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Dramatisches EM-Finale auf dem Beetzsee

U19-Doppelvierer führt bis zur Hälfte und wird Vierte

Brandenburg an der Havel – Der deutsche Juniorinnen-Doppelvierer hat bei den U19-Europameisterschaften auf dem Beetzsee eine Achterbahn der Gefühle erlebt. Trotz einer sensationellen Führung über weite Strecken des Rennens verpasste das Quartett mit Bugfrau Maja Meerbach (Rostocker Ruder-Club) am Ende das Edelmetall haarscharf und belegte im A-Finale den vierten Platz.

Die deutsche Crew – besetzt mit Maike van Beek, Elena Schweisthal, Frederike Amort und der Rostockerin Maja Meerbach im Bug – erwischte einen Traumstart. Vom ersten Schlag an setzte sich das Boot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) an die Spitze des hochkarätigen Feldes. Das Team zeigte enormen Druck und perfekten Rhythmus: Nach 500 Metern lag das deutsche Quartett in Führung und hielt die Konkurrenz in Schach.

Auch auf dem zweiten Streckenabschnitt verteidigte die Besatzung ihre Spitzenposition erfolgreich. Bei der 1000-Meter-Marke passierten Meerbach und ihre Kolleginnen die Zwischenzeit erneut als Führende. Zu diesem Zeitpunkt sah alles nach einer sicheren Medaille aus, und sogar der Europameistertitel schien greifbar nah.

Auf den letzten 500 Metern mobilisierten die gegnerischen Boote aus Tschechien, Rumänien und Polen jedoch noch einmal extreme Kraftreserven. In einem dramatischen Endspurt schwanden der deutschen Crew auf den letzten Metern die Kräfte. Im Millimeter-Finish zog die Konkurrenz noch vorbei und verdrängte das DRV-Boot auf den undankbaren vierten Rang.

Trotz der verpassten Medaille nach dieser fulminanten ersten Rennhälfte zog man ein positives Fazit. Die gezeigte Dominanz über die ersten 1000 Meter unterstreicht das enorme Potenzial von Bugfrau Maja Meerbach und ihrem Team für die anstehenden Weltmeisterschaften.