MVs Rudernachwuchs liefert bei Internationalen DRV-Junioren-Regatta in Hamburg ab
Die Hamburger Regattastrecke stand am vergangenen Wochenende ganz im Zeichen des Spitzen-Nachwuchssports. Vom 5. bis 7. Juni 2026 strömten die besten Nachwuchstalente Deutschlands und des nahen Auslands zur 2. Internationalen DRV-Junioren-Regatta 2026 nach Hamburg-Allermöhe. Im Wasserpark Dove-Elbe kämpften die Athletinnen und Athleten der Altersklassen U17 und U19 um wichtige Medaillen und die begehrten Tickets für die internationalen Saisonhöhepunkte. Das Event gilt als eines der bedeutendsten nationalen Nachwuchsrennen des Jahres.
Für die Juniorinnen und Junioren der Altersklasse A (U19) ging es auf der 2.000-Meter-Distanz um alles. Die Rennen in Allermöhe dienten als entscheidende Standortbestimmung des Deutschen Ruderverbands (DRV). Ein Paradebeispiel für die enorme Leistungsdichte am vergangenen Wochenende lieferte der Juniorinnen-Einer. Hier ging unter anderem Maja Meerbach vom Rostocker Ruder-Club für den Landesruderverband Mecklenburg-Vorpommern an den Start.
Nach intensiven und umkämpften Vorläufen qualifizierte sich die ambitionierte Rostockerin für das Finale B (Platz 5.). In diesem gesetzten Lauf schenkten sich die Nachwuchsathletinnen auf den Außenbahnen keinen Meter Wasser. Auf der 2.000-Meter-Distanz zeigte Meerbach nach einer kontrollierten ersten Streckenhälfte einen starken Endspurt und sicherte sich eine wichtige Platzierung im nationalen Ranking für die anstehenden Deutschen Jahrgangsmeisterschaften.
Ein echtes Highlight aus Sicht des Landesruderverbandes Mecklenburg-Vorpommern lieferte die Renngemeinschaft aus Rostock im Junioren-Zweier ohne Steuermann (2-). Max Mützelburg (vom Olympischen Ruderclub Rostock) und sein Bootspartner Friis Schirm (vom Rostocker Ruder-Club) wurden im Finale B fünfter. Das eingespielte Duo lieferte sich auf der Dove-Elbe einen packenden Bord-an-Bord-Kampf mit der nationalen Konkurrenz. Mit einer hervorragenden Endzeit zeigten die beiden Rostocker eine technisch saubere und kämpferisch starke Leistung auf den letzten 500 Metern. Mit dieser Zeit untermauerten sie ihre gute Form auf nationalem Parkett und sammelten wichtiges Selbstvertrauen für die anstehenden Deutschen Jahrgangsmeisterschaften.
Ebenfalls im Junioren-Zweier ohne Steuermann (2-) schickte die Schweriner Rudergesellschaft ein weiteres heißes Eisen ins Rennen. Pepe Jonuscheit stellte sich mit seinem Bootspartner der harten nationalen Konkurrenz und qualifizierte sich auf der Hamburger Regattastrecke für das Finale C und belegte dort den 1. Platz. Das starke Abschneiden der Mecklenburger Nachwuchsruderer in den Skull-Booten komplettierte Ole Hodea (Schweriner Rudergesellschaft). Er stellte sich der gewohnt riesigen Konkurrenz im Junioren-Einer (1x).
Nach harten Positionskämpfen in den Vorläufen qualifizierte sich Hodea für das 3. Finale (Platz 2-FC). Auf der windanfälligen Dove Elbe zeigte er ein technisch sauberes Rennen und bewies auf den letzten 500 Metern echtes Stehvermögen. Der Start im Einer gegen die nationale Elite lieferte Hodea wichtige Matchpraxis für die anstehenden Deutschen Jahrgangsmeisterschaften.
Miley Gallus (Ribnitzer Sportverein) qualifizierte sich in den kräftezehrenden Vorläufen für das Finale E und belegte den 5.Platz. In diesem Lauf mobilisierte Gallus auf der zweiten Streckenhälfte der Hamburger Regattastrecke noch einmal alle Reserven. Sie trotzte den anspruchsvollen Bedingungen auf der Dove-Elbe und sammelte auf diesem hohen Niveau wertvolle Regatta-Erfahrung für ihre weitere sportliche Entwicklung auf nationaler Ebene.
Der Vierer ohne (4-) mit Max Mützelburg und Friis Schirm in ihrer Renngemeinschaft überzeugte mit einem starken Auftritt gegen die nationale Elite mit dem 4. Platz. Nur wenig später zog Pepe Jonuscheit nach und erkämpfte sich ein 7. Platz. Im Achter (8+), der Königsklasse des Rudersports, ging es hoch her. Max Mützelburg belegte den 2. Platz nur haarscharf am absoluten Prestigesieg vorbei. Seine Vereinskollegen Friis Schirm und Pepe Jonuscheit zeigten mit dem 6. Platz im selben Boot ein famoses Rennen.
Nach ihrem Auftritt im Einer drehte Maja Meerbach in den Mannschaftsbooten erst richtig auf und sicherte sich zwei Plätze in den begehrten A-Finals. Im Doppelzweier (2x) zeigte sie mit ihrer Partnerin ein technisch hochklassiges Rennen und belegte Platz 3. Im Doppelvierer (4x) erkämpfte sie sich in einem Wimpernschlagfinale um Edelmetall den 2. Platz. Ole Hodea qualifizierte sich im Doppelzweier (2x) für das starke Finale B und belegt dort den 3. Platz. Im Doppelvierer (4x) setzte er noch einen drauf und erreichte den 7. Platz.
Die beiden Nachwuchstalente Duo Noah Kaufmann (GRC) und Leo Föge (RRC) zeigten im hart umkämpften Feld des Junioren-Zweiers ohne Steuermann (2-) eine furiose Leistung. Mit einem perfekt eingeteilten Rennen und einem unwiderstehlichen Endspurt schoben sie ihre Bootsspitze auf der Hamburger Regattastrecke vor der nationalen Konkurrenz über die Ziellinie und sicherten sich einen hervorragenden 1. Platz am Samstag und den 2. Platz am Sonntag.
Jetzt heißt es „eine Schüppe raufpacken“
Die Regatta in Hamburg hat gezeigt, dass der MV-Rudernachwuchs voll konkurrenzfähig ist und in Schlagdistanz zur nationalen Spitze agiert. „Doch Ausruhen gilt nicht: Es kommen noch zwei intensive Wochen Training auf uns zu und wir müssen noch eine Schüppe raufpacken“, weiß U19-Landestrainer René Burmeister. In den nächsten Tagen soll im Training noch einmal intensiv ausprobiert und gefeilt werden. „Und dann wird sich bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften endgültig zeigen, wer den Bugball ganz vorne hat.“
Text: rb/LSVMV
