirn geboten. Phasenweise konnten Dommaschke, Bandstrup und Co. das Spiel ausgeglichen gestalten.

Ausdruck dafür war der erste Satz. Immer wieder brachte das Team von Cheftrainer Kim Buchwald krachende Angriffe durch die Gegnerische Verteidigung, überzeugte mit starken Blocks sowie platzierten und variablen Aufschlägen. Beim Stand von 18:18 war der Ausgang noch völlig offen. Selbst beim anschließenden kleinen Vorsprung der Gastgeberinnen war der Ausgang noch nicht sicher. Als sich die rund 900 Zuschauer zum Satzball (Stand 24:21) von den Plätzen erhoben, kam Stralsund noch einmal heran. Der dritte Versuch – Raben-Coach Guillermo Gallardo hatte vorsorglich eine Auszeit genommen – gelang schließlich. Sich mit ihren 1,88 Metern Körperlänge in die Höhe schraubend, knallt Vilsbiburgs Tina De Groot ihren Angriff am Block vorbei direkt auf den Boden. 25:23

Doch die Wildcats blieben in ihrem Auftritt souverän. Bis zum Stand von 7:7 konnten sie den zweiten Satz ausgeglichen gestalten. Gegen den Tabellenprimus darf man sich aber keine Schwächen leisten. Andernfalls zieht der Favorit davon. Leider kam es so. Ein paar ungenaue Schläge und eine kleine Pechsträhne später hatten sich die Roten Raben auf 16:9 abgesetzt. Mit dem 20. Punkt durch Crystal Burk wuchs der Vorsprung schon auf acht Punkte an. Aber das Team vom Sund gab in keiner Phase das Bemühen auf, um jeden Punkt zu kämpfen. Mit Blockaktionen wie aus dem Bilderbuch wehrte es noch drei Satzbälle ab bevor die US-Amerikanerin Anne Marie Hatch den Sack zum 25:19 zumachte.

Gleiches Spiel im dritten Durchgang. In den ersten acht Minuten verlief auch dieser ausgeglichen. Dann setzte sich das Heimteam mit druckvoller Spielweise entscheidend ab. Stralsund fand seinerseits kein probates Mittel um noch einmal aufzuschließen. Deutlich mit 25:14 beendeten die Bayern die Partie und holten sich damit ihren 17. Sieg in dieser Saison.

Wildcats-Manager Steffen Täubrich zeigt sich dennoch zufrieden. „Wenn man nach auf die Ursachen für die Niederlage schaut, muss zunächst die Stärke der Gegnerinnen aufgeführt werden“, blickt er in Richtung des Vilsbiburger Kaders. Auf seine Wildcats schauend lobt er speziell die Blockarbeit. Diese befände sich auf einem guten Niveau. Hingegen seien die Lösungen im Angriffsspiel nicht immer zielführend gewesen, so der 69-Jährige. Er weiß aber auch: „Das Potential der Mannschaft wurde bereits in vielen Spielen unter Beweis gestellt, unter anderem auch im Hinspiel.“

Eine, die ihr Potential regelmäßig ausschöpft ist Zuspielerin Gesa Brandstrup. Wie bereits im letzten Spiel gegen Markleeberg wurde die 19-Jährige auch diesmal zur MVP gewählt. Innerhalb der laufenden Saison sogar schon zum 7. Mal. „Aber ich glaube, das ganze Team hat es schon relativ gut gemacht“, resümiert die gebürtige Emsländerin nach der Partie zufrieden.

Die Chance auf einen Punktgewinn haben die Sparkassen Wildcats Stralsund bereits am kommenden Samstag. In der Diesterweg-Hölle erwarten die Tabellenachten Ligaschlusslicht BBSC Berlin. Das Ziel ist klar: ihr Potential voll abrufen und vor heimischem Publikum gegen die Gäste aus der Bundeshauptstadt gewinnen.

red