Abteilungschef Torsten Römer: „Schon toll, wie die Mannschaft immer besser harmoniert.“
Der Bad Doberaner SV startete zu seinem dritten Spieltag am vergangenen Samstag nicht gerade nach Lehrbuch in die Begegnung. Die Gastgeber hatten gegen das Team der SG Uni Greifswald/Loitz jedenfalls ordentlich mit sich und eigenen technischen Fehlern zu kämpfen. War es die Spielpause, die Aufregung? Nach dem 0:3 Rückstand sollte das Team von Coach Matthias Schmidt noch bis zur 17. Spielminute dem Punktestand der Gäste hinterherlaufen. Erst dann gelang den Doberanern der Ausgleich. Ginge es nach Abteilungschef Torsten Römer, dann hätte keines der beiden Teams einen Schönheitspreis fürs Spielen bekommen. Doch am Ende zählen die Punkte, nicht die Kür.
Die Doberaner drehten das Spiel kurzzeitig um, führten mit 10:8. Nur um die gewonnene Führung wieder zwischen den Fingern entrinnen zu lassen. Doch Fehler im Angriff leisteten sich jetzt beide Seiten, bei gleichzeitig ordentlicher Abwehrarbeit. Der 14:13 Rückstand zur Pause war aus Sicht der Gastgeber nicht dramatisch. Es war also noch alles drin in der Partie. Mit Beginn der 2. Hälfte schaffte es der DSV richtig zuzupacken. Die Vorpommern agierten weiterhin auf Augenhöhe.
Ab der 38. Spielminute gelang dem DSV ein wichtiger 5-Tore-Lauf. „Jetzt konnte man sich für die verbesserte Abwehrarbeit auch belohnen“, bewertet Torsten Römer diese heiße Phase und fügt an: „Wenn da nicht auch die vielen Fehlversuche wären, die wir fabrizierten.“
In einer dramatischen Schlussphase brachte man die SG unnötiger Weise wieder ins Spiel. Es kam wieder Hektik auf in den eigenen Reihen. Wahrscheinlich verhinderte nur der im Tor überragend haltene Marty Lampe Schlimmeres. Erst sechs Sekunden vor dem Abpfiff brachte Patrick Schmidt mit seinem zweiten Treffer die Erlösung. Mit 27:25 gewann der Bad Doberaner SV das Derby gegen die SG Uni Greifswald/Loitz.
Abteilungsleiter Torsten Römer zeigte sich sichtlich erleichtert: „Das erste Derby geht an uns, auch wenn es wieder ein Krimi war!Wieder 2 Punkte mehr auf dem Konto und das zählt.“ Gleichwohl fand er auch Lob für seine Oberligisten. „Aber schon toll, wie die Mannschaft immer besser harmoniert.“
Mit dem Derbysieg stehen die Münsterstädter auf dem soliden 3. Tabellenplatz in der Oberliga Ostsee-Spree (bei einem Spiel Rückstand auf ihre direkten Kontrahenten). Das nächste Spiel findet bereits am kommenden Samstag beim Berliner TSV Rudow statt.
