Die Sparkassen Wildcats Stralsund feiern in der Sparda 2. Liga Pro ein eindrucksvolles Wochenende. Gegen Dingolfing und Köln zeigt das Team um Trainer Kim Hakan Buchwald große Moral und starke Nerven.
Die Sparkassen Wildcats Stralsund haben in der Sparda 2. Liga Pro ein starkes Zeichen gesetzt und zwei umjubelte Heimsiege eingefahren. Nur eine Woche nach der Auswärtspleite gegen den TV Dingolfing gelang dem Team von Cheftrainer Kim Hakan Buchwald die direkte Revanche: Die Stralsunderinnen drehten das Ergebnis und setzten sich vor eigenem Publikum nun ihrerseits mit 3:1 (25:23, 25:20, 32:34, 25:20) durch. Bereits tags darauf stellten sie mit einem hart erkämpften 3:2 (25:17, 23:25, 25:19, 20:25, 15:12) gegen DSHS SnowTrex Köln den zweiten Erfolg im Doppelspieltag sicher.
Gegen Dingolfing erwischten die Wildcats zunächst einen zähen Start, fanden aber nach personellen Wechseln besser ins Spiel. Beim 20:20 gelang der Ausgleich, danach holte das Heimteam den knappen Satzgewinn und legte in Durchgang zwei souverän nach. Der dritte Satz entwickelte sich zu einem wahren Drama mit Satz- und Matchbällen auf beiden Seiten – am Ende verkürzten die Gäste. Doch Stralsund hielt im vierten Satz dagegen, machte einen frühen Rückstand wett und sorgte dank starker Aufschläge von Rosali Nimz für die Entscheidung. Besonders auffällig: Fiona Arnold und Simone Robinson, die mit bislang wenigen Einsatzminuten sofort überzeugten und wertvolle Impulse gaben.

Nur etwa 300 Zuschauer fanden am Folgetag den Weg in die Diesterweg-Sporthalle – das parallel stattfindende Handballderby zwischen dem Stralsunder HV und dem HC Empor Rostock sowie die begonnene Adventszeit samt Ausflüge auf den Weihnachtsmarkt standen in direkter Konkurrenz. Wer aber zum Zweitligaspiel kam, der erlebte ein intensives Duell zweier Teams auf Augenhöhe. Stralsund erwischte Köln in dieser ersten Begegnung seit zwei Jahren mit einem starken Auftaktsatz auf dem falschen Fuß. Jedoch musste man im zweiten Durchgang den Ausgleich hinnehmen. Im dritten Satz setzte sich das Team um Kapitänin Sabrina Dommaschke erneut durch, bevor Köln im vierten Abschnitt zurückschlug.
Im Tie-Break stellte sich die Frage nach den Kraftreserven. Schließlich war es das fünfte Spiel in neun Tagen, hob Teammanager Steffen Täubrich hervor. Doch die Wildcats blieben nervenstark. Beim Stand von 12:12 wechselte Buchwald Shari Groth zum Aufschlag ein – sie setzte Köln so unter Druck, dass alle verbleibenden Punkte an Stralsund gingen. Der zweite Sieg in Folge war perfekt. „In diesem Spiel wurde erneut bewiesen, wie wichtig jede einzelne Spielerin im Team ist, ganz besonders bei solch hohen Belastungen. Jede einzelne hat ihren Beitrag zum Sieg geleistet“, lobt Täubrich.
Nach diesem Doppelspieltag haben die Sparkassen Wildcats ihre Position in der Tabelle der Sparda 2. Liga Pro gefestigt und ihre Bilanz auf 6 Siege aus 13 Spielen verbessern können. Zum Abschluss dieses Jahres stehen noch zwei Begegnungen an. Am 6. Dezember erwarten die Hansestädterinnen die Kaderschmiede VCO Dresden, eine Woche später mit dem TV Hörde das aktuelle Tabellenschlusslicht.
st/red
