Wildcats setzen sich gegen Neuseenland-Volleys mit 25:23, 29:27 und 25:13 durch
Mit den Neuseenland-Volleys Markleeberg kam am Wochenende ein besonderes Team in die Stralsunder Diesterweg-Sporthalle. Nicht nur das die Sachsen erstmals am Sund aufschlugen, ihr Bus stand bereits vor der Halle, als die ersten Verantwortlichen der Sparkassen Wildcats eintrafen. „Das waren immerhin dreieinhalb Stunden vor dem Spiel“, zeigt sich Heimspielkoordinator Steffen Täubrich beeindruckt. „Das bekamen bisher nicht viele hin.“ Bemerkenswert waren auch die vielen Gästefans, die ihrem Team die 500 Kilometer in den Norden gefolgt waren.
Dass der Spieltag der Sparda 2. Liga Pro nicht alltäglich sein würde, zeigte sich kurze Zeit später noch einmal am Beispiel eines ungewöhnlichen Antrags an die verantwortlichen Schiedsrichter Christian Schlüter und Sebastian Tominski. Markleeberg bestand auf getrenntes Einschlagen. „Niemand konnte sich erinnern, ob das in den vergangenen 17 Saisons schon einmal so stattfand“, bemerkt Täubrich. Eine Situation, die auch die beiden Dyn-Sportkommentatorinnen erstaunte. „Das ist das erste Mal, dass ich das in meiner Volleyballzeit sehe“, so Expertin Elisa Bissendorf.
Im Spiel unternahmen die Gäste dann alles, um mit einem Satz oder gar Punkterfolg nach Hause zu fahren – angepeitscht von ihren mitgereisten Fans. Doch Stralsund zeigte in ausverkaufter Halle ein überwiegend gutes, in machen Phasen fast perfektes Spiel. Überzeugend zeigte sich von Beginn an Zuspielerin Gesa Bandstrup, die ihre Angreiferinnen variabel und unter Einbeziehung aller Positionen einsetzte. Entsprechend druckvoll gingen die Bälle regelmäßig am gegnerischen Block vorbei. Weil auch viele der eigenen Aufschläge krachten, konnte sich das Team um Kapitänin Sabrina Dommaschke teils deutliche Vorsprünge erspielen. Markleeberg gab sich jedoch zu keiner Zeit geschlagen, antwortete selbst mit druckvollen Aufschlägen und Angriffen. Für Stralsund Coach Kim Buchwald passierten seinen Damen jetzt ein paar Fehler zu viel. So verspielten sie erst einen 4-Punkte- am Ende sogar noch einmal einen 8-Punkte-Vorsprung. Vom 19:11 Zwischenstand hieß es plötzlich 23:23. Die Gäste waren jetzt wieder dran. Auszeit auf Stralsunder Seite und die wirkte. Ein Angriff und ein wichtiger Block durch Amelie Grawert später war der Satzgewinn da. „Das dies noch gelang ist auch Ausdruck der Weiterentwicklung des Teams, in dieser Situation nicht den Fokus und die Konzentration verloren zu haben“, freut sich Teammanager Steffen Täubrich
In Satz zwei ein ganz ähnlicher Spielverlauf. Nur, dass sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Wenn auch die Neuseenland-Volleys lange Zeit mit ein, zwei Punkten führten. Am Ende stand wie im Satz zuvor das 23:23 auf der Anzeigetafel. Diesmal ging es sogar in die Over-Time. Satzbälle sowohl für Stralsund als auch für Markleeberg. Ihren Dritten konnten die Gastgeberinnen schließlich zum 29:27 für sich nutzen.
Die eigenen Fans im Rücken dominierten die Wildcats den dritten Satz. Mit merklich weniger eigenen Fehlern und kontinuierlich druckvollerem Spiel. Besonders die eigenen Aufschläge trugen in beeindruckender Manier zur schnellen und hohen Führung bei. Auf der anderen Seite fand man jedoch nicht zur Form der ersten beiden Durchgänge. Sicherlich beeinflusst von einer strittigen Schiedsrichterentscheidung zu Satzbeginn, wegen der man sich zu einer längeren Diskussion mit dem Schiedsrichter hinreißen ließ. Nach nur 22 Minuten machte Stralsund mit 25:13 den Sack zu. Ganz zur Freude des Heimpublikums. Und auch Gesa Brandstrup, Stralsunds MVP der Partie, zeigt sich erleichtert. „Ich glaube wir haben am Ende einfach unseren Mut wieder gefunden“, so das Resümee der Zuspielerin.
Mit ihren 3 erspielten Punkten verbleiben die Sparkassen Wildcats auf dem soliden 8. Tabellenplatz der 2. Liga Pro. Am kommenden Samstag geht es für sie bereits weiter. Dann treffen sie auswärts auf den aktuellen Tabellenprimus und klaren Favoriten aus Bayern, die Rote Raben Vilsbiburg. Spielbeginn ist um 19 Uhr.
st; red
